{"id":714068,"date":"2026-01-13T02:54:11","date_gmt":"2026-01-13T02:54:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/714068\/"},"modified":"2026-01-13T02:54:11","modified_gmt":"2026-01-13T02:54:11","slug":"duesseldorf-wie-erspare-ich-mir-fusspilz-als-schwimmbad-mitbringsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/714068\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf | Wie erspare ich mir Fu\u00dfpilz als Schwimmbad-Mitbringsel?"},"content":{"rendered":"<p>D\u00fcsseldorf (dpa\/tmn) &#8211; Juckreiz, R\u00f6tungen und rissige Haut zwischen den Zehen: Fu\u00dfpilz ist Betroffenen meist peinlich.<\/p>\n<p>Dabei passiert es rasch, dass man sich so eine Hautinfektion einf\u00e4ngt, etwa im Schwimmbad. Der Dermatologe Afschin Fatemi von der S-Thetic Clinic D\u00fcsseldorf verr\u00e4t im Interview, warum das so ist &#8211; und wer mit Fu\u00dfpilz lieber direkt zum Arzt oder zur \u00c4rztin geht.\u00a0<\/p>\n<p>Frage: Schwimmb\u00e4der gelten als Fu\u00dfpilz-Hotspots. Woran liegt das?\u00a0<\/p>\n<p>Afschin Fatemi: Schwimmb\u00e4der sind warme und feuchte Orte, in denen gleich mehrere Bedingungen zusammenkommen, die Fu\u00dfpilz beg\u00fcnstigen.\u00a0<\/p>\n<p>Schwimmb\u00e4der werden t\u00e4glich von sehr vielen Menschen besucht, von denen einige Fu\u00dfpilz haben. Die Infizierten verlieren dann Hautschuppen, die Pilzsporen enthalten. Sie landen auf B\u00f6den, Matten, B\u00e4nken oder in den Duschbereichen.\u00a0<\/p>\n<p>Die Feuchtigkeit im Schwimmbad hilft den Pilzsporen beim \u00dcberleben. In trockenen Umgebungen w\u00fcrden sie viel schneller absterben. In feuchten R\u00e4umen k\u00f6nnen sie tage- bis wochenlang \u00fcberleben.\u00a0<\/p>\n<p>Menschen, die barfu\u00df und mit vom Wasser aufgeweichter Haut auf diese Sporen treten, infizieren sich dann. Die Pilze k\u00f6nnen leicht in die Hornschicht der Haut eindringen. Der Bodenkontakt ist dabei der Haupt\u00fcbertragungsweg.<\/p>\n<p>Frage: Was kann man alles tun, um sich Fu\u00dfpilz als Schwimmbad-Souvenir zu ersparen?\u00a0<\/p>\n<p>Fatemi: Das ist recht simpel: indem man Badeschlappen tr\u00e4gt &#8211; in der Umkleide, der Dusche und am Beckenrand. Im Wasser selbst ist es unwahrscheinlich, sich mit Fu\u00dfpilz zu infizieren. Wer die Schlappen au\u00dferhalb des Wassers \u00fcberall tr\u00e4gt, muss in der Regel keinen Fu\u00dfpilz bef\u00fcrchten.\u00a0<\/p>\n<p>Nach dem Schwimmen und dem Duschen sollte man sich au\u00dferdem die F\u00fc\u00dfe gr\u00fcndlich mit einem frischen Handtuch abtrocknen. Wer ohnehin zu Fu\u00dfpilz neigt, kann die Zehenzwischenr\u00e4ume auch kurz mit kalter Luft f\u00f6hnen.\u00a0<\/p>\n<p>Im Alltag kann man dar\u00fcber hinaus auf das passende Schuhwerk achten. Socken aus Materialien wie Baumwolle oder Merinowolle und luftdurchl\u00e4ssige, trockene Schuhe k\u00f6nnen zur Vorbeugung beitragen.<\/p>\n<p>Aggressive Desinfektionsmittel oder Teebaum\u00f6l hingegen sch\u00e4digen die Hautbarriere eher, als dass sie eine sinnvolle Prophylaxe darstellen.<\/p>\n<p>Frage: Mist, es juckt und brennt doch zwischen den Zehen. Wie wird man Fu\u00dfpilz wieder los?\u00a0<\/p>\n<p>Fatemi: Die Behandlung von Fu\u00dfpilz ist in der Regel recht unkompliziert. Es gibt verschiedene Antipilzmittel, sogenannte Antimykotika, die man rezeptfrei in der Apotheke bekommt. Dazu z\u00e4hlen die Wirkstoffe Clotrimazol, Bifonazol, Terbinafin und Ciclopirox. Bei konsequenter Anwendung von zwei bis vier Wochen sind die Mittel sehr effektiv.<\/p>\n<p>Bei der Anwendung ist es wichtig, darauf zu achten, dass die F\u00fc\u00dfe gewaschen und insbesondere in den Zehenzwischenr\u00e4umen vollst\u00e4ndig getrocknet sind.<\/p>\n<p>Das Antipilzmittel wird dann d\u00fcnn auf die betroffenen Stellen und leicht \u00fcber den sichtbaren Rand hinaus aufgetragen. Nach dem Abklingen der Symptome sollte die Behandlung noch etwas fortgef\u00fchrt werden, um eine erneute Auskeimung der Pilzsporen zu verhindern.\u00a0<\/p>\n<p>Wenn eine Verbesserung ausbleibt, sich der Pilz weiter ausbreitet oder die N\u00e4gel betroffen sind, sollte man unbedingt zum Arzt gehen.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Menschen mit Diabetes oder einer Immunschw\u00e4che geh\u00f6ren zur Risikogruppe. Hohe Blutzuckerwerte, Durchblutungsst\u00f6rungen, trockene oder rissige Haut sowie ein geschw\u00e4chtes Immunsystem erleichtern das Eindringen von Pilzen und verz\u00f6gern die Heilung. Deshalb sollten Betroffene bei jedem Verdacht auf Fu\u00dfpilz unbedingt \u00e4rztlichen Rat einholen und die Behandlung nicht einfach selbst durchf\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"D\u00fcsseldorf (dpa\/tmn) &#8211; Juckreiz, R\u00f6tungen und rissige Haut zwischen den Zehen: Fu\u00dfpilz ist Betroffenen meist peinlich. 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