{"id":714257,"date":"2026-01-13T04:48:30","date_gmt":"2026-01-13T04:48:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/714257\/"},"modified":"2026-01-13T04:48:30","modified_gmt":"2026-01-13T04:48:30","slug":"geschaeftsreisende-wollen-keine-sprueche-sondern-ein-ruhiges-zimmer-und-guten-kaffee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/714257\/","title":{"rendered":"Gesch\u00e4ftsreisende wollen keine Spr\u00fcche, sondern ein ruhiges Zimmer und guten Kaffee"},"content":{"rendered":"<p>Rathgeber Fine HotelsGesch\u00e4ftsreisende wollen keine Spr\u00fcche, sondern ein ruhiges Zimmer und guten Kaffee12.01.2026, 11:25 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Carsten-K-Rath-article24636367.html\" class=\"article-detail-head_author___bDMZ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_1_1__Ei3jf\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Bild1.webp.webp\" alt=\"Bild1\"\/>Von Carsten K. Rath<\/a><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/RECORD-DATE-NOT-STATED-Cookies-and-coffee-next-to-Chinese-businessman-Beijing-China-Copyright-xyxBlu.webp\" alt=\"RECORD-DATE-NOT-STATED-Cookies-and-coffee-next-to-Chinese-businessman-Beijing-China-Copyright-xyxBluexJeanxImagesxLLCx-bji0128-0083\"\/>Wer klar bleibt, bleibt relevant. (Foto: IMAGO\/Blue Jean Images)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">In seiner neuen Kolumne Rathgeber Fine Hotels stellt unser Autor Hotels f\u00fcr Gesch\u00e4ftsreisende vor. Durchaus auch kritisch, denn viele dieser Business-Hotels geh\u00f6ren zu gro\u00dfen Ketten &#8211; und die kommen bei ihm oft nicht gut an. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ich bin 350 Tage im Jahr unterwegs, meist gesch\u00e4ftlich. Das bedeutet, dass ich in Hotels aus dem Koffer lebe. Dabei bin ich immer auch auf der Suche nach den besten H\u00e4usern im Business-Segment, von denen zuk\u00fcnftig sehr gute das G\u00fctesiegel &#8222;Fine Hotels&#8220; tragen werden, in Kooperation mit ntv. Die Qualit\u00e4t eines Hauses erkenne ich oft schon vor der Anreise bei der Reservierung. Und schon beim ersten Blickkontakt mit den Mitarbeitern an der Rezeption wei\u00df ich, ob hier Haltung oder nur Hochglanz herrscht.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Hintergrund: G\u00e4ste lieben Individualit\u00e4t. Und ich sch\u00e4tze Gastfreundschaft, die aus \u00dcberzeugung kommt \u2013 nicht aus einem Pflichtgef\u00fchl oder einer Schulung heraus. Aber manchmal bleibt mir keine Wahl. Dann lande ich bei einem der gro\u00dfen Konzerne wie Marriott, Accor oder Hilton. Ich finde mich wieder in einer Welt, in der jeder Aufenthalt von einem neuen Markenversprechen begleitet wird \u2013 und von einem immer gleichen Gef\u00fchl: Entfremdung.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das beginnt schon beim Check-in. &#8222;Feel Welcome&#8220;, steht in gro\u00dfen Lettern hinter der Rezeption. Auf der Willkommenskarte im Zimmer: &#8222;Wonderful Hospitality. Always&#8220;. Und die Hotel-App verspricht: &#8222;Exceptional Stay. Every Stay&#8220;. Jetzt stehe ich aber noch immer vor dem Empfang in der Schlange und warte auf einen Mitarbeiter. Der ist offenbar tief in der Markenidentit\u00e4t versunken. Dabei bemerkt er nicht, dass ich seit Minuten an der Rezeption stehe.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wir leben im Zeitalter der gro\u00dfen Worte und der kleinen Wirklichkeiten. Marriott, Accor, Hilton \u2013 das sind drei Hotelgiganten mit mehr als 60 Submarken. Ich kenne die Gespr\u00e4che, die Hotels von einer &#8222;Brand Conversion&#8220; \u00fcberzeugen sollen. &#8222;Wir k\u00f6nnten aus Ihrem Haus in Lissabon ein Autograph Collection machen.&#8220; \u2013 &#8222;Oder ein Handwritten Collection von Accor.&#8220; \u2013 &#8222;Oder ein Curio by Hilton \u2013 das ist gerade emotional sehr aufgeladen.&#8220;<\/p>\n<p>Powerpoint-Pyramiden mit gro\u00dfspurigen Sinnformeln<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Kommt eine neue Submarke auf den Markt, bedeutet dies: Es gibt ein neues Logo, neues Farbkonzept, neue Lizenzgeb\u00fchr, neue Pr\u00e4sentation f\u00fcr Investoren \u2013 und die Illusion von Innovation. Jede dieser Submarken will besonders sein. Jede behauptet, einzigartig zu sein. Doch ihre Sprache klingt immer gleich. Sie ist durchsetzt mit Begriffen wie Connected Culture, Empowered Hospitality, Meaningful Travel, Serve 360, Purpose-Driven Experience. Wenn aber jede Marke mit denselben Worth\u00fclsen arbeitet, wird aus Differenzierung ein rhetorischer Einheitsbrei. Am Ende bleibt nur Marketing mit wohlklingenden Sinnversprechen \u2013 aber keine echte Haltung dahinter. Das dient allenfalls der Hotelgesellschaft und manchmal auch dem Immobilieneigent\u00fcmer.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die gro\u00dfen Marken also sind damit besch\u00e4ftigt, sich selbst zu verhei\u00dfen. Sie bauen Powerpoint-Pyramiden mit gro\u00dfspurigen Sinnformeln, entwickeln neue Untermarken und hoffen, dass die G\u00e4ste den Unterschied nicht bemerken. Doch immer \u00f6fter h\u00f6re ich von ihnen die Frage: &#8222;Was bringt mir diese Marke eigentlich \u2013 au\u00dfer Punkte?&#8220; Meine Antwort lautet: wenig. Hier ersetzt das Loyalit\u00e4tsprogramm die Loyalit\u00e4t und der Aufenthalt wird Mittel zum Zweck. Man schl\u00e4ft bei Marke A, um bei Marke B ein Gratisfr\u00fchst\u00fcck zu bekommen. Das ist kein Beziehungssystem, sondern eher ein Rabattkalender.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die wahren Alternativen sind dort zu finden, wo Haltung nicht auf einer Powerpoint-Folie basiert. Ich \u00fcbernachte lieber in H\u00e4usern, die sich nicht unterordnen m\u00fcssen, sondern auf Augenh\u00f6he agieren. Best Western, Romantik Hotels, The Leading Hotels, Preferred Hotels &amp; Resorts oder Relais &amp; Ch\u00e2teaux sind solche Marken. Sie schreiben ihren Mitgliedern nicht vor, ob die Lobby ein Emotion Hub ist oder der Service Empathy First hei\u00dfen muss. Sie lassen Gastgeber Gastgeber sein, geben Raum statt Richtlinie. Bei diesen Marken gibt es zwar auch Punkte. Aber das Bonusprogramm ist eher Beiwerk als Gesch\u00e4ftsmodell.<\/p>\n<p>Wer klar bleibt, bleibt relevant<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die st\u00e4rksten Marken sind die mit einer Einmarkenstrategie \u2013 und zwar aus \u00dcberzeugung. Wer etwas auf sich h\u00e4lt, l\u00e4sst sich nicht zur Untermarke degradieren. Ich spreche von Aman, Four Seasons, Rosewood, Mandarin Oriental. Diese Marken brauchen keine Lifestyle-Ableger mit adjektivlastigen Namen. Diese Marken sollten bitte nicht mit Kempinski verglichen werden \u2013 sie stehen f\u00fcr Excellence. Jede Entscheidung, jede Dienstleistung, jedes M\u00f6belst\u00fcck ist Teil eines Markenkerns, der gelebt und nicht erkl\u00e4rt wird. Dann braucht der Gast auch keinen Purpose-Folder auf dem Zimmer. Er sp\u00fcrt den Sinn &#8211; in Haltung, Pr\u00e4senz, Konsequenz.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das gilt \u00fcbrigens auch im Budget-Bereich. Wer klar bleibt, bleibt relevant. Motel One oder B&amp;B Hotels machen vor, wie es geht: Statt eines Markengewitters und globaler Floskeln gibt es einen Namen, eine Linie und ein Versprechen. Und dazu: Wiedererkennbarkeit, Ehrlichkeit und Struktur.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">F\u00fcr mich als Vielreisenden bedeutet das, dass ich keinen &#8222;Deep Dive into Guest Empowerment&#8220;, kein &#8222;Local Immersion with Global Connectivity&#8220; und kein &#8222;Curated Emotional Environment&#8220; m\u00f6chte. Ich m\u00f6chte einen ehrlichen und zugewandten Check-in. Ein ruhiges Zimmer. Ein Team, das Haltung hat. Und einen Kaffee, der nicht nach Konferenz schmeckt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rathgeber Fine HotelsGesch\u00e4ftsreisende wollen keine Spr\u00fcche, sondern ein ruhiges Zimmer und guten Kaffee12.01.2026, 11:25 Uhr Von Carsten K.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":714258,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[630,175,170,169,29,30,10353,171,174,173,172,625],"class_list":{"0":"post-714257","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-beruf","9":"tag-business","10":"tag-companies","11":"tag-companies-markets","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-hotellerie","15":"tag-markets","16":"tag-maerkte","17":"tag-unternehmen","18":"tag-unternehmen-maerkte","19":"tag-verbraucher"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115885985574103013","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/714257","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=714257"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/714257\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/714258"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=714257"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=714257"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=714257"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}