{"id":714261,"date":"2026-01-13T04:50:17","date_gmt":"2026-01-13T04:50:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/714261\/"},"modified":"2026-01-13T04:50:17","modified_gmt":"2026-01-13T04:50:17","slug":"berlins-krisenmanagement-enthuellt-spranger-fordert-durchgriffsrechte-regional","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/714261\/","title":{"rendered":"Berlins Krisenmanagement enth\u00fcllt: Spranger fordert Durchgriffsrechte | Regional"},"content":{"rendered":"<p>Berlin \u2013 <b>Jetzt steht Berlins Politik unter Strom!<\/b><\/p>\n<p>Nach dem linksextremistischen Terroranschlag im S\u00fcdwesten der Stadt und dem gro\u00dffl\u00e4chigen <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/berlin\/stromausfall-die-empoerung-hat-mit-der-wirklichkeit-nichts-zu-tun-695f7b8c482dcf8831fcd73b\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stromausfall<\/a> kommt es jetzt zur gro\u00dfen Aussprache im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses.<\/p>\n<p>Innensenatorin Iris Spranger (64, SPD) legt dort detailliert dar, wie die \u00fcber 100 Krisenstunden abliefen. Stunden, die in einer historisch einmaligen Gro\u00dfschadenslage m\u00fcndeten. Und schnell wird klar: In der Krise hakte es zu Beginn bereits bei der Kommunikation zwischen Spranger und dem <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/berlin\/auf-dem-tennisplatz-das-war-kai-wegners-groesster-fehler-695f5c9f482dcf8831fcd4e7\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Regierenden B\u00fcrgermeister Kai Wegner (53, CDU)<\/a>.<\/p>\n<p>Krisenstart am fr\u00fchen Morgen<\/p>\n<p>Spranger schildert den Beginn der Krise minuti\u00f6s. \u201eMich erreichte am Samstag, dem 3. Januar, um 7.15 Uhr die Nachricht, dass es um 6.12 Uhr zu einem Brand an einer Kabeltrasse in Berlin-Lichterfelde gekommen ist.\u201c<\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt war vieles noch unklar. Weder die genaue Zahl der Betroffenen noch die betroffenen Bereiche, die Reparaturdauer oder die Ursache standen fest. Klar war nur: Berliner <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/organisationen\/feuerwehr\/politik-nachrichten-news-fotos-videos-20421624.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Feuerwehr<\/a> und die Polizei Berlin waren bereits im Einsatz.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Polizisten am Tatort am Gaskraftwerk in Lichterfelde. Hier hatten T\u00e4ter mehrere Stromkabel zerst\u00f6rt\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/7f8f5ffdf584fc02338ad3a42e6cc2f6,7088bc10.jpeg\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Polizisten am Tatort am Gaskraftwerk in Lichterfelde. Hier hatten T\u00e4ter mehrere Stromkabel zerst\u00f6rt<\/p>\n<p>Foto: Michael Kappeler\/dpa<\/p>\n<p>Um 7.45 Uhr folgte laut Spranger ihre erste Telefonkonferenz. \u201eUm 7.45 Uhr hatte ich eine erste koordinierende Schalte unter anderem mit meinem Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Inneres, Christian Hochgrebe, und dem Leiter der Abteilung 3 durchgef\u00fchrt. Hierbei haben wir auch bereits die Strukturen zur Krisenbew\u00e4ltigung in meinem Haus vereinbart.\u201c<\/p>\n<p>Vergeblicher Anruf bei Kai Wegner<\/p>\n<p>Dann beschreibt die Innensenatorin ihren ersten Kontaktversuch mit dem Regierenden B\u00fcrgermeister. Sie habe Wegner um 8.05 Uhr per Telefon informieren wollen, aber nicht erreicht: \u201eDas war noch ausgeschaltet, samstags nicht un\u00fcblich\u201c, so Spranger.  Deshalb habe sie \u201eden Regierenden B\u00fcrgermeister und 8.07 Uhr schriftlich entsprechend informiert.\u201c<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p><b>Wegners Handy am Morgen des Stromausfalls aus? Laut Senatskanzlei stimmt die Behauptung von Spranger nicht: \u201eDas Handy des Regierenden B\u00fcrgermeisters ist nie ausgeschaltet\u201c, so Senatssprecherin Christine Richter (61) zu B.Z. \u201eGeht er nicht sofort ran oder es ist besetzt, springt die Mailbox an.\u201c<\/b><\/p>\n<p>Die Debatte dar\u00fcber, wer wann wen informiert und wer was genau getan habe, h\u00e4lt Spranger f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig. Deutliche Worte vor dem Ausschuss: \u201eWir erleben gerade ein Windhundrennen, wer am schnellsten ist oder war. Damit ist <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/berlin\/berlin-regional\/home-15823246.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a> nicht geholfen. Wahlkampfget\u00f6se geh\u00f6rt nicht hierher. Und ich werde mich daran auch nicht beteiligen.\u201c<\/p>\n<p>Ganz ohne weiteren verbalen Seitenhieb bleibt es aber nicht. Vor allem die Bezirke geraten in ihren Fokus.<\/p>\n<p>Mehr zum ThemaKritik an den Bezirken wird laut<\/p>\n<p>\u201eEs wurde eben deutlich, dass die F\u00e4higkeiten vor Ort im Bezirk f\u00fcr die erste Lagebew\u00e4ltigung entscheidend sind\u201c, so Spranger. Danach legt sie Zahlen auf den Tisch \u2013 und die fallen ern\u00fcchternd aus.<\/p>\n<p>\u201eVon den berlinweit (\u2026) geplanten 45 Katastrophenschutzleuchtt\u00fcrmen sind 14 einsatzbereit. Und das nur in vier Bezirken. In Treptow-K\u00f6penick, in Mitte, in Lichtenberg und Reinickendorf.\u201c Diese dienen dazu, die Menschen z.\u00a0B. bei einem l\u00e4ngeren Stromausfall mit Informationen und Hilfsangeboten zu versorgen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"1178\" alt=\"Der Brandanschlag auf eine Kabelbr\u00fccke in Berlin l\u00f6ste einen tagelangen Stromausfall f\u00fcr Zehntausende Berliner auf\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/94998e35e8a472c90c1cf062969daca5,cbf9dff3.jpeg\"   class=\"portrait\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Der Brandanschlag auf eine Kabelbr\u00fccke in Berlin l\u00f6ste einen tagelangen Stromausfall f\u00fcr Zehntausende Berliner auf<\/p>\n<p>Foto: Pressefoto Wagner <\/p>\n<p>Ihr Haus habe bereits Mittel bereitgestellt. \u201eMein Haus hat zweimal 2021 und dann zus\u00e4tzlich 2023 (&#8230;) Mittel f\u00fcr die Ausstattung der Katastrophenschutzleuchtt\u00fcrme an die Bezirke gegeben. Insgesamt handelt es sich um rund eine Million Euro, vor allem f\u00fcr die Ausstattung mit Technik.\u201c<\/p>\n<p>Forderung nach mehr Durchgriffsrechten<\/p>\n<p>F\u00fcr Spranger zeigen die Bezirke Reinickendorf, Mitte, Lichtenberg und Treptow-K\u00f6penick, dass es funktioniert \u2013 wenn die Priorit\u00e4ten stimmen. Daraus leitet sie eine klare Forderung ab.<\/p>\n<p>\u201eDie Senatsverwaltung f\u00fcr Inneres und Sport braucht zwingend Eingriffsrechte gegen\u00fcber den Bezirken f\u00fcr die Katastrophenschutzvorsorge. Ich bin nicht mehr bereit, Mittel zur Verf\u00fcgung zu stellen und dann jahrelang auf die Umsetzung zu warten.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Am Montag im Innenausschuss diskutierten die Politiker die Abl\u00e4ufe und Probleme w\u00e4hrend des so genannten Blackouts\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/f4e3bdf66da9bc26575984f282fc7470,63011304.jpeg\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Am Montag im Innenausschuss diskutierten die Politiker die Abl\u00e4ufe und Probleme w\u00e4hrend des so genannten Blackouts<\/p>\n<p>Foto: Sebastian Christoph Gollnow\/dpa<\/p>\n<p>Klare Ansage an den Finanzsenator<\/p>\n<p>Am Ende richtet sich Spranger direkt an Finanzsenator Stefan Evers (46, <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/cdu\/cdu-csu-alle-infos-76661590.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CDU<\/a>). \u201eIch fordere den Finanzsenator auf, seine m\u00fcndlichen Finanzierungszusagen in die Tat umzusetzen.\u201c<\/p>\n<p>Gleichzeitig macht sie das Grundproblem deutlich. \u201eUnd Tatsache ist leider auch, dass wir in Berlin viel zu wenig Geld (&#8230;) f\u00fcr den Katastrophenschutz ausgeben.\u201c Derzeit liege man bei etwas mehr als drei Euro pro Kopf. \u201eWir brauchen dringend mindestens 5 Euro pro Kopf.\u201c<\/p>\n<p><b>Das Geld sei n\u00f6tig f\u00fcr technische Ausr\u00fcstung, etwa f\u00fcr Notstromaggregate. Dieses Mal habe es keinen Mangel gegeben, weil schnell Hilfe aus anderen Bundesl\u00e4ndern sowie von <\/b><a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/bundeswehr\/thema-bundeswehr-alle-infos-79967580.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Bundeswehr<\/b><\/a><b> und THW kam. Doch darauf, so Spranger, k\u00f6nne Berlin sich k\u00fcnftig nicht verlassen.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin \u2013 Jetzt steht Berlins Politik unter Strom! 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