{"id":714487,"date":"2026-01-13T07:00:13","date_gmt":"2026-01-13T07:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/714487\/"},"modified":"2026-01-13T07:00:13","modified_gmt":"2026-01-13T07:00:13","slug":"dave-schmidtke-stellt-sich-nachbarschaftskonzept-fuer-gruenau-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/714487\/","title":{"rendered":"Dave Schmidtke stellt sich Nachbarschaftskonzept f\u00fcr Gr\u00fcnau vor"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Leipzig. Einsamkeit ist eines der gro\u00dfen sozialen Probleme unserer Zeit. Dabei bin ich davon \u00fcberzeugt, dass sich jeder Mensch Kontakte, Austausch und Bezugspersonen w\u00fcnscht. Und alle, unabh\u00e4ngig davon, ob sie schon lange in einem Viertel leben oder gerade erst aus einer anderen Stadt oder einem anderen Land angekommen sind, eint der Wunsch nach Sicherheit, gutem Wohnen und sozialen Verbindungen. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">In Plattenbaugebieten wie Gr\u00fcnau f\u00e4llt mir immer wieder auf, dass die Menschen dort vor \u00e4hnlichen Herausforderungen stehen: Es gibt Menschen, die vereinsamt leben, isoliert sind von gesellschaftlicher Teilhabe oder schneller in Verschuldung geraten. Da lohnt es sich, diese vielen sozialen Themen zu verkn\u00fcpfen und eine Br\u00fccke zu schlagen, zwischen den Alteingesessenen und den Gefl\u00fcchteten, die dort ankommen.<\/p>\n<p>Das integrative Nachbarschaftskonzept \u201eBlock:gestalten\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Gerade im Plattenbau prallen auf engstem Raum unterschiedliche Lebenswelten aufeinander. Darunter auch viele Menschen in Problemlagen \u2013 so entstehen schnell Spannungen. Ein Nachbarschaftskonzept mit einer integrierten Wohnstube k\u00f6nnte hier neue Perspektiven er\u00f6ffnen. Oft gibt es zwischen den Hochh\u00e4usern bereits eine eigene Infrastruktur, mit kleinen L\u00e4den, Gr\u00fcnfl\u00e4chen und Spielpl\u00e4tzen. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Im Zentrum der Platten stelle ich mir ein mehrst\u00f6ckiges Geb\u00e4ude vor, mit B\u00fcro-R\u00e4umen, einem \u201eKiez-Wohnzimmer\u201c und Wohnraum, der auch zur dezentralen Unterbringung von Gefl\u00fcchteten dienen soll. In der Wohnstube des Kiezes k\u00f6nnen die Menschen ganz ohne Konsumzwang verweilen. Das Geb\u00e4ude sollte einladend aussehen, mit Kunst aus dem Viertel, gro\u00dfen Glasfronten und klarer Beschilderung in verschiedenen Sprachen \u2013 ein integratives Nachbarschaftskonzept namens \u201eBlock:gestalten\u201c.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"An der Stuttgarter Allee \u2013 dem wichtigsten Boulevard von Gr\u00fcnau \u2013 stehen noch unsanierte Hochh\u00e4user und zum Teil leere Gewerbebauten.(Doering)\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Y7JSIEQ6COYPBUD6GDYHNYFRRQ.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dort k\u00f6nnten Anwohnerinnen und Anwohner zum Beispiel Kochabende veranstalten. Mal wird zusammen syrisch gekocht, mal deutsch, mal libanesisch. Und alle essen gemeinsam \u2013 komplexe H\u00fcrden \u00fcber einfache Br\u00fccken beseitigen. Ein Sprachcaf\u00e9 k\u00f6nnte entstehen, ein Aufenthaltsraum mit Billardtisch f\u00fcr Jugendliche und alle anderen oder sogar ein kleiner Kiosk mit Snacks aus verschiedenen L\u00e4ndern. Es geht darum, dass Menschen wieder miteinander ins Gespr\u00e4ch kommen, au\u00dferhalb ihrer oft kleinen Wohnungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"50 Visionen f\u00fcr Leipzig\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1768287613_432_PWLFUYX645HBVHUNIBXZZK57ME.jpg\" \/><\/p>\n<p>Visionen f\u00fcr Leipzig: Die gro\u00dfe LVZ-Serie<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Von Beginn an sollten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter das Projekt begleiten, mit den Menschen sprechen und erkl\u00e4ren, was dort genau passiert. Sie sollen Ansprechpersonen bei allt\u00e4glichen Problemen f\u00fcr alle sein \u2013 unabh\u00e4ngig von der Dauer ihres Aufenthaltes in Leipzig. In der offenen Wohnstube k\u00f6nnten auch Betriebe vorbeischauen, sich vorstellen und mit den Menschen ins Gespr\u00e4ch kommen. Dies w\u00e4re ein direkter Zugang zu Arbeits- und Ausbildungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Vom Stereotyp zum Individuum<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Unsere B\u00fcrokratie stellt Gefl\u00fcchtete lange ins Abseits, dabei muss ihr Ankommen von Anfang an mitgedacht werden. Denn Begegnungen auf Augenh\u00f6he, die l\u00e4nger als f\u00fcnf Minuten dauern, k\u00f6nnen bereits viele Vorurteile abbauen. Dann bleiben Menschen nicht abstrakte Figuren aus den Nachrichten, sondern werden zu biografischen Gegen\u00fcbern: Wer sind die Gefl\u00fcchteten eigentlich? Was haben sie erlebt? Warum mussten sie fliehen? Ebenso wichtig ist die andere Perspektive: Wie funktioniert der Alltag in Deutschland? Was ist typisch s\u00e4chsisch?<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Viele Gefl\u00fcchtete bringen eine Menge Energie und Motivation mit, hier anzukommen und sich etwas aufzubauen. Was ihnen oft fehlt, sind erste lokale Kontakte. Menschen, die sich auskennen, mit Beh\u00f6rden, mit Anlaufstellen f\u00fcr Vereine oder schlicht \u00fcber das Miteinander im Alltag. Bei \u201eBlock:gestalten\u201c k\u00f6nnten Alteingesessene und Neuankommende hervorragend zusammenarbeiten \u2013 sich als Kollektiv eines Kiezes definieren und nicht voneinander abgrenzen.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die Menschen im Block k\u00f6nnten stolz auf ihr Viertel sein: auf seine kulturelle Vielfalt, auf einen Ort, der Jung und Alt, Alteingesessene und Neuangekommene verbindet. F\u00fcr Leipzig k\u00f6nnte das Nachbarschaftskonzept \u201eBlock:gestalten\u201c zu einer Blaupause f\u00fcr gelingendes Zusammenleben und echte Teilhabe werden.<\/p>\n<p>Vergeben Sie Sterne f\u00fcr alle Visionen<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 kEnWSL Infoboxstyled__InfoText-sc-1l4p3ie-1 frXoXc\">Sie k\u00f6nnen jede der 50 Visionen f\u00fcr Leipzig mit Sternen bewerten: Ein Stern bedeutet, Ihnen gef\u00e4llt die Vision gar nicht. F\u00fcnf Sterne bedeuten, Sie finden sie hervorragend. Unter allen Teilnehmern verlosen wir exklusive Preise. Die zehn bestbewerteten Visionen stellen wir nach Ver\u00f6ffentlichung noch einmal zur Abstimmung: Welche \u00fcberzeugt Sie am meisten?<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\"><b>Dave Schmidkte<\/b> (36) ist Politikwissenschaftler und arbeitete bis Ende letzten Jahres als Referent f\u00fcr Presse und \u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr den s\u00e4chsischen Fl\u00fcchtlingsrat. Er engagiert sich dort weiter ehrenatlich. In seiner Freizeit geht er gerne joggen und Fahrradfahren oder besucht verschiedene Konzerte.<\/p>\n<p class=\"Editorialstyled__Editorial-sc-1bfvh9l-0 cSmjnJ\">LVZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leipzig. Einsamkeit ist eines der gro\u00dfen sozialen Probleme unserer Zeit. Dabei bin ich davon \u00fcberzeugt, dass sich jeder&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":714488,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,71,859],"class_list":{"0":"post-714487","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-leipzig","12":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115886504371588033","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/714487","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=714487"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/714487\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/714488"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=714487"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=714487"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=714487"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}