{"id":714637,"date":"2026-01-13T08:32:10","date_gmt":"2026-01-13T08:32:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/714637\/"},"modified":"2026-01-13T08:32:10","modified_gmt":"2026-01-13T08:32:10","slug":"munich-re-weniger-naturkatastrophen-als-im-vorjahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/714637\/","title":{"rendered":"Munich Re: Weniger Naturkatastrophen als im Vorjahr"},"content":{"rendered":"<p>Das vergangene Jahr verlief zweigeteilt. W\u00e4hrend es<a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/munich-re-weltweit-hohe-schaeden-durch-naturkatastrophen,UK1QXzU\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> im ersten Halbjahr ungew\u00f6hnlich viele Naturkatastrophen<\/a> gab, blieben im zweiten Halbjahr schwere Unwetter, \u00dcberschwemmungen, Feuer und Erdbeben weitgehend aus. Das f\u00fchrte insgesamt zu geringeren Sch\u00e4den als im Vorjahr. Damals hatten Naturkatastrophen Sch\u00e4den in H\u00f6he von knapp 368 Milliarden Dollar hinterlassen. 147 Milliarden davon waren versichert. <\/p>\n<p>Nordamerika wieder besonders stark betroffen<\/p>\n<p>Das &#8222;Naturkatastrophenjahr&#8220; begann in den USA. In <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/braende-extremes-feuerwetter-bedroht-los-angeles-erneut,UaPaaNG\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Los Angeles gerieten riesige Waldbr\u00e4nde <\/a>au\u00dfer Kontrolle. Hollywood stand in Flammen. Monate ohne Regen hatten die Region ausged\u00f6rrt, zeitweise wurde sogar das Wasser knapp. Zehntausende Menschen mussten vor den Feuern fliehen. Es gab mehrere Tote, tausende zerst\u00f6rte Geb\u00e4ude und einen Gesamtschaden von rund 53 Milliarden US-Dollar, 40 Milliarden davon waren versichert. Laut Munich Re handelte es sich um die teuerste Waldbrandkatastrophe aller Zeiten \u2013 und um den h\u00f6chsten Einzelschaden des Jahres insgesamt. Wie in den Vorjahren traf es Nordamerika auch sonst wieder besonders hart: Insgesamt summierten sich dort die Sch\u00e4den auf 133 Milliarden Dollar. Das waren rund 60 Prozent aller Sch\u00e4den weltweit durch Naturkatastrophen im vergangenen Jahr.<\/p>\n<p>Nur Zufall verhinderte in den USA h\u00f6here Sch\u00e4den<\/p>\n<p>In Nordamerika h\u00e4tte es im vergangenen Jahr aber noch gr\u00f6\u00dfere Verw\u00fcstungen geben k\u00f6nnen, wie der Chefklimatologe der Munich Re Tobias Grimm erkl\u00e4rt. Denn es gab drei Hurrikane der h\u00f6chsten Kategorie 5. Doch ein starkes Hoch \u00fcber dem Osten der USA verhinderte, dass die Hurrikane dort auf Land trafen. Schon in diesem Jahr k\u00f6nnen die Wetterbedingungen wieder v\u00f6llig anders aussehen.<\/p>\n<p>Mehr Todesopfer durch Naturkatastrophen <\/p>\n<p>Die zweitteuerste Naturkatastrophe des Jahres ereignete sich <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/erdbeben-in-myanmar-frau-nach-90-stunden-aus-truemmern-gerettet,Uh79a7i\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">im M\u00e4rz in Myanmar<\/a>. Ein schweres Erdbeben verursachte Sch\u00e4den von rund elf Milliarden Dollar. In St\u00e4dten wie Mandalay versuchten Menschen oft ohne Schutz, Versch\u00fcttete zu retten. Am Ende starben rund 4.500 Menschen. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr weltweit etwa 17.200 Menschen durch Naturkatastrophen ums Leben \u2013 deutlich mehr als im Jahr zuvor. Da waren es rund 11.000 Todesopfer.  <\/p>\n<p>Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenige Sch\u00e4den in Europa<\/p>\n<p>Europa kam vergleichsweise glimpflich davon: Eine K\u00e4ltewelle in der T\u00fcrkei, Waldbr\u00e4nde in Spanien und Hagelst\u00fcrme in Frankreich, \u00d6sterreich und Deutschland hinterlie\u00dfen zwar Sch\u00e4den in H\u00f6he von rund elf Milliarden Dollar, das lag aber mehr als zwei Drittel unter dem Zehn-Jahres-Durchschnitt. In Deutschland lagen die Sch\u00e4den bei rund 2,2 Milliarden Dollar. <\/p>\n<p>Das sei aber kein Grund zur Entwarnung, warnt Grimm. Man m\u00fcsse sich auch in Deutschland k\u00fcnftig wieder auf starke Unwetterereignisse einstellen. <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wissen\/neuer-bericht-klimawandel-verstaerkt-wetterkatastrophen,V6CpUIn\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Der Planet habe Fieber<\/a> und h\u00f6here Temperaturen verursachten zerst\u00f6rerisches Wetter. Man habe immer mehr wissenschaftliche Belege, dass der Klimawandel einzelne Extremwettereignisse heute schon beeinflusst. Und deshalb ist es laut dem Chefklimatologen der Munich Re Grimm so wichtig, entsprechende Vorsorge zu betreiben. Als Beispiele nennt er Fr\u00fchwarnsysteme und Hochwasserschutz. Wer in einer Hochwasserzone wohne, sollte dar\u00fcber nachdenken, eben nicht die wertvollsten Dinge im Keller zu haben, sondern sie vielleicht in h\u00f6here Stockwerke zu bef\u00f6rdern, um dann eben nicht sein Hab und Gut komplett zu verlieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das vergangene Jahr verlief zweigeteilt. 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