{"id":714751,"date":"2026-01-13T09:35:15","date_gmt":"2026-01-13T09:35:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/714751\/"},"modified":"2026-01-13T09:35:15","modified_gmt":"2026-01-13T09:35:15","slug":"tu-dresden-entwickelt-mobilfunk-von-morgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/714751\/","title":{"rendered":"TU Dresden entwickelt Mobilfunk von morgen"},"content":{"rendered":"<p>Ein Roboter unterst\u00fctzt eine pflegebed\u00fcrftige Person im Alltag. Ein Arzt f\u00fchrt eine Operation aus der Ferne durch, w\u00e4hrend sich die Patientin oder der Patient in einem Krankenhaus der eigenen Heimatstadt befindet. Was heute noch nach Science-Fiction klingt, k\u00f6nnte in wenigen Jahren Realit\u00e4t werden. Daran arbeiten die Technische Universit\u00e4t Dresden und die Technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen gemeinsam. Grundlage dieser Entwicklungen ist 6G \u2013 die sechste Generation des Mobilfunks.<\/p>\n<p>Das Bundesforschungsministerium unterst\u00fctzt das Projekt \u201e6G-life\u00b2&#8220; mit 25 Millionen Euro \u00fcber vier Jahre. Eine erste Projektphase hatte bereits 2021 begonnen und erste Grundlagen gelegt. Die Forschenden wollen Technologien entwickeln, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen. \u201eDie Infrastruktur der Zukunft muss nicht nur leistungsf\u00e4hig und zuverl\u00e4ssig, sondern vor allem sicher, nachhaltig, flexibel und letztendlich auch kosteng\u00fcnstig umsetzbar sein&#8220;, sagt Wolfgang Kellerer, Professor an der TU M\u00fcnchen. Gemeinsam mit der TU Dresden w\u00fcrden die notwendigen Konzepte und Technologien entwickelt.<\/p>\n<p>Schnelle Berechnungen und virtuelle Fabriken<\/p>\n<p>W\u00e4hrend beim heutigen 5G-Standard vor allem Maschinen miteinander kommunizieren, soll 6G die Verbindung zwischen Mensch und Maschine verbessern. Die Dresdner und M\u00fcnchner Forschenden konzentrieren sich dabei besonders auf die vernetzte Robotik. Damit Anwendungen in Echtzeit funktionieren, also ohne zeitliche Verz\u00f6gerung, arbeiten sie an energiesparenden und schnellen Berechnungsmethoden. Sie entwickeln auch virtuelle Abbilder von Fabriken, das sogenannte industrielle Metaversum.<\/p>\n<p>Ein Demonstrator soll zeigen, ob die entwickelten Technologien zuverl\u00e4ssig arbeiten. Der kommerzielle Start von 6G wird f\u00fcr 2030 erwartet. Die aktuelle Projektphase l\u00e4uft bis Dezember 2029.<\/p>\n<p>Position Deutschlands st\u00e4rken<\/p>\n<p>\u201eDass die Bundesregierung die Bedeutung technologischer Souver\u00e4nit\u00e4t f\u00fcr Wohlstand und gesellschaftliche Resilienz so klar hervorhebt, best\u00e4rkt unseren Anspruch f\u00fcr die kommenden F\u00f6rderperiode&#8220;, sagt Frank Fitzek, Professor an der TU Dresden. Man werde Spitzenforschung noch schneller in Innovationen \u00fcberf\u00fchren.<\/p>\n<p>Ein wichtiger Teil des Projekts ist die F\u00f6rderung von Start-ups. In Dresden wurde bereits ein Inkubator eingerichtet, der junge Unternehmen unterst\u00fctzt. Die Forschenden wollen damit die technologische Eigenst\u00e4ndigkeit Deutschlands st\u00e4rken \u2013 besonders gegen\u00fcber asiatischen Unternehmen, die in der Telekommunikation dominieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Roboter unterst\u00fctzt eine pflegebed\u00fcrftige Person im Alltag. 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