{"id":714950,"date":"2026-01-13T11:23:11","date_gmt":"2026-01-13T11:23:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/714950\/"},"modified":"2026-01-13T11:23:11","modified_gmt":"2026-01-13T11:23:11","slug":"streiks-an-unikliniken-in-nrw-und-beim-drk-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/714950\/","title":{"rendered":"Streiks an Unikliniken in NRW und beim DRK Berlin"},"content":{"rendered":"<p>In zwei Bundesl\u00e4ndern kommt es derzeit zu Arbeitsniederlegungen an Kliniken, mit denen Verdi sowohl den Druck in den Tarifverhandlungen erh\u00f6hen als auch auf die Situation der Besch\u00e4ftigten aufmerksam machen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Warnstreiks an vier NRW\u2011Unikliniken<\/p>\n<p>In Nordrhein-Westfalen haben an vier Universit\u00e4tskliniken Warnstreiks begonnen, die den normalen Krankenhausbetrieb deutlich einschr\u00e4nken d\u00fcrften. Einem Verdi-Sprecher zufolge h\u00e4tten am Universit\u00e4tsklinikum D\u00fcsseldorf am Vormittag 350 Besch\u00e4ftigte die Arbeit niedergelegt. An den Universit\u00e4tskliniken Essen, Bonn und K\u00f6ln begannen ebenfalls Warnstreiks.\u00a0<\/p>\n<p>Nach Sch\u00e4tzung von Verdi mussten viele geplante Operationen abgesagt werden. Die Streikbereitschaft sei gro\u00df, hie\u00df es von der Gewerkschaft. Im Fr\u00fchdienst der K\u00f6lner Klinik legten zun\u00e4chst circa 200 Mitarbeitende die Arbeit nieder.<\/p>\n<p>In Bonn waren es zun\u00e4chst 35, im Laufe des Tages sollte diese Zahl inklusive Sp\u00e4tdienst und Nachtdienst auf bis zu 150 steigen. F\u00fcr Essen vermeldete Verdi 190 Warnstreikende im Fr\u00fchdienst.<\/p>\n<p>Es geht um Pflegepersonal, Mitarbeitende im Labor, in der Verwaltung und im Service sowie andere Besch\u00e4ftigte. Um \u00c4rztinnen und \u00c4rzte geht es nicht, da deren Bezahlung \u00fcber einen Tarifvertrag der \u00c4rztegewerkschaft Marburger Bund geregelt ist.<\/p>\n<p>Notdienstvereinbarung steht<\/p>\n<p>Dringliche F\u00e4lle werden trotz des Warnstreiks versorgt, dies regelt eine Notdienstvereinbarung. Daher konnten auch nicht alle streikbereiten Mitarbeitende in den Arbeitsausstand treten.<\/p>\n<p>Die konkreten Folgen des Warnstreiks f\u00fcr den Uniklinikbetrieb waren zun\u00e4chst unklar. In K\u00f6ln waren laut Verdi nur ein Drittel der OP-S\u00e4le besetzt. Theoretisch k\u00f6nnte die Zahl der Operationen also um zwei Drittel sinken. Tats\u00e4chlich werde die Zahl aber wohl nur etwa um die H\u00e4lfte sinken, sch\u00e4tzte der K\u00f6lner Verdi-Sprecher.<\/p>\n<p>Verhandlungsrunde in Potsdam<\/p>\n<p>Mit den Warnstreiks m\u00f6chte Verdi in den Tarifverhandlungen f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Dienst der L\u00e4nder den Druck erh\u00f6hen. Die zweite Verhandlungsrunde ist am 15. und 16. Januar in Potsdam angesetzt. F\u00fcr die 925.000 Tarifbesch\u00e4ftigten im \u00f6ffentlichen Dienst der L\u00e4nder fordert Verdi sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zur St\u00e4rkung der unteren Lohngruppen. Die Tarifgemeinschaft deutscher L\u00e4nder (TdL) lehnte dies bisher als unbezahlbar ab.\u00a0<\/p>\n<p>Der Bonner Verdi-Sprecher \u00e4u\u00dferte Kritik Haltung der Arbeitgeber: \u201eDie Besch\u00e4ftigten haben kein Verst\u00e4ndnis, dass arbeitgeberseitig noch kein Tarifangebot vorgelegt wurde.\u201c<\/p>\n<p>Streik an DRK Kliniken in Berlin<\/p>\n<p>Auch an den Kliniken des Deutschen Rotes Kreuzes (DRK) in Berlin sind am Morgen Teile des Pflegepersonals und andere Besch\u00e4ftigte in einen Streik getreten. Der Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi f\u00fcr Dienstag und Mittwoch richtete sich an das gesamte Personal au\u00dfer den \u00c4rztinnen und \u00c4rzten, insgesamt rund 2.500 Besch\u00e4ftigte, darunter auch Mitarbeitende in den Therapieberufen und im Handwerk. Verdi fordert Gehaltserh\u00f6hungen von f\u00fcnf Prozent im Jahr 2026 und weitere f\u00fcnf Prozent im Jahr 2027.<\/p>\n<p>Streit \u00fcber Notdienstregelung beim DRK<\/p>\n<p>Die Kliniken des DRK reichten gegen den Streik eine einstweilige Verf\u00fcgung beim Arbeitsgericht ein, \u00fcber die sp\u00e4ter am Tag verhandelt werden soll. Aus Sicht des Unternehmens gef\u00e4hrdet die von Verdi vorgeschlagene Notdienstvereinbarung die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Sie beschr\u00e4nke sich im Wesentlichen auf die Behandlung von lebensbedrohlichen Notf\u00e4llen, so die Kritik.\u00a0<\/p>\n<p>Verdi betonte hingegen, mit derselben Notdienstverordnung sei schon vor zwei Jahren gestreikt worden und es habe keine Probleme gegeben. Alle planbaren und ambulanten F\u00e4lle m\u00fcssten aus Sicht von Verdi ausfallen und verschoben werden. Dringende Notf\u00e4lle w\u00fcrden versorgt.<\/p>\n<p>Die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und den DRK Kliniken laufen seit Juli 2025, Ende Dezember 2025 endete die Friedenspflicht.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p>dpa, Bibliomed<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In zwei Bundesl\u00e4ndern kommt es derzeit zu Arbeitsniederlegungen an Kliniken, mit denen Verdi sowohl den Druck in den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":714951,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[12718,296,29,30,176,1238,9008,95260,6816,2523],"class_list":{"0":"post-714950","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-drk","9":"tag-berlin","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-nrw","13":"tag-streik","14":"tag-tarifverhandlungen","15":"tag-unikliniken","16":"tag-verdi","17":"tag-warnstreik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115887538593378217","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/714950","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=714950"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/714950\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/714951"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=714950"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=714950"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=714950"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}