{"id":715244,"date":"2026-01-13T14:14:09","date_gmt":"2026-01-13T14:14:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/715244\/"},"modified":"2026-01-13T14:14:09","modified_gmt":"2026-01-13T14:14:09","slug":"dzne-an-europaeischer-forschungsinitiative-zu-alzheimer-beteiligt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/715244\/","title":{"rendered":"DZNE an europ\u00e4ischer Forschungsinitiative zu Alzheimer beteiligt"},"content":{"rendered":"\n<p>\n                                13.01.2026 15:00\t<\/p>\n<p>                            Forschungsprojekte, Kooperationen       <\/p>\n<p>Das DZNE erh\u00e4lt als Mitglied eines internationalen Verbunds von Forschungseinrichtungen, Kliniken und Industriepartnern rund eine Million Euro an F\u00f6rdermitteln. Durch dieses Gemeinschaftsprojekt namens \u201eACCESS-AD\u201c sollen Innovationen verst\u00e4rkt in den klinischen Alltag gelangen \u2013 mit dem Ziel, Alzheimer fr\u00fcher zu erkennen sowie die Behandlung und Versorgung von Menschen mit Alzheimer zu verbessern. Das Forschungsvorhaben ist auf f\u00fcnf Jahre angelegt und Teil der \u201eInnovative Health Initiative\u201c der EU. Das DZNE beteiligt sich an mehreren Teilprojekten: Insbesondere geht es darum, den Therapieverlauf mit Hilfe von Ged\u00e4chtnistests auf dem Smartphone zu erfassen. <\/p>\n<p>\u201eDie Therapie von Alzheimer ist an einem Wendepunkt. Die Amyloid-Antik\u00f6rper-Therapie, die im vergangenen Jahr in der EU zugelassen wurde, bietet erstmals die M\u00f6glichkeit, den Krankheitsverlauf bei bestimmten Betroffenen zu verlangsamen. Um dieses Potenzial voll auszusch\u00f6pfen, muss sich auch die Versorgung von Patientinnen und Patienten weiterentwickeln \u2013 hin zu einer personalisierten Medizin. Mehr Innovationen von der Forschung in die Praxis zu bringen, ist daher ein Anliegen dieses internationalen Forschungsprojektes\u201c, erl\u00e4utert Prof. Gabor Petzold, Direktor der klinischen Forschung am DZNE. \u201eIn Europa leben derzeit fast 10 Millionen Menschen mit Demenz, die meisten von ihnen mit Alzheimer \u2013 und ihre Zahl wird aller Voraussicht nach weiter steigen. Es besteht daher dringender Handlungsbedarf.\u201c<\/p>\n<p>ACCESS-AD beruht ma\u00dfgeblich auf der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie. Die Initiative wird unterschiedliche Themen im Kontext von Alzheimer aufgreifen. \u201eSeitens des DZNE werden wir uns insbesondere bei der Erfassung des Therapieverlaufs einbringen. Mit innovativer Methodik m\u00f6chten wir dazu beitragen, dass Patientinnen und Patienten im klinischen Alltag optimal begleitet werden\u201c, so Petzold.<\/p>\n<p>Digitale Kennzeichen<\/p>\n<p>\u201eKernspin-Aufnahmen des Gehirns, Bluttests und Analysen des Nervenwassers spielen eine wichtige Rolle f\u00fcr die Diagnose und Behandlung von Alzheimer. Als weiteres Element bringen wir und andere Projektpartner digitale Biomarker ins Spiel\u201c, sagt Dr. David Berron, Forschungsgruppenleiter am DZNE-Standort Magdeburg. \u201eDiese verschiedenen Verfahren erfassen jeweils andere Merkmale einer Alzheimer-Erkrankung. Aus deren Verkn\u00fcpfung kann ein detailliertes Gesamtbild entstehen. ACCESS-AD wird den Nutzen einer solchen Kombination aus digitalen und herk\u00f6mmlichen Biomarkern untersuchen. Und zwar im praktischen Versorgungsalltag.\u201c<\/p>\n<p>Ged\u00e4chtnistests per Smartphone<\/p>\n<p>Zum Einsatz kommt dabei eine spezielle App f\u00fcr Smartphones und Tablets, die das Magdeburger Start-Up neotiv auf der Grundlage von Forschungsergebnissen des DZNE entwickelt hat. Die App fordert regelm\u00e4\u00dfig zu einem Ged\u00e4chtnistest auf. Schon seit einigen Jahren wird sie in Pilotprojekten und wissenschaftlichen Studien verwendet. \u201eLetztlich geht es darum, sich Bilder zu merken. Der Test dauert nur wenige Minuten und wie unsere Erfahrung zeigt, kommen auch \u00e4ltere Menschen gut damit zurecht\u201c, erl\u00e4utert Berron, der neben seiner T\u00e4tigkeit f\u00fcr das DZNE auch \u201eChief Science Officer\u201c von neotiv ist. F\u00fcr ACCESS-AD wird die Software geringf\u00fcgig angepasst. \u201eErg\u00e4nzend zum Ged\u00e4chtnistest sollen die Nutzerinnen und Nutzer mitteilen, wie gut sie im Alltag zurechtkommen. Dazu stellt die App gezielte Fragen.\u201c<\/p>\n<p>Hunderte Teilnehmende<\/p>\n<p>Bisherige Studien haben gezeigt, dass diese App helfen kann, leichte kognitive St\u00f6rungen (\u201eMild Cognitive Impairment\u201c) zu erkennen \u2013 solche Symptome k\u00f6nnen ein Vorzeichen von Alzheimer sein. \u201eBei ACCESS-AD fokussieren wir uns nun auf Menschen mit gesicherter Alzheimer-Diagnose und ermitteln, wie sich ihre geistige Leistungsf\u00e4higkeit im Zuge einer Therapie entwickelt\u201c, sagt Berron. \u201eTraditionell muss man daf\u00fcr einen Ged\u00e4chtnistest in der behandelnden Klinik oder Praxis machen. Mit der App geht das bequem zu Hause \u2013 ist also viel weniger aufwendig. So l\u00e4sst sich die Entwicklung der geistigen Leistungsf\u00e4higkeit \u00f6fter und somit genauer erfassen als auf herk\u00f6mmliche Weise. ACCESS-AD geht aber noch dar\u00fcber hinaus. Projektpartner aus Griechenland werden eine Smartwatch zum Einsatz bringen, um etwaige Ver\u00e4nderungen in der k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4t, Mobilit\u00e4t oder der Vitalzeichen zu detektieren.\u201c <\/p>\n<p>Europaweit sollen mehrere hundert Patientinnen und Patienten die App und die Smartwatch nutzen. \u201eDiese werden zum Teil aus der Studienkohorte des DZNE rekrutiert, mit der wir die Einf\u00fchrung der neuen Amyloid-Antik\u00f6rper in Deutschland begleiten. Aber auch andere Forschungszentren werden diese digitalen Tools einsetzen\u201c, so Berron.<\/p>\n<p>Hintergrund<\/p>\n<p>Das Forschungsprojekt ACCESS-AD umfasst rund 30 Organisationen aus der EU und dar\u00fcber hinaus. Das Projekt wird gemeinsam vom Amsterdam University Medical Center, King\u2019s College London, dem Unternehmen Siemens Healthineers und Gates Ventures geleitet. F\u00fcr f\u00fcnf Jahre wird es durch die \u201eInnovative Health Initiative\u201c der Europ\u00e4ischen Kommission gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>F\u00f6rderung<\/p>\n<p>Dieses Projekt wird durch das Joint Undertaking der Innovative Health Initiative (IHI JU) im Rahmen der F\u00f6rdervereinbarung Nr. 101253010 unterst\u00fctzt. Das JU erh\u00e4lt Unterst\u00fctzung aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm \u201eHorizon Europe\u201c der Europ\u00e4ischen Union sowie von COCIR, EFPIA, Europa B\u00edo, MedTech Europe und Vaccines Europe sowie von Anavex, Muhdo und Neurimmune.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen:<\/b><br \/><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.dzne.de\/en\/im-fokus\/meldungen\/2026\/dzne-participating-in-european-research-initiative-on-alzheimers\/\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.dzne.de\/en\/im-fokus\/meldungen\/2026\/dzne-participating-in-european-research-initiative-on-alzheimers\/<\/a> Englische Fassung dieser Meldung<br \/><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.access-ad.org\/\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.access-ad.org\/<\/a> Website von ACCESS-AD<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"13.01.2026 15:00 Forschungsprojekte, Kooperationen Das DZNE erh\u00e4lt als Mitglied eines internationalen Verbunds von Forschungseinrichtungen, Kliniken und Industriepartnern rund&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":715245,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-715244","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115888210910099040","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/715244","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=715244"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/715244\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/715245"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=715244"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=715244"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=715244"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}