{"id":715767,"date":"2026-01-13T19:01:10","date_gmt":"2026-01-13T19:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/715767\/"},"modified":"2026-01-13T19:01:10","modified_gmt":"2026-01-13T19:01:10","slug":"urteil-im-liebesbetrug-prozess-haftstrafen-fuer-junge-taeter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/715767\/","title":{"rendered":"Urteil im Liebesbetrug-Prozess: Haftstrafen f\u00fcr junge T\u00e4ter"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\n<a name=\"urteil\">Nach<\/a> fast 20 Verhandlungstagen wurde am Dienstag f\u00fcr vier Mitglieder der sogenannten Nigeria-Connection am Landgericht Dresden das Urteil gesprochen. Drei M\u00e4nner und eine Frau, alle Mitte 20, m\u00fcssen wegen Beihilfe zum banden- und gewerbsm\u00e4\u00dfigen Betrug ins Gef\u00e4ngnis. Die Haftstrafen liegen bis zu drei Jahren und acht Monaten. Das Urteil ist noch nicht rechtskr\u00e4ftig. Die Angeklagten haben jetzt eine Woche\u00a0Zeit in Berufung zu gehen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie T\u00e4ter hatten Frauen im Internet oder \u00fcber Messenger die gro\u00dfe Liebe vorgespielt, um an ihr Geld zu kommen. Mit dieser Betrugsmasche, dem sogenannten Lovescamming, erbeuteten sie mehr als eine Million Euro. Das meiste Geld ging an Hinterleute im Ausland. Die Angeklagten sollen jeweils zehn Prozent behalten haben. Rund 400.000 Euro konnten von europ\u00e4ischen Konten sichergestellt werden.\n<\/p>\n<p><a name=\"Opfer\">Opfer<\/a> vor Gericht ausgelacht<\/p>\n<p class=\"text\">\nIm Prozess sagten rund 30 Gesch\u00e4digte aus, darunter auch zwei Frauen aus Sachsen. Fast 20 Verhandlungstage dauerte es bis zum Urteilsspruch. Eine Frau aus Sachsen verlor \u00fcber 400.000 Euro. Wie MDR-Gerichtsreporterin Anett Apfel berichtet, sollen im Laufe des Verfahrens einige der gesch\u00e4digten Frauen bitterlich geweint haben, als sie erkannten, wie sie belogen und betrogen worden waren. Teilweise sollen die Angeklagten sie sogar ausgelacht haben. Beim letzten Verhandlungstag am Dienstag seien jedoch keine Opfer anwesend gewesen.\n<\/p>\n<p>Manche Frauen wollen <a name=\"realitaet\">Realit\u00e4t<\/a> nicht wahrhaben<\/p>\n<p class=\"text\">\nWie gekonnt die Betr\u00fcger vorgehen, zeigt das Beispiel einer Gesch\u00e4digten aus Dresden, die an einem der fr\u00fcheren Verhandlungstage als Zeugin geladen war. Sie glaubte weiter an ihre vermeintlich gro\u00dfe Liebe. Als man ihr im Gerichtssaal zum wiederholten Male sagte, dass sie einem Betrug zum Opfer gefallen sei, wurde sie Angaben der MDR-Reporterin zufolge richtig w\u00fctend.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nSie habe den Betrug nicht wahrhaben wollen. Ihre vermeintliche gro\u00dfe Liebe, ein amerikanischer Arzt, der angeblich in Syrien an der Front k\u00e4mpfe, schreibe ihr noch immer. Es sei ein gemeinsames Haus und eine Hochzeit geplant gewesen.  Pers\u00f6nlich getroffen oder mit ihm telefoniert hatte sie nie. Etwa 30.000 bis 40.000 Euro h\u00e4tte sie ihm \u00fcberwiesen. Inzwischen wacht eine Betreuerin \u00fcber das Konto der blinden Sozialhilfeempf\u00e4ngerin, damit sie dem angeblichen Chirurgen kein weiteres Geld \u00fcberweist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach fast 20 Verhandlungstagen wurde am Dienstag f\u00fcr vier Mitglieder der sogenannten Nigeria-Connection am Landgericht Dresden das Urteil&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":715768,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[1483,3364,29,2386,2690,30,164943,47532,81,14,13235,859],"class_list":{"0":"post-715767","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-betrug","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-dresden","12":"tag-gericht","13":"tag-germany","14":"tag-lovescamming","15":"tag-masche","16":"tag-mdr","17":"tag-nachrichten","18":"tag-nigeria","19":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115889339428881091","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/715767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=715767"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/715767\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/715768"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=715767"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=715767"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=715767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}