{"id":716003,"date":"2026-01-13T21:14:11","date_gmt":"2026-01-13T21:14:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/716003\/"},"modified":"2026-01-13T21:14:11","modified_gmt":"2026-01-13T21:14:11","slug":"wucher-steuer-auf-schnaps-und-bier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/716003\/","title":{"rendered":"Wucher-Steuer auf Schnaps und Bier?"},"content":{"rendered":"<p><strong>In Deutschland wird zu viel gebechert, weil der Alkohol hier verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig billig zu bekommen ist. So sehen es mehrere Gesundheitspolitiker in Berlin und fordern, im Sinne einer verbesserten Gesundheit die Steuer auf alkoholische Getr\u00e4nke zu erh\u00f6hen. Wenig verwunderlich, dass Betroffene aus der Region wenig von einer derartigen Ma\u00dfnahme halten.<\/strong><\/p>\n<p>Aus Sicht des Bierbrauers w\u00e4re es aus Fairness- oder Gleichbehandlungsgr\u00fcnden an der Zeit, eine Steuer auf den Alkohol im Wein zu erheben. Denn anders als im Falle von Schnaps, Schampus oder Bier gibt es auf Wein nach wie vor keine Steuer \u2013 zumindest was den enthaltenen Alkohol anbelangt. F\u00fcr Leopold Schwarz, Chef von <a href=\"https:\/\/www.schwarzbraeu.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schwarzbr\u00e4u<\/a> in Zusmarshausen, ist die Sache eigentlich klar \u2013 soweit man \u00fcberhaupt etwas \u00e4ndern will. <\/p>\n<p>Inwieweit man mit einer m\u00f6glichen k\u00fcnftigen Erh\u00f6hung eine Lenkungswirkung werde erzielen k\u00f6nnen, h\u00e4nge stark vom Umfang einer Steuererh\u00f6hung ab. Aber auch in Sachen \u201eLenkungswirkung\u201c sieht Schwarz gro\u00dfe Fragezeichen. Wie wolle die Politik glaubw\u00fcrdig eine Steuererh\u00f6hung auf Alkohol erkl\u00e4ren, wo man doch erst im vergangenen Jahr beim Cannabis-Konsum deutliche Erleichterungen geschaffen habe.<\/p>\n<p>In Deutschland wird immer weniger Alkohol getrunken<\/p>\n<p>Auch generell bezweifelt Schwarz, dass h\u00f6here Preise f\u00fcr Bier oder Schnaps via Steuererh\u00f6hung viel Ver\u00e4nderung nach sich z\u00f6gen. Ganz allgemein werde in Deutschland immer weniger Alkohol getrunken, verweist der Brauer auf entsprechende Statistiken, und es m\u00fcssten weniger Menschen wegen des Konsums von Alkohol von \u00c4rzten behandelt werden. Jene Menschen aber, die ihren Schnaps, ihr Bier, ihren Wein trinken wollen, w\u00fcrden erfahrungsgem\u00e4\u00df auf andere Bezugsquellen ausweichen, also beispielsweise jenseits der deutschen Grenzen einkaufen.<\/p>\n<p>Zum jetzigen Zeitpunkt das vollkommen Falsche, sagt Sebastian Priller, Junior der Augsburger Brauerei <a href=\"https:\/\/www.riegele.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Riegele<\/a>, \u00fcber entsprechende Steuer-Meldungen, die derzeit kursieren. Zum Ersten, so der Bier-Sommelier, gebe es keinen Anlass f\u00fcr eine Steuererh\u00f6hung auf alkoholische Getr\u00e4nke, nachdem deren Konsum seit Jahren sowieso abnehme. Zum Zweiten w\u00fcrde es sich um eine zus\u00e4tzliche Belastung f\u00fcr die betroffenen Betriebe handeln, die ehedem mit Schwierigkeiten \u2013 siehe vorher \u2013 zu k\u00e4mpfen h\u00e4tten. <\/p>\n<p>Und zum Dritten m\u00fcssten die Brauereien, Brennereien etc. entsprechende Steuern an die Endverbraucher weiterreichen, die sowieso schon unter vielen Belastungen litten. Derartige Ma\u00dfnahmen wie eine Erh\u00f6hung der Steuern auf Alkohol oder eine neue Steuer auf Zucker seien der falsche Weg, so Priller. Deutschland brauche statt zus\u00e4tzlicher komplizierter Vorschriften viel mehr einen Abbau von ausufernder B\u00fcrokratie und von zus\u00e4tzlichen Hemmnissen.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch: <a href=\"https:\/\/www.augsburg-journal.de\/sport-auto\/fitness-auf-hoechstem-niveau-im-fityou\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fitness auf h\u00f6chstem Niveau im FitYou<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Deutschland wird zu viel gebechert, weil der Alkohol hier verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig billig zu bekommen ist. 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