{"id":716029,"date":"2026-01-13T21:29:11","date_gmt":"2026-01-13T21:29:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/716029\/"},"modified":"2026-01-13T21:29:11","modified_gmt":"2026-01-13T21:29:11","slug":"keir-starmer-plant-annaeherung-an-eu-grossbritannien-distanziert-sich-von-trump","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/716029\/","title":{"rendered":"Keir Starmer plant Ann\u00e4herung an EU \u2013 Gro\u00dfbritannien distanziert sich von Trump"},"content":{"rendered":"<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Die \u00fcberschw\u00e4ngliche Eintracht vom vergangenen September scheint eine Ewigkeit her. Als Donald Trump damals zu einer Staatsvisite nach Gro\u00dfbritannien kam, \u00fcbertrafen sich der US-Pr\u00e4sident und Premierminister Keir Starmer mit Lob und warmen Worten. \u201eWir haben unsere besondere Beziehung f\u00fcr eine neue \u00c4ra erneuert\u201c, sagte Starmer, und Trump schw\u00e4rmte: \u201eWir sind f\u00fcr immer verbunden, wir werden f\u00fcr immer Freunde sein.\u201c <\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Aber weniger als vier Monate sp\u00e4ter ist das offenbar alles vergessen. Zusammen mit dem Rest Europas ist Gro\u00dfbritannien zu einem Zuschauer degradiert, der mit wachsender Nervosit\u00e4t auf den n\u00e4chsten Schritt des US-Pr\u00e4sidenten wartet \u2013 ohne auch nur den geringsten Einfluss auf den angeblichen Freund zu haben. <\/p>\n<blockquote class=\"Quote_quote__blockquote__wJphc\">\n<p class=\"Quote_quote__paragraph__H8qAa\">Laut einer neuen Umfrage sehen nur 42 Prozent die USA als Verb\u00fcndeten \u2013 unter Biden waren es zeitweise noch fast 70 Prozent gewesen. <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Von der Entf\u00fchrung des venezolanischen Pr\u00e4sidenten Nicol\u00e1s Maduro durch US-Streitkr\u00e4fte wurde die britische Regierung genauso \u00fcberrumpelt wie vom zunehmenden S\u00e4belrasseln gegen\u00fcber Gr\u00f6nland. Manche Beobachter in Gro\u00dfbritannien halten die \u201especial relationship\u201c f\u00fcr endg\u00fcltig am Ende \u2013 \u201etot und begraben\u201c, wie die Labour-Politikerin Helena Kennedy am Wochenende sagte.<\/p>\n<p>Ein \u201et\u00e4glicher Drahtseilakt\u201c<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Starmer scheint dies nur widerwillig zu akzeptieren. Bislang hat er an der Strategie festgehalten, die er seit Beginn der zweiten Trump-Pr\u00e4sidentschaft vor einem Jahr verfolgt: Trump so gut wie m\u00f6glich zu umschmeicheln, auf keinen Fall Kritik \u00fcben, und zu hoffen, dass er von seinem unberechenbaren Zorn verschont bleibt. Nebst symbolischen Gesten, darunter der Staatsbesuch im September, hat sich die Regierung Starmers zu gr\u00f6\u00dferen Konzessionen durchgerungen. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Unter US-amerikanischem Druck hat Gro\u00dfbritannien beispielsweise versprochen, die Verteidigungsausgaben von derzeit 2,4 Prozent auf 3,5 Prozent bis 2035 heraufzusetzen; auch eine deutliche Erh\u00f6hung der Arzneipreise, die den britischen Gesundheitsdienst gesch\u00e4tzte drei Milliarden Pfund kosten wird, geschah auf Dr\u00e4ngen Washingtons.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Zudem h\u00e4lt sich Starmer mit Kritik an Trumps Willk\u00fcr zur\u00fcck. Als etliche Politiker und Rechtsexperten darauf verwiesen, dass die Verschleppung Maduros offensichtlich gegen internationales Recht verst\u00f6\u00dft, sagte Starmer \u2013 ein profilierter Menschenrechtsanwalt -, dass er erst noch mehr Informationen ben\u00f6tige, um die Aktion beurteilen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/international\/was-videos-nach-tod-einer-frau-durch-ice-beamte-in-minneapolis-verraten\/122947257.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__w3AgI RelatedTeaser_related-teaser--image__GJcRr read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"122947257\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Was Videos nach Tod einer Frau durch ICE-Beamte in Minneapolis verraten<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Aber derzeit mehren sich die Stimmen in Gro\u00dfbritannien, die eine Anpassung an die Trump-Realit\u00e4t fordern. Kim Darroch, ehemaliger britischer Botschafter in Washington, sagte, dass der US-Pr\u00e4sident keine besondere Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber Gro\u00dfbritannien versp\u00fcre. \u201eDas Vereinigte K\u00f6nigreich ist ein Land, in dem er einige Golfpl\u00e4tze kauft, mehr nicht\u201c, sagte er gegen\u00fcber dem \u201eObserver\u201c. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Der Ex-Diplomat ist sich bewusst, dass Starmer einen \u201et\u00e4glichen Drahtseilakt\u201c absolvieren m\u00fcsse, um den \u201ekaprizi\u00f6sen, d\u00fcnnh\u00e4utigen\u201c Machthaber in Washington nicht zu ver\u00e4rgern. Auch befinde sich Gro\u00dfbritannien nach dem Austritt aus der EU in einer besonders exponierten Lage.<\/p>\n<blockquote class=\"Quote_quote__blockquote__wJphc\">\n<p class=\"Quote_quote__paragraph__H8qAa\">\u00dcber die Zukunft Gr\u00f6nlands sollen Gr\u00f6nland und das K\u00f6nigreich D\u00e4nemark entscheiden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Keir Starmer<\/p>\n<p>Britischer Premierminister<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Ein anonymer Regierungsvertreter sagte gegen\u00fcber dem \u201eNew Statesman\u201c, dass London dringend eine von den USA unabh\u00e4ngige Politik verfolgen m\u00fcsse, zusammen mit Europa. Die Beziehung zu den USA fordere dem Land einen hohen Preis ab \u2013 die Ann\u00e4herung an Europa sei notwendig, um den Schaden zu begrenzen. <\/p>\n<p>Milit\u00e4rische Pr\u00e4senz in Gr\u00f6nland<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Auch die britische \u00d6ffentlichkeit sieht die Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten zunehmend kritisch. Laut einer neuen Umfrage sehen nur 42 Prozent die USA als Verb\u00fcndeten \u2013 unter Biden waren es zeitweise noch fast 70 Prozent gewesen. Demgegen\u00fcber sehen 49 Prozent der Briten Deutschland als Partner, bei Frankreich sind es 53 Prozent.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Solche Entwicklungen d\u00fcrften mit ein Grund sein, dass die Regierung Starmer mittlerweile weniger zur\u00fcckhaltend \u00fcber ihre geplante Ann\u00e4herung an die EU spricht. Bald wird sie ein neues Gesetz vorlegen, das es Ministern erleichtern wird, die britischen Regulierungen denen der EU anzupassen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/international\/trump-besuch-im-vereinigten-koenigreich-verlief-ohne-eklat\/91464932.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__w3AgI RelatedTeaser_related-teaser--image__GJcRr read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"91464932\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Trump-Besuch im Vereinigten K\u00f6nigreich verlief ohne Eklat<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Auch in der Debatte um die US-amerikanischen Drohungen gegen\u00fcber Gr\u00f6nland und D\u00e4nemark hat der Premierminister zuletzt eine robustere Haltung eingenommen: \u201e\u00dcber die Zukunft Gr\u00f6nlands sollen Gr\u00f6nland und das K\u00f6nigreich D\u00e4nemark entscheiden\u201c, sagte Starmer letzte Woche. Bald k\u00f6nnten konkrete Schritte folgen. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Laut Medienberichten ist die britische Regierung in Gespr\u00e4chen mit NATO-Partnern, um die milit\u00e4rische Pr\u00e4senz in Gr\u00f6nland aufzustocken. So wollen die Europ\u00e4er den USA zeigen, dass eine Annexion Gr\u00f6nlands nicht n\u00f6tig ist, um einem Vorr\u00fccken Russlands oder Chinas in der Arktisregion entgegenzuwirken. Die Pr\u00e4senz europ\u00e4ischer Soldaten auf der Insel w\u00fcrde es f\u00fcr die USA zudem deutlich komplizierter machen, milit\u00e4risch zu intervenieren, sagen Experten. <\/p>\n<p>Newsletter: USA unter Trump 2.0<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-sm-default__jy0uG _description_r7y8f_14\">Jeden Dienstag mit aktuellen Beitr\u00e4gen und Analysen \u00fcber Amerika und die zweite Amtszeit von Donald Trump.<\/p>\n<p>Jetzt abonnierenSie k\u00f6nnen sich jederzeit wieder abmelden, wenn Sie das  m\u00f6chten. Weitere Informationen finden Sie in unserer <a class=\"LinkText_link-text__4lolN _link_f4sen_6\" href=\"https:\/\/www.aachener-zeitung.de\/anonym\/datenschutzerklaerung\/3222071.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzrichtlinie<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die \u00fcberschw\u00e4ngliche Eintracht vom vergangenen September scheint eine Ewigkeit her. 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