{"id":716514,"date":"2026-01-14T02:06:14","date_gmt":"2026-01-14T02:06:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/716514\/"},"modified":"2026-01-14T02:06:14","modified_gmt":"2026-01-14T02:06:14","slug":"das-theater-sitzt-in-der-falle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/716514\/","title":{"rendered":"Das Theater sitzt in der Falle"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/frankfurt\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_frankfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frankfurt<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/frankfurt\/innenstadt-ort904326\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"3_innenstadt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Innenstadt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 13.01.2026, 18:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.fr.de\/autor\/andreas-hartmann-m3yfxoy62.html\" title=\"Zur Autorenseite von Andreas Hartmann\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" hartmann=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Andreas Hartmann<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/41108267-die-aktuelle-inszenierung-something-rotten-im-english-theatre-frankfurt-waere-sofort-spielb.jpeg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"792\" width=\"1408\" alt=\"Die aktuelle Inszenierung &#x201E;Something &#x201E;Rotten!&#x201C; im English Theatre Frankfurt w&#xE4;re sofort spielbereit\"\/>Die aktuelle Inszenierung \u201eSomething \u201eRotten!\u201c w\u00e4re sofort spielbereit \u00a9\u00a0English Theatre Frankfurt<img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/41108251-cast-und-crew-fuer-something-rotten-haben-die-proben-bereits-im-november-abgeschlossen-OVBG.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"801\" width=\"1100\" alt=\"Cast und Crew f&#xFC;r &#x201E;Something Rotten!&#x201C; haben die Proben bereits im November abgeschlossen.\"\/>Cast und Crew f\u00fcr \u201eSomething Rotten!\u201c haben die Proben bereits im November abgeschlossen. \u00a9\u00a0English Theatre Frankfurt<img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/41108453-something-rotten-ist-ein-etwas-anderes-shakespeare-musical-PbBG.jpg\" loading=\"lazy\"   height=\"731\" width=\"1100\" alt=\"&#x201E;Something Rotten!&#x201C; ist ein etwas anderes Shakespeare-Musical.\"\/>Das Ensemble kann jederzeit spielen, wenn die St\u00e4tte es hergeben w\u00fcrde. \u00a9\u00a0English Theatre Frankfurt<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Das English Theatre Frankfurt kann nicht \u00f6ffnen. Der Investor Capitaland, dem der Gallileo-Turm geh\u00f6rt, vertr\u00f6stet weiter. Die Schauspieler warten im bezahlten Urlaub.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der Vorhang fiel ganz pl\u00f6tzlich am 14. Januar 2024. Auf den Tag vor genau zwei Jahren musste das English Theatre Frankfurt (ETF) sein h\u00f6chst erfolgreiches Musical \u201eSomething Rotten!\u201c, das auf Wochen hinaus ausverkauft war, abrupt einstellen. Grund war der schon l\u00e4nger schwelende Streit mit dem Eigent\u00fcmer, der Investmentgesellschaft Capitaland aus Singapur, um die Spielst\u00e4tte im Keller des Frankfurter Gallileo-Turms und deren Renovierung.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Nach langem Hin und Her schien ein Happy End ausgemacht. Die Stadt unterschrieb einen Mietvertrag f\u00fcr die Kellerr\u00e4ume in zentraler Lage, das Theater ist nun Untermieter. Zweiter Hauptmieter ist die Europ\u00e4ische Zentralbank. Als das Team im September 2025 kurzfristig wieder in seine R\u00e4ume durfte \u2013 f\u00fcr die Capitaland auch in der Zeit, als sie nicht zug\u00e4nglich waren, also seit Februar 2024, die stattlichen Nebenkosten von 12\u2006268,93 Euro pro Monat in Rechnung stellte \u2013, hatte der Vermieter allerdings nichts renoviert, im Gegenteil. \u201eDas Wasser war abgestellt, die Bauarbeiter haben die Toiletten aber weiterhin benutzt. Es tut mir leid, das so auszudr\u00fccken, aber wenn die Klosch\u00fcsseln vollgeschissen waren, sind sie in die n\u00e4chste Kabine weitergezogen\u201c, berichtet ETF-Intendant Daniel Nicolai. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Theaterr\u00e4ume waren mit einer dicken Schicht Baustaub \u00fcberzogen, und zweimal wurde in die R\u00e4ume eingebrochen, wie Nicolai berichtet \u2013 obwohl hier kurz darauf die Europ\u00e4ische Zentralbank einziehen sollte (was diese auch im November tat).<\/p>\n<p>20\u2006000 Euro f\u00fcr Reinigungsarbeiten<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">\u201eEs wurde nicht mal f\u00fcr n\u00f6tig befunden, uns sofort \u00fcber die Einbr\u00fcche zu informieren\u201c, sagt er. Die H\u00f6he des Schadens sei unklar. Allein f\u00fcr die umfassenden Reinigungsarbeiten habe das Theater rund 20.000 Euro ausgeben m\u00fcssen. \u201eWir haben die R\u00e4ume vor zwei Jahren besenrein \u00fcbergeben und das hier zur\u00fcckbekommen\u201c, sagt Nicolai. Am 30. Oktober wurde den Theaterleuten ohne Vorwarnung der Zutritt zum Geb\u00e4ude verweigert, ohne Begr\u00fcndung. \u201ePl\u00f6tzlich funktionierten die Einlasskarten einfach nicht mehr\u201c, sagt Nicolai. Erst vom 25.11. bis zum 6.12. durfte die Musical-Einrichtung unter erheblichen Zusatzauflagen wieder stattfinden. Klare Ansagen? Konkrete Termine? Fehlanzeige. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Was ist da eigentlich los auf der Baustelle? Man arbeite \u201eunerm\u00fcdlich\u201c, teilte eine Sprecherin des Investors aus Fernost auf Anfrage am Dienstag mit. Capitaland setze alles daran, die Abschlussarbeiten und Tests so schnell wie m\u00f6glich im ersten Quartal 2026 abzuschlie\u00dfen. Die Sanierung des Gallileo sei ein Gro\u00dfprojekt, dessen Arbeiten sich derzeit in der Endphase bef\u00e4nden. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Lange war vonseiten der Stadt und des ETF nur sehr unkonkret von \u201etechnischen Problemen\u201c auf der Baustelle die Rede, die einer Wiederer\u00f6ffnung im Wege st\u00fcnden. Offenbar wollte man Capitaland nicht zu sehr in den Senkel stellen. Nun wird Nicolai deutlicher: Die Verz\u00f6gerung liegt nach seinen Angaben haupts\u00e4chlich an der Notbeleuchtung, an der Entrauchung und an der Entkeimung des Trinkwassers, wie dies auch bei der EZB erfolgen musste. Dort dauerte die Prozedur 48 Stunden, beim ETF scheint es immer noch zu h\u00e4ngen. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Wiederer\u00f6ffnung des Theaters hat sich immer wieder verz\u00f6gert, von September auf November, dann auf Mitte Dezember. Schlie\u00dflich musste sogar die beliebte Silvesterfeier kurzfristig abgesagt werden, ebenfalls die Vorstellungen im Januar. Nun wird \u2013 bei aller immer noch gebotenen Diplomatie einem im doppelten Sinne distanzierten Investor in Fernost gegen\u00fcber \u2013 der Ton bei der Stadt Frankfurt um einiges sch\u00e4rfer. Capitaland habe der Stadt schriftlich in Aussicht gestellt, dass die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Gallileo-Turm am 1. Februar m\u00f6glich sein werde, teilte das Kulturdezernat auf Anfrage mit. <\/p>\n<p>Top-Manager reist  f\u00fcr Gespr\u00e4ch an<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Im Dezember habe es ein pers\u00f6nliches Spitzengespr\u00e4ch mit dem \u201eGroup Chief Operating Officer\u201c Andrew Lim aus Singapur und Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) in Frankfurt \u00fcber die Zukunft des ETF gegeben. F\u00fcr Freitag dieser Woche ist ein erneuter Test der Brandmeldeanlage geplant.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">\u201eSobald alle erforderlichen Genehmigungen der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden vorliegen, k\u00f6nnen wir den voraussichtlichen \u00dcbergabetermin der Theaterr\u00e4ume an unseren Mieter, die Stadt Frankfurt, genauer festlegen. Wir freuen uns darauf, die Theaterr\u00e4ume so bald wie m\u00f6glich an die Stadt Frankfurt zu \u00fcbergeben\u201c, schreibt Capitaland am Dienstag. Das erste Quartal kann allerdings bis Ende M\u00e4rz reichen. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Seit November h\u00e4ngen In der ganzen Stadt Plakate, in den U-Bahnen liegen Handzettel aus f\u00fcr ein St\u00fcck, das man nicht anschauen kann. Intendant Nicolai musste 200.000 Euro f\u00fcr bereits verkaufte Tickets in den vergangenen Wochen zur\u00fcckzahlen, und die Schauspielerinnen und Schauspieler sind im bezahlten Urlaub. Selbst die vielgeliebte Silvestershow wurde kurzfristig abgesagt. \u201eAlle Rollen sind einstudiert, alle Handgriffe sitzen, alle Kost\u00fcme passen\u201c, sagt ETF-Pressesprecherin Andrea Leonhard. Jetzt fehlt nur noch gr\u00fcnes Licht vom Investor. .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Frankfurt Innenstadt Stand: 13.01.2026, 18:00 Uhr Von: Andreas Hartmann DruckenTeilen Die aktuelle Inszenierung \u201eSomething \u201eRotten!\u201c w\u00e4re sofort&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":716515,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052],"class_list":{"0":"post-716514","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115891010680467731","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/716514","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=716514"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/716514\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/716515"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=716514"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=716514"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=716514"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}