{"id":716611,"date":"2026-01-14T03:04:14","date_gmt":"2026-01-14T03:04:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/716611\/"},"modified":"2026-01-14T03:04:14","modified_gmt":"2026-01-14T03:04:14","slug":"eu-klimadienst-2025-drittwaermstes-jahr-seit-beginn-der-aufzeichnungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/716611\/","title":{"rendered":"EU-Klimadienst: 2025 drittw\u00e4rmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/spruehnebel-100.jpg\" alt=\"Passanten gehen in Hamburg durch einen Spr\u00fchnebel eines Wasserzerst\u00e4ubers.\" title=\"Passanten gehen in Hamburg durch einen Spr\u00fchnebel eines Wasserzerst\u00e4ubers. | picture alliance\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 14.01.2026 04:01 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>2025 war weltweit das drittw\u00e4rmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen &#8211; nur minimal k\u00fchler als die Rekordjahre 2023 und 2024. Das geht aus den Daten des europ\u00e4ischen Klimadienstes Copernicus hervor.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/kathrin-schmid-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Kathrin Schmid\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/kathrin-schmid-104.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Europa ist der Kontinent, der sich am schnellsten aufheizt. Mit einer Durchschnittstemperatur von gut 10,4 Grad gilt das Jahr 2025 auch in Europa als das drittw\u00e4rmste je gemessene &#8211; ganz nah dran am Rekordw\u00e4rme-Jahr 2024. Das erkl\u00e4rten Forscher des EU-Klimadienstes Copernicus bei der Vorstellung der Bilanz f\u00fcr das vergangene Jahr.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Alarmierend sei die Lage auch rund um die Pole: Die Antarktis verzeichnete die w\u00e4rmste Jahrestemperatur seit Beginn der Messungen. In der Arktis war es die zweith\u00f6chste Jahrestemperatur.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Damit sei der globale Trend unverkennbar, sagt Copernicus-Direktor Carlo Buontempo. &#8222;Die Tatsache, dass die vergangenen elf Jahre die w\u00e4rmsten seit Beginn der Aufzeichnungen waren, ist ein weiterer Beweis f\u00fcr den unverkennbaren Trend zu einem hei\u00dferen Klima.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die vergangenen drei Jahre, 2023 bis 2025, waren demzufolge aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden au\u00dfergew\u00f6hnlich warm: Vor allem ist es die zunehmende Anreicherung von Treibhausgasen in der Atmosph\u00e4re &#8211; durch die Nutzung von Kohle, \u00d6l und Gas in der Industrie, beim Heizen, im Verkehr sowie durch die CO2-Emissionen in der Landwirtschaft.<\/p>\n<p>    &#8222;Daten zeichnen ein klares Bild&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Laurence Rouil verantwortet das Atmosph\u00e4ren-Monitoring bei Copernicus.<strong> &#8222;<\/strong>Die Atmosph\u00e4rendaten aus dem Jahr 2025 zeichnen ein klares Bild: Menschliche Aktivit\u00e4ten sind nach wie vor der dominierende Treiber f\u00fcr die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Temperaturen, die wir beobachten. Die Treibhausgase in der Atmosph\u00e4re haben in den vergangenen zehn Jahren stetig zugenommen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dazu kommen die steigenden Temperaturen auf der Meeresoberfl\u00e4che der Ozeane, was haupts\u00e4chlich mit dem Klimaph\u00e4nomen El Nino zu tun hat. Die Folgen f\u00fcr die Welt und Europa sind insgesamt eindeutig: mehr Hitzetage, mehr Waldbr\u00e4nde, heftige St\u00fcrme, schlechtere Luftqualit\u00e4t und steigende Gesundheitsrisiken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">So nehmen auch wetterbedingte Todesf\u00e4lle zu: Laut Copernicus-Bericht war die H\u00e4lfte der weltweiten Landesfl\u00e4che an \u00fcberdurchschnittlich vielen Tagen unter starker Hitzebelastung &#8211; definiert als gef\u00fchlte Temperatur von 32\u00b0C oder mehr. Die Weltgesundheitsorganisation WHO z\u00e4hlt Hitze als Hauptursache f\u00fcr Todesf\u00e4lle aufgrund von Wetterereignissen.<\/p>\n<p>    &#8222;Die Pariser 1,5-Grad-Schwelle wird \u00fcberschritten&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Basierend auf den aktuellen Zahlen gehen die europ\u00e4ischen Klimaforscher davon aus, dass die im Pariser Klimaziel festgelegte Schwelle bereits vor 2030 gerissen wird. Ziel der Staatengemeinschaft ist es, die Erderw\u00e4rmung dauerhaft auf 1.5 Grad zu begrenzen, im Vergleich zum vorindustriellen Niveau.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Copernicus-Direktor Buontempo: &#8222;Die Welt n\u00e4hert sich rasch der im Pariser Abkommen festgelegten langfristigen Temperaturgrenze. Wir werden sie zwangsl\u00e4ufig \u00fcberschreiten; die Frage ist, wie wir mit der unvermeidlichen \u00dcberschreitung und ihren Folgen f\u00fcr Gesellschaften und nat\u00fcrliche Systeme am besten umgehen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>    Europa auf Kurs in der Klimapolitik?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU sieht sich aktuell auf Kurs in der Klimapolitik: Im Vergleich zum Jahr 1990 steht aktuell ein Minus von 37 Prozent beim Aussto\u00df klimasch\u00e4dlicher Gase zu Buche. Damit ist der Kontinent theoretisch noch auf dem Pfad zum Paris-konformen Ziel, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent zu senken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Entscheidend ist nun die weitere Umsetzung: Zuletzt wurden jedoch bereits beschlossene oder fest geplante EU-Klimagesetze abgeschw\u00e4cht oder verschoben; meist auf Druck der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament, gelegentlich unterst\u00fctzt durch rechte und Rechtsau\u00dfen-Parteien. So geschehen zuletzt mit dem Renaturierungsgesetz, der Entwaldungsverordnung oder etwa dem Lieferkettengesetz. Und auch \u00fcber die weitere Umsetzung des CO2-Emmissionshandels &#8211; quasi das Herzst\u00fcck der europ\u00e4ischen Klimapolitik &#8211; sind Diskussionen neu entbrannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 14.01.2026 04:01 Uhr 2025 war weltweit das drittw\u00e4rmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen &#8211; nur minimal k\u00fchler&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":716612,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,951,548,663,158,3934,3935,13,952,14,15,12],"class_list":{"0":"post-716611","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-erderwaermung","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-klimawandel","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115891238636604720","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/716611","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=716611"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/716611\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/716612"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=716611"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=716611"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=716611"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}