{"id":716812,"date":"2026-01-14T04:55:10","date_gmt":"2026-01-14T04:55:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/716812\/"},"modified":"2026-01-14T04:55:10","modified_gmt":"2026-01-14T04:55:10","slug":"so-laeuft-ein-praktikum-ueber-das-bonifatiuswerk-in-kopenhagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/716812\/","title":{"rendered":"So l\u00e4uft ein Praktikum \u00fcber das Bonifatiuswerk in Kopenhagen"},"content":{"rendered":"<p><strong>DOMRADIO.DE:<\/strong> Was sind Ihre Aufgaben in Kopenhagen?<\/p>\n<p><strong>Greta Wigger (Praktikantin beim Freiwilligendienst des Bonifatiuswerks): <\/strong>Ich arbeite hier an einer Schule mit und begleite dort einige Lehrer. Das sind haupts\u00e4chlich Deutschlehrer. Ich helfe im Deutschunterricht mit, spreche mit den Sch\u00fclern, einfach damit auch das praktische Deutsch ge\u00fcbt werden kann. Ich beantworte Fragen zur deutschen Kultur und wie das System dort l\u00e4uft. Jeden Mittwoch wird eine Messe angeboten. Da koche ich, da das in der Mittagspause stattfindet.<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE:<\/strong> Das klingt nach Einsatz. Wie viel Zeit nimmt das in Anspruch?<\/p>\n<p><strong>Wigger: <\/strong>Man kann sich das so vorstellen wie einen normalen Stundenplan. Es ist eine geregelte Arbeitszeit von montags bis freitags, acht bis vierzehn Uhr. Sehr angenehm.<\/p>\n<p>        Greta Wigger<\/p>\n<p>&#8222;Das liegt auch daran, dass ich in einem internationalen Wohnheim lebe. Dort sind wir Praktikanten untergebracht. So bekomme ich auch viel von der Kultur anderer L\u00e4nder mit, haupts\u00e4chlich aus S\u00fcdeuropa&#8220;.<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE: <\/strong>Was bekommen Sie vom Alltag in Kopenhagen mit?<\/p>\n<p><strong>Wigger: <\/strong>Dadurch, dass ich auch mit den Lehrern im Lehrerzimmer sprechen kann, bekomme ich einen Einblick in die Kultur D\u00e4nemarks. Gerade weil dort auch j\u00fcngere Vertretungslehrer sind, ist es interessant, noch einmal etwas aus dem Studierendenleben mitzubekommen. Generell gibt es in der Stadt viele internationale Studierende, sodass man gut Leute kennenlernen und Kontakte kn\u00fcpfen kann.\u00a0<\/p>\n<p>Das liegt auch daran, dass ich in einem internationalen Wohnheim lebe. Dort sind wir Praktikanten untergebracht. So bekomme ich auch viel von der Kultur anderer L\u00e4nder mit, haupts\u00e4chlich aus S\u00fcdeuropa. Insgesamt erh\u00e4lt man hier sehr viele unterschiedliche Einblicke aus D\u00e4nemark, aber auch aus anderen Kulturen, was ich sehr sch\u00e4tze.<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE: <\/strong>Sprechen Sie D\u00e4nisch?<\/p>\n<p><strong>Wigger: <\/strong>Ich habe letzte Woche meinen D\u00e4nischkurs angefangen und sonst habe ich im Unterricht nat\u00fcrlich immer was mitbekommen und wir haben hier auch Gl\u00fcck, weil die d\u00e4nische Sprache der deutschen Sprache recht \u00e4hnlich ist. Es kommt in Gang.<\/p>\n<p>        Greta Wigger<\/p>\n<p>&#8222;Wichtig ist, dass man sich ein bisschen mit dem Glauben besch\u00e4ftigt hat und offen f\u00fcr eine neue Kultur ist, da man in ein neues Land geht&#8220;.<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE: <\/strong>Wie sind Sie nach Kopenhagen gekommen?<\/p>\n<p><strong>Wigger: <\/strong>Ich habe mich zuerst ein bisschen auf der <a href=\"https:\/\/www.praktikum-im-norden.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Seite vom Bonifatiuswerk<\/strong><\/a> informiert und dort auch recht schnell das Bewerbungsformular gefunden. Man f\u00fcllt das Formular aus, h\u00e4ngt ein Foto an, und damit ist die Bewerbung quasi schon abgeschlossen. Danach wartet man nur noch auf eine R\u00fcckmeldung. Im weiteren Verlauf gibt es dann noch ein Bewerbungsgespr\u00e4ch, aber man wird gut angeleitet, sodass sich alles fast von selbst ergibt.<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE: <\/strong>Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?<\/p>\n<p><strong>Wigger: <\/strong>Es ist gut, wenn man schon in der Gemeinde aktiv war. Ich war zum Beispiel Sternsingerin und Messdienerin, das ist aber kein Muss. Wichtig ist, dass man sich ein bisschen mit dem Glauben besch\u00e4ftigt hat und offen f\u00fcr eine neue Kultur ist, da man in ein neues Land geht. Dabei kann der Glaube dort etwas anders gelebt werden, und man sollte nicht zu sehr am eigenen festhalten, sondern auch bereit sein, den Blick zu weiten.<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE: <\/strong>Wie lange muss oder darf man sich verpflichten?<\/p>\n<p><strong>Wigger:<\/strong> Von sechs bis elf Monaten ist die Spanne. Die meisten bleiben zehn Monate, aber das variiert und wird abgesprochen.<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE: <\/strong>Verdient man etwas, damit man sich auch in der Freizeit was leisten kann?\u00a0<\/p>\n<p><strong>Wigger:<\/strong> Wir bekommen hier Taschengeld, das sind 100 Euro pro Monat. Je nach Einsatzst\u00e4tte kann man damit mehr oder weniger machen. Aber es kommen alle ganz gut hin, so wie ich das geh\u00f6rt habe.<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE:<\/strong> Es gibt eine ganze Reihe von L\u00e4ndern, die zur Auswahl stehen. Was w\u00fcrden Sie Interessierten raten? Wie findet man den richtigen Ort und die richtige Aufgabe f\u00fcr sich?\u00a0<\/p>\n<p><strong>Wigger: <\/strong>Auf jeden Fall einmal auf die Website vom Bonifatiuswerk f\u00fcr das &#8222;Praktikum im Norden&#8220; gehen. Dort ist aufgelistet, welche Orte es gibt, ob man mit einem Mitpraktikanten oder einer Mitpraktikantin dort w\u00e4re und welche Aufgaben anfallen. Au\u00dferdem gibt es immer Blog-Eintr\u00e4ge, die ich pers\u00f6nlich sehr interessant fand, um zu lesen, was die Praktikanten dort gerade machen. So bekommt man einen guten Einblick und kann entscheiden, was am besten zu einem selbst passt.<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE:<\/strong> Sie sind<strong> <\/strong>noch bis Juni in Kopenhagen. W\u00fcrden Sie es nochmal machen?<\/p>\n<p><strong>Wigger: <\/strong>Auf jeden Fall, es gef\u00e4llt mir sehr gut.<\/p>\n<p>Das Interview f\u00fchrte Heike Sicconi.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.domradio.de\/glossar\/bonifatiuswerk-der-deutschen-katholiken\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>      Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken<\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Das 1849 gegr\u00fcndete <a href=\"https:\/\/www.bonifatiuswerk.de\" title=\"Bonifatiuswerk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Bonifatiuswerk<\/strong><\/a> ist das Hilfswerk f\u00fcr den Glauben und die Solidarit\u00e4t. Es unterst\u00fctzt katholische Christinnen und Christen dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben. Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe f\u00f6rdert es j\u00e4hrlich mehr als 1000 Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"DOMRADIO.DE: Was sind Ihre Aufgaben in Kopenhagen? 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