{"id":717141,"date":"2026-01-14T08:09:12","date_gmt":"2026-01-14T08:09:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/717141\/"},"modified":"2026-01-14T08:09:12","modified_gmt":"2026-01-14T08:09:12","slug":"aktivisten-sprechen-von-mehr-als-2-500-toten-im-iran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/717141\/","title":{"rendered":"Aktivisten sprechen von mehr als 2.500 Toten im Iran"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/iran-proteste-284.jpg\" alt=\"Iraner nehmen an einer Demonstration in Teheran teil.\" title=\"Iraner nehmen an einer Demonstration in Teheran teil. | AP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 14.01.2026 07:34 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Offizielle Angaben zu Opfern bei den Protesten im Iran gibt es nicht. Aktivisten in den USA gehen inzwischen von mehr als 2.500 Toten aus. Laut Amnesty International droht heute die erste Hinrichtung eines Protestierenden.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach Berechnungen einer in den USA ans\u00e4ssigen Nichtregierungsorganisation sind bei den Massenprotesten im Iran bislang mindestens 2.571 Menschen get\u00f6tet worden. Bei 2.403 der Toten habe es sich um regierungskritische Demonstranten gehandelt, 147 h\u00e4tten mit der &#8222;F\u00fchrung in Teheran in Verbindung&#8220; gestanden, schreibt die Gruppe Human Rights Activists News Agency (HRANA). Mehr als 18.100 Menschen seien bisher verhaftet worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Unabh\u00e4ngig lassen sich diese Zahlen derzeit nicht \u00fcberpr\u00fcfen. Bei fr\u00fcheren Protesten hatte die Organisation, die von Aktivisten aus dem Iran gegr\u00fcndet wurde, aber letztlich akkurate Zahlen geliefert. Auch andere Nichtregierungsorganisationen sprechen von Hunderten oder sogar Tausenden Toten bei den Protesten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die iranische Regierung macht keine offiziellen Angaben zu Toten, Verletzten oder Verhafteten im Zuge der Massenproteste im Land. Zudem verhindert der Staat den freien Internetzugang. Dies erschwert unabh\u00e4ngigen Medien die Recherche und Berichterstattung.<\/p>\n<p>    Erste Hinrichtung bef\u00fcrchtet &#8211; Trump droht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Heute droht nach Angaben einer kurdischen Menschenrechtsorganisation und von Amnesty International die erste Hinrichtung eines Teilnehmers der j\u00fcngsten Protestwelle. US-Pr\u00e4sident Trump hat das Regime in Teheran davor gewarnt. Falls es zu Hinrichtungen kommt, w\u00fcrden die USA &#8222;sehr hart reagieren&#8220;, sagte er dem Sender CBS. N\u00e4her f\u00fchrte Trump seine Drohung nicht aus.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Seit Beginn der Proteste gegen das autorit\u00e4re Herrschaftssystem der Islamischen Republik vor gut zwei Wochen hatte Trump dem Iran schon mehrfach mit einem Eingreifen der USA gedroht, falls Demonstranten get\u00f6tet w\u00fcrden. Letzteren sagte er nun erneut Unterst\u00fctzung zu. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/trump-hilfe-iran-100.html\" title=\"US-Pr\u00e4sident Trump sagt Demonstrierenden im Iran Hilfe zu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hilfe sei unterwegs<\/a>. Was er damit meinte, war aber unklar. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump: &#8222;Iranische Patrioten, protestiert weiter! \u00dcbernehmt eure Institutionen!&#8220;<\/p>\n<p>    Erste Anklagen gegen Demonstrierende<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Irans Justiz leitete unterdessen erste Anklagen gegen festgenommene Demonstranten in die Wege. Im Raum steht dabei auch der Vorwurf der &#8222;Kriegsf\u00fchrung gegen Gott&#8220; &#8211; ein Tatbestand, der nach islamischem Recht im Iran mit der Todesstrafe geahndet werden kann. Auch bei fr\u00fcheren Protestwellen hatte die Justiz des Landes Todesurteile verh\u00e4ngt und vollstreckt.<\/p>\n<p>    Sicherheitskr\u00e4fte gehen gegen Satelliten-Internet vor<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Internet im Land bleibt derweil gesperrt. Die Menschen im Iran sind daher stark auf den Satelliten-Dienst Starlink von Elon Musk angewiesen, um Videos von den Protesten mit der Welt zu teilen. Musks Firma SpaceX machte laut dem Finanzdienst Bloomberg den Dienst f\u00fcr das Land kostenlos. Irans Beh\u00f6rden gelang es aber laut Medienberichten, den Empfang teils zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Wochenende h\u00e4tten die Beh\u00f6rden zudem im Westen Teherans mit der Suche nach und der Beschlagnahme von Starlink-Antennen begonnen, zitierte das Wall Street Journal die Miaan Group, eine US-Organisation, die sich gegen Internetzensur einsetzt. Antennen und Empfangsger\u00e4te f\u00fcr Starlink sind im Iran verboten. Dennoch sollen Sch\u00e4tzungen nach etwa 20.000 der Terminals ins Land geschmuggelt worden sein. Auch normale Satellitensch\u00fcsseln sind offiziell verboten. In mehreren Teilen Teherans begannen die Sicherheitskr\u00e4fte, auch diese zu beschlagnahmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Uwe Lueb, ARD Istanbul<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 14.01.2026 07:34 Uhr Offizielle Angaben zu Opfern bei den Protesten im Iran gibt es nicht. 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