{"id":717290,"date":"2026-01-14T09:30:13","date_gmt":"2026-01-14T09:30:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/717290\/"},"modified":"2026-01-14T09:30:13","modified_gmt":"2026-01-14T09:30:13","slug":"wie-russland-seine-praesenz-in-der-arktis-ausbaut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/717290\/","title":{"rendered":"Wie Russland seine Pr\u00e4senz in der Arktis ausbaut"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/50-let-pobedy-100.jpg\" alt=\"Das von der russischen Staatsagentur TASS zur Verf\u00fcgung gestellte Foto zeigt den atomgetriebene Eisbrecher &quot;50 Let Pobedy&quot; bei einer arktischen Expedition.\" title=\"Das von der russischen Staatsagentur TASS zur Verf\u00fcgung gestellte Foto zeigt den atomgetriebene Eisbrecher &quot;50 Let Pobedy&quot; bei einer arktischen Expedition. | picture alliance\/dpa\/TASS\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 14.01.2026 09:23 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Russland dringe in die Arktis vor, Russland wolle Gr\u00f6nland \u00fcbernehmen: So begr\u00fcndet Trump seinen Anspruch auf die autonome d\u00e4nische Insel. Wie also sieht Russlands Pr\u00e4senz in der Region aus &#8211; und welche Ziele verfolgt Moskau? <\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von J\u00fcrgen Buch, ARD Moskau, zzt. Berlin\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Schon 2020 hat Russland seine Strategie f\u00fcr die Entwicklung der Arktis bis zum Jahr 2035 vorgestellt. Es geht darum, die Rolle Russlands in der Arktis wirtschafts- und sicherheitspolitisch neu zu bestimmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Russland hat in den vergangenen Jahren mehr als 50 alte Milit\u00e4rbasen aus der sowjetischen Zeit an der K\u00fcste der Arktis wieder in Betrieb genommen oder modernisiert, unter anderem den St\u00fctzpunkt auf Franz-Josef-Land nahe dem Nordpol und auf der Insel Novaja Zemlja. Im arktischen Bereich werden unter anderem Radarstationen und Flugabwehrsysteme unterhalten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Au\u00dferdem hat Russland auf verschiedenen Milit\u00e4rflugh\u00e4fen im Hohen Norden strategische Bomber stationiert. Hinzu kommen St\u00fctzpunkte f\u00fcr Raketen, deren Wirkung Russland in Tests demonstriert. 2021 feuerte die Marine von einer Fregatte aus eine Hyperschallrakete ins Polarmeer.<\/p>\n<p>    Verteidigung der Seewege und der Gasf\u00f6rderung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Nordflotte ist 2021 zu einem eigenen Milit\u00e4rdistrikt aufgewertet worden. Sie soll die Seewege Richtung Atlantik und Pazifik sichern. Zur russischen Nordflotte geh\u00f6ren auch U-Boote, die mit Atomraketen best\u00fcckt sind.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Diese U-Boote machen den gr\u00f6\u00dften Teil der russischen nuklearen Zweitschlagsf\u00e4higkeit aus. Mit diesen seegest\u00fctzten Raketen k\u00f6nnte Russland also immer noch reagieren, wenn es mit Atomraketen angegriffen w\u00fcrde. Die U-Boote genie\u00dfen deshalb absolute Priorit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Nordflotte und die Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte sollen die arktische K\u00fcstenlinie sichern, die gut 24.000 Kilometer lang ist. Das ist wichtig f\u00fcr Russland, weil in der arktischen Region etwa 90 Prozent der russischen Gasf\u00f6rderung stattfindet, au\u00dferdem 60 Prozent der \u00d6lf\u00f6rderung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Weiterhin entwickelt Russland auch Pl\u00e4ne, die mutma\u00dflich riesigen Vorkommen an verschiedenen Bodensch\u00e4tzen am Grund der Arktis zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Die &#8222;Admiral Gorshkov&#8220; (hier vor Kuba) geh\u00f6rt zu den leistungsf\u00e4higen Fregatten der russischen Marine &#8211; auch sie geh\u00f6rt zur Nordflotte.\n                    <\/p>\n<p>    Weltgr\u00f6\u00dfte Eisbrecher-Flotte<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und das Nordpolarmeer wird auch als Seeweg immer interessanter, weil die eisfreie Zeit durch den Klimawandel immer l\u00e4nger wird. Die N\u00f6rdliche Seeroute, der Schifffahrtsweg an der nordrussischen K\u00fcste entlang, wird als Handelsweg zwischen Fernost und Europa rund ums Jahr attraktiver.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Russland sieht darin einen Hebel f\u00fcr wirtschaftlichen und geopolitischen Einfluss. Die weltgr\u00f6\u00dfte Eisbrecher-Flotte mit mehr als 30 Schiffen soll diese Route befahrbar halten.<\/p>\n<p>    Anspruch und Probleme<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin unterstrich in einer Rede im Sommer 2025, dass Russland die f\u00fchrende Rolle in der Arktis beansprucht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Allerdings hat Russland mit vielen Problemen zu k\u00e4mpfen: F\u00fcr die N\u00f6rdliche Seeroute fehlen bisher H\u00e4fen und sonstige Versorgungs-Infrastruktur. Das Milit\u00e4r hat nicht genug Personal, weil es durch den Krieg gegen die Ukraine gebunden ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und Bodensch\u00e4tze kann Russland nur schwer erschlie\u00dfen, weil ihm, auch wegen der westlichen Sanktionen, zum Teil die n\u00f6tige Technik fehlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 14.01.2026 09:23 Uhr Russland dringe in die Arktis vor, Russland wolle Gr\u00f6nland \u00fcbernehmen: So begr\u00fcndet Trump seinen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":717291,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[1401,452,13,14,15,307,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-717290","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-arktis","9":"tag-groenland","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russland","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-welt","20":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115892756473262289","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/717290","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=717290"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/717290\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/717291"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=717290"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=717290"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=717290"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}