{"id":718502,"date":"2026-01-14T20:46:18","date_gmt":"2026-01-14T20:46:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/718502\/"},"modified":"2026-01-14T20:46:18","modified_gmt":"2026-01-14T20:46:18","slug":"milliarden-fuer-waffenkaeufe-mit-dem-kredit-fuer-kiew-will-europa-sich-auch-selbst-helfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/718502\/","title":{"rendered":"Milliarden f\u00fcr Waffenk\u00e4ufe: Mit dem Kredit f\u00fcr Kiew will Europa sich auch selbst helfen"},"content":{"rendered":"<p>Milliarden f\u00fcr Waffenk\u00e4ufeMit dem Kredit f\u00fcr Kiew will Europa sich auch selbst helfen14.01.2026, 18:02 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Lea-Verstl-article23006163.html\" class=\"article-detail-head_author___bDMZ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_1_1__Ei3jf\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/verstl.webp.webp\" alt=\"verstl\"\/>Von Lea Verstl<\/a><\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(07:03 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/FILE-Two-Leopard-2-tanks-are-seen-in-action-at-the-Field-Marshal-Rommel-Barracks-in-Augustdorf-Germa.webp\" alt=\"FILE-Two-Leopard-2-tanks-are-seen-in-action-at-the-Field-Marshal-Rommel-Barracks-in-Augustdorf-Germany-Wednesday-Feb-1-2023-Germany-wants-to-buy-back-mothballed-Leopard-2-tanks-from-Switzerland-to-replace-tanks-that-Berlin-and-its-Western-allies-are-sending-to-Ukraine-the-Swiss-government-said-Friday\"\/>Auch die deutsche R\u00fcstungsindustrie profitiert von ukrainischen Auftr\u00e4gen, die durch den Kredit finanziert werden. (Foto: AP)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Die EU-Kommission setzt Priorit\u00e4ten: Gr\u00f6\u00dfter Nutznie\u00dfer des 90-Milliarden-Euro-Kredits an Kiew soll das ukrainische Milit\u00e4r sein. Wenn die Ukraine von dem frischen Geld R\u00fcstungsprojekte ausschreibt, sollen aber auch europ\u00e4ische Firmen zum Zug kommen \u2013 vor der US-Konkurrenz.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Gleich in dreifacher Hinsicht m\u00f6chte die EU ihr Darlehen f\u00fcr die Ukraine gewinnbringend anlegen. Verlieren k\u00f6nnen die Europ\u00e4er mit dem 90 Milliarden Euro schweren Kredit an die Regierung in Kiew sowieso nicht. Zum einen, das ist den meisten ist Br\u00fcssel bewusst, verteidigen die ukrainischen Soldaten die Freiheit aller Europ\u00e4er bei dem Kampf gegen den russischen Aggressor. Zum anderen soll die europ\u00e4ische R\u00fcstungsindustrie jetzt auch direkt vom Kredit profitieren. Das geht aus dem Gesetzentwurf f\u00fcr die Vergabe des Darlehens hervor, den die EU-Kommission vorstellte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der dritte Vorteil: Am Ende m\u00fcsste die EU nur f\u00fcr den Kredit haften, falls Russland jemals Reparationszahlungen an die Ukraine leistet. Die Chancen daf\u00fcr sind gleich null. Deshalb k\u00f6nnen voraussichtlich 210 Milliarden an eingefrorenem russischem Verm\u00f6gen in Europa angefasst werden, um den Kredit am Ende zu tilgen. Bis es zu einem Kriegsende kommt und die Frage nach m\u00f6glichen Reparationen beantwortet wird, muss die EU das Darlehen allerdings aus ihrem Haushalt vorfinanzieren. Das Geld daf\u00fcr wird am Kapitalmarkt aufgenommen &#8211; und die Zinslast ausschlie\u00dflich von den Mitgliedstaaten getragen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ursula von der Leyen hat genaue Vorstellungen, wie die 90 Milliarden ausgegeben werden sollen. Der Fokus liege darauf, das ukrainische Milit\u00e4r zu st\u00e4rken und enger in die europ\u00e4ische Verteidigung zu integrieren, sagte die Kommissionpr\u00e4sidentin bei der Vorstellung des Gesetzesentwurfs. Deshalb ist in dem Entwurf nur ein Drittel des Geldes f\u00fcr den allgemeinen Staatshaushalt der Ukraine vorgesehen. Der Rest, insgesamt 60 Milliarden, soll in das Milit\u00e4r flie\u00dfen \u2013 genauer: in R\u00fcstungsprojekte in der Ukraine, den EU-Mitgliedstaaten oder den EFTA-L\u00e4ndern Island, Liechtenstein und Norwegen. Nur falls der Bedarf gar nicht oder nicht schnell genug von Lieferanten aus diesen L\u00e4ndern gedeckt wird, darf Kiew die Auftr\u00e4ge auch f\u00fcr Unternehmen in anderen Staaten \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Macron fordert &#8222;Buy European&#8220;-Klausel f\u00fcr Waffenk\u00e4ufe<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Durch diese Vorgabe, die von der Leyen &#8222;Kaskaden-Prinzip&#8220; nennt, plant die EU ihre R\u00fcstungsindustrie anzukurbeln. Indirekt sendet die Kommissionspr\u00e4sidentin damit auch ein Signal an US-Pr\u00e4sident Donald Trump, der sich eigentlich immer mehr Waffenk\u00e4ufe in den USA von den Europ\u00e4ern w\u00fcnscht. Die Botschaft aus Br\u00fcssel ans Wei\u00dfe Haus ist klar: Wenn die USA zuerst an sich selbst denken, dann tun wir das auch.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Marie-Agnes Strack-Zimmermann h\u00e4lt das Kaskaden-Modell f\u00fcr sinnvoll. &#8222;Es handelt sich bei den 90 Milliarden Euro Finanzunterst\u00fctzung schlie\u00dflich um europ\u00e4ische Steuergelder, und diese sollten selbstverst\u00e4ndlich der europ\u00e4ischen Industrie zugutekommen. Die Ausnahmen von dieser Regelung fu\u00dfen ausschlie\u00dflich auf sicherheitsrelevanten Gr\u00fcnden&#8220;, sagt die FDP-Politikerin ntv.de. Investitionen durch ukrainische R\u00fcstungsauftr\u00e4ge k\u00e4men neben dem Markt in Europa auch der Resilienz und Verteidigungsf\u00e4higkeit enorm zugute.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wer kann es den Europ\u00e4ern verwehren, wenn sie mit dem von ihnen finanzierten Kredit sich selbst helfen wollen? N\u00f6tig haben sie es, sind sie doch noch in vielen milit\u00e4rischen Bereichen von den USA abh\u00e4ngig &#8211; allen voran bei der Luftraumverteidigung, der Satellitenkommunikation und im Nachrichtenwesen. Dass die T\u00fcr dann doch einen Spalt offenbleibt f\u00fcr Waffenk\u00e4ufe aus den USA, falls es eben nicht anders geht, ist in diesem Zusammenhang als Eingest\u00e4ndnis zu verstehen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dem Kompromiss, wie er nun im Kommissionentwurf steht, ist ein Streit zwischen der deutschen und der franz\u00f6sischen Regierung vorangegangen. Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron pocht seit Jahren auf st\u00e4rkere &#8222;Buy European&#8220;-Klauseln f\u00fcr mehr milit\u00e4rische Unabh\u00e4ngigkeit von den USA. Demnach sollte die Beschaffung von R\u00fcstung au\u00dferhalb der Ukraine, der EU und der EFTA-Staaten durch das Darlehen ausgeschlossen werden. Die Bundesregierung hatte jedoch Bedenken, die vor allem pragmatischer Natur waren, allen voran die Frage: Was, wenn die Ukraine nicht alles \u00dcberlebenswichtige aus Europa bekommen kann? <\/p>\n<p>Ukraine-Kredit reicht nur f\u00fcr das N\u00f6tigste<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Besonders ern\u00fcchternd: Die ukrainischen Bestellungen in der EU allein werden nicht viel an der Abh\u00e4ngigkeit von den USA \u00e4ndern. Daf\u00fcr greifen Programm und Kreditvolumen zu kurz; nur das N\u00f6tigste wird davon abgedeckt. &#8222;Zun\u00e4chst geht es darum, das zu beschaffen, was die Ukraine jetzt dringend braucht. Das sichert ihre Verteidigung heute und in den kommenden zwei Jahren. Gleichzeitig sollen diese Investitionen den Aufbau und die st\u00e4rkere Einbindung der ukrainischen Industrie unterst\u00fctzen&#8220;, sagt Hannah Neumann, die f\u00fcr die Gr\u00fcnen im Verteidigungsausschuss des Europ\u00e4ischen Parlaments sitzt, ntv.de. Einen nachhaltigen Effekt habe das aber nur, falls Br\u00fcssel sich eng mit Kiew abstimme und EU-Instrumente gezielt zusammendenke.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ein weiteres Instrument f\u00fcr die F\u00f6rderung der europ\u00e4ischen Verteidigungsindustrie ist der Topf &#8222;Security Action for Europe&#8220; (SAFE). Aus ihm flie\u00dfen insgesamt 150 Milliarden Euro an grenz\u00fcberschreitende R\u00fcstungsprojekte von den EU-Mitgliedstaaten, der Ukraine und anderen L\u00e4ndern, mit denen eine Verteidigungspartnerschaft besteht. Das Interesse an den F\u00f6rdermitteln ist gro\u00df. 19 der 27 EU-Staaten hatten Kredite aus dem Fonds beantragt. Warschau wird voraussichtlich den gr\u00f6\u00dften Zuschlag bekommen, knapp 44 Milliarden Euro. Weitere gr\u00f6\u00dfere Nutznie\u00dfer sind Rum\u00e4nien (16,7 Milliarden), Ungarn und Frankreich (je 16,2 Milliarden) sowie Italien (14,9 Milliarden). Die Bundesregierung hatte kein Geld beantragt, weil Deutschland sich dank seines AAA-Kreditratings selbst zu den niedrigsten Zinsen am Markt verschulden kann. Die SAFE-Gelder f\u00fcr die anderen Staaten sollen nicht nur die milit\u00e4rischen Kapazit\u00e4ten in Europa erh\u00f6hen, sondern auch zur Schaffung eines R\u00fcstungsbinnenmarktes beitragen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei der Umsetzung der SAFE-Projekte ist wiederum Geduld gefragt. Die Mittel seien noch nicht an die Empf\u00e4nger geflossen, sagt Neumann. Entsprechend gebe es bisher keine sp\u00fcrbaren Fortschritte beim Ausbau der milit\u00e4rischen Kapazit\u00e4ten in kritischen Bereichen. &#8222;Das zeigt aber: Europa hat hier einen recht umfassenden Aufholbedarf. Entscheidend ist jetzt, dass die Mitgliedstaaten wirklich zusammenarbeiten und die Instrumente konsequent nutzen&#8220;, so Neumann. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Milliarden f\u00fcr Waffenk\u00e4ufeMit dem Kredit f\u00fcr Kiew will Europa sich auch selbst helfen14.01.2026, 18:02 Uhr Von Lea Verstl&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":718503,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,661,548,942,663,158,3934,3935,13,14,15,16,12,6473,317,3081,1493],"class_list":{"0":"post-718502","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-angriff-auf-die-ukraine","11":"tag-eu","12":"tag-eu-kommission","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-headlines","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-politik","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-sicherheitspolitik","23":"tag-ukraine","24":"tag-ukraine-konflikt","25":"tag-ursula-von-der-leyen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115895415087686336","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/718502","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=718502"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/718502\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/718503"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=718502"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=718502"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=718502"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}