{"id":718673,"date":"2026-01-14T22:17:17","date_gmt":"2026-01-14T22:17:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/718673\/"},"modified":"2026-01-14T22:17:17","modified_gmt":"2026-01-14T22:17:17","slug":"34-millionen-euro-fuer-die-wiederherstellung-von-drei-mooren-in-der-region-hannover-region-hannover-story","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/718673\/","title":{"rendered":"34 Millionen Euro f\u00fcr die Wiederherstellung von drei Mooren in der Region Hannover, Region Hannover, Story"},"content":{"rendered":"<p>Nachhaltige Moorentwicklung ist das Ziel des Projekts \u201eRePeat\u201c, hierf\u00fcr sollen drei Moore in der Region Hannover bis 2035 wiedervern\u00e4sst werden. Konkret geht es um das Altwarmb\u00fcchener Moor, das Rehburger Moor und das Trunnenmoor mit insgesamt 1840 Hektar. Das Ziel ist die Wiederherstellung naturnaher Wasserst\u00e4nde in den drei Mooren in Neustadt am R\u00fcbenberge, Burgdorf, Burgwedel, Lehrte, Sehnde, Hannover und Isernhagen. Aufgrund ihrer starken Gef\u00e4hrdung und der gro\u00dfen \u00f6kologischen Bedeutung stehen Moore unter dem Schutz der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU und sind Bestandteile des europ\u00e4ischen Netzwerkes \u201eNatura 2000\u201c. Sie haben das Potenzial, sich wieder zu lebenden Mooren mit wachsenden Torfmoosen zu entwickeln. Wachsende, intakte Moore tragen als nat\u00fcrlicher CO2-Speicher ganz erheblich zum Klimaschutz bei.Zum Auftakt luden die Projektpartner, das Nieders\u00e4chsische Ministerium f\u00fcr Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU), der Nieders\u00e4chsische Landesbetrieb f\u00fcr Wasserwirtschaft, K\u00fcsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Region Hannover zu einer Auftaktveranstaltung ins Haus der Region ein.<\/p>\n<p>Umweltminister Christian Meyer: \u201eIntakte Moore sind Superhelden. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zum Naturschutz, zum Wasserr\u00fcckhalt und sind die nat\u00fcrlichen Klimasch\u00fctzer Nr. 1, da sie enorme Mengen Kohlenstoff speichern k\u00f6nnen\u201c, betont der Umweltminister. \u201eAls moorreichstes Bundesland sehen wir unsere Aufgabe darin, unsere verbliebenen Moore zu sch\u00fctzen und in Teilen wiederherzustellen. Mit 34 Millionen Euro haben wir die M\u00f6glichkeit, uns aktiv f\u00fcr die Erhaltung und Entwicklung dreier der bedeutendsten verbliebenen Moorfl\u00e4chen in Niedersachsen einzusetzen und die Natur ein St\u00fcck weit wiederherzustellen. Auch zum Erreichen der Klimaziele tr\u00e4gt das Gro\u00dfprojekt bei\u201c, f\u00fchrt Minister Meyer aus. Der aktuelle Zustand der genannten Moore ist unzureichend und soll daher durch ein nachhaltiges Wassermanagement und Fl\u00e4chenkonzept verbessert werden.<\/p>\n<p>M\u00f6glich macht das eine EU-Umweltf\u00f6rderung aus dem F\u00f6rderprogramm LIFE in H\u00f6he von zehn Millionen Euro sowie die umfangreiche finanzielle Beteiligung der Projekttr\u00e4ger selbst. Jeweils zw\u00f6lf Millionen Euro steuern das Land Niedersachsen und die Region Hannover zu dem Projekt bei.<\/p>\n<p>Jens Palandt, Umwelt- und Klimadezernent der Region Hannover: \u201eAls Region Hannover haben wir uns ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Wir wollen m\u00f6glichst bis 2035 klimaneutral werden. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir nicht nur die Energiewende hinbekommen, sondern auch die massiven Treibhausgas-Emissionen aus den Mooren reduzieren. Gleichzeitig leisten wir mit dem Renaturierungsprojekt einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume. Projekt RePeat ist ein Meilenstein f\u00fcr den Klima- und Artenschutz in der Region.\u201c<\/p>\n<p>Der Name des Projekts \u201eRePeat\u201c steht f\u00fcr \u201eRestauration of Peatlands in the Hannover Region\u201c und verweist zudem auf das erfolgreiche Vorg\u00e4ngerprojekt zur Moorrenaturierung LIFE+ \u201eHannoversche Moorgeest\u201c. Ankn\u00fcpfend an die langj\u00e4hrigen Erfahrungen ist das Hauptziel, auch im neuen Projekt die Wiederherstellung naturnaher Moorwasserst\u00e4nde in den FFH-Gebieten Altwarmb\u00fcchener Moor, Rehburger Moor und Trunnenmoor. Ziel ist es, die selten gewordenen Moorlebensr\u00e4ume sowie Arten zu erhalten und die Voraussetzungen f\u00fcr eine nachhaltige Moorentwicklung zu schaffen. Um das Wasser in den Moorfl\u00e4chen zur\u00fcck zu halten, sind Geh\u00f6lzarbeiten und Erdbau erforderlich. Au\u00dferhalb der FFH-Gebiete werden Ma\u00dfnahmen zum Schutz gef\u00e4hrdeter Amphibien umgesetzt. \u201eDie Kolleginnen und Kollegen aus den Gesch\u00e4ftsbereichen Naturschutz und Planung und Bau des NLWKN arbeiten seit vielen Jahren Hand in Hand. Insbesondere vor dem Hintergrund der Wiedervern\u00e4ssung von Mooren wird deutlich, dass Naturschutz und Wasserbau eng ineinandergreifen\u201c, stellt Anne Rickmeyer, Direktorin des NLWKN, klar.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst allerdings steht f\u00fcr die Projektpartner und insbesondere f\u00fcr den NLWKN die umfassende Grundlagenermittlung an. Erst dann k\u00f6nnen tiefgreifende Ingenieurplanungen und anschlie\u00dfend die Umsetzung vorgenommen werden.<\/p>\n<p><b>Keine Nachteile f\u00fcr Anliegende und Bewirtschafter<\/b><\/p>\n<p>Eine Botschaft ist den Projektplanern bei Land und Region bei der Auftaktveranstaltung im Haus der Region besonders wichtig: Bewirtschaftern und privaten Anlieger*innen sollen durch die Wiedervern\u00e4ssung keine Nachteile entstehen. Den Projektpartnern ist die Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit ein besonderes Anliegen. Bereits vor dem offiziellen Projektstart habe man deshalb den engen Austausch zu Eigent\u00fcmer*innen, Bewirtschaftern und lokalen Akteuren gesucht. In verschiedenen Gremien besteht die M\u00f6glichkeit, \u00f6rtliche Belange aller Art einzubringen. Im Rahmen der geplanten Flurbereinigungsverfahren werden alle Fl\u00e4cheneigent\u00fcmer*innen und individuell kontaktiert und beteiligt. Ziel ist es, f\u00fcr m\u00f6glichst viele Fl\u00e4chen Kauf-, Tausch- oder Gestattungsvertr\u00e4ge abzuschlie\u00dfen, um anschlie\u00dfend m\u00f6glichst gro\u00dfe, zusammenh\u00e4ngende Gebiete renaturieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eDie Wiederherstellung der drei Moore im LIFE-Projekt RePeat stellt eine anspruchsvolle Aufgabe dar, die nur gemeinsam mit allen Beteiligten und bei ausreichender Fl\u00e4chenverf\u00fcgbarkeit gelingen kann. Unser Amt hat dabei die Federf\u00fchrung f\u00fcr die Flurbereinigungsverfahren in diesen sensiblen Landschaften \u00fcbernommen. Flurbereinigung bedeutet f\u00fcr uns heute, dass Transparenz, Beteiligung und Akzeptanz hierbei einen hohen Stellenwert erhalten. Mit dem LIFE-Projekt RePeat setzen wir uns gezielt daf\u00fcr ein, den Moorschutz und die regionale Entwicklung in Einklang zu bringen \u2013 stets im engen Dialog mit den Menschen vor Ort\u201c, erkl\u00e4rte Ottmar von Holtz, Landesbeauftragter f\u00fcr regionale Landesentwicklung Leine-Weser, bei der Auftaktveranstaltung am 14. Januar im Haus der Regionen.<\/p>\n<p><b>Hintergrundinformationen<\/b><\/p>\n<p>Rund 400.000 Hektar der nieders\u00e4chsischen Landesfl\u00e4che sind von Moorb\u00f6den gepr\u00e4gt. Niedersachsen beheimatet damit rund 38 Prozent der bundesweiten Moorfl\u00e4chen und ist das moorreichste Bundesland Deutschlands (MoorIs). Sie haben jedoch fast alle durch Entw\u00e4sserung, Abtorfung und Kultivierung ihren urspr\u00fcnglichen Charakter verloren.<\/p>\n<p>Das Projektgebiet umfasst das Altwarmb\u00fcchener Moor, das Rehburger Moor und das Trunnenmoor mit insgesamt 1.840 ha. Das Ziel ist die Wiederherstellung naturnaher Wasserst\u00e4nde in den drei Mooren. Aufgrund ihrer starken Gef\u00e4hrdung und der gro\u00dfen \u00f6kologischen Bedeutung stehen sie unter dem Schutz der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU und sind Bestandteile des europ\u00e4ischen Netzwerkes \u201eNatura 2000\u201c. Sie haben das Potenzial, sich wieder zu lebenden Mooren mit wachsenden Torfmoosen zu entwickeln. Das Naturschutzprojekt dient aber auch dem Klimaschutz. F\u00fcr die drei FFH-Gebiete liegen bereits Managementpl\u00e4ne aus dem Jahr 2021 vor (siehe Altwarmb\u00fcchener Moor, Rehburger Moor, Trunnenmoor). Darin sind nicht nur verbindliche Erhaltungs- und Entwicklungsziele f\u00fcr jedes Gebiet formuliert, sondern auch erste Ma\u00dfnahmenvorschl\u00e4ge zur Erreichung der Ziele. F\u00fcr die konkrete Planung der Moorrenaturierung bed\u00fcrfen die Managementpl\u00e4ne allerdings einer Verfeinerung und vor allem einer Abstimmung auf lokale Interessen und Zwangspunkte.<\/p>\n<p>Offizieller Projektstart war der 1. Januar 2026. Weitere Informationen zum LIFE-Projekt \u201eRePeat\u201c liefert die Projektwebsite des NLWKN:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nlwkn.niedersachsen.de\/life-repeat\" class=\"bbcode_url\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.nlwkn.niedersachsen.de\/life-repeat<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nachhaltige Moorentwicklung ist das Ziel des Projekts \u201eRePeat\u201c, hierf\u00fcr sollen drei Moore in der Region Hannover bis 2035&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":718674,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[165425,12700,3364,29,38734,1520,30,46,80558,5203,21432,1411,119950,42788,165424,165423,165422],"class_list":{"0":"post-718673","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-altwarmbuechener","9":"tag-co2","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-emissionen","13":"tag-energiewende","14":"tag-germany","15":"tag-hannover","16":"tag-leine","17":"tag-meyer","18":"tag-moor","19":"tag-niedersachsen","20":"tag-nlwkn","21":"tag-palandt","22":"tag-rehburger","23":"tag-rickmeyer","24":"tag-trunnenmoor"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115895772454632841","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/718673","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=718673"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/718673\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/718674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=718673"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=718673"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=718673"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}