{"id":71878,"date":"2025-04-30T00:27:08","date_gmt":"2025-04-30T00:27:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/71878\/"},"modified":"2025-04-30T00:27:08","modified_gmt":"2025-04-30T00:27:08","slug":"sonnensonde-sucht-dunkle-photonen-messdaten-der-parker-solar-probe-engen-massebereich-fuer-dunkle-materie-teilchen-weiter-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/71878\/","title":{"rendered":"Sonnensonde sucht \u201eDunkle Photonen&#8220; &#8211; Messdaten der \u201eParker Solar Probe\u201c engen Massebereich f\u00fcr Dunkle-Materie-Teilchen weiter ein"},"content":{"rendered":"<p>Diese spontane Umwandlung von Dunklen Photonen in normale \u201ehelle\u201c Photonen geschieht dann, wenn die Energie der hypothetischen Dunkle-Materie-Teilchen mit der Energie ihres Umfelds so \u00fcbereinstimmt, dass Resonanzeffekte auftreten. Zeigen m\u00fcsste sich diese <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/kosmos\/heizen-dunkle-photonen-den-kosmos-auf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Konversion<\/a> durch einen lokalen \u00dcberschuss an Photonen einer speziellen Wellenl\u00e4nge und Energie. \u201eDas resultierende Photonen-Signal zeigt eine nahezu monochromatische Energie, die der Masse des Dunklen Photons entspricht\u201c, erkl\u00e4ren An und sein Team.<\/p>\n<p>Sonnensonde als Fahnder f\u00fcr Dunkle Materie<\/p>\n<p>An diesem Punkt kommt die NASA-Sonde \u201e<a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/dossier\/flug-in-die-sonne\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Parker Solar Probe<\/a>\u201c ins Spiel. Sie umkreist die Sonne auf elliptischen Orbits, die sie bis tief in die solare Korona hineinf\u00fchren. Dadurch durchquert die Raumsonde ein breites Spektrum an Plasmaenergien und damit potenziell passenden Orten f\u00fcr die Konversion Dunkler Photonen. Die Radiofrequenz-Messinstrumente der Sonde sind zudem perfekt daf\u00fcr geeignet, den verr\u00e4terischen Photonenpeak zu detektieren, wie die Physiker erkl\u00e4ren.\n<\/p>\n<p>\u201eDie vor-Ort Messungen der Parker Solar Probe machen die Sonnenkorona im Prinzip zu einem riesigen Haloskop f\u00fcr die Dunkle Materie\u201c, schreiben An und sein Team. F\u00fcr ihre Studie haben sie Messdaten der Sonde f\u00fcr einen Frequenzbereich von 70 Kilohertz bis 20 Megahertz ausgewertet. \u201eDank der Parker Solar Probe k\u00f6nnen wir die Suche damit in Frequenzbereiche ausweiten, die irdische Radioobservatorien und Laborexperimente nicht abdecken k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4ren die Physiker.\n<\/p>\n<p>Kein Signal ist auch ein Ergebnis<\/p>\n<p>Das Ergebnis: In den Daten der Sonnensonde fanden sich keine Werte, die auf die Pr\u00e4senz und Umwandlung von Dunklen Photonen hindeuten. Auf den ersten Blick scheint dies entt\u00e4uschend, aber auch dieses Null-Resultat ist eine wichtige Hilfe, wie An und seine Kollegen erkl\u00e4ren. Denn damit l\u00e4sst sich der Massebereich, in dem sich die Teilchen der Dunklen Materie verbergen, weiter eingrenzen als bisher m\u00f6glich.\n<\/p>\n<p>Nach Berechnungen von An und seinem Team m\u00fcssen die hypothetischen Dunklen Photonen leichter als3 x 10-10 Elektronenvolt\/c2 oder schwerer als 8 x 10-8 Elektronenvolt\/c2 sein. Auch die Bedingungen, unter denen sich die Dunklen Photonen in normale Photonen umwandeln, konnten die Physiker durch ihre Analysen weiter eingrenzen.<\/p>\n<p>Suchbereich weiter eingegrenzt<\/p>\n<p>Damit helfen diese Ergebnisse durchaus dabei, den geheimnisvollen Teilchen der Dunklen Materie auf die Spur zu kommen. Denn eines der gr\u00f6\u00dften Probleme ist bisher, dass Physiker nicht wissen, in <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/dossierartikel\/das-raetsel-der-masse\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">welchem Massebereich<\/a> sie nach Dunklen Photonen oder Axionen suchen sollen. Gleichzeitig k\u00f6nnen die Fahndungsmethoden und Experimente immer nur einen kleinen Massenbereich absuchen. Viele Experimente gehen daher fast schon zwangsweise ins Leere.\n<\/p>\n<p>Aber je mehr Massenbereiche ausgeschlossen werden, desto gezielter k\u00f6nnen Physiker nach den Dunklen Photonen suchen. Und auch das Potenzial der Parker Solar Probe und ihrer Fl\u00fcge durch die Sonnenkorona sind noch nicht voll ausgesch\u00f6pft, wie An und seine Kollegen betonen. \u201eDie Mission der Sonnensonde und ihr einzigartiger Einblick in die solare Umgebung bieten uns eine Plattform von unsch\u00e4tzbarem Wert, um die Eigenschaften der Dunklen-Materie-Teilchen im Universum zu erkunden\u201c, konstatieren sie. (Physical Research Letters, 2025; <a href=\"https:\/\/journals.aps.org\/prl\/abstract\/10.1103\/PhysRevLett.134.171001\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi: 10.1103\/PhysRevLett.134.171001<\/a>)\n<\/p>\n<p>Quelle: Physical Research Letters<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t<\/p>\n<p>30. April 2025\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t &#8211; Nadja Podbregar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Diese spontane Umwandlung von Dunklen Photonen in normale \u201ehelle\u201c Photonen geschieht dann, wenn die Energie der hypothetischen Dunkle-Materie-Teilchen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":71879,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,31522,31523,31524,30,141,232,31525,31526,595,31527,31528],"class_list":{"0":"post-71878","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-dunkle-bosonen","10":"tag-dunkle-materie","11":"tag-dunkle-phjotonen","12":"tag-germany","13":"tag-gesundheit","14":"tag-health","15":"tag-parker-solar-probe","16":"tag-photonen","17":"tag-physik","18":"tag-sonnenkorona","19":"tag-sonnensonde"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114424082877138770","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71878","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71878"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71878\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/71879"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71878"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71878"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71878"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}