{"id":718909,"date":"2026-01-15T00:29:14","date_gmt":"2026-01-15T00:29:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/718909\/"},"modified":"2026-01-15T00:29:14","modified_gmt":"2026-01-15T00:29:14","slug":"formeln-zum-staunen-juergen-felger-verwandelt-mathematik-in-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/718909\/","title":{"rendered":"Formeln zum Staunen: J\u00fcrgen Felger verwandelt Mathematik in Kunst"},"content":{"rendered":"<p>Mathematik, Design und Farbe verschmelzen in Wiesbaden zu Kunst \u2013 sind zug\u00e4nglich, klug und \u00fcberraschend sinnlich.<\/p>\n<p>Das Foyer im Rathaus Wiesbaden kennt man als Durchgangsort. Menschen eilen zu Terminen, Gespr\u00e4che verhallen, Schritte kreuzen sich. Jetzt aber h\u00e4lt rechts und links in beiden Fl\u00fcgeln Farbe den Blick fest. Die Ausstellung <strong>Mathematik in Farbe<\/strong> ver\u00e4ndert den Raum \u2013 leise, aber nachhaltig. Sie zeigt Arbeiten von <strong>J\u00fcrgen Felger<\/strong>, der sein Berufsleben lang Mathematik unterrichtete und Gestaltung lehrte. Genau aus dieser Doppelrolle sch\u00f6pft er seine Kunst.<\/p>\n<p>Neues Rathaus, kurz gefasst<\/p>\n<p><strong>Ausstellung\u00a0<\/strong>\u2013 Mathematik in Farbe<br \/><strong>Eintritt:<\/strong> frei<br \/><strong>Wann:\u00a0<\/strong>Montag, 5. bis Freitag 16. Januar 2026<br \/><strong>Midissage:<\/strong> Dienstag, 13. Januar 2026<br \/><strong>\u00d6ffnungszeiten:<\/strong> Mo\u2013Fr 7:00 \u2013 18.30 Uhr, Sa 9:00 \u2013 15:00 Uhr<br \/><strong>Wo: <\/strong>Rathaus, Rathausfoyer, Schlo\u00dfplatz 6, 65183 Wiesbaden<\/p>\n<p>&lt;span data-mce-type=\u201cbookmark\u201c style=\u201cdisplay: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\u201c class=\u201cmce_SELRES_start\u201c&gt;\ufeff&lt;\/span&gt;<\/p>\n<p>Wenn Kurven Geschichten erz\u00e4hlen<\/p>\n<p>Felger greift nach bekannten mathematischen Formen und entzieht ihnen ihre Trockenheit. Sinus und Kosinus schwingen nicht mehr nur durch Schulhefte, sie begegnen sich als farbige Linien, die N\u00e4he suchen, sich verschieben, einander antworten. <strong>Sp\u00e4ter treten der goldene Schnitt, die Fibonacci-Folge, magische Quadrate und Zahlenspiele hinzu<\/strong>. Die Bilder erkl\u00e4ren sich nicht sofort. Sie laden erst ein, zu gefallen \u2013 und fordern dann heraus. <strong>Wer n\u00e4hertritt, entdeckt Strukturen, Wiederholungen, kleine Br\u00fcche<\/strong>. Felger will genau diesen Moment: das Umschalten vom blo\u00dfen Schauen zum Fragen.<\/p>\n<p>Farbe als T\u00fcr\u00f6ffner<\/p>\n<p>Viele Besucher bringen Hemmungen mit, sobald Mathematik im Spiel ist. Felger nimmt diese Angst ernst. Seine Werke funktionieren auch ohne Vorwissen. Die Farben wirken zuerst, sie schaffen Zugang. Erst danach \u00f6ffnet sich eine zweite Ebene, in der Zahlenbeziehungen sichtbar werden. Manche bleiben dort stehen, andere fragen nach. <strong>Felger erkl\u00e4rt gern, spricht \u00fcber Ideen, \u00fcber Wege zum Bild, \u00fcber Aha-Momente<\/strong>. Kunst wird hier nicht belehrt, sondern geteilt.<\/p>\n<p>Digitales Arbeiten mit Haltung<\/p>\n<p>Gemalt hat Felger nicht im klassischen Sinn. Er konstruiert digital, arbeitet mit Programmen, die ihm unz\u00e4hlige Variationen erlauben. Farben \u00fcberblenden, Nuancen verschieben, Kontraste testen \u2013 all das geh\u00f6rt zu seinem Prozess. <strong>Doch Beliebigkeit l\u00e4sst er nicht zu<\/strong>. Jede Entscheidung pr\u00fcft er, oft gemeinsam mit einem zweiten, geschulten Blick. Am Ende entstehen Fine-Art-Prints, pr\u00e4zise gedruckt, klar im Ausdruck, ruhig in der Komposition. <strong>Das Digitale wird hier nicht zum Selbstzweck, sondern zum Werkzeug<\/strong>.<\/p>\n<p>Inspiration zwischen Alltag und Weltkunst<\/p>\n<p>Ideen fallen Felger nicht zu. Sie entstehen unterwegs, im Lesen, auf Reisen, im Beobachten. Ein Detail an der Sagrada Fam\u00edlia in Barcelona kann ebenso Ausgangspunkt sein wie ein ber\u00fchmtes Kunstwerk oder eine mathematische Randnotiz. <strong>So treffen in seinen Arbeiten D\u00fcrer und Fibonacci aufeinander, manchmal sogar Mathematik und Banksy<\/strong>. Felger spielt mit solchen Begegnungen, ohne sie auszustellen wie Troph\u00e4en. Sie bleiben Teil einer stillen Erz\u00e4hlung im Bild.<\/p>\n<p>Ein Haus der B\u00fcrger \u2013 mit Kunst gef\u00fcllt<\/p>\n<p>Bei der Midissage am Dienstagabend betonte <strong>Stadtverordnetenvorsteher Dr. Gerhard Obermayr<\/strong>, wie wichtig es sei, das Rathaus als offenen Ort zu begreifen. Die Ausstellung, die noch bis zum 16. Januar zu sehen ist, folge genau diesem Gedanken. Sie senke Schwellen, sie verbinde Disziplinen, sie lade ein. <strong>Niemand muss rechnen k\u00f6nnen. Neugier reicht<\/strong>, unterstreicht der K\u00fcnstler Felger. <strong>Und vielleicht entsteht genau hier, zwischen Formularen und Farbfeldern, eine neue Lust auf Mathematik<\/strong> \u2013 nicht als Pflichtfach, sondern als Sprache der Formen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Ausstellung-Mathematik-in-Farbe-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-147941\"  \/>J\u00fcrgen Felger und Dr. Gerhard Obermayr im Zahlen- udn Frabenfieber. \u00a92026 Volker Watschounek <\/p>\n<p>Symbolfoto \u2013 J\u00fcrgen Felger erkl\u00e4rt \u00a92025 Volker Watschounek <\/p>\n<p>Weitere Nachrichten aus dem <strong>Stadtteil Mitte<\/strong> <a href=\"http:\/\/wiesbaden-lebt.de\/tag\/mitte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">lesen Sie hier<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"metis-img-pixel\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6524e6ca8aa14fe6a0ab5c1284cd6de1.gif\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/>\t\t\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mathematik, Design und Farbe verschmelzen in Wiesbaden zu Kunst \u2013 sind zug\u00e4nglich, klug und \u00fcberraschend sinnlich. 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