{"id":71930,"date":"2025-04-30T00:55:15","date_gmt":"2025-04-30T00:55:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/71930\/"},"modified":"2025-04-30T00:55:15","modified_gmt":"2025-04-30T00:55:15","slug":"russland-schickt-leiche-zurueck-organe-fehlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/71930\/","title":{"rendered":"Russland schickt Leiche zur\u00fcck \u2013 Organe fehlen"},"content":{"rendered":"<p>Ukrainische Journalistin <\/p>\n<p>Russland schickt Leiche zur\u00fcck \u2013 wichtige Organe fehlen<\/p>\n<p>30.04.2025 &#8211; 02:36 UhrLesedauer: 3 Min.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-0\" class=\"transition-colors duration-200 focus-within:text-magenta block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img fetchpriority=\"high\" data-testid=\"Opener.Image\" style=\"--lqipURL:url('https:\/\/images.t-online.de\/2025\/04\/4kkYxV-beB8L\/0x311:3569x2008\/fit-in\/150x0\/filters:blur(25)\/wiktorija-roschtschyna-bei-einer-anhoerung-in-kiew-im-jahr-2021-archivbild.jpg')\"   loading=\"eager\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/wiktorija-roschtschyna-bei-einer-anhoerung-in-kiew-im-jahr-2021-archivbild.jpg\" alt=\"Wiktorija Roschtschyna bei einer Anh\u00f6rung in Kiew im Jahr 2021 (Archivbild).\" title=\"Wiktorija Roschtschyna bei einer Anh\u00f6rung in Kiew im Jahr 2021 (Archivbild).\" width=\"3569\" height=\"2008\" class=\"bg-[url:var(--lqipURL)] bg-cover bg-center flex w-full max-w-full h-full\" decoding=\"async\"\/><img style=\"--width:32;--height:32\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/zoom-in.f7dae02f.svg.svg+xml\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"&#10;        block&#10;        h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)]&#10;        w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)]&#10;        max-w-none&#10;        absolute bottom-8 right-8 rounded-4 bg-snow p-8\" decoding=\"async\"\/><\/a><\/p>\n<p>Wiktorija Roschtschyna bei einer Anh\u00f6rung in Kiew im Jahr 2021 (Archivbild). (Quelle: Stanislav Yurchenko\/reuters)<\/p>\n<p>Vorlesen<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-black bg-whitelilac rounded-8 grid items-center group py-[6px] px-8 text-12 hover:bg-magenta hover:text-whitelilac gap-8 grid-cols-[min-content_34px] hover:dark:text-salemsfur\" href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEIJQzYzeY7hM4UzfQTU6gT8qFAgKIhCCUM2M3mO4TOFM30E1OoE_?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" aria-label=\"Auf Google News folgen\">News folgen<\/a><img style=\"--width:16;--height:16\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/sharing-menu-icon.1eb71368.svg.svg+xml\" alt=\"Teilen Menu auf machen\" title=\"Teilen Menu auf machen\" class=\"&#10;        block&#10;        h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)]&#10;        w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)]&#10;        max-w-none&#10;        group-hover:invert group-hover:grayscale group-hover:contrast-200 dark:group-hover:invert dark:contrast-200 dark:grayscale dark:invert\" decoding=\"async\"\/>Artikel teilen<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Die ukrainische Journalistin Wiktorija Roschtschyna starb mutma\u00dflich in einem russischen Folterknast. Nun kommt heraus, was die 27-J\u00e4hrige vor ihrem Tod erlitten hat.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">&#8222;Ich habe keine Angst vor Herausforderungen. Ich werde immer einen Weg finden&#8220;, schrieb die ukrainische Journalistin Wiktorija Roschtschyna im Juni 2023 in ihrem Antrag auf ein Stipendium der International Women&#8217;s Media Foundation (IWMF). Dieser Optimismus sollte sich nicht bewahrheiten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Roschtschyna ist im September 2024 in russischer Gefangenschaft gestorben, nachdem die russischen Beh\u00f6rden monatelang jede Auskunft zum Verbleib und zum Zustand der Investigativreporterin verweigert hatten. Offenbar ist die 27-J\u00e4hrige in den Wochen und Monaten vor ihrem Tod gefoltert worden. Das berichteten mehrere Medien, darunter der &#8222;Spiegel&#8220;, die &#8222;Washington Post&#8220; und die &#8222;Ukrainska Prawda&#8220;, am Dienstag unter Berufung auf ukrainische Ermittler. Roschtschynas Leiche war Ende Februar 2025 gemeinsam mit 756 anderen Opfern der russischen Gewaltherrschaft an die <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/ukraine\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukraine<\/a> \u00fcbergeben worden.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Bei einer Obduktion ihrer sterblichen \u00dcberreste fanden Mediziner &#8222;zahlreiche Zeichen von Folter und Misshandlung&#8220;, zitierten die Medien in ihrer am Dienstag ver\u00f6ffentlichten Recherche die Staatsanwaltschaft. Dazu geh\u00f6rten eine gebrochene Rippe, Nackenverletzungen und mutma\u00dfliche Spuren von Elektroschocks an den F\u00fc\u00dfen, erkl\u00e4rte der Leiter der Abteilung f\u00fcr die Untersuchung von Kriegsverbrechen bei der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft, Juri Belussow.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Zudem fehlten der Leiche nach Angaben aus Ermittlungskreisen mehrere Organe, darunter die Augen, der Kehlkopf und Teile des Gehirns. M\u00f6glicherweise sollten mit ihrer Entfernung Folterspuren vertuscht werden. Wie der britische &#8222;Guardian&#8220; unter Berufung auf anonyme Quellen schreibt, deuten die Verletzungen darauf hin, dass die Journalistin stranguliert worden sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-1\" class=\"transition-colors duration-200 focus-within:text-magenta block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img   loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/demonstranten-fordern-in-kiew-die-freilassung-von-wiktorija-roschtschyna-archivbild.jpg\" alt=\"Demonstranten fordern in Kiew die Freilassung von Wiktorija Roschtschyna (Archivbild).\" title=\"Demonstranten fordern in Kiew die Freilassung von Wiktorija Roschtschyna (Archivbild).\" width=\"4000\" height=\"2655\" class=\"w-full h-full max-w-full rounded-8\" decoding=\"async\"\/><img style=\"--width:32;--height:32\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/zoom-in.f7dae02f.svg.svg+xml\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"&#10;        block&#10;        h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)]&#10;        w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)]&#10;        max-w-none&#10;        absolute bottom-8 right-8 rounded-4 bg-snow p-8\" decoding=\"async\"\/>Demonstranten fordern in Kiew die Freilassung von Wiktorija Roschtschyna (Archivbild). (Quelle: IMAGO\/Klymenko Oleksandr\/Ukrinform\/ABACA)<\/a><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Das kremlkritische russische Investigativportal &#8222;Meduza&#8220; zitiert einen forensischen Experten, der mit dem Fall vertraut ist: &#8222;Die Entfernung des Kehlkopfes bei einer Autopsie ist nicht \u00fcblich. Der Kehlkopf kann ein starkes Indiz f\u00fcr eine Strangulierung sein. Wenn eine Person stranguliert wird, ist das Zungenbein oft gebrochen. Auch finden sich Blutungen im Augengewebe und Anzeichen von Sauerstoffmangel im Gehirn&#8220;. Das w\u00fcrde die Entfernung der entsprechenden Organe erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die 27-j\u00e4hrige Journalistin war im August 2023 verschwunden, als sie in der von <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/russland\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a> besetzten s\u00fcdostukrainischen Region Saporischschja zu mutma\u00dflichen russischen Foltergef\u00e4ngnissen recherchierte. Im April 2024 best\u00e4tigte Russland ihre Verhaftung, im September folgte dann die Nachricht von ihrem Tod.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Laut Recherchen der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) war Roschtschyna in der ukrainischen Stadt Enerhodar von einer russischen Drohne entdeckt und kurz darauf gefangen genommen worden. Enerhodar, eine Stadt ganz in der N\u00e4he des AKW Saporischschja, ist seit 2022 von russischen Truppen besetzt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Reporter ohne Grenzen gelang es, mit einem Mitinsassen von Roschtschyna zu sprechen. Beide sa\u00dfen demnach im ber\u00fcchtigten Foltergef\u00e4ngnis von Taganrog. Berichte ehemaliger Insassen bezeichnen das Gef\u00e4ngnis als &#8222;H\u00f6lle auf Erden&#8220;. So sollen die Insassen dort mit schweren Elektroschocks bis zur Bewusstlosigkeit gefoltert werden, auch wird ihnen offenbar Essen entzogen, zudem m\u00fcssen sie in Zellen ausharren, in denen die Fenster entfernt wurden, sodass sie Regen, K\u00e4lte, Wind und Eis ausgesetzt sind.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Mitgefangene erinnert sich laut RSF daran, dass Roschtschyna schon am Tag ihrer Einlieferung in das Gef\u00e4ngnis sichtbare Folterspuren aufwies. Sie soll zuvor in einem improvisierten Gef\u00e4ngnis in der von Russland besetzten Stadt Melitopol inhaftiert worden sein. Im Folterknast von Taganrog soll sie Panikattacken erlitten haben, auch wurde sie offenbar kurzfristig verlegt, als ein Vertreter der russischen Kommission f\u00fcr Menschenrechte die Haftanstalt besuchte.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Nachdem sie im Gef\u00e4ngnis offenbar in einen Hungerstreik getreten war, wurde sie v\u00f6llig abgemagert in ein Krankenhaus gebracht, sp\u00e4ter aber erneut in Taganrog inhaftiert. Ende August konnte sie ein Telefongespr\u00e4ch mit ihrer Familie f\u00fchren, am 8. September wurde sie von Mitgefangenen zum letzten Mal gesehen. Wenig sp\u00e4ter erkl\u00e4rten sie die russischen Beh\u00f6rden f\u00fcr tot.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\"><a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/kiew\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kiew<\/a> rief die internationale Gemeinschaft zu einer Reaktion auf die Medienberichte auf. Das Problem der von Russland verschleppten und gefangen gehaltenen Zivilisten erfordere eine &#8222;sofortige und entschlossene Reaktion&#8220;, erkl\u00e4rte Au\u00dfenministeriumssprecher Georgiy Tychy. Tausende ukrainische Zivilisten werden in russischen Gef\u00e4ngnissen oder in besetzten ukrainischen Gebieten festgehalten. Laut NGOs und Medienberichten werden viele der Gefangenen systematisch gefoltert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ukrainische Journalistin Russland schickt Leiche zur\u00fcck \u2013 wichtige Organe fehlen 30.04.2025 &#8211; 02:36 UhrLesedauer: 3 Min. 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