{"id":71947,"date":"2025-04-30T01:04:10","date_gmt":"2025-04-30T01:04:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/71947\/"},"modified":"2025-04-30T01:04:10","modified_gmt":"2025-04-30T01:04:10","slug":"warum-die-deutschen-vergleichsweise-frueh-sterben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/71947\/","title":{"rendered":"Warum die Deutschen vergleichsweise fr\u00fch sterben"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/92ddb593a9c4405c860fc254c67248fb.gif\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"Beschreibung\">30.4.2025 \u2013 Trotz einer guten Versorgungsstruktur, einem leistungsf\u00e4higen Gesundheitssystem und hohen Ausgaben liegt Deutschland bei der Lebenserwartung hinter vielen anderen europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern. Als wichtigste Gr\u00fcnde daf\u00fcr listet eine Studie auf, woran es bei den Deutschen hapert: Bei schlechter Ern\u00e4hrung, hohem Alkoholkonsum oder wenig Bewegung liegen sie aktuell jeweils weit vorne.<\/p>\n<p>Mit dem Nebeneinander von privater Krankenversicherung (PKV) und gesetzlichem Kassensystem ist das deutsche Gesundheitssystem in seiner jetzigen Form einzigartig. Nicht einmal in unserem Nachbarland \u00d6sterreich ist die Absicherung im Krankheitsfall \u00e4hnlich organisiert und finanziert.<\/p>\n<p>Stattdessen \u00fcberwiegt in anderen europ\u00e4ischen Staaten die mehrheitliche Finanzierung durch Steuern beziehungsweise Kopfpauschalen und einkommensabh\u00e4ngige Beitr\u00e4ge. Die Versorgungstr\u00e4ger sind entweder auf nationaler, regionaler oder kommunaler Ebene angesiedelt.<\/p>\n<p> Zehn europ\u00e4ische Gesundheitssysteme im Vergleich <\/p>\n<p>Wie gut oder schlecht die unterschiedlichen Systeme hinsichtlich ihrer Leistungen f\u00fcr die jeweilige Bev\u00f6lkerung abschneiden, zeigt die neue Analyse \u201e<a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.wip-pkv.de\/fileadmin\/DATEN\/Dokumente\/Studien_in_Buchform\/WIP-2025-Zugang_zur_Gesundheitsversorgung__Gesundheitszustand__Risikofaktoren-Laendervergleich.pdf\" rel=\"noopener\">Zugang zur Gesundheitsversorgung, Gesundheitszustand und Risikofaktoren<\/a>\u201c des <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.wip-pkv.de\" rel=\"noopener\">WIP &#8211; Wissenschaftlichen Instituts der PKV<\/a>.<\/p>\n<p>Wie der Untertitel \u201eDas deutsche Gesundheitssystem im europ\u00e4ischen Vergleich\u201c andeutet, stellen die Studienautoren Daten f\u00fcr Deutschland und Zahlen aus weiteren Staaten gegen\u00fcber:<\/p>\n<ul>\n<li>D\u00e4nemark,<\/li>\n<li>Frankreich,<\/li>\n<li>Gro\u00dfbritannien,<\/li>\n<li>Italien,<\/li>\n<li>die Niederlande,<\/li>\n<li>Norwegen,<\/li>\n<li>die Schweiz,<\/li>\n<li>Tschechien und<\/li>\n<li>\u00d6sterreich.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die neun Vergleichsl\u00e4nder seien kulturell und wirtschaftlich gut mit Deutschland vergleichbar. Sie sind teils direkte Nachbarn und finanzieren Gesundheitsausgaben ebenso wie wir \u00fcber Beitr\u00e4ge und Steuerzusch\u00fcsse f\u00fcr die GKV. Dar\u00fcber hinaus wurde der jeweilige Durchschnittswert der 27 EU-L\u00e4nder ermittelt.<\/p>\n<p> Sehr guter Zugang zur medizinischen Versorgung <\/p>\n<p>Die Menschen in Deutschland haben demnach im internationalen Vergleich einen au\u00dfergew\u00f6hnlich guten Zugang zur medizinischen Versorgung. \u201eMit kurzen Wartezeiten, einem breiten Leistungskatalog und niedrigen Zuzahlungen bietet das deutsche Gesundheitssystem beste Voraussetzungen\u201c, hei\u00dft es hierzu vom WIP.<\/p>\n<p>Im Ranking der Indikatoren zum Versorgungszugang belegt Deutschland damit auch den Spitzenplatz unter zehn europ\u00e4ischen Vergleichsl\u00e4ndern. Ein Beispiel: Innovative Arzneimittel stehen den Patienten im Durchschnitt bereits 47 Tage nach der Zulassung zur Verf\u00fcgung. Im EU-Durchschnitt sind es 474 Tage.<strong> <\/strong><\/p>\n<p>Dennoch liegt die Lebenserwartung in Deutschland mit 81,2 Jahren (M\u00e4nner: 78,3 Jahre, Frauen: 83,0) unter dem EU-Durchschnitt (81,5) und beispielsweise drei Jahre unter der in der Schweiz. Denn trotz moderner Therapien liegt Deutschland auch bei der statistischen Krebssterblichkeit gerade einmal im EU-Durchschnitt.<\/p>\n<p> Hauptursache: ungesunde Lebensweisen <\/p>\n<dl class=\"imageMiddle\">\n<dt class=\"noborder\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Wild_Frank_Dr_WIP_338x253.jpg\" alt=\"Frank Wild (Bild: WIP)\" title=\"Frank Wild (Bild: WIP)\" width=\"338\" height=\"253\"\/><\/dt>\n<dd>Frank Wild (Bild: WIP)<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Die Ursachen hierf\u00fcr liegen der Studie zufolge nicht im Versorgungssystem selbst, sondern in verbreiteten ungesunden Lebensweisen. Sie f\u00fchren zu einem hohen Behandlungsbedarf und \u00fcberdurchschnittlich vielen Arztbesuchen.<\/p>\n<p>Als Folge beschreibt die WIP-Analyse: Deutschland hat seit einigen Jahren die h\u00f6chsten Gesundheitsausgaben in der Europ\u00e4ischen Union. Im Jahr 2022 gab man hierzulande 12,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts f\u00fcr die Gesundheitsversorgung aus und lag damit 2,2 Prozentpunkte \u00fcber dem EU-Durchschnitt.<\/p>\n<p>\u201eUnser Gesundheitssystem geh\u00f6rt zweifellos zu den leistungsf\u00e4higsten in Europa\u201c, kommentiert WIP-Leiter Dr. Frank Wild. \u201eAber eine weit verbreitete ungesunde Lebensweise f\u00fchrt dazu, dass die Lebenserwartung nicht h\u00f6her ist. Das zeigt, dass eine gute Versorgung allein nicht ausreicht.\u201c<\/p>\n<p> Alkohol, Adipositas und schlechte Ern\u00e4hrung <\/p>\n<p>Konkret bem\u00e4ngelt der promovierte Finanzwissenschaftler und Gesundheits\u00f6konom, dass etwa 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mindestens einmal im Monat exzessiv Alkohol trinken. Das ist deutlich mehr als im EU-Durchschnitt (19 Prozent).<\/p>\n<p>Au\u00dferdem erf\u00fcllt nur etwa die H\u00e4lfte der Erwachsenen die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation von mindestens 150 Minuten k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t pro Woche. 53 Prozent der Deutschen sind auch deshalb \u00fcbergewichtig oder adip\u00f6s.<\/p>\n<p>Aber auch bei ihren Ern\u00e4hrungsgewohnheiten schneiden die Deutschen vergleichsweise schlecht ab: Mit dem Verzehr von zu wenig Obst, Gem\u00fcse und H\u00fclsenfr\u00fcchten geh\u00f6rt Deutschland zu den Schlusslichtern \u2013 ebenso wie beim zu hohen Fett- und Zuckerkonsum.<\/p>\n<dl class=\"imageCenter Infografik\">\n<dt><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Laenderranking_Risikofaktoren_chi_491x369.gif\" alt=\"L\u00e4nderranking Risikofaktoren (Bild: Hilmes)\" title=\"L\u00e4nderranking Risikofaktoren (Bild: Hilmes)\" width=\"491\" height=\"369\"\/><\/dt>\n<\/dl>\n<p> Deutschland belegt im EU-Vergleich den letzten Platz <\/p>\n<p>Im Gesamtranking der gesundheitsrelevanten Lebensstilfaktoren belegt Deutschland unter den zehn betrachteten L\u00e4ndern den letzten Platz. Laut Wild sollte man gesundheitsbewusstes Verhalten gezielter f\u00f6rdern, um die Lebenserwartung zu steigern und die Kosten des Gesundheitswesens langfristig stabil zu halten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"30.4.2025 \u2013 Trotz einer guten Versorgungsstruktur, einem leistungsf\u00e4higen Gesundheitssystem und hohen Ausgaben liegt Deutschland bei der Lebenserwartung hinter&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":71948,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,31560,31558,31556,31549,3364,29,30,31557,31555,31554,13,3586,31559,1188,31553,31552,5733,14,3923,15,3921,20903,31562,16847,12,6563,31550,31551,31547,31545,31546,31548,31544,31561],"class_list":{"0":"post-71947","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-autoversicherung","13":"tag-betriebliche-altersversorgung","14":"tag-betriebsversicherung","15":"tag-content","16":"tag-de","17":"tag-deutschland","18":"tag-germany","19":"tag-geschaeftsversicherung","20":"tag-haftpflichtversicherung","21":"tag-hausrateversicherung","22":"tag-headlines","23":"tag-jobs","24":"tag-kfz-versicherung","25":"tag-krankenversicherung","26":"tag-lebensversicherung","27":"tag-mailingliste","28":"tag-makler","29":"tag-nachrichten","30":"tag-nachrichten-aus-deutschland","31":"tag-news","32":"tag-news-aus-deutschland","33":"tag-quiz","34":"tag-rechtsschutzversicherung","35":"tag-rentenversicherung","36":"tag-schlagzeilen","37":"tag-stellenmarkt","38":"tag-tarifrechner","39":"tag-vergleichsrechner","40":"tag-versicherungsjournal","41":"tag-versicherungsmakler","42":"tag-versicherungsnachrichten","43":"tag-versicherungsnews","44":"tag-versicherungsvermittler","45":"tag-wohngebaeudeversicherung"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71947","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71947"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71947\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/71948"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71947"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71947"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71947"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}