{"id":719636,"date":"2026-01-15T07:23:02","date_gmt":"2026-01-15T07:23:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/719636\/"},"modified":"2026-01-15T07:23:02","modified_gmt":"2026-01-15T07:23:02","slug":"wohnungslosigkeit-wird-in-bielefeld-immer-mehr-zum-problem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/719636\/","title":{"rendered":"Wohnungslosigkeit wird in Bielefeld immer mehr zum Problem"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Bielefeld. Insbesondere die kalten Wintermonate sind eine harte Zeit f\u00fcr Menschen, die keine feste Bleibe haben \u2013 und versch\u00e4rfen die ohnehin angespannte Situation. Umso schwerer wiegt die Meldung, dass die F\u00e4lle von Wohnungslosigkeit in den letzten Jahren gestiegen sind. Das hat die Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bielefelder Rat gezeigt. Waren 2023 noch 487 Personen wohnungslos, waren es im Jahr 2024 bereits 545 und im Jahr 2025 schon 628 Personen. 141 von ihnen sind noch minderj\u00e4hrig.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Die Zahl bezieht sich allerdings nur auf die Menschen, die in st\u00e4dtischen \u00dcbergangspl\u00e4tzen untergebracht sind. Das hei\u00dft, dass es ein \u201egro\u00dfen Graubereich\u201c gibt, wie die Verwaltung einr\u00e4umt. So w\u00fcrden zum Beispiel Menschen, die keine eigene Wohnung haben, aber bei Bekannten unterkommen und sich nicht an die Wohnungslosenhilfe wenden, von der Stadt nicht erfasst werden \u2013 und tauchen somit in keiner Statistik auf.<\/p>\n<p id=\"absatz3\" class=\"em_text\">Auch Menschen, die von freien Tr\u00e4gern der Wohnungshilfen betreut werden, sind nicht in den Zahlen der Stadt erfasst. Die Zahl tats\u00e4chlich wohnungsloser Menschen d\u00fcrfte folglich h\u00f6her liegen.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail zur Best\u00e4tigung Ihrer Anmeldung.\n        <\/p>\n<p>Erst danach ist diese abgeschlossen.<\/p>\n<p>Bitte pr\u00fcfen Sie auch den Spam-Ordner.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Sie haben bisher Ihre E-Mail-Adresse noch nicht best\u00e4tigt.\n        <\/p>\n<p>Erst danach ist diese abgeschlossen.<\/p>\n<p>Bitte pr\u00fcfen Sie auch den Spam-Ordner.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Es ist einen Fehler aufgetreten\n        <\/p>\n<p>Bei Fragen hilft unser Newsletter-Support<\/p>\n<p> Newsletter<\/p>\n<p> Aus Bielefeld<\/p>\n<p>W\u00f6chentliche News direkt aus der Redaktion Bielefeld.<\/p>\n<p>                Jetzt anmelden<\/p>\n<p>Suchterkrankungen und psychische Probleme nehmen zu<\/p>\n<p class=\"em_text\">Unterdessen sch\u00e4tzt die Verwaltung, dass es stadtweit insgesamt 40 obdachlose Personen gibt, also Menschen, die keine Hilfe erhalten beziehungsweise in Anspruch nehmen. Gem\u00e4\u00df Sozialdezernat stelle hierbei auch die wachsende Zahl suchtkranker und psychisch erkrankter Menschen eine \u201eerhebliche Herausforderung\u201c dar. Insbesondere diese Personengruppe falle durch das Hilfsnetzwerk.<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Doch warum ist das so? Laut der Stadt Bielefeld habe sich die St\u00e4rke und Zusammensetzung der Drogen ver\u00e4ndert. Vor allem Crack oder Fentanyl \u201ef\u00fchren zu einer schnellen Abh\u00e4ngigkeit sowie schnellerer gesundheitlicher und sozialer Verelendung\u201c. F\u00fcr Sozialarbeiter sei es daher besonders schwierig, diese Menschen zu erreichen.<\/p>\n<p id=\"absatz6\"><b class=\"bold\">Kapazit\u00e4ten ausgeweitet:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/lokal\/bielefeld\/mitte\/24210816_Neue-Unterkunft-fuer-Bielefelder-Obdachlose-620-Menschen-ohne-feste-Bleibe.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neue Unterkunft f\u00fcr Bielefelder Obdachlose<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Trotz steigender Wohnungslosenzahlen spricht das Sozialdezernat von einem \u201ebreit aufgestellten\u201c Hilfesystem. Die st\u00e4dtische Wohnungslosenhilfe nehme bei drohendem Wohnungsverluste bereits pr\u00e4ventiv Kontakt zu Mietern und Vermietern auf. Sollte die Wohnungslosigkeit bereits eingetreten sein, k\u00f6nnen Betroffene in Unterk\u00fcnften der Stadt unterkommen. Dazu z\u00e4hlen Notschlafpl\u00e4tze oder aber auch um die 400 \u00dcbergangswohnungen.<\/p>\n<p>Niedrigschwelligere Angebote in Bielefeld w\u00fcnschenswert<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">So sieht die Stadt derzeit keine Erweiterung der Hilfsangebote vor. \u201eEine Ausweitung der Hilfsangebote f\u00fchrt nicht zwangsl\u00e4ufig zu einer Reduzierung der Zahl wohnungsloser Menschen\u201c, wendet das Sozialdezernat ein. Vielmehr sei die aktive Mitwirkung der betroffenen Personen eine zwingende Voraussetzung f\u00fcr die \u00dcberwindung von Wohnungslosigkeit. Aus Sicht der Stadt w\u00e4re daher ein schnellerer, niedrigschwelliger Zugang zu psychiatrischen Hilfen, einschlie\u00dflich aufsuchender Angebote durch medizinische Fachleute \u201esinnvoll und w\u00fcnschenswert\u201c.<\/p>\n<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Auch die Linksfraktion spricht von einem \u201esoliden\u201c Netzwerk an Hilfsangeboten, dennoch sto\u00dfe das System an seine Grenzen. Vor allem best\u00fcnden tags\u00fcber Versorgungsl\u00fccken, da viele Unterk\u00fcnfte lediglich als \u00dcbernachtungspl\u00e4tze ausgelegt und Tagesaufenthalte wie die Kava h\u00e4ufig nur eingeschr\u00e4nkt ge\u00f6ffnet sind. Das stelle gerade in den Wintermonaten ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Die Linke bezieht sich derweil auf Beispiele aus Hamburg oder K\u00f6ln, wo es 24\/7-Unterk\u00fcnfte und niedrigschwellige Tagesaufenthalte gibt. \u201eBielefeld k\u00f6nnte hier mutiger vorangehen.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Die Gr\u00fcnde f\u00fcr Wohnungslosigkeit sind vielschichtig. So gelten dem Sozialdezernat zufolge pers\u00f6nliche Krisen wie der Verlust des Arbeitsplatzes, die Trennung vom Partner oder auch der Tod einer nahestehenden Person als Risikofaktoren. Aber auch (Miet-)Schulden seien ein \u201ewesentlicher Faktor\u201c.<\/p>\n<p>Angespannter Bielefelder Wohnungsmarkt versch\u00e4rft die Situation<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">H\u00e4ufig seien die Betroffenen infolge von (psychischen) Erkrankungen \u201enicht in der Lage, ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen oder den Kontakt zum Vermieter bzw. Hilfsstellen aufzunehmen\u201c. Hinzu komme, dass potenzielle Vermieter h\u00e4ufig Vorbehalte gegen\u00fcber Menschen h\u00e4tten, die einen negativen Schufa-Eintrag aufweisen.<\/p>\n<p id=\"absatz12\"><b class=\"bold\">Besseres Leben in Bielefeld aufbauen:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/nachrichten\/zwischen_weser_und_rhein\/24240152_Ehemals-Wohnungsloser-will-sich-in-Bielefeld-ein-besseres-Leben-aufbauen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ehemals Wohnungsloser berichtet von seinen Schicksalsschl\u00e4gen<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">In der Anfrage der Linken hei\u00dft es zudem: \u201eSteigende Mieten, aber auch fehlende Wohnungen haben die Situation deutlich versch\u00e4rft.\u201c Auch der Bestand an g\u00fcnstigen Wohnungen schrumpfe zum Beispiel durch auslaufende Sozialbindungen.<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">So liege die Ursache f\u00fcr die steigenden Wohnungslosenzahlen nicht im Hilfesystem, sondern seien vielmehr struktureller Natur. \u201eDer entscheidende Faktor ist der massive Mangel an bezahlbarem Wohnraum\u201c, h\u00e4lt die Linkspartei fest und fordert zus\u00e4tzlich verl\u00e4ssliche Mietpreisbindungen und einen Schutz vor Zwangsr\u00e4umungen.<\/p>\n<p>167 Bielefelder in gesicherte Wohnverh\u00e4ltnisse vermittelt<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Zwar wurden gem\u00e4\u00df Sozialdezernat 2025 insgesamt 167 wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen in 87 gesicherte Wohnverh\u00e4ltnisse vermittelt. Doch der angespannte Wohnungsmarkt &#8211; gerade im Bereich preisg\u00fcnstiger Einzimmerwohnungen &#8211; erschwere die \u00dcberwindung von Wohnungslosigkeit.<\/p>\n<p id=\"absatz16\"><b class=\"bold\">Folgen der Wirtschaftskrise:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/nachrichten\/zwischen_weser_und_rhein\/24247180_Historischer-Tiefpunkt-auf-dem-Lehrstellenmarkt-in-OWL.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Historischer Tiefpunkt auf dem Lehrstellenmarkt in OWL<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz17\" class=\"em_text\">Daher ist es laut Sozialdezernat ein \u201ewichtiges wohnungspolitisches Ziel\u201c zus\u00e4tzlichen Wohnraum f\u00fcr benachteiligte Personengruppen zu schaffen. Dazu z\u00e4hle allen voran \u201edie Akquise von Mietvertr\u00e4gen, um den Menschen einen verl\u00e4sslichen R\u00fcckzugsort zu erm\u00f6glichen\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bielefeld. 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