{"id":719879,"date":"2026-01-15T09:46:20","date_gmt":"2026-01-15T09:46:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/719879\/"},"modified":"2026-01-15T09:46:20","modified_gmt":"2026-01-15T09:46:20","slug":"the-hierophant-review-metal-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/719879\/","title":{"rendered":"The Hierophant Review \u2022 metal.de"},"content":{"rendered":"<p>Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter Jerome Reuter. Es gibt nicht nur 20 Jahre des Bestehens zu feiern, im April erschien mit \u201eCivitas Solis\u201d auch ein neues Album. Mit \u201eAster Und Edelweiss\u201d bringt er seinen Material-Ambient-Zyklus zum Abschluss. Neben zwei Compilations gibt es auch noch das aufgearbeitete \u201e<a href=\"https:\/\/www.metal.de\/reviews\/rome-flowers-from-exile-revisited-591677\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Flowers From Exile<\/a>\u201d. Neben ausgiebigen Touren gibt es zum Jahresabschluss dann noch zwei weitere Alben, die uns wirklich fragen lassen, woher Reuter die Zeit und die Inspiration f\u00fcr derartige Projekte nimmt.<\/p>\n<p>20 Jahre ROME \u2013 gelungener Jahresabschluss<\/p>\n<p>Mit \u201eThe Hierophant\u201d und \u201eThe Tower\u201d werden zwei sehr introspektive Alben parallel ver\u00f6ffentlicht, die trotz \u00e4hnlicher Instrumentalisierung und musikalischer Parallelen recht unterschiedlich ausfallen. \u201eThe Hierophant\u201d ist ohne Frage das leichter zug\u00e4ngliche Album der beiden. Im Vergleich zum offensiv gestalteten Werk \u201eCivitas Solis\u201d, das kraftvoll in die Fu\u00dfstapfen von \u201eGates Of Europe\u201d oder der \u201eWorld In Flames\u201d EP trat, ist der Hierophant ein ruhigerer Zeitgenosse.<\/p>\n<p>Das Album besticht durch seinen minimalistischen Stil, der eindringlich, fordernd, aber auch sch\u00f6ngeistig und manchmal fast leichtf\u00fc\u00dfig und positiv wirkt. Die seichten Kl\u00e4nge der Akustikgitarre, gepaart mit verschiedenen Percussions, wirken sehr bodenst\u00e4ndig. Auch wenn manche Songs etwas dissonanter klingen, f\u00fchlt sich das Album wie eine musikalische Reise an. Reuters Stimme ist stets eindringlich und fordernd. Jeder Song wird dadurch h\u00f6renswert und zeigt deutlich, wie der K\u00fcnstler es schafft, bei allem Output das qualitative Niveau auf h\u00f6chstem Level zu halten.<\/p>\n<p>\u201eOur futile incursions<br \/>Our infirmities<br \/>Among thiev\u0435s and deserters<br \/>My life\u2019s work failed me\u201d<\/p>\n<p>Auf \u201eThe Hierophant\u201d gibt es mehr als 40 Minuten ROME in H\u00f6chstform. Angefangen beim leicht dissonanten Opener \u201eSecret Harbour\u201c, der f\u00fcr Auftaktstimmung sorgt, \u00fcber das euphorische \u201eThe Harvest Is Not Here\u201c mit packendem Chor auf \u201eOn Sorrow\u2019s Embarkement\u201c und \u201eWhen Light Is Gone\u201c, das etwas mehr Folk-Elemente aufweist, bis hin zum leicht vertr\u00e4umten \u201eMy Frail Ambassador\u201c, das wie ein d\u00fcsterer Abschiedssong klingt.<\/p>\n<p>Trotz seiner D\u00fcsternis ist \u201eThe Hierophant\u201d eine positive Offenbarung.<\/p>\n<p>Trotz der positiven Nuancierung im Vergleich zu \u201eThe Tower\u201d ist \u201eThe Hierophant\u201d ein sehr d\u00fcsteres und nachdenkliches Album. Es gibt keine Ausf\u00e4lle, jeder Text ist lesenswert und jeder Song birgt eine ganz eigene Grundstimmung, die das Album zu etwas Besonderem macht.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter Jerome Reuter. 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