{"id":719902,"date":"2026-01-15T09:58:10","date_gmt":"2026-01-15T09:58:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/719902\/"},"modified":"2026-01-15T09:58:10","modified_gmt":"2026-01-15T09:58:10","slug":"drama-um-gammelfleisch-probsteer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/719902\/","title":{"rendered":"Drama um Gammelfleisch &#8211; Probsteer"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tReporter Eutin<\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t15. Januar 2026\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p><strong>Laboe (mm).<\/strong> Gammelfleisch, Schreianf\u00e4lle, Magenkr\u00e4mpfe und schwere Vergiftungserscheinungen. Es geht um Leben und Tod im B\u00fchnenst\u00fcck \u201eFrikadellen\u201c, das die Lachm\u00f6wen ab Sonnabend, 17. Januar, auf die B\u00fchne bringen. \u201eDas ist kein Schenkelklopfer, sondern ein richtig gutes Volkstheaterst\u00fcck\u201c sagt Regisseurin Birgit Bockmann \u00fcber den dreiaktigen Schwank, in dem die Schauspieler der Niederdeutschen B\u00fchne professionell, feinf\u00fchlig und humorvoll zugleich verborgene menschliche Schw\u00e4chen ans Licht bringen. Exemplarisch dargestellt an einer Geburtstagsfeier, die im pl\u00fcschigen Wohnzimmer des spie\u00dfigen Beamten Karl Burmann stattfindet. In trauter Runde schmiedet der notorische Geizhals einen pikanten Coup. Sein Plan: Tochter Lotte soll mit Johannes Melk, Sohn eines reichen Fischgro\u00dfh\u00e4ndlers, verlobt werden. Doch der temperamentvollen jungen Frau gef\u00e4llt das nicht. Sie liebt den jungen Theologiestudenten Ernst Schultend\u00f6rp. Besonders brisant wird die ohnehin peinliche Situation, kurz bevor die ersten G\u00e4ste erscheinen. Burmann st\u00f6\u00dft in der Zeitung auf eine alarmierende Meldung. \u201eFamilie und Hund bei Geburtstagsfeier wegen Verzehrs von altem Fleisch schwer erkrankt. Gastgebern droht hohe Strafe\u201c. Burmann l\u00e4sst das kalt. Sein Geiz verbietet es ihm, die Frikadellen wegzuwerfen, die seit Tagen als Geburtstagsmen\u00fc im K\u00fchlschrank liegen. Stattdessen will er an seinem Hund Phylax ausprobieren, ob sie noch genie\u00dfbar sind. Derweil trudeln die ersten G\u00e4ste ein- und verspeisen die Frikadellen. Zun\u00e4chst scheint es allen zu schmecken. Doch dann ein weiterer Zeitungsbericht: Todesf\u00e4lle durch verdorbenes Fleisch! Obendrein bekommt Burmann heftige Magenbeschwerden. Und mit Hund Phylax scheint auch etwas nicht zu stimmen. Allm\u00e4hlich sch\u00f6pfen die G\u00e4ste Verdacht. Ob die Fleischb\u00e4llchen m\u00f6glicherweise verdorben sind? Immer mehr abstruse Vermutungen machen die Runde. Pl\u00f6tzlich geht es um Leben und Tod. Gut, dass zuf\u00e4llig Tierarzt Behrbohm in der N\u00e4he ist. Auch wenn der Viehdoktor eher dem leckeren Geburtstagswein zugetan ist, durchblickt er die Situation schnell. Geistesgegenw\u00e4rtig verabreicht er den \u201eTotkranken\u201c ein \u00e4u\u00dferst schnell wirkendes Medikament. Zun\u00e4chst scheint sich die Situation zu entspannen. Doch dann taucht zu Burmanns Schrecken ein Polizist auf und bringt weitere Hiobsbotschaften. Die Situation eskaliert erneut. Jede Menge Stoff also, um eine kuriose Verwicklungsgeschichte mit vielen, zum Teil leicht skurrilen Charakteren zu entfalten. \u201eDas ist ein richtig gutes Volkstheaterst\u00fcck mit starker Typisierung\u201c, sagt Regisseurin Birgit Bockmann \u00fcber das dreiaktige B\u00fchnenwerk. Geschrieben wurde es unter dem Titel \u201eNette Pasteten\u201c 1939 von Erich Hagemeister, 1970 neu bearbeitet von G\u00fcnther Siegmund. \u201eEine sch\u00f6ne Geschichte im alten Stil\u201c, meint Bockmann, \u201eaber kein typischer Schenkelklopfer\u201c. Vielmehr lebe das St\u00fcck lebe durch die deutlich hervortretenden Charaktere. Das Werk sei zwar in einer Zeit gravierender gesellschaftlicher Herausforderungen entstanden, sei jedoch v\u00f6llig unpolitisch zu verstehen. Die Lachm\u00f6wen bringen es bereits zum zweiten Mal auf die B\u00fchne. Jan Steffen erinnert sich lebhaft an die erste Auff\u00fchrung, die 2011 stattfand: \u201eEs war die erste Inszenierung, bei der wir hier im Theater die St\u00fchle des Ohnsorg-Theaters nutzen konnten.\u201c Obwohl er noch nicht mehr verraten dazu verraten m\u00f6chte, sei das \u201eein sch\u00f6ner Einstieg ins Jubil\u00e4umsjahr\u201c. Zumal die Premiere bereits jetzt ausverkauft sei, freut sich der B\u00fchnenleiter. Wer neugierig geworden ist, hat unterdessen bei mehr als 30 Terminen Gelegenheit, die Lachm\u00f6wen in dieser Inszenierung zu erleben. Weitere Spieltermine sind jeweils dienstags, mittwochs, freitags, sonnabends um 20 Uhr, sowie sonntags um 16 Uhr. Die letzte Auff\u00fchrung findet am Sonntag, 29. M\u00e4rz, statt. Der Eintritt kostet 20 Euro pro Person, an der Abendkasse 22 Euro. Vorverkauf unter Telefon 04343-4946440, unter www.lachmoewen.de oder in der Gesch\u00e4ftsstelle Dorfstra\u00dfe 8. Die Gastronomie im Theater \u00f6ffnet anderthalb Stunden vor der Vorstellung. Tischreservierungen sind m\u00f6glich \u00fcber die Homepage.<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Reporter Eutin 15. Januar 2026 Laboe (mm). Gammelfleisch, Schreianf\u00e4lle, Magenkr\u00e4mpfe und schwere Vergiftungserscheinungen. 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