{"id":720095,"date":"2026-01-15T11:43:16","date_gmt":"2026-01-15T11:43:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/720095\/"},"modified":"2026-01-15T11:43:16","modified_gmt":"2026-01-15T11:43:16","slug":"fotos-vom-dhk-neujahrsempfang-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/720095\/","title":{"rendered":"Fotos vom DHK Neujahrsempfang 2026"},"content":{"rendered":"<p>\n\t\t\t|\u00a0Tobias Seifried\u00a0\n\t\t<\/p>\n<p>\n\t\t|<br \/>\n\t\t\t\t\t15.01.2026\t\t\t<\/p>\n<p>Beim DHK-Neujahrsempfang standen Europas wirtschaftliche Zukunft, Reformbedarf und Sicherheit im Fokus. IW-Direktor Michael H\u00fcther analysierte Stagnation und Stimmungslage, mahnte zu mehr Eigeninitiative und pl\u00e4dierte f\u00fcr offene M\u00e4rkte und einen starken Euro.<\/p>\n<p>Der Neujahrsempfang der <strong>Deutschen Handelskammer (DHK)<\/strong> in der Aula der Alten Universit\u00e4t Graz setzte auch 2026 einen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Akzent. Am 13. J\u00e4nner folgten zahlreiche Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Diplomatie der Einladung von <strong data-start=\"692\" data-end=\"710\">Christian Jauk<\/strong>, Landesdirektor der DHK, und <strong data-start=\"740\" data-end=\"761\">Joachim Sch\u00f6nbeck<\/strong>, Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland f\u00fcr Steiermark und K\u00e4rnten sowie DHK-Vizepr\u00e4sident.<\/p>\n<p data-start=\"861\" data-end=\"1248\">In seiner Begr\u00fc\u00dfung verwies <strong data-start=\"889\" data-end=\"907\">Jauk<\/strong> augenzwinkernd auf das kontinuierliche Wachstum der DHK auch ohne Pflichtmitgliedschaft. <strong data-start=\"997\" data-end=\"1018\">Sch\u00f6nbeck<\/strong> zeigte sich zuversichtlich f\u00fcr das Jahr 2026 und verwies auf erwartete Impulse aus den USA, China und Indien sowie auf positive Effekte des Mercosur-Abkommens f\u00fcr den internationalen Handel und den Wirtschaftsstandort \u00d6sterreich.<\/p>\n<p data-start=\"861\" data-end=\"1248\"><strong>Verl\u00e4sslichkeit und Handschlagsqualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p data-start=\"1250\" data-end=\"1934\">Landtagspr\u00e4sident <strong data-start=\"1268\" data-end=\"1290\">Gerald Deutschmann<\/strong> dankte der steirischen Wirtschaft f\u00fcr ihr Engagement und hob die engen Beziehungen zu Deutschland hervor, die von &#8222;Verl\u00e4sslichkeit und Handschlagsqualit\u00e4t&#8220; gepr\u00e4gt seien. Der deutsche Botschafter <strong data-start=\"1487\" data-end=\"1502\">Vito Cecere<\/strong> bezeichnete den DHK-Neujahrsempfang als Fixtermin im bilateralen Austausch. Nach dem H\u00f6hepunkt 2025 mit dem Besuch von Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier erwarte er 2026 tiefgreifende Ver\u00e4nderungen, mahnte jedoch, den &#8222;Glauben an die eigene Kraft&#8220; nicht zu verlieren. Er verwies auf die Selbstkorrekturf\u00e4higkeit westlicher Demokratien sowie auf den besonderen Schutz steirischen K\u00fcrbiskern\u00f6ls im Rahmen des Mercosur-Abkommens.<\/p>\n<p data-start=\"1936\" data-end=\"2205\">Wirtschafts- und Finanzlandesrat <strong data-start=\"1969\" data-end=\"1993\">Willibald Ehrenh\u00f6fer<\/strong> betonte, Best\u00e4ndigkeit und Fortschritt st\u00fcnden nicht im Widerspruch. Energiepreise und Lohnkosten seien zentrale Herausforderungen, denen es mit &#8222;vorsichtigem Optimismus&#8220; und konkretem Handeln zu begegnen gelte.<\/p>\n<p data-start=\"1936\" data-end=\"2205\"><strong>Europa, Sicherheit und wirtschaftliche Eigenverantwortung<\/strong><\/p>\n<p data-start=\"2271\" data-end=\"2783\">H\u00f6hepunkt des Abends war die Keynote von <strong data-start=\"2312\" data-end=\"2330\">Michael H\u00fcther<\/strong>, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft K\u00f6ln (IW K\u00f6ln), unter dem Titel &#8222;Europa muss seine St\u00e4rken ausspielen&#8220;. H\u00fcther analysierte eine Diskrepanz zwischen wirtschaftlicher Lage und \u00f6ffentlicher Stimmung und fragte zu Beginn: &#8222;Warum ist die Stimmung so schlecht?&#8220; Diese habe sich von der realen Lage &#8222;entkuppelt&#8220;, es gebe jedoch keinen Anlass f\u00fcr Pessimismus. Vielmehr rief er zu Eigeninitiative auf: &#8222;Jeder kann etwas neu und anders machen als bisher.&#8220;<\/p>\n<p data-start=\"2785\" data-end=\"3116\">Die deutsche Wirtschaft befinde sich seit 2020 in einer Phase der Stagnation und &#8222;Schockstarre&#8220;, so H\u00fcther. Strukturelle Probleme ortete er insbesondere in der Bauindustrie, die stark vom Staat abh\u00e4ngig sei. Die massiven Infrastrukturdefizite belasteten die Unternehmen zunehmend; Investitionsmittel m\u00fcssten rascher wirksam werden.<\/p>\n<p data-start=\"3118\" data-end=\"3502\">F\u00fcr mehr Zukunftsf\u00e4higkeit forderte H\u00fcther zus\u00e4tzliche Investitionen, den Abbau \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Regulierung sowie eine St\u00e4rkung von Innovation und Produktivit\u00e4t. Gleichzeitig m\u00fcsse die Europ\u00e4ische Union den Binnenmarkt vertiefen und die Kapitalmarktunion vorantreiben. Das aktuelle Momentum solle f\u00fcr eine st\u00e4rkere europ\u00e4ische Integration und internationale Positionierung genutzt werden.<\/p>\n<p data-start=\"3504\" data-end=\"4046\">Sicherheit sei inzwischen zu einem zentralen Standortfaktor geworden. Jahrzehntelange Einsparungen bei der Verteidigung h\u00e4tten sich als strategischer Fehler erwiesen; allein Deutschland habe rund 640 Milliarden Euro an &#8222;Friedensdividende&#8220; konsumiert. H\u00fcther warnte zudem eindringlich vor einer Abkehr von der Globalisierung. Diese d\u00fcrfe nicht aufgegeben werden, auch wenn protektionistische Tendenzen zun\u00e4hmen. Die Welt befinde sich in einem Wettbewerb um neue Handelspartnerschaften, Europa m\u00fcsse dabei handlungsf\u00e4hig und gestaltend bleiben.<\/p>\n<p data-start=\"4048\" data-end=\"4326\">Europa verf\u00fcge \u00fcber gute Voraussetzungen im globalen Wettbewerb, betonte H\u00fcther. Im Vergleich zu den USA verwies er unter anderem auf eine h\u00f6here Lebenserwartung und einen geringeren Ressourcenverbrauch, r\u00e4umte jedoch eine deutliche Produktivit\u00e4tsl\u00fccke im Technologiesektor ein.<\/p>\n<p data-start=\"4048\" data-end=\"4326\"><strong>Paneldiskussion mit optimistischem Fazit<\/strong><\/p>\n<p data-start=\"4328\" data-end=\"4747\">In der abschlie\u00dfenden Diskussion mit <strong data-start=\"4365\" data-end=\"4383\">Michael H\u00fcther<\/strong>, <strong data-start=\"4385\" data-end=\"4403\">Christian Jauk<\/strong> und <strong data-start=\"4408\" data-end=\"4429\">Joachim Sch\u00f6nbeck<\/strong>, moderiert von ORF-Steiermark Redakteurin <strong data-start=\"4461\" data-end=\"4479\">Kathrin Ficzko<\/strong>, wurde insbesondere die \u00dcberbordung der B\u00fcrokratie kritisiert. Einigkeit herrschte dar\u00fcber, den Euro zu einer Welt-Leitw\u00e4hrung weiterzuentwickeln. <strong data-start=\"4627\" data-end=\"4648\">Joachim Sch\u00f6nbeck<\/strong> zog ein optimistisches Fazit: &#8222;Es hat schon viel schwierigere Zeiten gegeben in Europa als heute.&#8220;<\/p>\n<p data-start=\"4328\" data-end=\"4747\">LEADERSNET war beim Neujahrsempfang. Fotos sehen Sie in unserer <a href=\"https:\/\/www.leadersnet.at\/foto-galerie\/30000,dhk-neujahresveranstaltung-2026.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Galerie<\/a>.<\/p>\n<p data-start=\"4328\" data-end=\"4747\"><a href=\"https:\/\/oesterreich.ahk.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.oesterreich.ahk.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"|\u00a0Tobias Seifried\u00a0 | 15.01.2026 Beim DHK-Neujahrsempfang standen Europas wirtschaftliche Zukunft, Reformbedarf und Sicherheit im Fokus. 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