{"id":720154,"date":"2026-01-15T12:13:10","date_gmt":"2026-01-15T12:13:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/720154\/"},"modified":"2026-01-15T12:13:10","modified_gmt":"2026-01-15T12:13:10","slug":"muenchen-kunstrasenplaetze-muessen-umgeruestet-werden-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/720154\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Kunstrasenpl\u00e4tze m\u00fcssen umger\u00fcstet werden &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In dieser Woche endet eine Bewerbungsfrist, die f\u00fcr den M\u00fcnchner Sport nicht ganz unwichtig ist. Sie ist zwar nicht so bedeutend wie jene Fristen, die es einzuhalten gilt, um den Zuschlag f\u00fcr die Ausrichtung von Olympischen Sommerspielen zu erhalten \u2013 dem \u00fcber allem stehenden Ziel der M\u00fcnchner Sportpolitik. Aber auch im kleineren Rahmen geht es um Geld, um erhoffte Zusch\u00fcsse f\u00fcr st\u00e4dtische Infrastruktur. In diesem speziellen Fall vor allem um die Erneuerung von Kunstrasenpl\u00e4tzen f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Fu%C3%9Fball\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fu\u00dfball<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Am Donnerstag war Bewerbungsschluss f\u00fcr die Teilhabe an dem von der Bundesregierung aufgelegten Programm \u201eSanierung kommunaler Sportst\u00e4tten\u201c. Daf\u00fcr stellt der Bund zun\u00e4chst 666 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung, mit dieser Summe will er sich an entsprechenden Projekten der Jahre 2025 und 2026 beteiligen. Maximal 45 Prozent der Sanierungskosten sollen \u00fcbernommen werden, immerhin fast die H\u00e4lfte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Zusch\u00fcsse k\u00e4men der klammen Landeshauptstadt gerade recht: Sie muss demn\u00e4chst etliche Kunstrasenpl\u00e4tze auf st\u00e4dtischen Bezirkssportanlagen auf Vordermann bringen. Grund ist eine Vorgabe der Europ\u00e4ischen Union (EU), die zum Schutz der Umwelt die Verbreitung von Mikroplastik eind\u00e4mmen will und ab Oktober 2031 die Verwendung von Kunststoffgranulat verbietet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei diesem Granulat handelt es sich um k\u00f6rnige, kugelf\u00f6rmige Kunststoffpartikel. Sie wurden bislang als F\u00fcllstoff f\u00fcr Kunstrasenpl\u00e4tze eingesetzt, auf denen in aller Regel Fu\u00dfball gespielt wird; auch Hockey-Felder werden damit best\u00fcckt. Der Vorteil von Kunstrasen im Vergleich zum Naturrasen: Er ist strapazierf\u00e4higer, kann h\u00e4ufiger und wetterunabh\u00e4ngig bespielt werden. Das Granulat-Verbot und die dadurch n\u00f6tige Erneuerung der Pl\u00e4tze betrifft eine Menge Vereine, Mannschaften und Spieler \u2013 den Gro\u00dfteil der organisiert Sporttreibenden in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Im vorigen Herbst hat der Stadtrat beschlossen, das Granulat auf den kommunalen Kunstrasenpl\u00e4tzen zu ersetzen. \u201eDie neuen Systeme setzen auf umweltfreundliche, zertifizierte Materialien wie Quarzsand oder Kork und Recyclingf\u00e4higkeit\u201c, teilt das Referat f\u00fcr Bildung und Sport (RBS) mit. Betroffen sind 35 Pl\u00e4tze auf 22 st\u00e4dtischen Anlagen, bei denen der Untergrund in den n\u00e4chsten Jahren schrittweise ausgetauscht werden muss.<\/p>\n<p>Die Stadt will die Zusch\u00fcsse vom Bund f\u00fcr weitere Vereine anzapfen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">F\u00fcr den ersten Schritt in diesem Jahr hatte der Stadtrat knapp 4,5 Millionen Euro bewilligt; wenn sich der Bund wie erhofft mit 45 Prozent an dem Vorhaben beteiligt, w\u00fcrde das st\u00e4dtische Budget f\u00fcr 2026 um 2,013 Millionen Euro entlastet. Die eingesparte Summe k\u00f6nnte dann f\u00fcr die weiteren Schritte verwendet werden. Die ab 2027 vorgesehenen Ma\u00dfnahmen stehen bislang unter dem Vorbehalt der st\u00e4dtischen Haushaltslage.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die geplante Reihenfolge der Sanierungsma\u00dfnahmen richtet sich nach der verbleibenden Lebenserwartung der Pl\u00e4tze. Im Durchschnitt betr\u00e4gt die technische Nutzungsdauer eines Kunstrasenplatzes 14 Jahre. Das RBS hat im ersten Sanierungspaket f\u00fcnf stark beanspruchte und deshalb abgenutzte Pl\u00e4tze an drei Standorten zusammengeschn\u00fcrt, die in ein bis drei Jahren ohnehin am Ende ihrer Betriebslaufbahn angelangt sind. Dabei geht es um die Anlagen an der Bert-Brecht-Allee, in der Dietrichstra\u00dfe sowie in der Lerchenauer Stra\u00dfe, wo die Vereine SV <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Neuperlach\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Neuperlach<\/a>, SC Amicitia und SpVgg <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Feldmoching\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Feldmoching<\/a> beheimatet sind.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei den Vorplanungen wollen Sport- und Baureferat auch pr\u00fcfen, \u201eob bestehende Pl\u00e4tze weiterhin nutzbar sind, um den Trainings- und Spielbetrieb der vorhandenen Mannschaften m\u00f6glichst wenig zu beeintr\u00e4chtigen\u201c. Erst, wenn der aktuelle Zustand der Anlagen festgestellt sei, seien \u201ekonkrete Aussagen zum Zeitplan und zum weiteren Vorgehen m\u00f6glich\u201c, teilt das RBS mit.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Stadt bewirbt sich aber nicht nur mit ihren Kunstrasenpl\u00e4tzen um Zusch\u00fcsse aus dem Bundesprogramm \u201eSanierung kommunaler Sportst\u00e4tten\u201c. Wie der Sportausschuss des Stadtrats am Mittwoch beschloss, soll das RBS weitere Antr\u00e4ge einreichen, um zwei marode Bezirkssportanlagen instand zu setzen. In der Westpreu\u00dfenstra\u00dfe m\u00fcssten Naturrasenpl\u00e4tze und eine 400-Meter-Laufbahn erneuert werden, um einen weiteren Sportbetrieb f\u00fcr die ans\u00e4ssigen Vereine zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-donnersbergerbruecke-neubau-streit-li.3367091\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;die_donnersbergerbruecke_muss_neu_gebaut_werden_doch_wie_soll_sie_aussehen&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;verkehr_in_muenchen&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3367091&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;metered&quot;,&quot;section&quot;:&quot;muenchen&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedemuenchenmuenchen-donnersbergerbruecke-neubau-streit-li3367091\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/93a6aece-3694-4317-af38-74d6706d45d0.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Streit um M\u00fcnchner Verkehrsachse<\/p>\n<p>:Die Donnersbergerbr\u00fccke muss neu gebaut werden\u00a0\u2013 doch wie soll sie aussehen?<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">\u00dcber das Bauwerk f\u00fchrt eine der meistbefahrenen Strecken Europas. Die Stadt will bei der Neuplanung aber nicht nur den Autoverkehr ber\u00fccksichtigen, sondern auch andere Verbesserungen pr\u00fcfen, zum Beispiel Gr\u00fcnzonen. Das st\u00f6\u00dft auf scharfe Kritik.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">F\u00fcr die Ma\u00dfnahmen hat die Stadt Kosten von 10,8 Millionen Euro errechnet, knapp sechs Millionen k\u00f6nnte sie durch Umschichtungen selbst aufbringen. F\u00fcr die Umsetzung br\u00e4uchte sie den Bundeszuschuss, in diesem Fall rund 4,9 Millionen Euro. Auch die mit zehn Millionen Euro veranschlagte Sanierung der st\u00e4dtischen Sportanlage in der Aubinger Stra\u00dfe steht auf der Antragsliste.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zudem soll die Stadt stellvertretend f\u00fcr drei Vereine Projektmittel f\u00fcr deren Anlagen beantragen. \u201eDas ist m\u00f6glich, wenn die Sportpl\u00e4tze auch der Allgemeinheit offen stehen \u2013 so wie beim MTV M\u00fcnchen und beim DJK Fasangarten\u201c, erkl\u00e4rte Kathrin Abele, die sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Stadtrat. Nicht zuletzt erhoffen sich M\u00fcnchens Sportpolitiker einen Fortschritt, was die seit 2010 leer stehende Hockey- und Tennishalle des M\u00fcnchner Sportclubs (MSC) in der Eberwurzstra\u00dfe angeht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Durch das Angebot des Bundes bestehe die M\u00f6glichkeit, die Planungen f\u00fcr Abriss und Neubau wieder aufzugreifen, warb die CSU-Stadtratsfraktion schon vor Weihnachten: \u201eDiese Chance sollte ergriffen werden.\u201c SPD-Fachfrau Abele lie\u00df am Mittwoch schon mal optimistisch wissen: \u201eIch freue mich sehr, wenn es f\u00fcr den MSC und seine einsturzgef\u00e4hrdete Halle ein Happy End gibt.\u201c F\u00fcr die Finanzierung der Bauprojekte der drei Vereine sind insgesamt mehr als 18 Millionen Euro n\u00f6tig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In dieser Woche endet eine Bewerbungsfrist, die f\u00fcr den M\u00fcnchner Sport nicht ganz unwichtig ist. 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