{"id":720168,"date":"2026-01-15T12:20:10","date_gmt":"2026-01-15T12:20:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/720168\/"},"modified":"2026-01-15T12:20:10","modified_gmt":"2026-01-15T12:20:10","slug":"kein-verstoss-gegen-das-neutralitaetsgebot-an-der-tu-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/720168\/","title":{"rendered":"Kein Versto\u00df gegen das Neutralit\u00e4tsgebot an der TU Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Die Berliner Senatsverwaltung f\u00fcr Wissenschaft hat den Vorwurf der AfD zur\u00fcckgewiesen, die inzwischen nicht mehr amtierende Pr\u00e4sidentin der Technischen Universit\u00e4t (TU) Berlin, Professorin Geraldine Rauch, habe gegen das beamtenrechtliche Neutralit\u00e4tsgebot versto\u00dfen. Das berichtete der Tagesspiegel am 13. Januar.\u00a0Ausl\u00f6ser war eine von der Partei angestrengte Dienstaufsichtsbeschwerde wegen einer im November 2025 an der TU Berlin zugelassenen Veranstaltung der Gruppe &#8222;Studis gegen Rechts&#8220;. W\u00e4hrend die Veranstaltung an der TU unter Auflagen stattfinden konnte, war dies an der Freien Universit\u00e4t Berlin und der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin nicht der Fall.<\/p>\n<p>Die Pr\u00fcfung der Vorw\u00fcrfe habe ergeben, dass kein Dienstvergehen vorliege, erkl\u00e4rte Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) laut Tagesspiegel am Montag im Wissenschaftsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Das Neutralit\u00e4tsgebot bedeute nicht, dass Universit\u00e4ten &#8222;ein politikfreier Raum sein sollen&#8220;, so Czyborra. Vielmehr d\u00fcrfe der politische Diskurs der Studierenden nicht durch &#8222;paternalistisches Eingreifen&#8220; eingeschr\u00e4nkt werden. Zudem k\u00f6nne die Meinung einer Studierendengruppe in aller Regel nicht der Universit\u00e4tsleitung zugerechnet werden.\u00a0<\/p>\n<p>Die Gruppe &#8222;Studis gegen Rechts&#8220; wollte mit &#8222;Aktionskonferenzen&#8220; an den Berliner Hochschulen zur Blockade des Gr\u00fcndungstreffens der neuen AfD-Jugendorganisation aufrufen. Die Neugr\u00fcndung der Organisation am 29. November in Gie\u00dfen wurde von Protesten begleitet.<\/p>\n<p>Gerichtsentscheidungen zur Duldung eines Banners<\/p>\n<p>Bereits Ende des Jahres hatten Gerichte entschieden, dass ein an der TU geduldetes Banner gegen die AfD-Jugend keine gezielte Benachteiligung der Partei darstelle. Dem Anspruch auf parteipolitische Chancengleichheit, den die AfD geltend machte, hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die Meinungsfreiheit der Studierenden und das Selbstverwaltungsrecht der Hochschule gegen\u00fcbergestellt.<\/p>\n<p>Auch eine institutionelle Parteinahme gegen die AfD hatte das Gericht verneint, weil das Plakat auch f\u00fcr unbefangene Dritte eindeutig einer studentischen Gruppe zuzuordnen sei. Damit best\u00e4tigte das Oberverwaltungsgericht die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Berliner Senatsverwaltung f\u00fcr Wissenschaft hat den Vorwurf der AfD zur\u00fcckgewiesen, die inzwischen nicht mehr amtierende Pr\u00e4sidentin der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":720169,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[296,165728,29,30,165727,2926],"class_list":["post-720168","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-berlin","tag-berliner-senatsverwaltung","tag-deutschland","tag-germany","tag-studis-gegen-rechts","tag-tu-berlin"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115899087446355946","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/720168","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=720168"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/720168\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/720169"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=720168"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=720168"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=720168"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}