{"id":720251,"date":"2026-01-15T13:06:14","date_gmt":"2026-01-15T13:06:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/720251\/"},"modified":"2026-01-15T13:06:14","modified_gmt":"2026-01-15T13:06:14","slug":"newsblog-zur-lage-im-iran-g7-staaten-und-eu-weitere-restriktive-massnahmen-vorbereitet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/720251\/","title":{"rendered":"Newsblog zur Lage im Iran &#8211; G7-Staaten und EU: Weitere restriktive Ma\u00dfnahmen vorbereitet"},"content":{"rendered":"<p>                    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"internal-image\" title=\"Die Flaggen der G7-Staaten und der EU aufgereiht\" alt=\"Die Flaggen der G7-Staaten und der EU aufgereiht\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/g7-staaten-eu-fahnen-100-1920x1080.jpg\" \/><\/p>\n<p>                  Zu den G7-Staaten z\u00e4hlen die USA, Gro\u00dfbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada und Japan. Die EU nimmt regelm\u00e4\u00dfig an Beratungen teil. (IMAGO \/ dts Nachrichtenagentur \/ IMAGO \/ dts Nachrichtenagentur)<\/p>\n<p>                +++ Amnesty International: Ermittlungen durch den Internationalen Strafgerichtshof notwendig<\/p>\n<p>In einer Mitteilung der Menschenrechtsorganisation hie\u00df es, die Repressionen gegen die landesweiten Proteste im Ran h\u00e4tten zu massenhaften T\u00f6tungen in einem beispiellosen Ausma\u00df gef\u00fchrt. Das zeigten verifizierte Videos und Informationen von Augenzeugen, die von Amnesty ausgewertet worden seien. Die Menschenrechtsorganisation fordert die UNO-Mitgliedsstaaten auf, unverz\u00fcglich Ermittlungen und Strafverfolgungen gegen die Verantwortlichen einzuleiten, um weiteres Blutvergie\u00dfen zu verhindern.<\/p>\n<p>                +++ G7 und EU warnen Iran vor weiterer Gewalt gegen Demonstranten<\/p>\n<p>In einer von den G7-Au\u00dfenministerin sowie der EU-Au\u00dfenbeauftragten Kallas gemeinsam ver\u00f6ffentlichten Erkl\u00e4rung hie\u00df es, man lehne die Versch\u00e4rfung der brutalen Unterdr\u00fcckung der iranischen Bev\u00f6lkerung durch die Beh\u00f6rden entschieden ab. Die iranischen Beh\u00f6rden wurden aufgefordert, Zur\u00fcckhaltung zu \u00fcben. Die sieben Staaten sowie die EU seien vorbereitet, zus\u00e4tzliche restriktive Ma\u00dfnahmen zu verh\u00e4ngen, wenn der Iran weiterhin gegen die Proteste vorgehe. Zu den G7-Staaten z\u00e4hlen die USA, Gro\u00dfbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada und Japan.<\/p>\n<p>                +++ Experten: Viele Fluggesellschaften meiden den iranischen Luftraum<\/p>\n<p>Zu diesem Ergebnis kommt das Portal SafeAirspace, die Informationen \u00fcber Konfliktgebiete und den Luftverkehr bereitstellt. Die Situation k\u00f6nne auf milit\u00e4rische Aktivit\u00e4ten hindeuten, einschlie\u00dflich des Risikos von Raketenstarts oder einer verst\u00e4rkten Luftverteidigung. Auf dem Portal FlightRadar24 waren kaum internationale Fl\u00fcge verzeichnet, die noch eine Route \u00fcber iranischem Gebiet w\u00e4hlten. Die Lufthansa teilte bereits mit, Strecken ge\u00e4ndert und den Flugbetrieb in der gesamten Region eingeschr\u00e4nkt zu haben.<\/p>\n<p>                +++ Heusgen: Uneinigkeit der EU ist &#8222;Schw\u00e4che&#8220;<br \/>\n                Der fr\u00fchere Chef der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz, Heusgen, hat die Rolle der EU angesichts der gewaltsam unterdr\u00fcckten Protestwelle im Iran kritisiert. <a title=\"Link auf: Heusgen sagte im Deutschlandfunk\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/interview-christoph-heusgen-sicherheitsberater-zu-deutschlands-iran-politik-100.html\" class=\"click-tracking-paragraph\" data-tracking=\"{&quot;name&quot;:&quot;Link in Beitrag&quot;,&quot;chapter1&quot;:&quot;https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/interview-christoph-heusgen-sicherheitsberater-zu-deutschlands-iran-politik-100.html&quot;,&quot;chapter2&quot;:&quot;Heusgen sagte im Deutschlandfunk&quot;,&quot;chapter3&quot;:&quot;Newsblog zur Lage im Iran - G7-Staaten und EU: Weitere restriktive Ma\u00dfnahmen vorbereitet - Amnesty fordert Ermittlungen wegen V\u00f6lkerrechtsverbrechen&quot;,&quot;level2&quot;:2}\" rel=\"noopener\">Heusgen sagte im Deutschlandfunk<\/a>, die bislang verfolgte differenzierte Linie der Europ\u00e4er gegen\u00fcber dem Iran, auch im Hinblick auf die Verhandlungen um das Atomprogramm, sei hinf\u00e4llig. Notwendig sei eine Haltung, die sich eindeutig gegen das Mullah-Regime wende. Dass die EU uneinig sei, weil etwa Spanien, Frankreich und Italien bei der Listung der Revolutionsgarden als Terrorgruppe bremsten, sehe er als Schw\u00e4che der EU. Alle Au\u00dfenminister sollten sich hinter den Forderungen der EU-Au\u00dfenbeauftragten Kallas versammeln.<br \/>\n                +++ ZDF-Korrespondentin: Keine Proteste mehr in Teheran, Verhaftungen laufen weiter<\/p>\n<p>Die ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa berichtete f\u00fcr den Deutschlandfunk aus der iranischen Hauptstadt, dass eine gro\u00dfe Angst innerhalb der Bev\u00f6lkerung gebe. Die Journalistin beobachtete in Teheran lange Schlangen vor den Tankstellen. Es sehe so aus, als w\u00fcrden sich die Menschen auf eine milit\u00e4rische Reaktion aus dem Ausland vorbereiten. Ob in anderen Landesteilen die Menschen weiter auf die Stra\u00dfen gehen, k\u00f6nne sie nicht sagen. Gaa habe zwar telefonisch Kontakt in andere Regionen. Die Menschen k\u00f6nnten aber am Telefon nicht frei reden.<\/p>\n<p>                +++ Der Iran hat heute fr\u00fch seinen Luftraum f\u00fcr mehrere Stunden geschlossen.<\/p>\n<p>Das iranische Regime gab zun\u00e4chst keine n\u00e4here Begr\u00fcndung f\u00fcr die Entscheidung ab, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Die Anordnung erfolgte vor dem Hintergrund erh\u00f6hter Spannungen wegen der landesweiten Proteste sowie der M\u00f6glichkeit eines US-Milit\u00e4rangriffs als Reaktion darauf. Die Sperrung dauerte Hinweisen f\u00fcr Piloten zufolge mehr als vier Stunden.<\/p>\n<p>                +++ Im Iran soll es nach Angaben der Regierung keine Exekutionen von Demonstranten geben.<\/p>\n<p>Der iranische Au\u00dfenminister Araghtschi sagte dem US-Sender &#8222;Fox News&#8220;, es gebe keinerlei Pl\u00e4ne f\u00fcr Hinrichtungen mit dem Strang. Angeh\u00f6rige des festgenommenen Demonstranten Erfan Soltani teilten nach Angaben der in Norwegen ans\u00e4ssigen Menschenrechtsgruppe &#8222;Hengaw&#8220; mit, dass die angek\u00fcndigte Exekution des 26-J\u00e4hrigen ausgesetzt worden sei.<\/p>\n<p>Zuvor hatte US-Pr\u00e4sident Trump bereits erkl\u00e4rt, er habe aus zuverl\u00e4ssiger Quelle erfahren, dass die T\u00f6tungen im Iran aufh\u00f6rten und es auch keine Pl\u00e4ne f\u00fcr Hinrichtungen gebe. N\u00e4her \u00e4u\u00dferte er sich nicht. Trump hatte zuvor erneut mit einer scharfen Reaktion gedroht, sollte das Regime in Teheran Exekutionen durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>                +++ \u00c4rzte berichten aus Teheran von schweren Verletzungen von Demonstrierenden, vor allem am Kopf.<\/p>\n<p>Der britische &#8222;Guardian&#8220; hatte nach eigenen Angaben Kontakt zu drei \u00c4rzten, die von \u00fcberlasteten Krankenh\u00e4usern und \u00fcberf\u00fcllten Notaufnahmen sprechen. Demnach zielen die Einsatzkr\u00e4fte des Regimes offenbar gezielt auf den Kopf und insbesondere die Augen von Demonstrierenden. Ein Augenarzt habe inzwischen 400 Augenverletzungen durch Sch\u00fcsse dokumentiert. Der Guardian weist darauf hin, dass die Einsatzkr\u00e4fte schon bei den &#8222;Frau &#8211; Leben &#8211; Freiheit&#8220;-Protesten im Jahr 2022 immer wieder gezielt ins Gesicht von Protestierenden geschossen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>                +++ Die Zahl der Toten steigt weiter.<br \/>\n                Die Organisation &#8222;Iran Human Rights&#8220; mit Sitz in Oslo gibt sie inzwischen mit mehr als 3.400 an und <a title=\"Link auf: betont\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/iranhr.net\/en\/articles\/8529\/\" class=\"click-tracking-paragraph\" data-tracking=\"{&quot;name&quot;:&quot;Link in Beitrag&quot;,&quot;chapter1&quot;:&quot;https:\/\/iranhr.net\/en\/articles\/8529\/&quot;,&quot;chapter2&quot;:&quot;betont&quot;,&quot;chapter3&quot;:&quot;Newsblog zur Lage im Iran - G7-Staaten und EU: Weitere restriktive Ma\u00dfnahmen vorbereitet - Amnesty fordert Ermittlungen wegen V\u00f6lkerrechtsverbrechen&quot;,&quot;level2&quot;:2}\" rel=\"noopener\">betont<\/a>, dabei d\u00fcrfte es sich um das &#8222;absolute Minimum&#8220; an Opfern handeln. Die NGO dokumentiert die Zahl der Toten seit Beginn der Proteste und versucht, die Angaben so weit es geht zu verifizieren. Als Quelle gibt die Organisation unter anderem Informanten aus dem Gesundheitsministerium an. Die Zahl der Festgenommenen wird mit mehr als 10.000 angegeben. In den vergangenen Tagen gab es wiederholt Sch\u00e4tzungen, nach denen bis zu 12.000 Menschen im Zuge der Proteste get\u00f6tet worden sein k\u00f6nnten. Eine unabh\u00e4ngige \u00dcberpr\u00fcfung ist wegen der Internet-Blockade und der Einschr\u00e4nkung der Pressefreiheit nicht m\u00f6glich.<br \/>\n                +++ Demonstrantinnen und Demonstranten im Iran k\u00f6nnten nach Ansicht von EVP-Chef Weber in Botschaften von EU-L\u00e4ndern Schutz suchen.<\/p>\n<p>Weber sagte der &#8222;Bild&#8220;-Zeitung, die noch verbliebenen diplomatischen Vertretungen sollten als Schutzr\u00e4ume ge\u00f6ffnet werden. Zitat: &#8222;Die t\u00f6dliche Gewalt des Mullah-Regimes gegen friedliche Demonstranten ist durch nichts zu rechtfertigen. Die mutige Opposition im Iran hat unsere volle Unterst\u00fctzung verdient.&#8220;<\/p>\n<p>                +++ Im Iran hat das Regime seine Anh\u00e4nger in der Hauptstadt Teheran mobilisiert. <\/p>\n<p>Aufnahmen des staatlichen Rundfunks zeigten Menschenmengen auf den Stra\u00dfen, die an Trauerz\u00fcgen f\u00fcr Sicherheitskr\u00e4fte teilnahmen, die bei den Protesten get\u00f6tet worden waren. Offizielle Opferzahlen hat der Staat bislang nicht ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>                +++ Die USA ziehen einen Teil ihres Personals vom Luftwaffenst\u00fctzpunkt Al-Udeid im Emirat Katar ab.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber berichten mehrere Nachrichtenagenturen. So meldet etwa AFP unter Berufung auf Diplomatenkreise, einige Mitarbeiter seien angewiesen worden, die Milit\u00e4rbasis zu verlassen. Demnach werden f\u00fcr den Fall eines m\u00f6glichen Eingreifens der USA im Iran Vergeltungsangriffe des iranischen Regimes bef\u00fcrchtet. Katar best\u00e4tigte inzwischen, dass ein Teil des Personals wegen &#8222;regionaler Spannungen&#8220; den St\u00fctzpunkt verlasse. In Al-Udeid sind tausende US-Soldaten stationiert. Der Iran hatte die Basis bereits im Juni angegriffen, damals als Vergeltung f\u00fcr US-Luftangriffe auf seine Atomanlagen.<\/p>\n<p>                Mehr zum Thema<br \/>\n                <a title=\"Link auf: Newsblog zur Lage im Iran - G7-Staaten und EU: Weitere restriktive Ma\u00dfnahmen vorbereitet - Amnesty fordert Ermittlungen wegen V\u00f6lkerrechtsverbrechen\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/newsblog-zur-lage-im-iran-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alle Beitr\u00e4ge unseres Newsblogs lesen Sie hier<\/a>.<br \/>\n                <a title=\"Link auf: Proteste im Iran - Der unerwartete Ruf nach dem Sohn des Schahs\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/iran-proteste-schah-reza-pahlavi-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Proteste im Iran &#8211; Der unerwartete Ruf nach dem Sohn des Schahs<\/a><\/p>\n<p>Diese Nachricht wurde am 15.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zu den G7-Staaten z\u00e4hlen die USA, Gro\u00dfbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada und Japan. 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