{"id":720388,"date":"2026-01-15T14:18:18","date_gmt":"2026-01-15T14:18:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/720388\/"},"modified":"2026-01-15T14:18:18","modified_gmt":"2026-01-15T14:18:18","slug":"russland-macht-durch-belarus-grossen-sprung-bei-drohnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/720388\/","title":{"rendered":"Russland macht durch Belarus gro\u00dfen Sprung bei Drohnen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2846102928132381.webp\" fetchpriority=\"high\" width=\"2000\" height=\"1237\" alt=\"ARCHIV - 05.09.2022, USA, Cocoa Beach: Starlink ist ein satellitengest\" data-image-id=\"2846102928132381\"\/><\/p>\n<p>Hier fliegt eine SpaceX-Rakete mit Starlink-Satelliten an Bord ins All: Starlink ist von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr den Ukraine-Krieg.Bild: AP \/ Malcolm Denemark\/Florida Today<\/p>\n<p>International<\/p>\n<p>\u00dcber Starlink gesteuerte Angriffsmodelle, lernf\u00e4hige Shahed-Schw\u00e4rme und Funknetze aus Belarus ver\u00e4ndern die Luftlage \u00fcber der Ukraine. Alte Abwehrsysteme greifen nicht mehr. <\/p>\n<p>15.01.2026, 15:1315.01.2026, 15:13<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"h-auto w-14 rounded-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/4821488740564316.webp\" alt=\"Anna Von Stefenelli\" width=\"50\" height=\"50\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Folgen<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">In der nordukrainischen Region Tschernihiw beobachten Milit\u00e4rexpert:innen eine beunruhigende Entwicklung: Russische Drohnen sind schwerer abzufangen, reagieren auf Bedrohungen in Echtzeit und k\u00f6nnen selbst bei blockiertem GPS zielsicher operieren. <strong>M\u00f6glich machen das neue Navigationssysteme, Online-Steuerung \u00fcber Starlink und Infrastruktur aus Belarus.<\/strong> <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Wie das Nachrichtenportal &#8222;Suspilne&#8220; und der Sender 24 Kanal berichten, hat Russland seine Drohnenstrategie deutlich weiterentwickelt. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Neben dem verst\u00e4rkten Einsatz von Starlink-gesteuerten &#8222;Molniya&#8220;-Drohnen mit hoher Reichweite kommen auch modifizierte &#8222;Shahed&#8220;-Modelle mit Netzwerkfunktion und alternativer Navigation zum Einsatz. F\u00fcr die ukrainische Luftabwehr bedeutet das: Klassische Gegenma\u00dfnahmen reichen oft nicht mehr aus. <\/p>\n<p>Drohnen im Ukraine-Krieg: Region Tschernihiw fungiert als Testfeld<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Die Region im Nordosten der Ukraine ist l\u00e4ngst mehr als nur eine Grenzzone: F\u00fcr das russische Milit\u00e4r ist Tschernihiw ein Experimentierraum. <strong>Dort werden neue Taktiken erprobt, Angriffsmodelle variiert, technische Systeme weiterentwickelt.<\/strong> <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/7227226359418047.webp\" loading=\"lazy\" width=\"1280\" height=\"853\" alt=\"HANDOUT - 23.12.2025, Ukraine, Gebiet Tschernihiw: Auf diesem vom ukrainischen Rettungsdienst via AP zur Verf\u00fcgung gestellten Foto l\u00f6scht ein Rettungshelfer das Feuer eines durch einen russischen Angr ...\" data-image-id=\"7227226359418047\"\/><\/p>\n<p>Ukraine, Tschernihiw: Ein Mann l\u00f6scht den Brand eines durch einen Angriff zerst\u00f6rten Autos.Bild: Ukrainian Emergency Service\/AP \/ Ukrainian Emergency Service<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Tschernihiw sei besonders relevant f\u00fcr das Sammeln und Auswerten russischer Drohnenwracks, die als Grundlage f\u00fcr technische R\u00fcckschl\u00fcsse dienen, erkl\u00e4rt etwa der ukrainische Milit\u00e4rberater und Drohnenexperte Serhiy Beskrestnov, bekannt als &#8222;Flash&#8220;, im Interview mit &#8222;<a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/suspilne.media\/chernihiv\/1208824-zbilsenna-siroi-zoni-sahed-dla-znisenna-aviacii-bpla-na-starlink-fles-pro-osoblivosti-atak-rf-na-cernigivsinu\/\" class=\"\">Suspilne<\/a>&#8222;. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Seine Beobachtungen zeigen: <strong>Immer h\u00e4ufiger tauchen in der Region neue UAV-Typen auf \u2013 darunter First-Person-View-Drohnen (FPV), die auf kurze Distanz zuschlagen.<\/strong> Aber auch weitreichende Plattformen wie &#8222;Lancet&#8220; oder &#8222;Molniya&#8220;, die bis zu 70 Kilometer tief ins ukrainische Territorium eindringen, sind dort vermehrt zu finden.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Besonders gef\u00e4hrlich ist demnach der zunehmende Einsatz von &#8222;Molniya&#8220;-Drohnen: <strong>Sie sind \u00fcber Starlink steuerbar \u2013 und damit weitgehend immun gegen elektronische St\u00f6rma\u00dfnahmen. <\/strong>&#8222;Dank Starlink ist sie nicht durch elektronische Kampff\u00fchrung angreifbar; sie kann nur physisch zerst\u00f6rt werden&#8220;, erkl\u00e4rt Beskrestnov. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/7041861385373112.webp\" loading=\"lazy\" width=\"2000\" height=\"1125\" alt=\"In this image made from video provided by Russian Defense Ministry Press Service on Thursday, Oct. 30, 2025, Russian soldiers prepare a strike FPV drone aircraft &quot;Molniya-2&quot; to fly towards U ...\" data-image-id=\"7041861385373112\"\/><\/p>\n<p>Russische Soldaten bereiten einen Angriff mit der FPV-Drohne &#8222;Molniya-2&#8220; vor.Bild: Russian Defense Ministry Press Service<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Durchbricht sie einmal die Luftverteidigung, lasse sie sich auch aus Russland heraus weitersteuern. Angriffe auf Energieanlagen, Umspannwerke oder Infrastruktur tief im Landesinneren seien so m\u00f6glich. All das pr\u00e4zise und nahezu in Echtzeit. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Das macht &#8222;Molniya&#8220; zur idealen Angriffsplattform f\u00fcr koordinierte Schl\u00e4ge. Und zum Albtraum f\u00fcr die ukrainische Luftverteidigung: Denn die Drohne ist g\u00fcnstig.<strong> Ausgestattet mit zwei Elektromotoren und einem Starlink-Modul, kostet sie nur wenige Tausend Dollar.<\/strong> Laut &#8222;Suspilne&#8220; kommen in der Region Tschernihiw jeden Monat Hunderte solcher Systeme zum Einsatz.<\/p>\n<p>&#8222;Shahed&#8220;-Drohnen lernen miteinander<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">W\u00e4hrend &#8222;Molniya&#8220; auf Satellitensteuerung setzt, entwickeln sich auch \u00e4ltere Drohnenmodelle weiter. Besonders die ber\u00fcchtigte Kamikaze-Drohne &#8222;Shahed&#8220; ist inzwischen Teil eines neuen Konzepts: <strong>Schwarmverhalten durch Mesh-Kommunikation.<\/strong> <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">&#8222;Das erm\u00f6glicht eine Korrektur der Flugbahn in Echtzeit, hilft, Verteidigungszonen zu umgehen \u2013 und macht sie deutlich schwerer abzufangen&#8220;, sagte Luftfahrtexperte Anatolii Khrapchynskyi laut &#8222;<a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/tsn.ua\/en\/ato\/expert-explains-why-intercepting-russian-shahed-drones-is-getting-harder-2996255.html\">TSN<\/a>&#8220; im Interview mit 24 Kanal. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Demnach werden Angriffe deutlich dynamischer: <strong>Drohnen im Verbund tauschen Informationen \u00fcber Flugabwehrstellungen aus, passen ihre Routen an und korrigieren ihre Koordinaten noch im Anflug. <\/strong>Das senke die Verlustrate und erh\u00f6he neben dem milit\u00e4rischen auch den psychologischen Druck.<\/p>\n<p>Belarus hilft Russland im Drohnen-Krieg mit der Ukraine<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Besonders kritisch: <strong>Die russische Drohnenstrategie endet nicht an der Grenze. <\/strong>Belarus spielt eine Schl\u00fcsselrolle beim Aufbau alternativer Navigationsnetze, unabh\u00e4ngig von Satelliten. Khrapchynskyi zufolge installiert Russland auf belarussischem Gebiet Mobilfunkmasten und spezielle Antennen, um ein eigenes Leitsystem f\u00fcr Drohnen aufzubauen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/8929794553166507.webp\" loading=\"lazy\" width=\"5000\" height=\"3332\" alt=\"25.06.2022, Russland, St. Petersburg: Das von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik \ufffdber AP ver\ufffdffentlichte Bild zeigt Wladimir Putin (l), Pr\ufffdsident von Russland, und Alexander Lukasch ...\" data-image-id=\"8929794553166507\"\/><\/p>\n<p>Hand in Hand: Wladimir Putin und der belarussische Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko.Bild: dpa \/ Mikhail Metzel<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Selbst wenn GNSS-Signale (zum Beispiel GPS) elektronisch gest\u00f6rt werden, k\u00f6nnen die Drohnen mithilfe dieser Infrastruktur weiterfliegen. <strong>Ziel ist es, die Navigationsabdeckung bis tief ins ukrainische Landesinnere auszudehnen.<\/strong> F\u00fcr viele Gemeinden in Grenzn\u00e4he bedeutet das: st\u00e4ndige \u00dcberfl\u00fcge, kaum Vorwarnzeit und die reale Gefahr, in der Schusslinie zu stehen. Die Grenze ist technisch l\u00e4ngst durchl\u00e4ssig.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">W\u00e4hrend Russland seine Drohnensysteme vernetzt, versucht die Ukraine, ihre Verteidigung dezentral zu organisieren. In Tschernihiw und anderen Regionen entstehen Kurse wie &#8222;Victory Drones&#8220;, in denen Zivilist:innen im Umgang mit Abwehrdrohnen geschult werden. <strong>Doch die L\u00fccken bleiben gro\u00df.<\/strong><\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">&#8222;An wen sollten wir uns bez\u00fcglich der L\u00fccken in der Drohnenabwehr wenden?&#8220;, fragte etwa der bekannte Aktivist und Youtuber Serhiy Sternenko laut &#8222;TSN&#8220; \u00f6ffentlich. Seine Kritik richtet sich an Regierung und Milit\u00e4r gleicherma\u00dfen. Auch Beskrestnov mahnt: Die Ukraine brauche klare politische Entscheidungen. Sowohl in Kiew als auch international.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hier fliegt eine SpaceX-Rakete mit Starlink-Satelliten an Bord ins All: Starlink ist von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr den Ukraine-Krieg.Bild:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":720389,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-720388","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115899551412268573","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/720388","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=720388"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/720388\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/720389"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=720388"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=720388"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=720388"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}