{"id":720856,"date":"2026-01-15T18:31:20","date_gmt":"2026-01-15T18:31:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/720856\/"},"modified":"2026-01-15T18:31:20","modified_gmt":"2026-01-15T18:31:20","slug":"so-geht-es-den-menschen-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/720856\/","title":{"rendered":"So geht es den Menschen wirklich"},"content":{"rendered":"<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Und, wie geht\u2019s? Diese Frage h\u00f6rt man gerade \u00f6fter. Das alte Jahr ist gegangen, das neue hat unter politischem Get\u00f6se begonnen. Ukraine und Venezuela, Putin und Trump, Wirtschaftskrise und Wahljahr \u2013 die Herausforderungen sind und bleiben gro\u00df. Wohl dem, der sich nicht auch noch Sorgen um sein pers\u00f6nliches Fortkommen, um Freunde oder Angeh\u00f6rige machen muss, um Gesundheit und Sicherheit. Aber davon, das zeigen die exklusiven Zahlen des FOCUS, gibt es immer weniger.\u00a0<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Aus dem angek\u00fcndigten Herbst der Reformen ist ein Winter des Missvergn\u00fcgens geworden. Ein Fr\u00fchling des Aufbruchs ist gerade nicht in Sicht. Viele Deutsche haben nicht den Eindruck, dass sich ihr Alltag bald sp\u00fcrbar verbessern wird. Laut einer exklusiven Insa-Umfrage im Auftrag von FOCUS erwarten 40 Prozent der mehr als 1000 Befragten f\u00fcr das neue Jahr kaum Ver\u00e4nderung. Gut ein Drittel rechnet sogar mit einer Verschlechterung. Das ist noch kein Alarmzustand, markiert aber eine Stimmungslage, die den politischen Parteien der Mitte gef\u00e4hrlich werden d\u00fcrfte. Wenn Hoffnung fehlt, wird jeder kleine Fehler zum Beweis f\u00fcr das gro\u00dfe Versagen.<\/p>\n<ul class=\"sc-17d8dcc2-0 dFZwis\">\n<li class=\"sc-17d8dcc2-0 eBrKGX\"><strong>Im Rahmen der Aktion \u201ePro Demokratie\u201c verschenkt FOCUS neun Wochen lang digitale FOCUS+ Jahresabos an junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren. Einfach unter <\/strong><a rel=\"nofollow noopener\" href=\"http:\/\/bit.ly\/45AXjws\" target=\"_blank\" class=\"sc-17d8dcc2-0 eFApya\"><strong>www.focusplus.de\/u30-aktion registrieren<\/strong><\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Genau deshalb werden die Landtags- und Kommunalwahlen 2026 so aufgeladen. Im M\u00e4rz startet das Wahljahr mit den Landtagswahlen in Baden-W\u00fcrttemberg und Rheinland-Pfalz sowie den Kommunalwahlen in Bayern und Hessen. Im September folgen dann die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sowie Kommunalwahlen in Niedersachsen. Entscheidend wird dann eher nicht die Weltpolitik sein. Wer zu lange auf den Termin im B\u00fcrgeramt wartet, wer mit der Bahn pendelt oder den Unterrichtsausfall seines Kindes erlebt, schaut auf die konkrete Leistungsf\u00e4higkeit des Staates. Und diese Leistungsf\u00e4higkeit entscheidet am Ende dar\u00fcber, ob Menschen den demokratischen Parteien zutrauen, Probleme zu l\u00f6sen. Aktuell tun sie das nicht.<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">In Baden-W\u00fcrttemberg und Bayern zeigt sich das vor allem auf dem Gebiet der Wirtschaft. Diese L\u00e4nder stehen f\u00fcr das deutsche Wirtschaftssystem: Mittelstand und Industrie, Forschung und Innovation. Wenn hier die Zuversicht wackelt, ist das ein klares Warnsignal. Denn die St\u00e4rke des S\u00fcdens ist der Motor der Republik: Was hier nicht investiert wird, fehlt sp\u00e4ter im Bund. Was hier an Jobs verloren geht, schl\u00e4gt auf das gesamte Land durch. Zwar hat sich die Wirtschaft nach der Corona-Pandemie zun\u00e4chst erholt. Im vergangenen Jahr br\u00f6ckelte sie jedoch erneut. Im ersten Quartal 2025 legte die Wirtschaftsleistung um magere 0,3 Prozent zu, im zweiten ging sie dann wieder um 0,2 Prozent zur\u00fcck, nur um im dritten zu stagnieren. Zahlen f\u00fcr das Schlussquartal gibt es noch keine. Aber wenn da ein Aufschwung zu verzeichnen gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte man sicher davon geh\u00f6rt.<\/p>\n<p><img class=\"ThumborPicture_image__404Vg\" alt=\"xxxx\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/wiegehtsdeutschland.jpg\" width=\"480\" height=\"1348\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"\/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1768501874_322_wiegehtsdeutschland.jpg\" alt=\"xxxx\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Der Blick auf die Makrolage erkl\u00e4rt dabei nur einen Teil. Der andere Teil ist psychologisch: Die Unsicherheit \u00fcberwiegt. In der Umfrage sagen 46 Prozent, sie k\u00e4men schlecht mit ihrem Haushaltseinkommen aus. Dieses Gef\u00fchl ist l\u00e4ngst kein Randph\u00e4nomen mehr. Es trifft auch jene, die sich zum Mittelstand z\u00e4hlen, die arbeiten, vorsorgen, Kinder gro\u00dfziehen \u2013 und dennoch das Gef\u00fchl haben, dass jeder zus\u00e4tzliche Schock von Energiepreisen, Mieterh\u00f6hungen oder Inflation sie aus der Balance bringt.<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Hinzu kommt der zweite Sprengsatz: 69 Prozent der Befragten empfinden den Wohlstand als ungerecht verteilt. Unter den ostdeutschen Befragten ist deren Anteil mit 75 Prozent (Westen: 67) deutlich h\u00f6her. Fast jeder Zweite w\u00fcnscht sich mehr Umverteilung von Geld von oben nach unten. Der Transformationsforscher Raj Kollmorgen von der Hochschule Zittau\/G\u00f6rlitz erkl\u00e4rt diesen Unterschied im Gespr\u00e4ch mit FOCUS mit einem \u201eJammern auf hohem Niveau\u201c der Ostdeutschen. \u201eMan erwartet drau\u00dfen, um sich herum den Weltuntergang, w\u00e4hrend man selbst in der geheizten Stube sitzt.\u201c Eine Ursache daf\u00fcr sei die Entwertung der ostdeutschen Umbruchserfahrung bei anhaltend komplexer Gesamtsituation. Das wiederum treibe die W\u00e4hler an die politischen R\u00e4nder, hin zu AfD und Die Linke.<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Doch selbst im S\u00fcden, wo traditionell Wirtschaft und Leistung die wichtigsten Argumente sind, spielt die Debatte um Gerechtigkeit eine Rolle. Denn die Unzufriedenheit speist sich nicht nur aus dem Kontostand, sondern auch aus der Frage, ob sich Anstrengung noch lohnt. Hier liegt die Zwickm\u00fchle, in der die baden-w\u00fcrttembergischen Bewerber Manuel Hagel (CDU) und Cem \u00d6zdemir (Gr\u00fcne) stecken: Mehr Umverteilung und ein echter Standort-Aufbruch passen nur schwer zusammen. Besonders sichtbar ist das in der Autoindustrie: Die gro\u00dfen Taktgeber der E-Mobilit\u00e4t sitzen nicht am Neckar oder in Ingolstadt, sondern in den USA und in China. W\u00e4hrenddessen sinkt die Produktion in deutschen Werken: 2014 wurden hierzulande noch 5,6 Millionen Autos hergestellt, zehn Jahre sp\u00e4ter waren es nur noch 4,1 Millionen.<\/p>\n<p><img class=\"ThumborPicture_image__404Vg\" alt=\"xxx\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/wiegehtsdeutschland2.jpg\" width=\"480\" height=\"889\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"\/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1768501876_354_wiegehtsdeutschland2.jpg\" alt=\"xxx\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Noch ist das kein Kollaps, aber es ist eine Warnung. Ohne eine Neuaufstellung droht das deutsche Wirtschaftsmodell abzulaufen. Wie nerv\u00f6s die Branche ist, zeigt die j\u00fcngste Einigung zum Verbrenner-Aus. Ende November hat sich die Koalition darauf verst\u00e4ndigt, in Br\u00fcssel auf eine deutliche Lockerung der Regeln ab 2035 zu dr\u00e4ngen. Weg vom harten Schnitt, hin zu \u00dcbergangstechnologien wie Plug-in-Hybriden oder Range-Extendern. Kurz vor Weihnachten legte auch die EU-Kommission nach und stellte eine Reform vor: Statt einer CO\u2082-Reduktion von 100 Prozent sollen es ab 2035 nur noch mindestens 90 Prozent weniger Emissionen bei Neufahrzeugen im Vergleich zu 2021 sein \u2013 unter bestimmten Bedingungen k\u00f6nnten damit in engem Rahmen auch Verbrenner weiterhin neu zugelassen werden. Doch zufrieden ist die Industrie trotzdem nicht. Der Verband der Automobilindustrie kritisiert, die nun \u201eanerkannte Technologieoffenheit\u201c sei mit so vielen H\u00fcrden versehen, dass sie \u201ein der Praxis wirkungslos\u201c zu bleiben drohe.<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Die Autoindustrie ist dabei nur das sichtbarste Symptom. Dahinter steht ein gr\u00f6\u00dferes Problem: Deutschland diskutiert seit Jahren \u00fcber Transformation \u2013 aber das Fundament, auf dem jede Transformation aufbaut, ist br\u00fcchig. Ohne verl\u00e4ssliche Stra\u00dfen und Br\u00fccken, ohne funktionierende Schienen, ohne sanierte Schulen und einen Staat, der Projekte z\u00fcgig durch Genehmigungen und Vergaben bringt, l\u00e4uft das Versprechen ins Leere. Soziologe Kollmorgen analysiert, dass die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler je nach Himmelsrichtung unterschiedliche Antworten auf die Herausforderungen geben. Im wohlhabenderen S\u00fcdwesten werde eher gefragt, ob nicht doch eine verj\u00fcngte CDU \u201emehr zu bieten hat als die Gr\u00fcnen\u201c. Und in den l\u00e4ndlichen und rasch alternden Regionen von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern werden die Menschen \u2013 neben der Migrationsproblematik \u2013 vor allem \u201evon den M\u00e4ngeln der staatlichen Daseinsvorsorge umgetrieben\u201c. Sprich: \u00c4rztemangel, Pflegekrise, Schulen.<\/p>\n<p><img class=\"ThumborPicture_image__404Vg\" alt=\"xxx\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/wiegehtsdeutschland3.jpg\" width=\"480\" height=\"889\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"\/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1768501878_707_wiegehtsdeutschland3.jpg\" alt=\"xxx\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Das Geld, um etliche Probleme zu l\u00f6sen,gibt es bekanntlich. Durch das neue Sonderverm\u00f6gen Infrastruktur und Klimaneutralit\u00e4t sollen 500 Milliarden Euro investiert werden. Das weckt Erwartungen.Die Menschen wollen 2026 nicht noch eine Debatte dar\u00fcber, warum etwas doch nicht geht, sondern sp\u00fcrbare Verbesserungen. Aber aktuell sind viele unzufrieden. In der FOCUS-Umfrage sagen 72 Prozent der Befragten, der Zustand von Stra\u00dfen und Br\u00fccken sei schlecht; bei den Schulen urteilen 66 Prozent so. Dar\u00fcber hinaus sind 54 Prozent unzufrieden mit der Digitalisierung von Beh\u00f6rden und \u00f6ffentlichen Dienstleistungen.<\/p>\n<ul class=\"sc-17d8dcc2-0 dFZwis\">\n<li class=\"sc-17d8dcc2-0 eBrKGX\"><strong>Damit junge W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler Zugang zu Fakten aus verl\u00e4sslichen Quellen haben, verschenkt FOCUS+ kostenfreie Jahresabos. <\/strong><a rel=\"nofollow noopener\" href=\"http:\/\/bit.ly\/45AXjws\" target=\"_blank\" class=\"sc-17d8dcc2-0 eFApya\"><strong>Hier das Gratis-Abo sichern.<\/strong><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Die Wahrnehmung der B\u00fcrger korrespondiert mit der Statistik: 24.600\u2005Kilometer Fernstra\u00dfen gelten als sanierungsbed\u00fcrftig, bei den Autobahnbr\u00fccken sind 4,8 Prozent in einem nicht ausreichenden oder ungen\u00fcgenden Zustand. Auf der Schiene sieht es nicht besser aus: 17.285\u2005Kilometer haben Sanierungsbedarf. Konkret bedeutet das, dass die Bahn im zur\u00fcckliegenden Jahr mit 60,1\u2005Prozent um 2,4 Prozentpunkte unp\u00fcnktlicher im Fernverkehr war als 2024. Zum Vergleich: 2015 lag die P\u00fcnktlichkeit noch bei 74,4 Prozent. Was nach Zahlensalat klingt, bedeutet Zeitverlust, Verdienstausfall, vor allem aber jede Menge Frust.<\/p>\n<p>Die Welt als Handelsplatz<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Doch auch die Weltpolitik d\u00fcrfte den Wahlk\u00e4mpfenden 2026 Sorgen machen. Rheinland-Pfalz zeigt eine neue Realit\u00e4t: Als Industrieland mit einer Exportquote von \u00fcber 50 Prozent leidet es unter der geopolitischen Nervosit\u00e4t und sich zuspitzenden Handelskonflikten. Die Weltlage ist l\u00e4ngst nicht mehr nur in den Nachrichtensendungen relevant, sondern Teil der Standortfrage: Kommen Auftr\u00e4ge? Bleiben Energiekosten kalkulierbar? Verlassen Unternehmen den Standort, oder investieren sie? Die FOCUS-Umfrage zeigt, dass die geopolitische Sicherheit die Deutschen bewegt. 56 Prozent der Befragten sagen, Deutschlands Sicherheit werde durch andere Staaten bedroht. Und die Bedrohung wird nicht eindimensional wahrgenommen: 45 Prozent der Befragten sehen Russland als zentrale Gefahr, und 35 Prozent nennen Russland und die USA zugleich.<\/p>\n<blockquote class=\"ParagraphQuote_quote__rVzYl Tokens_quote__XJy_x\">\n<p>\u201eWas die Leute als Denkzettel androhen und was sie am Wahltag ankreuzen, sind zwei Paar Schuhe\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Raj Kollmorgen, Sozialforscher<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Auch wenn sie nur wenig dagegen tun k\u00f6nnen, wird diese Frage die Spitzenkandidaten in den L\u00e4ndern umtreiben. Besonders die AfD nutzt die Angst der Bev\u00f6lkerung aus. Sie nimmt die Sorge vieler Menschen, Deutschland k\u00f6nne in den Ukraine-Krieg hineingezogen werden, und gie\u00dft sie in ein simples Versprechen: raus aus der \u201eEskalationsspirale\u201c, Schluss mit Waffenlieferungen, Schluss mit Sanktionen. Stattdessen soll es Frieden durch Verhandlungen geben. Nicht der Aggressor soll im Zentrum stehen, sondern jene in Berlin, die die Ukraine unterst\u00fctzen \u2013 gern mit dem Etikett \u201eKriegstreiber\u201c versehen. Die AfD verspricht einen einfachen Ausweg. Allerdings ohne den Preis zu nennen. Vor allem in Ostdeutschland verf\u00e4ngt das. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hat die AfD derzeit Zustimmungswerte von 40 beziehungsweise 38 Prozent in den Umfragen. Laut Sozialforscher Kollmorgen liegt das zum einen an der Selbstinszenierung der AfD als Gegenelite. Wichtiger aber sei ihre Marginalisierung und Ausgrenzung durch die sogenannten etablierten Parteien. \u201eDas funktioniert eher als Brandbeschleuniger.\u201c Die Folge: Die Kritiker der aktuellen Politik w\u00e4hlen die Gegner der Demokratie, auch weil Gef\u00fchle eine Rolle spielen, denen die etablierte Politik in aufreibenden Zeiten wenig entgegenzusetzen hat.<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Hinzu kommt: Die FOCUS-Umfrage zeigt, dass in Ostdeutschland mit 37 Prozent deutlich weniger Menschen angeben, ihre Meinung frei \u00e4u\u00dfern zu k\u00f6nnen. In Westdeutschland sagen das 49 Prozent der Befragten. Auf Gesamtdeutschland bezogen meinen AfD- und BSW-W\u00e4hler mit 76 Prozent absolut-mehrheitlich, dass sie in Deutschland ihre Meinung nicht frei \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen. Das BSW liegt allerdings auf Bundesebene in aktuellen Umfragen bei unter f\u00fcnf Prozent, w\u00e4hrend ein Viertel der Wahlberechtigten ihr Kreuz bei der AfD machen w\u00fcrden. Bezogen auf die Wahlen in Ostdeutschland prophezeit Sozialforscher Kollmorgen aber Ergebnisse, die von den derzeitigen Umfragen abweichen. \u201eWas die Leute als Denkzettel androhen und was sie am Wahltag ankreuzen, sind zwei Paar Schuhe.\u201c Bei den zur\u00fcckliegenden Wahlen auf Landes- und Kommunalebene habe sich erwiesen: \u201eEs gibt nach wie vor eine deutliche Mehrheit in der Bev\u00f6lkerung, die weiter eine demokratische und solidarische Ordnung will und zugleich verstanden hat, dass sich etwas \u00e4ndern muss.\u201c<\/p>\n<p><img class=\"ThumborPicture_image__404Vg\" alt=\"xxx\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/wiegehtsdeutschland4.jpg\" width=\"480\" height=\"1348\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"\/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1768501880_247_wiegehtsdeutschland4.jpg\" alt=\"xxx\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Versprechen auf Ver\u00e4nderung hat vor allem die im Bund regierende Union gegeben. Obwohl unter Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) im Jahr 2025 die Zahl der Abschiebungen deutlich erh\u00f6ht wurde, dr\u00fcckt das Thema Migration die Stimmung. 44 Prozent der f\u00fcr FOCUS Befragten f\u00fchlen sich durch Migration in ihrem pers\u00f6nlichen Leben eingeschr\u00e4nkt. Ebenfalls 44 Prozent f\u00fchlen sich durch Kriminalit\u00e4t an ihrem Wohnort unsicher. Beide Zahlen m\u00fcssen nicht unmittelbar zusammenh\u00e4ngen. Aber was bleibt, ist das schwindende Vertrauen in die Handlungsf\u00e4higkeit des Staates.<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Sozialforscher Raj Kollmorgen kann all dem aber auch Positives abgewinnen. In der lauten Kritik am politischen Handeln zeige sich, dass die Menschen mitreden wollen. Dass ihnen nicht egal ist, was in Deutschland entschieden und umgesetzt wird. \u201eDas ist nicht nur Protest, sondern eine neue Partizipation.\u201c<\/p>\n<p><a class=\"Article_homeBtn__kEoMA Button_secondary__PNkAv Button_base__GoPte Tokens_buttonLabel__UEWx8\" href=\"https:\/\/www.focusplus.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Und, wie geht\u2019s? Diese Frage h\u00f6rt man gerade \u00f6fter. Das alte Jahr ist gegangen, das neue hat unter&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":720857,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,30,13,14,3923,15,3921,16,12],"class_list":{"0":"post-720856","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-nachrichten-aus-deutschland","18":"tag-news","19":"tag-news-aus-deutschland","20":"tag-politik","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115900546335170072","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/720856","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=720856"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/720856\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/720857"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=720856"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=720856"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=720856"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}