{"id":720955,"date":"2026-01-15T19:23:28","date_gmt":"2026-01-15T19:23:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/720955\/"},"modified":"2026-01-15T19:23:28","modified_gmt":"2026-01-15T19:23:28","slug":"erdbebenrisiko-aachen-stolberg-neue-studie-liefert-belege-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/720955\/","title":{"rendered":"Erdbebenrisiko Aachen-Stolberg: neue Studie liefert Belege"},"content":{"rendered":"<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Eine aktuelle geologische Studie zur sogenannten Feldbiss-St\u00f6rung zeigt, dass es im Grenzbereich zwischen Aachen und Stolberg in der Vergangenheit mehrfach zu starken Erdbeben gekommen ist. Wie das Fachportal Erdbebennews unter Berufung auf die neue Ver\u00f6ffentlichung berichtet, lassen sich seit der letzten Eiszeit mindestens vier gro\u00dfe Erdbebenereignisse entlang dieses St\u00f6rungsabschnitts nachweisen.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Die Feldbiss-St\u00f6rung \u2013 also ein Riss in der Erdkruste \u2013 verl\u00e4uft direkt entlang der Stadtgrenze zwischen Aachen und Stolberg und geh\u00f6rt zu den bedeutenden geologischen Bruchzonen der Niederrheinischen Bucht, die im S\u00fcden von der Eifel und im Osten vom Bergischen Land eingefasst wird.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Ein Erdbeben an dieser Stelle, also an der Feldbiss-St\u00f6rung, w\u00fcrde dicht besiedeltes Gebiet betreffen. Zwar ist die grunds\u00e4tzliche Erdbebengef\u00e4hrdung der Region seit Langem bekannt, konkrete geologische Belege f\u00fcr H\u00e4ufigkeit und St\u00e4rke fr\u00fcherer Erdbeben fehlten jedoch bislang \u2013 insbesondere f\u00fcr Zeitr\u00e4ume vor dem Beginn verl\u00e4sslicher schriftlicher \u00dcberlieferungen, wie das Fachportal erl\u00e4utert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.aachener-zeitung.de\/lokales\/region-aachen\/aachen\/aktuelle-und-historische-erdbeben-ein-blick-auf-die-niederrheinische-bucht.\/54087219.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__w3AgI RelatedTeaser_related-teaser--image__GJcRr read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"54087219\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Aktuelle und historische Erdbeben: Ein Blick auf die Niederrheinische Bucht.<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Die neue Studie schlie\u00dft nun genau diese L\u00fccke. Forschende der RWTH Aachen untersuchten den Boden mithilfe hochaufl\u00f6sender Gel\u00e4ndemodelle, geophysikalischer Messungen, Bohrungen und zweier Grabungen an der Sebastianusstra\u00dfe im Stolberger Stadtteil Atsch. Dabei wurden verschobene Bodenschichten freigelegt, die direkte Spuren fr\u00fcherer Erdbeben enthalten.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">\u201eSolche sogenannten\u00a0pal\u00e4oseismologischen Grabungen\u00a0erlauben es, fr\u00fchere Erdbeben selbst dann zu erkennen, wenn sie zehntausende Jahre zur\u00fcckliegen \u2013 ganz unabh\u00e4ngig davon, ob Menschen sie damals dokumentiert haben\u201c, sagt Erdbebenauswerter\u00a0Jens Skapski und zugleich Betreiber von Erdbebennews.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Die Wissenschaftler identifizierten in ihrer Studie vier einzelne Erdbeben, bei denen sich die St\u00f6rung bis an die Erdoberfl\u00e4che fortsetzte. So kommt die Studie zu dem Schluss, dass es ein sehr fr\u00fches Erdbeben vor ungef\u00e4hr 35.000 Jahren, zwei weitere starke Erdbeben vor rund 26.800 bis 24.900 Jahren sowie ein Ereignis ungef\u00e4hr in der Zeit zwischen 1728 und 1785 gegeben haben muss. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Aus den gemessenen Verschiebungen der Bodenschichten \u2013 teilweise zwischen etwa elf und 70 Zentimetern \u2013 lassen sich nach Angaben von Erdbebennews Magnituden im Bereich von etwa 5,9 bis 6,6 ableiten. Das entspreche der Gr\u00f6\u00dfenordnung der st\u00e4rksten historisch bekannten Erdbeben am Niederrhein, darunter auch das D\u00fcrener Erdbeben von 1755\/56.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Neu an der Studie sei jedoch weniger die St\u00e4rke der Erdbeben, sondern der eindeutige Nachweis, dass solche Ereignisse genau an diesem s\u00fcdlichen Abschnitt der Feldbiss-St\u00f6rung aufgetreten sind \u2013 unmittelbar im heutigen Stadtgebiet, wie Erdbebennews betont. Dass die St\u00f6rung im Gel\u00e4nde trotz seltener Aktivit\u00e4t gut erkennbar ist, f\u00fchren die Forschenden auf g\u00fcnstige Erhaltungsbedingungen zur\u00fcck: geringe Erosion seit der Erdzeitepoche Pleistoz\u00e4n und sch\u00fctzende L\u00f6ssablagerungen aus den Eiszeiten.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Eine akute Warnung f\u00fcr die Region leiten die Forscher aus den Ergebnissen nicht ab. Dennoch liefern die neuen Daten laut Erdbebennews eine wichtige Grundlage f\u00fcr die Bewertung der Erdbebengef\u00e4hrdung in der Niederrheinischen Bucht. Besonders relevant sei das, weil die Feldbiss-St\u00f6rung in unmittelbarer N\u00e4he zentraler Verkehrsinfrastrukturen wie der Bahnstrecke Br\u00fcssel-Aachen-K\u00f6ln und der Autobahn A4 verl\u00e4uft. Aussagen dar\u00fcber, wann ein n\u00e4chstes starkes Erdbeben auftreten k\u00f6nnte, sind auf Basis der Studie jedoch nicht m\u00f6glich, sagt Skapski.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Aufzeichnungen des Geologischen Diensts NRW zeigen, dass es in diesem Jahr in Stolberg bereits ein Erdbeben mit der St\u00e4rke 1,7 gegeben hat \u2013 am 1. Januar. Au\u00dferdem hat es am 13. Januar zwei Erdbeben im Eschweiler Stadtteil Weisweiler gegeben \u2013 mit einer St\u00e4rke von 0,7 und 0,3.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Im vergangenen Jahr hat es in Stolberg mehrere Erdbeben gegeben, wie die Daten zeigen. So hat es in Eschweiler ein Beben mit der St\u00e4rke 0,6 am 29. August 2025 gegeben. Ein weiteres Beben hat sich auch am 18. M\u00e4rz in Eschweiler (0,4) ereignet. Zwei aufeinanderfolgende Erdbeben hat es am 27. Januar 2025 (0,8) und am 28. Januar 2025 (0,5) in Zweifall gegeben.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">2024 haben sich in Eschweiler drei aufgezeichnete Erdbeben ereignet und in Stolberg zwei Beben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine aktuelle geologische Studie zur sogenannten Feldbiss-St\u00f6rung zeigt, dass es im Grenzbereich zwischen Aachen und Stolberg in der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":720504,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1853],"tags":[1424,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,1209,12],"class_list":{"0":"post-720955","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aachen","8":"tag-aachen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-nordrhein-westfalen","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115900750481050988","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/720955","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=720955"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/720955\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/720504"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=720955"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=720955"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=720955"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}