{"id":721115,"date":"2026-01-15T20:50:17","date_gmt":"2026-01-15T20:50:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/721115\/"},"modified":"2026-01-15T20:50:17","modified_gmt":"2026-01-15T20:50:17","slug":"auftakt-der-regionalen-tarifverhandlung-chemie26-in-hessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/721115\/","title":{"rendered":"Auftakt der regionalen Tarifverhandlung #Chemie26 in Hessen"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">15.01.2026 \u2013 16:56<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Arbeitgeberverband HessenChemie\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/53824\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitgeberverband HessenChemie<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a class=\"glightbox-pseudo event-trigger\" href=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_hires\/a2d6e12b-0078-4c98-b116-d7b39dd78479\/Regionale%20Chemie-Tarifrunde%20Hessen_6.jpg.jpg\" data-description=\"Regionale Tarifverhandlungen #Chemie26 in Hessen. Bild: Arne Landwehr\" data-category=\"medialightbox\" data-action=\"click\" data-label=\"single\" data-value=\"69690e20270000fd2c738653\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" height=\"540\" with=\"720\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/auftakt-der-regionalen-tarifverhandlung-chemie26-in-hessen.jpeg\"   alt=\"Auftakt der regionalen Tarifverhandlung #Chemie26 in Hessen\" class=\"single\"\/><\/a><\/p>\n<p><b><b>Chemie-Tarifrunde 2026: Atempause jetzt!<\/b><\/b><\/p>\n<p><b>Wiesbaden, 15. Januar 2026. <\/b><b>Die chemisch-pharmazeutische Industrie startet die Tarifrunde 2026 in einer wirtschaftlich ernsten Lage. Der heutige Auftakt der regionalen Tarifverhandlungen in Hessen blieb ohne Ergebnis. Die Branche steht unter massivem strukturellen Druck, eine wirtschaftliche Trendwende ist nicht absehbar \u2013 vor diesem Hintergrund fordern die Arbeitgeber eine tarifpolitische Atempause.<\/b><\/p>\n<p>&#8222;Die Chemiebranche erlebt die schwierigste Zeit seit Jahrzehnten\u201c, sagt Holger Kison, Head of Group HR bei der Infraserv H\u00f6chst-Gruppe und Verhandlungsf\u00fchrer der hessischen Chemie-Arbeitgeber, gegen\u00fcber der Gewerkschaft IGBCE Hessen-Th\u00fcringen. \u201eIn der Branche bleibt derzeit kein Stein auf dem anderen. Darauf m\u00fcssen wir tarifpolitisch reagieren.\u201c<\/p>\n<p>Nach der letzten Tarifrunde gab es noch Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung. Diese hat sich nicht erf\u00fcllt. 2025 ist die Branche weiter geschrumpft. \u201eWir haben kein Wachstum, keinen Aufschwung und damit auch keinen Verteilungsspielraum\u201c, so Kison. \u201eIn dieser Situation kann auch die Inflationsrate kein Ma\u00dfstab f\u00fcr Tarifpolitik sein. Wir m\u00fcssen uns an der wirtschaftlichen Realit\u00e4t unserer Betriebe orientieren.\u201c<\/p>\n<p>Die IGBCE Hessen-Th\u00fcringen fordert eine Erh\u00f6hung der Einkommen f\u00fcr die Tarifbesch\u00e4ftigten und Auszubildenden, die deutlich \u00fcber der Inflation liegt und damit die Kaufkraft st\u00e4rkt, sowie Instrumente zur Besch\u00e4ftigungssicherung. <\/p>\n<p><b>Belastungen wirken nach<\/b><\/p>\n<p>Der Tarifabschluss von 2024 wirkt bis heute nach. Mitten in der Krise wurden die Entgelte um insgesamt 6,85 Prozent erh\u00f6ht. Diese Belastung schr\u00e4nkt die wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit vieler Betriebe sp\u00fcrbar ein.<\/p>\n<p>Gleichzeitig stehen die Unternehmen unter Druck \u2013 durch international nicht wettbewerbsf\u00e4hige Arbeitskosten, steigenden Importdruck, neue Z\u00f6lle, hohe Energiepreise, B\u00fcrokratie sowie eine schwache Nachfrage im In- und Ausland. Die Auslastung liegt auf historisch niedrigem Niveau. Hohe Kosten machen viele Produkte unrentabel, Chemieanlagen werden gedrosselt, stillgelegt oder dauerhaft geschlossen \u2013 insbesondere in der klassischen Chemie. Auch im Pharmabereich herrscht Stillstand; zus\u00e4tzliche Unsicherheiten entstehen durch neue US-Z\u00f6lle und bilaterale Preisverhandlungen mit der US-Regierung.<\/p>\n<p>Die hessischen Zahlen unterstreichen die Lage: Innerhalb von vier Jahren liegt der Produktionsr\u00fcckgang bei \u00fcber 13 Prozent, der Umsatz ist binnen drei Jahren um mehr als 11 Prozent gesunken. Auch f\u00fcr 2026 erwarten die Unternehmen r\u00fcckl\u00e4ufige Produktion und Ums\u00e4tze sowie weniger Investitionen im Inland.<\/p>\n<p><b>Produktivit\u00e4t als Schl\u00fcssel zur Wettbewerbsf\u00e4higkeit<\/b><\/p>\n<p>Die Unternehmen haben lange alles darangesetzt, Arbeitspl\u00e4tze zu sichern. Doch fehlt die Wettbewerbsf\u00e4higkeit, ger\u00e4t auch Besch\u00e4ftigung unter Druck. Sichere Arbeitspl\u00e4tze entstehen nur dort, wo Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich am Markt bestehen k\u00f6nnen. Ein zentraler Hebel daf\u00fcr ist die Produktivit\u00e4t. Die Arbeitskosten sind gestiegen, w\u00e4hrend die Produktivit\u00e4t gesunken ist. Die Lohnst\u00fcckkosten sind gegen\u00fcber 2015 um 48 Prozent h\u00f6her \u2013 ein erheblicher Wettbewerbsnachteil, der sich in Hessen mit seinem hohen Lohnkostenanteil besonders stark auswirkt.<\/p>\n<p>\u201eUm im internationalen Wettbewerb wieder Boden gutzumachen, brauchen die Betriebe mehr produktive Arbeitstage\u201c, sagt Dirk Meyer, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer von HessenChemie. \u201eMehr Anwesenheit, weniger Fehlzeiten und weniger tarifliche Abwesenheiten sind entscheidend, um Kosten zu stabilisieren und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit zur\u00fcckzugewinnen. Daf\u00fcr braucht es einen Tarifabschluss, der entlastet statt belastet.\u201c<\/p>\n<p><b>Ausblick auf die weiteren Verhandlungen<\/b><\/p>\n<p>Die Tarifverhandlungen f\u00fcr die rund 585.000 Besch\u00e4ftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie werden in den kommenden Tagen auf regionaler Ebene in den weiteren Tarifbezirken fortgesetzt. Ab dem 3. Februar 2026 sollen die Gespr\u00e4che auf Bundesebene weitergef\u00fchrt werden. Der aktuelle Tarifvertrag l\u00e4uft am 28. Februar 2026 aus.<\/p>\n<p><b>\u00dcber HessenChemie<\/b><\/p>\n<p>Im Arbeitgeberverband HessenChemie sind 310 Mitgliedsunternehmen mit 105.000 Besch\u00e4ftigten der chemisch-pharmazeutischen und kunststoffverarbeitenden Industrie sowie einiger industrienaher Serviceunternehmen zusammengeschlossen. <\/p>\n<p>Roland Boros<\/p>\n<p>Pressesprecher<\/p>\n<p><b>Arbeitgeberverband Chemie und verwandte Industrien f\u00fcr das Land Hessen e.V. (HessenChemie)<\/b><\/p>\n<p>Murnaustra\u00dfe 12 \/ 65189 Wiesbaden<\/p>\n<p>Telefon 0611 7106-40 \/ Telefax 0611 7106-78 \/ Mobil 0162 2710646<\/p>\n<p> <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/53824\/mailto:boros@hessenchemie.de\">boros@hessenchemie.de<\/a> &#8211;  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"http:\/\/atpscan.global.hornetsecurity.com?d=hLIXRcnjZRzINTmXQdtmOKOmN35mZYyoaiiQJ1eBE88&amp;f=0f2YO2ffWoQuNezyhnxbSr3GjaSXhWmajwdz-E--Ta03q5e6HItA7iPUGIr4rIx6&amp;i=&amp;k=DItp&amp;m=3a4KgGaQSLSoCfhwijhDjPLVqc7dEZ88I-DZ-y2t2dQDBbxj17KPKViT7fsE_HVGyU_Bzp0BqXIKl-hEdR04BAJpNZ5HFcof15Qw_UPmoY1n0zXZPnK_fyNaGAxYZNuh&amp;n=2yblwZkw6ERNHIUOO6TNuGVai-kgqt9hO9FhEcNbnH2MBRLToe5n4RnXBtyJfcSrQHi7-bzSexQ8HEO677enOJ_qRP4_2bJS8TaSfJgpE9I&amp;r=-R83rFo_ZnBovhIOpNr8mtyPmKVHC_fGIpcOYafCPT9rjw51drKfqa5XAnKzz8u3&amp;s=cd6ee453d1a9a302aa875c46e1c2f20b2e04252c219e96b0fb6a68141f697992&amp;u=http%3A%2F%2Fwww.hessenchemie.de\">www.hessenchemie.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"15.01.2026 \u2013 16:56 Arbeitgeberverband HessenChemie Chemie-Tarifrunde 2026: Atempause jetzt! 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