{"id":721384,"date":"2026-01-15T23:19:10","date_gmt":"2026-01-15T23:19:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/721384\/"},"modified":"2026-01-15T23:19:10","modified_gmt":"2026-01-15T23:19:10","slug":"einfach-nur-einen-webbrowser-bitte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/721384\/","title":{"rendered":"Einfach nur einen Webbrowser, bitte"},"content":{"rendered":"<p>Die f\u00fchrenden Webbrowser verzetteln sich. Jetzt gibt es Abhilfe: Das neue Projekt \u201eJust the Browser\u201d erleichtert Google Chrome, Microsoft Edge und Mozilla Firefox um Ballast. Deaktiviert werden, binnen Sekunden, nach Kr\u00e4ften die meisten KI-Dienste, Autostart, Einkaufsfunktionen, aufgedr\u00e4ngte Inhalte Dritter wie bezahlte Icons oder t\u00e4glich frischem Klickbait, die Bel\u00e4stigung mit \u201eMach mich zum Default\u201d-Popups, die \u00dcbertragung von Nutzungsdaten sowie das Einf\u00fchrungssemester nach der Erstinstallation.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Der Witz: Das geht alles weg mit Bordmitteln. Weder kommen Plug-ins hinzu, noch wird der Sourcecode der Browser angetastet. Damit erhalten sie auch weiterhin automatische Updates, wenn verf\u00fcgbar. Und Updates reaktivieren in aller Regel die unerw\u00fcnschten Zus\u00e4tze auch nicht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/justthebrowser.com\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Just the Browser<\/a> macht einfach die f\u00fcr gro\u00dfe Organisationen gedachten Gruppenrichtlinien einzelnen Anwendern zug\u00e4nglich. Ein in die Shell kopierter Befehl reicht, Browser ausw\u00e4hlen, best\u00e4tigen, und im Handumdrehen sind die Richtlinien installiert. Der gleiche Shell-Befehl erm\u00f6glicht dann auch die R\u00fcckg\u00e4ngigmachung, also die Entfernung der installierten Browserrichtlinien.<\/p>\n<p>Edge und Firefox blenden in den Einstellungen den Hinweis ein, dass der Browser durch eine \u201eOrganisation\u201d gemanagt werde. Diese Organisation sind dann aber die Nutzer von Just the Browser selbst.<\/p>\n<p>Windows, MacOS, Linux<\/p>\n<p>Hinter dem Projekt steckt der US-Journalist und Programmierer Corbin Davenport. \u201eNennen sie mich altmodisch, aber ich m\u00f6chte, dass mein Webbrowser blo\u00df ein Webbrowser ist\u201d, erl\u00e4utert er den <a href=\"https:\/\/blog.corbin.io\/post\/805641962529177600\/introducing-just-the-browser\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Beweggrund f\u00fcr Just the Browser<\/a>. \u201eIch m\u00f6chte keine Shopping-Integration, oder KI-Agenten, die meinen Cursor okkupieren, noch lokale KI-Modelle, die andauern im Hintergrund laufen, um meine Browsertabs umzuschichten. Ich sollte daf\u00fcr nicht auf Safari oder halbgare Firefox-Forks zur\u00fcckgreifen m\u00fcssen.\u201d<\/p>\n<p>Daher hat Davenport entsprechende Gruppenrichtlinien f\u00fcr die drei gro\u00dfen Browsermarken ver\u00f6ffentlicht, zusammen mit Dokumentation, die Installation und gegebenenfalls Anpassung der Richtlinien an eigene Vorstellungen erl\u00e4utert. Dazu gibt es Installationsskripte f\u00fcr Windows (x86 32 und 64 bit, ARM 64 bit), MacOS und Linux (vorerst nur Firefox; Debian\/Ubuntu x86 und Fedora\/openSUSE x86,). Alles ist Open Source (MIT License) und darf auch weiterverbreitet und kommerziell genutzt werden.<\/p>\n<p>Obacht bei parallelen Instanzen des gleichen Browsers<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Wichtigste Ausnahme bei der Entfernung der Large Language Models (LLM) ist die \u00dcbersetzungsfunktion in Firefox. Unterst\u00fctzung f\u00fcr Google Chrome unter Linux ist in Arbeit. Auch die Unterst\u00fctzung per Flatpak installierter Browser unter Linux steht noch aus. Eine fertige L\u00f6sung gegen den Mission Creep bei Browsern f\u00fcr Android gibt es bislang nicht. iOS steht <a href=\"https:\/\/github.com\/corbindavenport\/just-the-browser\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">im Github-Repositorium<\/a>, auf der Liste m\u00f6glicher Ausweitung.<\/p>\n<p>In einem ersten Versuch mit Just the Browser unter Linux gelang die Entschlackung des Firefox-Browsers in wenigen Sekunden. Am L\u00e4ngsten dauerte dabei die Eingabe des Passworts. Allerdings wurden sowohl die \u201enormale\u201d Firefox-Instanz als auch der parallel installierte Firefox ESR (Extended Support Release) erfasst, obwohl im Script nur von \u201eFirefox\u201d die Rede war. Die installierten Richtlinien lie\u00dfen sich ebenso flott r\u00fcckg\u00e4ngig machen, wieder f\u00fcr beide Firefox\u2019, doch waren dann einige urspr\u00fcnglich manuell vorgenommene Einstellungen zur\u00fcckgesetzt.<\/p>\n<p>Normale Browserupdates sollten die Richtlinien nicht tangieren. Es kann aber vorkommen, dass Browser-Herausgeber bestimmte Einstellungsm\u00f6glichkeiten entfernen oder andere grundlegende \u00c4nderungen vornehmen, die bestehende Organisationsrichtlinien kaputt machen. Dann werden Anwender unter Umst\u00e4nden das Script von Just the Browser neu ausf\u00fchren m\u00fcssen, um die dann neueste Version einzuspielen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:ds@heise.de\" title=\"Daniel AJ Sokolov\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ds<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die f\u00fchrenden Webbrowser verzetteln sich. Jetzt gibt es Abhilfe: Das neue Projekt \u201eJust the Browser\u201d erleichtert Google Chrome,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":721385,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[25598,25599,29,44750,30,196,166013,22441,166014,190,189,194,191,193,192],"class_list":{"0":"post-721384","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-browser","9":"tag-chrome","10":"tag-deutschland","11":"tag-firefox","12":"tag-germany","13":"tag-it","14":"tag-just-the-browser","15":"tag-microsoft-edge","16":"tag-reduce-to-the-max","17":"tag-science","18":"tag-science-technology","19":"tag-technik","20":"tag-technology","21":"tag-wissenschaft","22":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115901678518168652","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/721384","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=721384"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/721384\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/721385"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=721384"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=721384"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=721384"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}