{"id":721538,"date":"2026-01-16T00:44:21","date_gmt":"2026-01-16T00:44:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/721538\/"},"modified":"2026-01-16T00:44:21","modified_gmt":"2026-01-16T00:44:21","slug":"vizeadmiral-kaack-kriegsgefahr-konkreter-denn-je","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/721538\/","title":{"rendered":"Vizeadmiral Kaack: Kriegsgefahr \u201ekonkreter denn je\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die deutschen Seestreitkr\u00e4fte stehen nach Auffassung der Marine-F\u00fchrung vor gewaltigen Herausforderungen, zu deren Bew\u00e4ltigung sie noch nicht ausreichend in der Lage sind. Das geht aus der Lage- und Aufgabenbeschreibung des Inspekteurs der Marine hervor, die Vizeadmiral Jan Christian Kaack hervor, am Donnerstagabend ver\u00f6ffentlicht hat. Kaack beschreibt in dem Text \u201eMeine Absicht 2026\u201c, eine hoch angespannte Lage in Ost- und Nordsee, st\u00e4ndiges, provozierendes Verhalten russischer Einheiten, \u201edie Allgegenwart von Drohnen zweifelhafter Herkunft\u201c, Operationen \u201edes Gegners\u201c die sich \u201eentlang der Eskalationsschwelle\u201c bewegten, so der Admiral.<\/p>\n<p>Defizite, mit denen der Inspekteur nicht zufrieden sein kann<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Deutschland blicke, so seine Folgerung \u201ekonkreter denn je auf die Gefahr eines Krieges\u201c. Russland abzuschrecken, mit physischer St\u00e4rke, \u201ementaler Resilienz\u201c und vor allem \u201emit dem unbedingten Willen zur Durchsetzung\u201c sei die Forderung der Zeit. Neben beeindruckenden Erfolgen bei F\u00fchrungsbereitschaft, \u00dcbungsgeschehen und Pr\u00e4senz gebe es aber, so Kaack, \u201enach wie vor Defizite, mit denen ich als Inspekteur nicht zufrieden sein kann\u201c. Dazu z\u00e4hlt der oberste Vertreter der deutschen Seestreitkr\u00e4fte in aller Offenheit die personelle Unterbesetzung und materielle Schw\u00e4che. Man stehe, so konstatiert Kaack, \u201eganz am Anfang eines langen Prozesses der Erneuerung.\u201c Wobei Kaack einr\u00e4umt, dass es weiterhin Hindernisse und H\u00fcrden gebe, die selbst gemacht seien. Dazu z\u00e4hlt er, bei allem Lob, \u201enoch zu viele, die sich abwartend im Prozess verlieren\u201c.<\/p>\n<p>Harmlosigkeit ist keine Strategie<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Solches Verhalten, so hebt Kaack in beachtlicher Strenge hervor, untergrabe Abschreckung und Kampfbereitschaft. F\u00fcr den Aufbau einer kampfst\u00e4rkeren Flotte brauche es \u201edie richtige Haltung\u201c, fordert der Inspekteur und die d\u00fcrfe sich nicht in Absichtserkl\u00e4rungen ersch\u00f6pfen. Die Rahmenbedingungen, so ermutigt Kaack das zivile und uniformierte Personal, seien gut wie nie: Die Regierung fordere Kriegst\u00fcchtigkeit und erm\u00f6gliche finanziellen Freiraum, die Gesellschaft stehe mehr als je zuvor hinter der <a data-rtr-index=\"1\" title=\"Bundeswehr\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/bundeswehr\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundeswehr<\/a> und ihrer Marine. Daher k\u00f6nne man er norm viel bewegen, \u201esehr viel mehr als wir glauben\u201c. Es gelte: \u201eDie Glaubw\u00fcrdigkeit unserer Taten bestimmt unsere F\u00e4higkeit zur Abschreckung\u201c. Und: \u201eHarmlosigkeit ist keine Strategie zur Kampfvermeidung\u201c.<\/p>\n<p>Kopflastige, komplizierte Struktur vereinfachen<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Mit Zuversicht blickt Kaack auf den neuen Wehrdienst, der es der Marine erm\u00f6glichen soll, mehr Seeleute zu gewinnen, ja, zu begeistern. Jede Anstrengung hierf\u00fcr sei eine Investition in die Zukunft und alle sollten sich beteiligen, Kaack spricht von einem \u201eAllemannsman\u00f6ver\u201c. In der Verteidigungsaufstellung der Bundeswehr insgesamt brauche es eine Marine, die klar und konsequent am den Kernauftrag ausgerichtet sei: \u201eDer Verteidigung unseres Landes und unserer B\u00fcndnispartner\u201c. Kaack selbst tr\u00e4gt dazu seit Anfang 2022 an der Spitze der Marine wesentlich bei und hat die Teilstreitkraft seither neu ausgerichtet. Dabei formuliert der erfahrene Offizier klare, fordernde Erwartungen und verlangt hohe und h\u00f6chste Einsatzbereitschaft. Kaack, dem Pathos fremd ist, wird in weit \u00fcber die Marine hinaus als sachlicher und effizienter Offizier gesch\u00e4tzt, dem es zudem gelungen ist, auch die internationalen maritimen Kooperationen mit den Ost- und Nordseeanrainer zu st\u00e4rken und dabei F\u00fchrung nicht zu scheuen. Ebenso wenig wie einen kritischen Blick auf die eigenen F\u00e4higkeiten.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die heutige Struktur der Marine sei \u201ezu kopflastig, zu kompliziert\u201c und biete zu viele \u201eM\u00f6glichkeiten der Verantwortung zu entziehen\u201c, schreibt Kaack. Dem entgegen m\u00fcssten Strukturen gestrafft und die Verantwortung des Einzelnen gest\u00e4rkt werden und neue Systeme \u2013 etwa Drohnen \u00dcber- und Unterwasser &#8211; rasch in die Marine integriert werden. Abschlie\u00dfend versichert Kaack allen etwas 15.000 Soldaten und 1800 zivilen Mitarbeitern in der Marine, er \u201eunterst\u00fctze jeden, der die Initiative ergreift\u00a0\u2013 und ich werde mich vor Sie stellen, wenn es Gegenwind gibt und Fehler passieren\u201c. Das Ziel sei es, gemeinsam eine neue Marine zu bauen, \u201edamit wir unseren Enkeln nicht vom Krieg erz\u00e4hlen m\u00fcssen\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die deutschen Seestreitkr\u00e4fte stehen nach Auffassung der Marine-F\u00fchrung vor gewaltigen Herausforderungen, zu deren Bew\u00e4ltigung sie noch nicht ausreichend&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":721539,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[13,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-721538","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-top-news","13":"tag-top-meldungen","14":"tag-topmeldungen","15":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115902012712033438","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/721538","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=721538"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/721538\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/721539"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=721538"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=721538"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=721538"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}