{"id":721612,"date":"2026-01-16T01:27:16","date_gmt":"2026-01-16T01:27:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/721612\/"},"modified":"2026-01-16T01:27:16","modified_gmt":"2026-01-16T01:27:16","slug":"alarmierende-studie-bremen-braucht-2035-viel-mehr-sozialwohnungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/721612\/","title":{"rendered":"Alarmierende Studie: Bremen braucht 2035 viel mehr Sozialwohnungen"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\nInfografik<\/p>\n<p>Standdatum: 15. Januar 2026.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nVerena Patel<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Licht brennt in einzelnen Wohnungen eines mehrst\u00f6ckigen Mehrfamilienhauses \" data-image-owner=\"dpa Bildfunk | Julian Stratenschulte\" data-image-title=\"Licht brennt in einzelnen Wohnungen eines mehrst\u00f6ckigen Mehrfamilienhauses \" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/sozialwohnungen-102~_v-800x450_c-1768490329805.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/sozialwohnungen-102~_v-640x360_c-1768490329805.jpg\"\/><\/p>\n<p>Bremen ist das Bundesland mit der h\u00f6chsten Armutsgef\u00e4hrdungsquote.<\/p>\n<p>Bild: dpa Bildfunk | Julian Stratenschulte<\/p>\n<p class=\"article-intro\">Im Land Bremen sind fast 20 Prozent der Einwohner armutsgef\u00e4hrdet, hei\u00dft es in der Studie des Pestel-Instituts. Doch schon jetzt gibt es einen Wohnungsmangel.<\/p>\n<p>Eine neue Studie des Pestel-Instituts im Auftrag des Verb\u00e4ndeb\u00fcndnis Soziales Wohnen, eines B\u00fcndnisses aus Gewerkschaft, Sozialverb\u00e4nden und Bauwirtschaft, \u200dsieht im Land Bremen einen gro\u00dfen Bedarf an Sozialwohnungen in den kommenden Jahren. In ganz Deutschland gebe es ein gro\u00dfes Defizit, weshalb das B\u00fcndnis fordert, den Bestand an Sozialwohnungen mindestens zu verdoppeln. Gerade junge Menschen, \u00e4ltere Menschen und Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen h\u00e4tten es auf dem Wohnungsmarkt schwer. <\/p>\n<p>Das Pestel-Institut ist ein Forschungsinstitut, das im Auftrag von Kommunen, Unternehmen und Verb\u00e4nden Studien erstellt. Es gibt j\u00e4hrlich den &#8222;sozialen Wohnmonitor&#8220; heraus, der unter anderem den Ist- und Soll-Bestand von Sozialwohnungen ermittelt. F\u00fcr die Studie st\u00fctzen sich die Autoren auf Ergebnisse des Mikrozensus 2022 aus den Kreisen und kreisfreien St\u00e4dten und auf eigene Berechnungen.<\/p>\n<p>Das B\u00fcndnis \u00fcbt au\u00dferdem Kritik an der Finanzierung: Die Bundesmittel f\u00fcr den sozialen Wohnungsbau werden derzeit gestaffelt nach Jahren ausgezahlt. Besser sei es, wenn das Geld im Jahr der Zusage flie\u00dfen w\u00fcrde. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie f\u00fcr Bremen:<\/p>\n<p>1 Bundesland mit h\u00f6chster Armutsgef\u00e4hrdungsquote<\/p>\n<p>Das Land Bremen weist demnach im L\u00e4ndervergleich die h\u00f6chste Armutsgef\u00e4hrdungsquote (19,7 Prozent) auf, gefolgt von Hamburg (19,5 Prozent) und Berlin (19,1 Prozent). Betroffen sind im Bundesland 139.000 Bremerinnen und Bremer oder 70.000 Haushalte. Dem steht ein Bestand von 6.239 Sozialwohnungen (Stand: Ende 2024) gegen\u00fcber. <\/p>\n<p>2 Sozialbindung endet bei Hunderten Wohnungen pro Jahr<\/p>\n<p>Seit 2018 fallen jedes Jahr durchschnittlich 642 Wohnungen aus der sogenannten Sozialbindung heraus, hei\u00dft es in der Studie. Das hei\u00dft: Die Mietpreisbindung, die beim Bau f\u00fcr einen bestimmten Zeitraum festgelegt wurde, endet, und die Wohnungen k\u00f6nnen dann zu Marktpreisen vermietet werden. <\/p>\n<p>3 Zahl der Sozialwohnungen soll sich verdreifachen<\/p>\n<p>Zielmarke der Studie: Bis 2035 soll der Bestand in Bremen auf 19.600 Sozialwohnungen anwachsen. Die Zahl der g\u00fcnstigen Wohnungen soll sich also mehr als verdreifachen.<\/p>\n<p>Zum Vergleich: Im bev\u00f6lkerungsreichsten Bundesland NRW sind Stand 2024 bereits mehr als 409.000 Sozialwohnungen ausgewiesen. Hier soll der Bestand laut Studie lediglich auf rund 454.900 Sozialwohnungen anwachsen.<\/p>\n<p>Ist- und Soll-Bestand an Sozialwohnungen<\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnen Sie sich externe Inhalte (Text, Bild, Video\u2026) von Datawrapper anzeigen lassen<\/p>\n<p class=\"embed-desc\">Stimmen Sie zu, stellt Ihr Browser eine Verbindung mit dem Anbieter her.<br \/><a href=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/info\/datenschutz\/datenschutz-embeds100.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos zum Thema Datenschutz.<\/a><\/p>\n<p>4 Wohnungen fehlen bereits jetzt<\/p>\n<p>Im Land Bremen fehlten laut der Studie Ende 2024 allgemein 13.000 Wohnungen. Die Studienautoren gehen davon aus, dass es in den n\u00e4chsten vier Jahren (bis 2030) 11.000 Haushalte mehr im Land geben wird und der Wohnungsbedarf bis dahin um 18.000 Wohnungen steigt. Demnach m\u00fcsste Bremen pro Jahr 3.000 neue Wohnungen bauen.<\/p>\n<p>5 Bremer geben ein Drittel des Einkommens f\u00fcr Wohnkosten aus<\/p>\n<p>Mehr als 30 Prozent des Einkommens (30,4 Prozent) der Bremerinnen und Bremer gehen f\u00fcr die Kaltmiete der Wohnung drauf, wie die Autoren darlegen. Betrachtet man alle Wohnkosten inklusive Nebenkosten, sind es sogar mehr als ein Drittel des Verdienstes (34,6 Prozent). <\/p>\n<p>An der Spitze liegt Bremen damit jedoch nicht: In mehreren anderen Bundesl\u00e4ndern muss man zwar anteilig weniger vom Einkommen f\u00fcr Kaltmiete und Betriebskosten ausgeben, allerdings ist die Belastung mit den Gesamtwohnkosten durchaus manchmal h\u00f6her. Zum Beispiel auch in Niedersachsen (35 Prozent), Sachsen-Anhalt (35,1 Prozent), Sachsen (35,5 Prozent) oder dem Saarland (36,2 Prozent). <\/p>\n<p class=\"article-legal-agencies\"><strong>Quelle<\/strong>:<br \/>\nbuten un binnen.\n<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\n\u00a0butenunbinnen.de, &#8222;Studie: Bremen braucht 2035 dreimal so viele Sozialwohnungen&#8220;, 15. Januar 2026, 17:11 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Infografik Standdatum: 15. Januar 2026. 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