{"id":721782,"date":"2026-01-16T03:00:19","date_gmt":"2026-01-16T03:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/721782\/"},"modified":"2026-01-16T03:00:19","modified_gmt":"2026-01-16T03:00:19","slug":"hessen-frankfurt-und-rhein-main-das-steckt-hinter-dem-titel-world-design-capital","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/721782\/","title":{"rendered":"Hessen: Frankfurt und Rhein-Main: Das steckt hinter dem Titel World Design Capital"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/hr-schattengruen-designerinnen-nicole-stattmann-und-thea-griep-in-ihrer-werkstatt-in-frankfurt-bornh.jpeg\" alt=\"Zwei Frauen mit einem Holz-Modell\" title=\"&quot;Schattengr\u00fcn&quot;-Designerinnen Nicole Stattmann und Thea Griep in ihrer Werkstatt in Frankfurt-Bornheim. | Christoph Scheffer\/hr\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 15.01.2026 17:39 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Von Seoul bis Mexico City &#8211; Metropolen in aller Welt durften sich bereits &#8222;World Design Capital&#8220; nennen. 2026 geht der Titel nach Frankfurt und ins Rhein-Main-Gebiet. Hinter dem hochtrabenden Namen stehen konkrete Projekte, bei denen Mitmachen ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht ist.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mitten im Stadtteil Bornheim, wo Frankfurt ganz d\u00f6rflich ist, liegt die Werkstatt von OMC\u00b0C. Nicola Stattmann und ihre Mitarbeiterinnen haben eine alte Werkhalle im Hinterhof ausgebaut und sich kleine B\u00fcros in einer Art Glashaus eingerichtet. In dem gro\u00dfen Raum davor entwickeln sie ihre Produkte: Modulare System zur Begr\u00fcnung urbaner R\u00e4ume.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir m\u00fcssen unsere St\u00e4dte abk\u00fchlen und Gr\u00fcn ist der beste Beitrag dazu&#8220;, sagt Stattmann. Da die B\u00f6den im urbanen Raum meist versiegelt sind und sich unter der Erde oft Tiefgaragen, U-Bahnen oder Leitungen befinden, braucht es Designideen, um auf Pl\u00e4tzen und an Fassaden Begr\u00fcnung \u00fcberhaupt zu erm\u00f6glichen. Daf\u00fcr hat Nicola Stattmann 2022 das Office for Micro Climate Cultivation (OMC\u00b0C) mitgegr\u00fcndet.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        &#8222;Schattengr\u00fcn&#8220; will mit Pflanzen Abk\u00fchlung in die St\u00e4dte bringen.\n                    <\/p>\n<p>    Clevere Mitmach-Idee<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr das Jahr der World Design Capital hat das Start-Up-Unternehmen eine clevere Mitmach-Idee namens &#8222;Schattengr\u00fcn&#8220; entwickelt. &#8222;Uns war ganz wichtig, dass jeder das installieren kann ohne einen gro\u00dfen Eingriff in das Haus, ohne Schrauben und Kleben, komplett reversibel&#8220;, sagt Produktdesignerin Thea Griep.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dazu werden einfach zwei Stangen in die Fensterlaibung geklemmt und mit Textilien versehen, auf denen einj\u00e4hrige Pflanzen ranken k\u00f6nnen. Das Material, Samen und Blumenk\u00e4sten, k\u00f6nnen Interessierte bei OMC\u00b0C ab M\u00e4rz bestellen. Bis zu zehn Grad Abk\u00fchlung im Wohnraum und ein sp\u00fcrbarer Effekt auch im Stra\u00dfenraum seien m\u00f6glich, sagen die Designerinnen.<\/p>\n<p>    Hunderte Projekte in Rhein-Main<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Schattengr\u00fcn&#8220; ist <a href=\"https:\/\/wdc2026.org\/de\/kalender\" title=\"eins von Hunderten Projekten\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">eins von Hunderten Projekten<\/a>, die sich in diesem Jahr am Programm zur World Design Capital beteiligen. Frankfurt mit der Rhein-Main-Gebiet tr\u00e4gt 2026 als erste Region Deutschlands den Titel der Weltdesignhauptstadt. Eine Auswahl weiterer Projekte:<\/p>\n<ul class=\"bulletpoint-list \">\n<li>Die <strong>Ada-Kantine in Frankfurt-Bockenheim<\/strong> entwickelt f\u00fcr ihr &#8222;solidarisches Restaurant&#8220; zusammen mit dem studio formagora Tische und St\u00fchle, die in \u00f6ffentlichen Bauevents gemeinsam hergestellt werden.<\/li>\n<li>In <strong>Offenbach<\/strong> wird die <strong>fr\u00fchere Kaufhof-Filiale<\/strong> zu einem lebendigen Treffpunkt mit Bibliothek f\u00fcr alle umgebaut \u2013 als Teil einer neuen, liebenswerten Stadtmitte.<\/li>\n<li>Im <strong>Wiesbadener Rheingauviertel <\/strong>entsteht an mehreren Sonntagen ein <strong>&#8222;Superblock&#8220; <\/strong>nach dem Vorbild von Barcelona, bei dem sich der Stra\u00dfenraum tempor\u00e4r in eine \u00f6ffentliche Spiel- und Begegnungszone verwandelt.<\/li>\n<li>Am <strong>Frankfurter Mainufer<\/strong> wird unter dem Titel &#8222;Main-Light&#8220; eine autarke und <strong>klimaneutrale Beleuchtung<\/strong> f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Raum installiert, mit der ein Fahrradweg insektenfreundlich und nur bei Bedarf illuminiert werden kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        &#8222;Main-Light&#8220; soll ein Beispiel f\u00fcr klimaneutrale, umweltgerechte Beleuchtung werden.\n                    <\/p>\n<p>    Design &#8211; Mehr als sch\u00f6n gestaltete M\u00f6bel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Design bringen ja viele Menschen in Zusammenhang mit sch\u00f6n gestalteten M\u00f6beln oder Handtaschen&#8220;, sagt Carolina Romahn, die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der World Design Capital Frankfurt RheinMain.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch darum gehe es hier nicht, betont sie: &#8222;Wir haben einen anderen Designbegriff, n\u00e4mlich Design als Methode, als Prozess, um mit vielen Stimmen zu definieren, wo wir hinwollen.&#8220; Widerst\u00e4nde von Beh\u00f6rden und B\u00fcrokratie gelte es dabei zu \u00fcberwinden, w\u00fcnscht sich Romahn: &#8222;Da wollen wir Mut machen und daf\u00fcr sorgen, dass ein Schub entsteht.&#8220;<\/p>\n<p>    16 Millionen Euro Gesamtkosten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Gesamtkosten von rund 16 Millionen Euro werden von der Stadt Frankfurt und weiteren Kommunen der Region sowie vom Land Hessen getragen. Hinzu kommen eine F\u00f6rderung durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain und Sponsoring von beteiligten Projektpartnern und Unternehmen.<\/p>\n<p>&#8222;World Design Capital&#8220; (WDC)<\/p>\n<p>            Der Titel wird alle zwei Jahre von der World Design Organisation mit Sitz in Montreal vergeben \u2013 an St\u00e4dte und Regionen, die Design erfolgreich als Werkzeug f\u00fcr sozialen, \u00f6kologischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt nutzen. Metropolen in aller Welt haben den Titel schon getragen, von Helsinki bis Kapstadt, von Seoul bis Mexico City. Jetzt geht er zum ersten Mal nach Deutschland. <a href=\"https:\/\/wdc2026.org\/de\/kalender\" title=\"Einen Programmkalender gibt es hier.\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Einen Programmkalender gibt es hier.<\/a><\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Im Rheingauviertel in Wiesbaden soll an mehren Sonntagen Hessens erster &#8222;Superblock&#8220; entstehen.\n                    <\/p>\n<p>    &#8222;Nicht nur alles schick und sch\u00f6n hier&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Verantwortlich f\u00fcr die Bewerbungsphase war die Architektin, Autorin und Kuratorin Anna Scheuermann. Bezogen auf viele eher unansehnliche Orte in der Region klinge der hochtrabende Titel der Weltdesignhauptstadt tats\u00e4chlich &#8222;etwas l\u00e4cherlich&#8220;, r\u00e4umt sie ein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Aber der Gedanke war nicht zu zeigen, wie schick und sch\u00f6n hier alles ist \u2013 das h\u00e4tte man anhand der Hochh\u00e4user auch auf die Spitze treiben k\u00f6nnen.&#8220; Vielmehr gehe es darum, wie das Zusammenleben in der Region funktioniere und wie man darauf aufbauen k\u00f6nne. &#8222;Design hei\u00dft Gestaltung unseres Alltags, Gestaltung unserer Zukunft&#8220;, ist Scheuermann \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>    &#8222;Demokratie-Kioske&#8220; sollen ins Gespr\u00e4ch bringen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Um Menschen \u00fcber das gemeinsame Gestalten ihrer Umgebung miteinander ins Gespr\u00e4ch zu bringen, sollen ab Mai elf k\u00fcnstlerisch gestaltete &#8222;Demokratie-Kioske&#8220; in der Region zum Gespr\u00e4ch einladen. In Jugendeinrichtungen beginnen bereits im Februar kreative &#8222;Young Urban Future Labs&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und das Museum Angewandte Kunst am Frankfurter Museumsufer verwandelt sich ab 24. Januar in einen &#8222;WDC-Hub&#8220; als lebendiger Treffpunkt und zentrale Anlaufstelle der World Design Capital 2026. Er\u00f6ffnet wird Designhauptstadt-Jahr am Freitag (16. Januar) mit einem Grand Opening und anschlie\u00dfender Party in der Darmst\u00e4dter Centralstation.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Studio formagora will mit Freiwilligen M\u00f6bel f\u00fcr die solidarische Ada-Kantine bauen.\n                    <\/p>\n<p>    Entscheidungen &#8222;von unten nach oben&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Teil des Programms sind auch zwei runde Jubil\u00e4en, die auf die lange Tradition der Rhein-Main-Region in Sachen Stadtgestaltung verweisen. Das vor 100 Jahren von Ernst May gestartete revolution\u00e4re <a href=\"https:\/\/www.hessenschau.de\/kultur\/ein-fast-vergessenes-erbe-100-jahre-stadtbauprogramm-neues-frankfurt-v1,neues-frankfurt-100-jahre-ausstellungen-100.html\" title=\"Wohnungsbauprogramm &quot;Neues Frankfurt&quot;\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wohnungsbauprogramm &#8222;Neues Frankfurt&#8220;<\/a> wird in mehreren Veranstaltungen auf die Gegenwart und Zukunft bezogen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und zum 125-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Darmst\u00e4dter Mathildenh\u00f6he beleuchtet die Ausstellung <a href=\"https:\/\/kulturfonds-frm.de\/projekt\/2164\" title=\"&quot;A Step Ahead&quot;\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">&#8222;A Step Ahead&#8220;<\/a> das vision\u00e4re Design zu Zeiten des Jugendstils als zukunftsweisendes Modell.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Allerdings sei damals \u2013 beim Neuen Frankfurt und der Mathildenh\u00f6he \u2013 &#8222;vieles Top-Down entschieden&#8220; worden, gibt Anna Scheuermann zu bedenken. &#8222;Wir versuchen mit &#8218;Design for democracy&#8216; genau den umgekehrten Weg von unten, also Bottom-up.&#8220;<\/p>\n<p>                                        <a class=\"backlink__link\" href=\"https:\/\/www.hessenschau.de\/kultur\/frankfurt-und-rhein-main-das-steckt-hinter-dem-titel-world-design-capital-v1,wdc-2026-world-design-capital-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                                                <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.tagesschau.de\/image\/d5dbef2b-a561-4a5d-8a3f-af75f4c80994\/AAABlap_bik\/AAABmyZDc0k\/original\/lra-hr-logo-100.svg\" alt=\"Hessischer Rundfunk\"\/><\/p>\n<p>                                        <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 15.01.2026 17:39 Uhr Von Seoul bis Mexico City &#8211; Metropolen in aller Welt durften sich bereits &#8222;World&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":721783,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052,12591],"class_list":{"0":"post-721782","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen","13":"tag-hr"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115902547803964329","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/721782","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=721782"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/721782\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/721783"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=721782"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=721782"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=721782"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}