{"id":721867,"date":"2026-01-16T03:50:51","date_gmt":"2026-01-16T03:50:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/721867\/"},"modified":"2026-01-16T03:50:51","modified_gmt":"2026-01-16T03:50:51","slug":"trump-droht-mit-us-reaktion-bei-hinrichtungen-im-iran-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/721867\/","title":{"rendered":"Trump droht mit US-Reaktion bei Hinrichtungen im Iran"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Wir werden sehr hart reagieren&#8220;, sagte US-Pr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump\/t-18901598\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump<\/a> dem TV-Sender CBS News. N\u00e4her f\u00fchrte er\u00a0seine Drohung nicht aus.<\/p>\n<p>Die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/proteste-im-iran\/t-17281594\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">iranische<\/a> Justiz hatte zuvor die ersten Protestteilnehmer vor Gericht gestellt. Die Menschenrechtsorganisation <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/amnesty-international-ai\/t-17523501\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Amnesty International<\/a> warnte, dass bereits an diesem Mittwoch das erste\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/todesstrafe\/t-17653968\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Todesurteil<\/a> vollstreckt werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&#8222;Falls sie das machen, werden wir sehr entschlossen handeln&#8220;, betonte\u00a0Trump. Dem US-Au\u00dfenministerium zufolge wurden im Zuge der Proteste bislang mehr als 10.600 Demonstranten festgenommen. &#8222;Der 26-j\u00e4hrige Erfan S., dessen Hinrichtung f\u00fcr den 14. Januar angesetzt ist, ist einer von ihnen&#8220;, erkl\u00e4rte das Ministerium im Onlinedienst X.\u00a0<\/p>\n<p>Justiz k\u00fcndigt Schnellverfahren an<\/p>\n<p>Der iranische Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei k\u00fcndigte im Staatsfernsehen Schnellverfahren an. Nachrichtenagenturen zitierten ihn zudem mit der \u00c4u\u00dferung, die Verfahren sollten als \u00f6ffentliche\u00a0Schauprozesse abgehalten werden.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"75481882\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/75481882_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Iran Teheran 2026 | Volksproteste auf den Stra\u00dfen Teherans \" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Demonstrierende in Teheran am vergangenen Sonntag &#8211; aufgrund der Internetsperre gibt es kaum noch Bilder aus dem IranBild: Ilia Hashemi\/Telegram<\/p>\n<p>Nach Trumps \u00c4u\u00dferung drohte die iranische F\u00fchrung laut Medieninformationen\u00a0ihrerseits mit einer Reaktion auf einen m\u00f6glichen US-Angriff. Man werde in diesem Fall US-Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte in L\u00e4ndern der Region angreifen, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters einen hochrangigen Beamten. Teheran habe\u00a0Staaten wie <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/saudi-arabien\/t-17289946\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Saudi-Arabien<\/a>, die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/vereinigte-arabische-emirate\/t-18456843\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vereinigten Arabischen Emirate<\/a> und die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/t\u00fcrkei\/t-17600264\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">T\u00fcrkei<\/a> entsprechend vorgewarnt und darum gebeten, die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-vereinigte-staaten-amerika\/t-17286012\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> von einem Angriff abzuhalten.<\/p>\n<p>Trump: &#8222;Protestiert weiter!&#8220;<\/p>\n<p>Trump hatte dem Iran schon mehrfach mit einem Eingreifen der USA gedroht, falls Protestteilnehmer get\u00f6tet w\u00fcrden. Den Demonstrierenden im Land sagte er nun erneut Unterst\u00fctzung zu. Hilfe sei unterwegs. Was er damit meinte, war aber unklar. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump: &#8222;Iranische Patrioten, protestiert weiter! \u00dcbernehmt eure Institutionen!&#8220;<\/p>\n<p>In der iranischen Hauptstadt Teheran herrscht\u00a0inzwischen\u00a0angespannte Ruhe, wie Bewohner am Telefon erz\u00e4hlten, nachdem am Dienstag erstmals wieder Anrufe ins Ausland m\u00f6glich waren. Ab Samstag seien die Demonstrationen zunehmend kleiner geworden, hie\u00df es. Einige Protestteilnehmer h\u00e4tten sich nach den Drohungen von Trump ein Eingreifen der Vereinigten Staaten gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"75470260\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/75470260_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Iran Gorgan 2026 | Flammen und Rauch bei n\u00e4chtlichen Anti-Regime-Protesten\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Proteste in der Provinz Golestan vor einigen TagenBild: MEK\/The Media Express\/SIP\/SIPA\/picture alliance<\/p>\n<p>Einer Analyse des amerikanischen Critical Threats Project (CTP) zufolge wurden am Dienstag nur noch sieben Proteste in sechs Provinzen registriert. Das Projekt wird von den in Washington ans\u00e4ssigen Denkfabriken Institute for the Study of War (ISW) und American Enterprise Institute betrieben. Der Bericht weist\u00a0jedoch darauf hin, dass aufgrund der seit Donnerstagabend geltenden Internetsperre nur wenige Informationen nach au\u00dfen gelangen. Am vergangenen Donnerstag z\u00e4hlte das CTP noch 156 Demonstrationen in 27 der 31 iranischen Provinzen.<\/p>\n<p>Viele Augenverletzungen durch Sch\u00fcsse<\/p>\n<p>Die britische Tageszeitung &#8222;The Guardian&#8220;\u00a0berichtet\u00a0unter Berufung auf \u00c4rzte in Teheran, bei den Schusswunden von Protestierenden handele es sich zumeist um Verletzungen an den Augen. Die Sicherheitskr\u00e4fte w\u00fcrden absichtlich auf den Kopf und die Augen zielen. Das sei laut Menschenrechtlern eine schon bei fr\u00fcheren Protesten angewandte Taktik, schreibt das Blatt weiter.<\/p>\n<p>Ein Augenarzt habe allein in einem Krankenhaus mehr als 400 durch Sch\u00fcsse verursachte Augenverletzungen dokumentiert. Vielen Patienten h\u00e4tten die Augen entfernt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Proteste im Iran waren vor mehr als zwei Wochen ausgebrochen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw mit Sitz in Norwegen sind seitdem\u00a0mindestens 2500 Menschen im Zusammenhang mit den Demonstrationen\u00a0get\u00f6tet worden. Andere Organisationen sprechen von noch weit h\u00f6heren Opferzahlen.<\/p>\n<p>gri\/se (dpa, afp, rtr, ap)<\/p>\n<p>Redaktionsschluss: 18:00\u00a0Uhr (MEZ) &#8211; dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Wir werden sehr hart reagieren&#8220;, sagte US-Pr\u00e4sident Donald Trump dem TV-Sender CBS News. 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