{"id":722126,"date":"2026-01-16T06:21:10","date_gmt":"2026-01-16T06:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/722126\/"},"modified":"2026-01-16T06:21:10","modified_gmt":"2026-01-16T06:21:10","slug":"wiesbaden-verkauft-zollspeicher-an-investor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/722126\/","title":{"rendered":"Wiesbaden verkauft Zollspeicher an Investor"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Wenn k\u00fcnftig Kunden des Biebricher Unternehmens Wilhelm Heckel ihre Musikinstrumente ausprobieren, dann k\u00f6nnen Sie das m\u00f6glicherweise in wenigen Jahren mit einem herrlichen Blick \u00fcber den Rhein kombinieren. Die Stadt Wiesbaden wird den seit Jahrzehnten leer stehenden Zollspeicher nach Auskunft von Baudezernent <a data-rtr-index=\"4\" title=\"Andreas Kowol\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/thema\/andreas-kowol\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Andreas Kowol<\/a> (Die Gr\u00fcnen) f\u00fcr eine Million Euro an die Heckel GmbH verkaufen. Am 11. Februar soll die Stadtverordnetenversammlung \u00fcber den Verkauf entscheiden. Kowol geht davon aus, dass dies nur noch Formsache ist, denn die Politik hat bereits ihre Zustimmung zu der \u201eTopl\u00f6sung\u201c signalisiert.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">In der Tat hatte der Planungs- und Bauausschuss w\u00e4hrend seiner j\u00fcngsten Sitzung im Dezember dem Verkauf des Zollspeichers an die Heckel GmbH zugestimmt und zugleich ein R\u00fcckkaufsrecht gefordert, falls das Projekt wider Erwarten scheitern sollte. Zudem erwarten die Ausschussmitglieder laut dem urspr\u00fcnglichen Antrag von Gr\u00fcnen, SPD, Linken und Volt, dass der Verkaufserl\u00f6s \u201eausschlie\u00dflich der Sanierung des Zollamtes dient\u201c. Falls die Summe daf\u00fcr nicht ausreicht, m\u00fcsse vorher gekl\u00e4rt sein, wie das restliche Geld aufgebracht wird, damit das Zollamt nicht zu einer Bauruine wird. Das denkmalgesch\u00fctzte Zollamt befindet sich neben dem Zollspeicher und ist Teil des Geb\u00e4udeensembles. Dieses Haus steht ebenfalls seit vielen Jahren leer und soll laut Kowol im st\u00e4dtischen Eigentum bleiben.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Auf Antrag der <a data-rtr-index=\"33\" title=\"CDU\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/cdu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CDU<\/a> wurde der Beschluss um folgende Forderung erweitert: \u201eF\u00fcr das Zollamt ist eine Folgenutzung zu entwickeln, welche eine fiskalisch ausk\u00f6mmliche, die Betriebs- und Unterhaltungskosten mindestens deckende, Nutzung beinhaltet.\u201c Damit m\u00f6chten die Christdemokraten verhindern, dass das Zollamt jahrelang st\u00e4dtische Zusch\u00fcsse ben\u00f6tigt. Fraktionsvorsitzende Daniela Georgi sagte auf Nachfrage, dass sich die CDU dort sehr gut Gastronomie vorstellen k\u00f6nne. Auch gegen einen Verkauf des Zollspeichers an Heckel spricht nach Einsch\u00e4tzung von Georgi nichts.<\/p>\n<p>Jahrelange H\u00e4ngepartie geht zu Ende<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Damit geht die jahrelange H\u00e4ngepartie um eines der besten Grundst\u00fccke <a data-rtr-index=\"16\" title=\"Wiesbaden\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/thema\/wiesbaden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wiesbadens<\/a> am Biebricher Rheinufer zu Ende. Die Stadt hatte das Ensemble Ende 2022 nach langem Streit von einem Investor zur\u00fcckgekauft. In Summe hatte das die Stadt mehr als vier Millionen Euro gekostet. 2023 war entschieden worden, dass der Zollspeicher nicht abgerissen wird, seitdem wurde \u00fcber die k\u00fcnftige Nutzung diskutiert. Drei unterschiedliche Konzepte standen zur Debatte. Dann kam laut Kowol im Fr\u00fchjahr 2025 die Firma Heckel auf die Stadt zu und bekundete ihr Interesse am Zollspeicher. \u201eWir haben intensiv gepr\u00fcft, ob eine Firma mit Werkst\u00e4tten, B\u00fcro und Verwaltung in das Geb\u00e4ude hineinpasst. Das konnten wir dann im Oktober best\u00e4tigen\u201c, berichtete Kowol. Aktuell werde eine entsprechende Vorlage f\u00fcr den Verkauf des Zollspeichers geschrieben und in den n\u00e4chsten Tagen in den Gesch\u00e4ftsgang gehen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Bei Heckel handelt es sich um eines der weltweit f\u00fchrenden Unternehmen f\u00fcr Holzblasinstrumente. Die Lieferzeit der Instrumente betr\u00e4gt nach Auskunft von Ko-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Angelika Lucchetta bis zu 20 Jahre. Das Unternehmen wurde 1831 von Johann Adam Heckel und Carl Almenr\u00e4der gegr\u00fcndet. Nach dem Ausscheiden Almenr\u00e4ders f\u00fchrte Heckel das Unternehmen zun\u00e4chst alleine und sp\u00e4ter mit seinem Sohn Wilhelm unter dem Namen Wilhelm Heckel Biebrich fort. \u201eIn der Kunst ist das Beste gut genug\u201c, habe das Motto Wilhelm Heckels gelautet, schreibt der Familienbetrieb auf seiner Website. Aktuell sitzt das Unternehmen an der Stettiner Stra\u00dfe im Stadtteil Biebrich.<\/p>\n<p>Heckel will schon seit Jahren in den Zollspeicher<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eWir platzen aus allen N\u00e4hten\u201c, sagte Lucchetta. Sie erg\u00e4nzte, dass das Unternehmen schon seit 30 Jahren in den Zollspeicher umziehen m\u00f6chte, aber bislang nicht zum Zug gekommen sei. Die Heckel GmbH hat nach eigenen Angaben bereits ein Baugrundst\u00fcck in Walluf im Rheingau-Taunus-Kreis gekauft und wartet nun die Entscheidung der Wiesbadener Politik ab. Kowol sagte, dass die Stadt dem Unternehmen eine langfristige Perspektive bieten wolle. \u201eDie zuk\u00fcnftigen Entwicklungsm\u00f6glichkeiten, was etwa die Produktionsst\u00e4tten betrifft, sind im Zollspeicher vorhanden\u201c, sagte Kowol. \u201eDas Unternehmen freut sich darauf, in das Geb\u00e4ude einziehen zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Weiter f\u00fchrte Kowol aus, dass mit dem Verkauf des Zollspeichers verhindert werden k\u00f6nne, dass das Unternehmen nach Walluf abwandert. \u201eEs kann nicht sein, dass wir solch ein tolles Unternehmen, das fast 200 Jahre hier Weltklasseprodukte liefert, ziehen lassen.\u201c Sobald sich die Stadtverordneten im Februar f\u00fcr den Verkauf entscheiden, habe das Unternehmen die notwendige Planungssicherheit. \u201eDa gibt es keinen Widerspruch, das wird von allen politischen Richtungen maximal unterst\u00fctzt, das ist eigentlich nur noch eine Formsache\u201c, sagte Kowol.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Firma werde das Geb\u00e4ude, bei dem Teile unter Denkmalschutz stehen, sanieren und mit der entsprechenden Technik ausstatten. Die Sanierung wird laut Kowol mehrere Millionen Euro kosten. \u201eIch k\u00f6nnte mir vorstellen, dass man sp\u00e4testens 2030 in das Geb\u00e4ude einziehen kann\u201c, sagte der Dezernent. Er \u00e4u\u00dferte die Hoffnung, dass ein Umzug schon 2029 gelingen k\u00f6nnte. Der Zollspeicher soll in die Planung des Rhein-Main-Ufer-Konzeptes integriert werden, f\u00fcr die Frage nach den Parkpl\u00e4tzen gebe es bereits L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge. Es sei wichtig, dass es Parkpl\u00e4tze f\u00fcr die internationalen Kunden gebe, denn diese k\u00e4men h\u00e4ufig pers\u00f6nlich vorbei. Kowol geht davon aus, dass es daher Parkm\u00f6glichkeiten direkt am Geb\u00e4ude gibt. Die Mitarbeiter m\u00fcssten indes wahrscheinlich Parkpl\u00e4tze im Umfeld nutzen. Abschlie\u00dfend k\u00fcndigte der Baudezernent an: \u201eIch will alles daf\u00fcr tun, dass wir hier zu einem finalen Ergebnis und einer Topl\u00f6sung kommen, die auch langfristig zum Wohl von Biebrich beitr\u00e4gt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wenn k\u00fcnftig Kunden des Biebricher Unternehmens Wilhelm Heckel ihre Musikinstrumente ausprobieren, dann k\u00f6nnen Sie das m\u00f6glicherweise in wenigen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":722127,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,14,15,12,4544],"class_list":{"0":"post-722126","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115903337798343881","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/722126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=722126"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/722126\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/722127"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=722126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=722126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=722126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}