{"id":722458,"date":"2026-01-16T09:24:11","date_gmt":"2026-01-16T09:24:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/722458\/"},"modified":"2026-01-16T09:24:11","modified_gmt":"2026-01-16T09:24:11","slug":"bergbericht-16-bis-18-januar-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/722458\/","title":{"rendered":"Bergbericht 16. bis 18. Januar 2026"},"content":{"rendered":"<p>Tourenverh\u00e4ltnisse<\/p>\n<p>Die h\u00f6heren deutschen Mittelgebirge sind weiterhin schneebedeckt. Allerdings ist die Schneedecke durch Regen und Tauwetter \u00fcberall ziemlich durchfeuchtet. Im Schwarzwald war z.B. die Skitour zur Hornisgrinde am Mittwoch (bei Nassschnee) noch m\u00f6glich, wird aber von Tag zu Tag schnee\u00e4rmer.<\/p>\n<p>Am Alpenrand und in den Nordalpen hat sich die Schneelage in der zweiten Wochenh\u00e4lfte deutlich erh\u00f6ht. Dort fiel bis Sonntag im Allg\u00e4u, in den Lechtaler Alpen oder im Verwall oft mehr als ein halber Meter Neuschnee. Auch weiter \u00f6stlich gab es nennenswerten Schneezuwachs. So stieg die Schneeh\u00f6he an der Messstation Spitzingsee von 11 cm am 7.1. auf 62 cm am 11.1. an.<br \/>Noch gr\u00f6\u00dfer waren einmal mehr die Neuschneef\u00e4lle in der Schweiz, wo von Mittwochabend bis Sonntagmorgen oberhalb von 1400 m am N\u00f6rdlichen Alpenkamm 80 cm bis 120 cm Schnee fielen.<\/p>\n<p>Das seit Montag bestehende Tauwetter hat die Schneeh\u00f6hen an den Bayerischen Messstationen allerdings um durchschnittlich 15 cm reduziert. Tief gelegene Skitouren wie das H\u00f6rnle (Ammergauer Alpen), das am Sonntag besten Powder (allerdings ohne Unterlage) bot, sind daher nicht mehr m\u00f6glich. Entsprechend hat sich auch die Schneequalit\u00e4t unterhalb von 1600 m (der ungef\u00e4hren H\u00f6he der Schneefallgrenze am Montag) verschlechtert. Der nasse Schnee d\u00fcrfte bei kommenden Frostn\u00e4chsten wohl einen Harschdeckel bekommen.<br \/>Immerhin hat sich die Schneelage dahingehend verbessert, dass auch weiter \u00f6stlich gelegene Tourenklassiker wie der Juifen (Karwendel) m\u00f6glich sind. Allerdings ist dort der Gipfelr\u00fccken wiederum abgeweht, was bei vielen exponierten K\u00e4mmen der Fall ist.<\/p>\n<p>Am \u00f6sterreichischen und schweizerischen Alpenhauptkamm liegt weiterhin unterdurchschnittlich viel Schnee.<\/p>\n<p>Lawinenverh\u00e4ltnisse<\/p>\n<p>Die Kombination aus ergiebigen Neuschnee und starkem Wind f\u00fchrte am vergangenen Wochenende zu einer teils gro\u00dfen Lawinengefahr (Stufe 4). Am 11. Januar meldete allein die Leitstelle Tirol 15 Lawinenabg\u00e4nge mit Personenbeteiligung. Die tats\u00e4chliche Anzahl an personenausgel\u00f6sten Lawinen war wohl um ein Vielfaches h\u00f6her. Ein Lawinenabgang in den \u00f6stlichen Tuxer Alpen Ost verlief t\u00f6dlich.<\/p>\n<p>F\u00fcr den heutigen Donnerstag wurde in gro\u00dfen Teilen der Schweiz und \u00d6sterreichs eine erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3) ausgegeben. Ausnahmen davon sind mit Stufe 2 (m\u00e4\u00dfige Gefahr) u.a. die \u00f6stlichen \u00d6tztaler Alpen, sowie die Stubaier und Kitzb\u00fcheler Alpen. In Deutschland besteht in den Allg\u00e4uer Hochalpen ebenfalls eine erhebliche Gefahr (Stufe 3), wohingegen ab dem Ammergebirge ostw\u00e4rts eine m\u00e4\u00dfige Gefahr (Stufe 2) ausgeben wird.<br \/>In den kritischen Gebieten liegen Neu- und Triebschnee liegen verbreitet auf einer schwachen Altschneedecke. Die verschiedenen Triebschneeansammlungen sind oft schlecht mit dem Altschnee verbunden. In mittleren Lagen (1000 m bis 2000 m) k\u00f6nnen sich zudem nasse Lawinen im sehr steilen Gel\u00e4nde aller Expositionen von selbst l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Die Lawinengefahr soll laut Bayerischem Lawinenwarndienst in den n\u00e4chsten Tagen langsam zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p>Wochenendwetter<\/p>\n<p><strong>Mittelgebirge:<\/strong> In der Eifel und im Rothaargebirge wird in den kommenden Tagen ein Mix aus Sonne und Wolken erwartet. Die Maximaltemperaturen liegen am Kahlen Asten (841 m) bei 4\u00b0C.<br \/>Im Harz und im Th\u00fcringer Wald soll das Wochenende recht freundlich verlaufen. Am Brocken (1142 m) pendeln die H\u00f6chstwerte um 2\u00b0C.<br \/>Im Elbsandsteingebirge d\u00fcrften hingegen die Wolken dominieren. Es bleibt aber auch dort trocken. Auf dem Gro\u00dfen Zschirnstein (560 m) liegen die H\u00f6chstwerte bei 1\u00b0C.<br \/>Im Bayerischen Wald scheint in den Hochlagen meist die Sonne. Die H\u00f6chsttemperaturen liegen am Gro\u00dfen Arber (1456 m) bei 2\u00b0C.<br \/>Im Schwarzwald gibt es etwas mehr Wolken. Aber auch dort zeigt sich die Sonne immer wieder. Am, Feldberg (1493 m) steigt das Thermometer bis maximal 4\u00b0C.<br \/><strong>Alpen:<\/strong> Am Freitag stellt sich an der Nordseite der Ostalpen eine f\u00f6hnige Wetterlage ein, w\u00e4hrend sich im S\u00fcden und am Alpenhauptkamms dichtere Wolken ausbreiten. Tags\u00fcber bleibt es an der Alpennordseite freundlich mit Sonne und zeitweiliger hoher Bew\u00f6lkung. Die Temperatur liegt bei lebhaftem S\u00fcdwestwind auf 2000 m zwischen -4\u00b0C und 4\u00b0C. <br \/>Am Samstag bleibt die f\u00f6hnige S\u00fcdweststr\u00f6mung vom R\u00e4tikon bis zu den Hohen Tauern bestehen. Vom Oberengadin bis zu den Bergamasker Alpen k\u00f6nnen hingegen Niederschl\u00e4ge dabei sein. Sonst ist es in den meisten Regionen trocken. Die Temperatur steigt in den F\u00f6hnregionen etwas an.<br \/>Auch am Sonntag bleibt es n\u00f6rdlich des Alpenhauptkamm trocken und eher sonnig.<\/p>\n<p>In den s\u00fcdlichen Westalpen sowie am Schweizer Alpenhauptkamm kann es am Wochenende hingegen ergiebige Schneef\u00e4lle geben (Schneefallgrenze zwischen 1100 m und 1600 m). Am Schweizer Alpennordhang bleibt es mit S\u00fcdf\u00f6hn trocken.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Vom Wetter her kann man sich sowohl in den Mittelgebirgen, als auch in den Nordalpen in den kommenden Tagen nicht beschweren. Durch die milden Temperaturen d\u00fcrfte der Schnee auch f\u00fcrs Schneeschuhwandern recht nass sein. Deswegen machen Touren auf Berge sind die erfahrungsgem\u00e4\u00df gut gespurt sind. Und da es in den N\u00e4chten frostig wird und er feuchte Schnee dann gefrieren kann, sollte man neben Teleskopst\u00f6cken unbedingt Spikes, bzw. Gr\u00f6del mitnehmen<\/p>\n<p>F\u00fcr Skitouren muss man wieder h\u00f6here Ausgangspunkte anvisieren und mit eher schwerem Schnee rechnen. Vor allem aber muss man die Lawinengefahr sehr gut im Blick haben. In den besonders neuschneereichen Gebieten der Schweiz und im Westen \u00d6sterreich k\u00f6nnte die Lawinengefahr auch am Wochenende noch erheblich (Stufe 3) sein. Dort ist in Sachen Risikomanagement eine sehr defensive Tourenplanung angesagt. Es versteht sich von selbst, dass f\u00fcr diese der aktuelle Lawinenlagebericht, sowie ein genaues Kartenstudium (oder noch besser eine vorhandene Gebietskenntnis) unumg\u00e4nglich ist.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfere Skitouren am Alpenhauptkamm sind sowohl von der Schneelage als auch von der Wetterlage (der Hauptkamm d\u00fcrfte im Wolkenstau liegen) am Wochenende eher nicht zu empfehlen.<\/p>\n<p>Tourenempfehlungen<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr das kommende Wochenende haben wir 15 Vorschl\u00e4ge auf alpenvereinaktiv.com f\u00fcr euch zusammengestellt.<\/p>\n<p>            Zuletzt ge\u00e4ndert: 15. Januar 2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Tourenverh\u00e4ltnisse Die h\u00f6heren deutschen Mittelgebirge sind weiterhin schneebedeckt. 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