{"id":72255,"date":"2025-04-30T04:03:13","date_gmt":"2025-04-30T04:03:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/72255\/"},"modified":"2025-04-30T04:03:13","modified_gmt":"2025-04-30T04:03:13","slug":"herausforderung-mensa-so-essen-unsere-schuelerinnen-und-schueler-ndr-de-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/72255\/","title":{"rendered":"Herausforderung Mensa: So essen unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler | NDR.de &#8211; Nachrichten"},"content":{"rendered":"<p>\nStand: 30.04.2025 05:00 Uhr\n<\/p>\n<p class=\"preface\">Gesund und lecker sollte Schulessen sein, fordern Eltern in SH. Was auf den Tellern landet, ist aber sehr unterschiedlich. Auch die Preise variieren. Gute Erfahrungen werden mit Buffets gemacht.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Daniela Tabarelli<\/p>\n<p>Einheitliche Vorgaben f\u00fcr das Schulessen gibt es in Schleswig-Holstein nicht, die Versorgung mit Mittagessen ist Sache der Schultr\u00e4ger. In Schleswig-Holstein sind dies meist die Kommunen. Eine Richtlinie, an der sich einige von ihnen orientieren, sind die <a href=\"https:\/\/www.schuleplusessen.de\/fileadmin\/user_upload\/medien\/DGE-QST\/DGE_Qualitaetsstandard_Schule.pdf\" title=\"Link: DGE-Qualit\u00e4tsstandard f\u00fcr die Verpflegung in Schulen\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Qualit\u00e4tsstandards f\u00fcr Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE)<\/a>.<\/p>\n<p>DEG-Qualit\u00e4tsstandard f\u00fcr Verpflegung an Schulen<\/p>\n<p>Bei der Umsetzung unterst\u00fctzt die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Schleswig-Holstein. Mitarbeiterinnen der DGE beraten Schultr\u00e4ger, Eltern, Lehrkr\u00e4fte, Cateringunternehmen und Ganztagskoordinatoren rund um das Thema Mittagsversorgung an Schulen. &#8222;Wir sind auch bei Ausschreibungen involviert, wenn es darum geht zu sagen, wir wollen nicht nur, dass der Preis entscheidet, sondern auch die Qualit\u00e4t eine Rolle spielt. Dann helfen wir, den DGE-Qualit\u00e4tsstandard mitzuber\u00fccksichtigen&#8220;, sagt Birgit Braun von der DGE.<\/p>\n<p>Qualit\u00e4t des Schulessens sehr unterschiedlich<\/p>\n<p>Doch verpflichtend sind die existierenden Leitlinien nicht. Die Qualit\u00e4t, Vielf\u00e4ltigkeit und Verf\u00fcgbarkeit sei abh\u00e4ngig von den jeweiligen Caterern. Elternvertretungen kritisieren daher die gro\u00dfen Unterschiede bei der Mittagsversorgung und fordern die Umsetzung einheitlicher Standards, um den gro\u00dfen Herausforderungen zu begegnen, die sich f\u00fcr Schultr\u00e4ger, aber auch Eltern und Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ergeben.<\/p>\n<p>Essen in Schulen: Haupts\u00e4chlich vegetarisch oder vegan<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/oststeinbek140_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Birgit Braun von der DGE in Kiel ber\u00e4t mit der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Schultr\u00e4ger, Caterer und Eltern rund um das Thema Schulessen. \u00a9 NDR Foto: Daniela Tabarelli\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/oststeinbek140_v-contentgross.jpg\" alt=\"Frau steht vor einem B\u00fccherregal und einem Aufsteller mit der Aufschrift Vernetzungsstelle Schulverpflegung \u00a9 NDR Foto: Daniela Tabarelli\" title=\"Frau steht vor einem B\u00fccherregal und einem Aufsteller mit der Aufschrift Vernetzungsstelle Schulverpflegung\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nBirgit Braun von der DGE in Kiel ber\u00e4t mit der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Schultr\u00e4ger, Caterer und Eltern rund um das Thema Schulessen.<\/p>\n<p>Laut DGE-Qualit\u00e4tsstandard soll das Essen in den Schulen pflanzenbetont sein. &#8222;Wir gehen davon aus, dass tierische Lebensmittel nur zu einem geringen Prozentsatz im Essen enthalten sind&#8220;, so Braun. Fisch und Fleisch sollten demnach pro Woche nur einmal auf dem Speiseplan stehen, Vollkornprodukte und H\u00fclsenfr\u00fcchte hingegen so oft wie m\u00f6glich. Die Herausforderung besteht darin, ein Angebot zu schaffen, das allen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern die M\u00f6glichkeit bietet, ausgewogen zu essen und satt zu werden.<\/p>\n<p>Qualitativ gleichwertige Angebote mit und ohne Fleisch<\/p>\n<p>&#8222;Auch Kinder mit Lebensmittelunvertr\u00e4glichkeiten m\u00fcssen die Chance haben, einen gleichwertigen Ersatz zu bekommen&#8220;, so Claudia Pick, Landeselternvertreterin der Gymnasien. Zudem sollte es qualitativ gleichwertige Angebote f\u00fcr alle geben, unabh\u00e4ngig davon, ob sie beispielsweise Fleisch essen oder nicht oder aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden auf bestimmte Lebensmittel verzichten. &#8222;Das Ziel ist es, eine Verbindungsbr\u00fccke zwischen dem Vormittagsunterricht und dem Nachmittagsunterricht zu erhalten, welche von allen, unabh\u00e4ngig ihrer Ressourcen und Wertvorstellungen, genutzt werden kann&#8220;, hei\u00dft es auch von der Landesch\u00fclervertretung der Gymnasien.<\/p>\n<p>Nicht \u00fcberall gibt es Mittagessen in der Mensa<\/p>\n<p>Elternvertreter kritisieren, dass es kein fl\u00e4chendeckendes Essensangebot an allen Schulen gibt. Doch auch dort, wo es prinzipiell angeboten wird, ist es mancherorts nicht praktikabel. &#8222;Ich glaube, die Schulverpflegung ist echt besser als ihr Ruf&#8220;, sagt Birgit Braun von der DGE. &#8222;Wenn ich mit den Leuten rede, die f\u00fcr die Schulverpflegung in den Einrichtungen verantwortlich sind, dann sind das immer Leute, die unwahrscheinlich engagiert sind. Es hapert eben manchmal am System. Oft hei\u00dft es: Wir haben mehr Kinder, die essen wollen, aber die Mensa ist zu klein.&#8220;<\/p>\n<p>Eine Soll-Bruch-Stelle: Die Essensausgabe<\/p>\n<p>An der Max-Planck-Schule in <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Kiel-Aktuelle-Nachrichten-News-und-Videos,kiel7262.html\" title=\"Zum Artikel: Kiel: Aktuelle News und Videos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kiel<\/a> gehen zum Beispiel von mehr als 1.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern nicht einmal 150 regelm\u00e4\u00dfig in der Mensa der Schule essen, hei\u00dft es von Elternvertreter Axel Briege. Grund sei die Organisation der Essensausgabe. Es gebe zu wenig Personal, sodass die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler kaum die M\u00f6glichkeit h\u00e4tten, in der ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden Zeit zwischen den Unterrichtsstunden ihr Essen zu erhalten.<\/p>\n<p>Das soll sich nun \u00e4ndern. Sch\u00fclervertreter, Eltern, Lehrkr\u00e4fte und das Schulamt engagieren sich laut Briege gemeinsam f\u00fcr einen Mensabeirat, der gegr\u00fcndet wird und L\u00f6sungen erarbeiten soll. Einen solchen Mensabeirat sollte es an allen Schulen geben, fordert Landeselternvertreterin Claudia Pick. Es sei wichtig, Sch\u00fcler, Eltern und Lehrkr\u00e4fte konsequent miteinzubeziehen.<\/p>\n<p>Mal kochen Caterer, mal die Eltern<\/p>\n<p>Laut Vernetzungsstelle Schulverpflegung wird eine Gro\u00dfzahl der Schulen von externen Cateringunternehmen beliefert. Teilweise haben die Schulen jedoch auch eigenes Personal, das vor Ort kocht oder die Cateringunternehmen stellen Personal, das die K\u00fcche in der Schule nutzt. Einige Schulen in Schleswig-Holstein sind jedoch auch darauf angewiesen, dass Eltern kochen oder bei der Essensausgabe helfen.<\/p>\n<p>Oft ein Tr\u00e4ger f\u00fcr Mittagsessen zust\u00e4ndig<\/p>\n<p>An vielen Grundschulen ist es \u00fcblich, dass ein Tr\u00e4ger f\u00fcr das gesamte Mittagsangebot zust\u00e4ndig ist. Das umfasst neben dem Mittagessen auch alle weiteren Angebote wie Nachmittagskurse. F\u00fcr alle Seiten sei das sehr angenehm, so Heiner Koch, Fachbereichsleiter Bildung in <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Pinneberg-Aktuelle-Nachrichten-und-Videos,pinneberg326.html\" title=\"Zum Artikel: Pinneberg: Aktuelle Nachrichten und Videos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pinneberg<\/a>. Eltern haben dann nur eine Ansprechperson. Die Anbieter haben wiederum eine gute Planbarkeit, da die Kinder, die Ganztagsangebote nutzen, in der Regel auch zum Mittagessen gehen. Das sind zum Beispiel freie Tr\u00e4ger der Jugendhilfe oder auch Sportvereine.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/oststeinbek134_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"An einigen Schulen kann man sich das Essen am Buffet selbst zusammenstellen. \u00a9 NDR Foto: Daniela Tabarelli\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/oststeinbek134_v-contentgross.jpg\" alt=\"Ein Salatbuffet in der Mensa der Grundschule Oststeinbek \u00a9 NDR Foto: Daniela Tabarelli\" title=\"Ein Salatbuffet in der Mensa der Grundschule Oststeinbek\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nAn einigen Schulen kann man sich das Essen am Buffet selbst zusammenstellen.<\/p>\n<p>An weiterf\u00fchrenden Schulen kommen in Pinneberg und vielen anderen Kommunen externe Caterer zum Einsatz. Laut Vernetzungsstelle Schulverpflegung und verschiedenen Kommunen ist es vielerorts herausfordernd, Cateringunternehmen zu finden, die eine Belieferung im jeweils gew\u00fcnschten Umfang bieten k\u00f6nnen und gleichzeitig die DGE-Qualit\u00e4tsstandards ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Unterschiede auch bei Kosten und Preisen der Schulverpflegung<\/p>\n<p>&#8222;Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung sind die Kosten&#8220;, so Birgit Braun von der DGE. &#8222;Das Geld ist immer knapp. Man m\u00f6chte nat\u00fcrlich ein gutes Essen bewerkstelligen, aber nicht viel dazugeben&#8220;. Auch die Kosten sind abh\u00e4ngig von Schule und Kommune unterschiedlich. H\u00e4ufig liegen die Preise, die Eltern f\u00fcr ein Essen zahlen m\u00fcssen, zwischen drei und f\u00fcnf Euro. W\u00e4hrend Eltern teilweise f\u00fcr den gesamten Preis aufkommen m\u00fcssen, wird dieser in einigen Kommunen subventioniert. F\u00fcr Eltern stelle das teilweise eine gro\u00dfe Belastung dar. Darin sind sich die Vernetzungsstelle Schulverpflegung und Elternvertretungen einig.<\/p>\n<p>Problem: Nicht alle k\u00f6nnen sich Mittagessen leisten<\/p>\n<p>Einkommensschwache Familien haben durch das Bildungs- und Teilhabepaket unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf ein kostenloses Mittagessen an den Schulen. Das gilt beispielsweise f\u00fcr B\u00fcrgergeldempf\u00e4nger. Doch es gebe auch viele Familien, die zwar keinen Anspruch auf diese Unterst\u00fctzung haben, sich das Mittagessen jedoch trotzdem kaum leisten k\u00f6nnten. Auch auf diese Familien m\u00fcsste man st\u00e4rker schauen, so Birgit Braun. &#8222;Generell sollten die Preise so gedeckelt sein, dass es nicht am Geld liegt, ob ein Kind in die Mensa geht oder nicht&#8220;, fordert Elternvertreterin Pick.<\/p>\n<p>Schulen und Schultr\u00e4ger seien vor die Entscheidung zwischen einem guten Mittagsangebot und anderen Anschaffungen und Angeboten gestellt, hei\u00dft es von der Sch\u00fclervertretung an den Gymnasien. &#8222;Wir sind davon \u00fcberzeugt, dass das Angebot kostenlos sein muss, da es nie eine Frage der Ressourcen sein kann, ob ein Sch\u00fcler oder eine Sch\u00fclerin sich etwas zu essen leisten kann oder eben nicht.&#8220;<\/p>\n<p>Imbissbude und Superm\u00e4rkte als Konkurrenz<\/p>\n<p>W\u00e4hrend das Angebot im Ganztag der Grundschulen in der Regel einer konstanten Nachfrage entspricht, ist die Nachfrage an weiterf\u00fchrenden Schulen h\u00e4ufig unbest\u00e4ndiger. Schultr\u00e4gern und Caterern erschwert das die Planung. \u00c4ltere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die das Schulgel\u00e4nde verlassen d\u00fcrfen, w\u00fcrden h\u00e4ufig zu Imbissbuden oder Superm\u00e4rkten gehen. Ab einem gewissen Alter sei es eventuell nicht so &#8222;cool&#8220; in der Mensa zu essen, so Heiner Koch, Fachbereichsleiter Bildung in Pinneberg. Es sei wichtig, mit der Zeit zu gehen und flexibel auf die tats\u00e4chlichen Anforderungen vor Ort zu reagieren, sagt Koch.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/ganztagsschule138_v-contentgross.jpg\" alt=\"Eine Sch\u00fclerin sitzt an einem Tisch und macht Hausaufgaben. \u00a9 picture alliance \/ dpa Foto: Matthias Balk\" title=\"Eine Sch\u00fclerin sitzt an einem Tisch und macht Hausaufgaben.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nIm Landtag hat Bildungsministerin Prien ihre Pl\u00e4ne f\u00fcr die Erf\u00fcllung des Rechtsanspruchs vorgestellt.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Schulen in SH: Was \u00fcber den Ganztagsausbau bisher bekannt ist\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Schulen-in-SH-Das-ist-ueber-den-Ganztagsausbau-bisher-bekannt,ganztag160.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p>An der Johann-Comenius-Schule in Pinneberg gibt es deshalb zus\u00e4tzlich zum Mensa-Angebot eine Essensausgabe, bei der sich Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler beispielsweise eine Nudelbox oder Pizza f\u00fcr rund vier Euro holen k\u00f6nnen. Dies wird von \u00e4lteren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern dort eher angenommen. Eine gewisse Spontanit\u00e4t w\u00fcnscht sich auch Elternvertreterin Pick f\u00fcr alle Schulmensen. Es sollte m\u00f6glich sein, spontan Essen abzubestellen oder dazuzubuchen. Gerade f\u00fcr \u00e4ltere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und bei Unterrichtsausfall sei das sinnvoll.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem d\u00fcrfe niemand ausgeschlossen werden. &#8222;In der Mensa selbst sollte es m\u00f6glich sein, auch mit seinen Schulkameraden zusammenzusitzen, wenn man mitgebrachtes Essen verzehrt&#8220;, so Pick. In einigen Mensen sei das nicht erlaubt, da der Platz ohnehin knapp sei und nur Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler dort essen d\u00fcrfen, die f\u00fcr das Schulessen angemeldet sind.<\/p>\n<p>Selbstbestimmt essen im Free-flow-System<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/oststeinbek136_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Mit dem Neubau der Grundschule Oststeinbek ist auch eine moderne Mensa entstanden, die 2025 den Betrieb aufgenommen hat. \u00a9 NDR Foto: Daniela Tabarelli\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/oststeinbek136_v-contentgross.jpg\" alt=\"Moderne Tische und Sitzb\u00e4nke vor einer Fensterfront in der Mensa der Grundschule Oststeinbek \u00a9 NDR Foto: Daniela Tabarelli\" title=\"Moderne Tische und Sitzb\u00e4nke vor einer Fensterfront in der Mensa der Grundschule Oststeinbek\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nMit dem Neubau der Grundschule Oststeinbek ist auch eine moderne Mensa entstanden, die 2025 den Betrieb aufgenommen hat.<\/p>\n<p>Auf Individualit\u00e4t und Selbstbestimmung der Kinder setzt auch das sogenannte Free-flow-System, bei dem sich Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ihr Essen selbst zusammenstellen d\u00fcrfen. H\u00e4ufig werden einzelne Komponenten, wie Fleisch, zugeteilt. Beilagen d\u00fcrfen sich die Kinder selbst nehmen und damit auch die Menge bestimmen. Free-flow kommt laut Birgit Braun immer h\u00e4ufiger an Schulen in Schleswig-Holstein zum Einsatz. &#8222;Das ist im Grunde, wo der Trend hingeht&#8220;, so Braun. In St\u00e4dten werde dies bisher h\u00e4ufiger umgesetzt als im l\u00e4ndlichen Bereich.<\/p>\n<p>Eine Schule, die damit seit Anfang dieses Jahres gute Erfahrungen gesammelt hat, ist die Grundschule in Oststeinbek (<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Stormarn-Aktuelle-Nachrichten-und-Videos,stormarn148.html\" title=\"Zum Artikel: Stormarn - Aktuelle Nachrichten und Videos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kreis Stormarn<\/a>). Die hat im Zuge eines Schulneubaus eine neue Mensa erhalten. Die Grundsch\u00fclerinnen und Grundsch\u00fcler k\u00f6nnen in einem Zeitfenster von einer Stunde selbst entscheiden, wann sie zum Essen kommen und sich ihren Teller am Buffet selbst best\u00fccken. Das f\u00fchrt in Oststeinbek nach Angaben der Schule und der Kinder dazu, dass weniger weggeschmissen wird und die Kinder gerne zum Essen kommen, weil sie wissen, dass sie sich selbst etwas aussuchen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/oststeinbek138_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an der Grundschule Oststeinbek k\u00f6nnen das Mittagessen jeden Tag bewerten und dar\u00fcber mitentscheiden, was \u00f6fter auf dem Speiseplan stehen soll. \u00a9 NDR Foto: Daniela Tabarelli\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/oststeinbek138_v-contentgross.jpg\" alt=\"Zettel mit einem gr\u00fcnen, gelben und roten Smiley h\u00e4ngen an einer Wand in der Mensa der Grundschule Oststeinbek und k\u00f6nnen mit einem Stift angekreuzt werden. \u00a9 NDR Foto: Daniela Tabarelli\" title=\"Zettel mit einem gr\u00fcnen, gelben und roten Smiley h\u00e4ngen an einer Wand in der Mensa der Grundschule Oststeinbek und k\u00f6nnen mit einem Stift angekreuzt werden.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nSch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an der Grundschule Oststeinbek k\u00f6nnen das Mittagessen jeden Tag bewerten und dar\u00fcber mitentscheiden, was \u00f6fter auf dem Speiseplan stehen soll.<\/p>\n<p>Gekocht wird vor Ort in der neuen K\u00fcche der Mensa. &#8222;Wir bekommen von der Schule t\u00e4glich die Zahlen von den Kindern geliefert , die sich abgemeldet haben. Wir k\u00f6nnen genau produzieren, was wir ben\u00f6tigen, und haben dadurch weniger Abfall&#8220;, sagt K\u00fcchenchefin Kordula Lehmann. Rund 100 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler kommen regelm\u00e4\u00dfig zum Mittagessen an der Grundschule Oststeinbek. Im Zuge des Ganztagsausbaus sollen es stetig mehr werden. &#8222;Die Erfahrung zeigt, dass die Kinder zufrieden sind und ihre Freiheit, die sie haben, nutzen. Die Herausforderung wird mit Sicherheit sein, je mehr Kinder hier sind, dass sie Abl\u00e4ufe nach wie vor angepasst werden&#8220;, sagt Ganztagsleiter Julian Bubert.<\/p>\n<p>Kinder brauchen Zeit zum Essen<\/p>\n<p>Das Essen im Free-flow-System in Oststeinbek, das an den DGE-Qualit\u00e4tsstandards ausgerichtet ist, kostet die Eltern rund vier Euro pro Essen. Die Kosten werden dadurch nicht gedeckt, sondern teilweise von der Gemeinde \u00fcbernommen. Birgit Braun von der DGE sieht im Free-flow-System eine gute M\u00f6glichkeit, vielf\u00e4ltiges Essen anzubieten. Zudem w\u00fcrden Kinder voneinander lernen und mehr ausprobieren, wenn sie sehen, was andere essen. Doch nicht f\u00fcr alle Schulen sei dies im Moment umsetzbar, denn das selbstbestimmte Essen erfordere mehr Zeit. Die m\u00fcsse Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern unabh\u00e4ngig vom Essenskonzept unbedingt \u00fcberall einger\u00e4umt werden, so Braun.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/kantine144_v-contentgross.jpg\" alt=\"Men\u00fc auf einem Tablett \u00a9 Fotolia.com Foto: Gerhard Seybert\" title=\"Men\u00fc auf einem Tablett\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nDie &#8222;Mittagsmatrosen&#8220; bilden eine stadteigene Gesellschaft. Damit will die Stadt Rostock die Essensversorgung verbessern.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Rostocker &quot;Mittagsmatrosen&quot; kochen Essen f\u00fcr Schulkinder\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/rostock\/Rostocker-Mittagsmatrosen-kochen-Essen-fuer-Schulkinder,mvregiorostock2580.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/schulessen214_v-contentgross.jpg\" alt=\"Sch\u00fcler beim kostenlosen Schulessen in der Grundschule M\u00fchlenberg in Hannover \u00a9 NDR Foto: Hannah Freitag\" title=\"Sch\u00fcler beim kostenlosen Schulessen in der Grundschule M\u00fchlenberg in Hannover\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nLand und Kommunen fehle das n\u00f6tige Geld daf\u00fcr. Kritik gibt es am Programm \u00fcber das Teilhabepaket &#8211; dies sei zu b\u00fcrokratisch.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Kostenloses Schulessen in Niedersachsen nicht in Aussicht\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/Kostenloses-Schul-Essen-in-Niedersachsen-nicht-in-Aussicht,schulessen210.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/sanierungsstau124_v-contentgross.jpg\" alt=\"Vor einem Schulgeb\u00e4ude stehen Absperrz\u00e4une. \u00a9 NDR Foto: NDR Screenshot\" title=\"Vor einem Schulgeb\u00e4ude stehen Absperrz\u00e4une.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nSanierungsbed\u00fcrftige Geb\u00e4ude, fehlende R\u00e4ume, steigende Sch\u00fclerzahlen: Eine NDR Umfrage zeigt, wie gro\u00df der Sanierungsstau an weiterf\u00fchrenden Schulen ist.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Marode Schulen: Zukunft findet im Altbau statt\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Marode-Schulen-Zukunft-findet-im-Altbau-statt,sanierungsstau118.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p>Dieses Thema im Programm:<\/p>\n<p>NDR 1 Welle Nord |<br \/>\nNachrichten f\u00fcr Schleswig-Holstein |<br \/>\n30.04.2025 | 06:00 Uhr<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/ndr_printlogo.gif\" alt=\"NDR Logo\" title=\"NDR Logo\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 30.04.2025 05:00 Uhr Gesund und lecker sollte Schulessen sein, fordern Eltern in SH. Was auf den Tellern&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":72256,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1834],"tags":[31638,25364,3364,29,3688,31639,30,2086,6601,9052,31637,438,1209,966,31636],"class_list":{"0":"post-72255","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-essen","8":"tag-buffet","9":"tag-catering","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-essen","13":"tag-free-flow","14":"tag-germany","15":"tag-kreis-pinneberg","16":"tag-kreis-stormarn","17":"tag-mensa","18":"tag-mittagessen","19":"tag-ndr","20":"tag-nordrhein-westfalen","21":"tag-schule","22":"tag-schulessen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114424932425646266","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72255","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72255"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72255\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/72256"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72255"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72255"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72255"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}