{"id":722732,"date":"2026-01-16T11:57:20","date_gmt":"2026-01-16T11:57:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/722732\/"},"modified":"2026-01-16T11:57:20","modified_gmt":"2026-01-16T11:57:20","slug":"russland-behauptet-300-km%c2%b2-erobert-isw-widerspricht-nur-74-km%c2%b2-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland-und-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/722732\/","title":{"rendered":"Russland behauptet 300 km\u00b2 erobert \u2013 ISW widerspricht: Nur 74 km\u00b2 | Aktuelle Nachrichten aus Deutschland und der Welt"},"content":{"rendered":"\n<p>Russland behauptet, seit Jahresbeginn rund 300 Quadratkilometer ukrainisches Gebiet erobert zu haben. Westliche Analysen widersprechen massiv: Das Institute for the Study of War (ISW) beziffert die tats\u00e4chlichen Gel\u00e4ndegewinne auf nur 74 Quadratkilometer \u2013 und das zu extrem hohen Verlusten. Gleichzeitig k\u00fcndigt Gro\u00dfbritannien neue Milit\u00e4rhilfe an: Die Kurzstreckenrakete &#8222;Nightfall&#8220; soll der Ukraine strategische Vorteile verschaffen.<\/p>\n<p>Generalstabschef Waleri Gerassimow verk\u00fcndete russische Vorst\u00f6\u00dfe \u00abin fast alle Richtungen\u00bb, vor allem rund um Sumy und Charkiw. Das ISW widerspricht der Darstellung scharf und nennt Gerassimows Angaben \u00ababsolut falsch\u00bb. Die westliche Denkfabrik st\u00fctzt sich auf Satellitenbilder und kommt zu einem deutlich anderen Ergebnis.<\/p>\n<p>Die Analyse des ISW zeichnet ein ern\u00fcchterndes Bild der russischen Offensive: \u00abDie russischen Gel\u00e4ndegewinne waren marginal und beschr\u00e4nkten sich auf ein sehr langsames Vorankommen, da die russischen Streitkr\u00e4fte auf verlustreiche Infanterieangriffe zur\u00fcckgreifen mussten und nicht in der Lage waren, die mechanisierte Kampff\u00fchrung auf dem Schlachtfeld wiederherzustellen.\u00bb<\/p>\n<p>Verlustreiche Angriffstaktik<\/p>\n<p>Das britische Verteidigungsministerium best\u00e4tigt die Einsch\u00e4tzung und berichtet von dramatisch gestiegenen russischen Verlusten. Im Dezember 2025 starben durchschnittlich 1.130 russische Soldaten pro Tag \u2013 etwa 100 mehr als im Vormonat. Die Beh\u00f6rde warnte Mitte Januar: \u00abRusslands monatliche Opferzahlen sind im Zusammenhang mit den zunehmenden Vorst\u00f6\u00dfen entlang der Frontlinie erneut gestiegen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Russland auch im Januar 2026 weiterhin hohe Opferzahlen zu beklagen haben wird, da die Angriffe abgesessener Infanterie an mehreren Fronten andauern.\u00bb<\/p>\n<p>Als direkte Reaktion auf russische Eskalationen entwickelt Gro\u00dfbritannien die neue Rakete &#8222;Nightfall&#8220; f\u00fcr die Ukraine. Das System hat eine Reichweite von 500 Kilometern und soll amerikanische ATACMS-Raketen erg\u00e4nzen. Verteidigungsminister John Healey erkl\u00e4rte: \u00abDie Nightfall-Raketen sollen von einer Vielzahl unterschiedlicher Fahrzeuge aus gestartet werden k\u00f6nnen, mehrere Raketen in kurzer Folge abfeuern und sich innerhalb weniger Minuten zur\u00fcckziehen \u2013 so k\u00f6nnen ukrainische Streitkr\u00e4fte wichtige milit\u00e4rische Ziele treffen, bevor russische Kr\u00e4fte reagieren k\u00f6nnen.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russland behauptet, seit Jahresbeginn rund 300 Quadratkilometer ukrainisches Gebiet erobert zu haben. 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