{"id":723636,"date":"2026-01-16T20:16:19","date_gmt":"2026-01-16T20:16:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/723636\/"},"modified":"2026-01-16T20:16:19","modified_gmt":"2026-01-16T20:16:19","slug":"newsblog-zur-lage-im-iran-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/723636\/","title":{"rendered":"Newsblog zur Lage im Iran"},"content":{"rendered":"<p>                    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"internal-image\" title=\"Das Foto zeigt den UNO-Sicherheitsrat bei einer Dringlichkeitssitzung im August 2025.\" alt=\"Das Foto zeigt den UNO-Sicherheitsrat bei einer Dringlichkeitssitzung im August 2025.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/uno-sicherheitsrat-106-1920x1080.jpg\" \/><\/p>\n<p>                  Deutschland besteht auf eine Dringlichkeitssitzung der Vereinten Nationen. (IMAGO \/ Pacific Press Agency \/ Lev Radin)<\/p>\n<p>                +++ Die Bundesrepublik und weitere L\u00e4nder haben den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen aufgefordert, angesichts der Lage im Iran eine Dringlichkeitssitzung einzuberufen.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die \u201ealarmierende Gewalt\u201c und die \u201esich verschlechternde Menschenrechtslage\u201c im Iran sei eine Sondersitzung des UN-Gremiums notwendig, erkl\u00e4rten die Bundesregierung, Gro\u00dfbritannien, Island, die Republik Moldau und Nordmazedonien in einem gemeinsamen Schreiben an den Pr\u00e4sidenten des Menschenrechtsrates, das der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag.<\/p>\n<p>                +++ Nach dem gewaltsamen Vorgehen iranischer Sicherheitskr\u00e4fte gegen Demonstranten haben Menschen in Rostock ihre Solidarit\u00e4t mit den Protesten im Iran gezeigt.<\/p>\n<p>Zu einer Kundgebung vor dem Rathaus der Hansestadt versammelten sich nach einer vorl\u00e4ufigen Sch\u00e4tzung der Polizei etwa 150 Menschen.<\/p>\n<p>                +++ Eine im Irak ans\u00e4ssige iranisch-kurdische Separatistengruppe hat nach eigenen Angaben Angriffe auf die iranische Revolutionsgarde begonnen, um Demonstranten im Iran zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Mitglieder des bewaffneten Fl\u00fcgels der Kurdischen Freiheitspartei (PAK) h\u00e4tten eine Rolle bei den Protesten im Iran gespielt, sowohl finanziell als auch durch bewaffnete Eins\u00e4tze zum Schutz von Demonstranten, sagte der PAK-Funktion\u00e4r Dschwanscher Rafati der Nachrichtenagentur AP.<\/p>\n<p>                +++ Im Iran ist das Internet nach den Massenprotesten und deren gewaltsamer Niederschlagung weiterhin gesperrt.<\/p>\n<p>Damit bleibt das volle Ausma\u00df der staatlichen Gewalt auch mehr als eine Woche nach Beginn der Blockade verborgen. Im Alltag erleben die rund 90 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner nun erhebliche Einschr\u00e4nkungen.<\/p>\n<p>                +++ Die M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz hat eine Einladung an den iranischen Au\u00dfenminister Araghchi widerrufen. <\/p>\n<p>Ein Sprecher erkl\u00e4rte, angesichts der aktuellen Vorg\u00e4nge im Iran halte die Sicherheitskonferenz die Einladungen an einzelne Vertreter Teherans nicht mehr \u200baufrecht. \u200bZuvor hatte das Ausw\u00e4rtige Amt auf eine Absage gedr\u00e4ngt und erkl\u00e4rt, man halte eine Teilnahme Araghchis angesichts der blutigen Niederschlagung von Protesten f\u00fcr unangebracht. Die M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz findet vom 13. bis zum 15. Februar statt.<\/p>\n<p>                +++ Die Proteste gegen das islamistische Regime im Iran sind nach Darstellung von Aktivisten weitgehend niedergeschlagen worden.<\/p>\n<p>Die Menschenrechtsgruppe Hengaw \u2060mit Sitz in Norwegen sagte der Nachrichtenagentur Reuters, seit Sonntag habe es kaum noch Demonstrationen gegeben. In der Hauptstadt Teheran sei es ruhig. Es gebe nur noch vereinzelte Berichte \u00fcber Zusammenst\u00f6\u00dfe zwischen Demonstranten und Einsatzkr\u00e4ften in anderen Landesteilen.<\/p>\n<p>                +++ Bundestags-Vizepr\u00e4sident Nouripour (Gr\u00fcne) verlangt von der Bundesregierung entschiedenere Schritte gegen die F\u00fchrung im Iran. <\/p>\n<p>&#8222;Das brutale Vorgehen des Mullah-Regimes braucht eine unmittelbare sp\u00fcrbare Antwort und darf nicht ungeschoren davon kommen&#8220;, schrieb er bei X. Konkret verlangte Nouripour, die Revolutionsgarden als Terrormiliz zu verbieten und ein Bet\u00e4tigungsverbot in Deutschland zu verh\u00e4ngen. Au\u00dferdem brauche es ein Einreiseverbot, diplomatische Verbindungen zum Regime sollten gekappt und Irans diplomatische Vertretungen EU-weit geschlossen werden.<\/p>\n<p>                +++ Die Fl\u00fcchtlingsr\u00e4te in sieben Bundesl\u00e4ndern fordern einen bundesweiten Abschiebestopp, Schutz sowie humanit\u00e4re Visa f\u00fcr Oppositionelle aus dem Iran. <\/p>\n<p>Seit dem Wiederaufflammen landesweiter Proteste Ende Dezember 2025 gehe das dortige Regime erneut mit \u00e4u\u00dferster Brutalit\u00e4t gegen Demonstrierende, Oppositionelle, Frauen, queere Menschen, ethnische und religi\u00f6se Minderheiten und Menschen aus Afghanistan vor, hei\u00dft es in einer gemeinsamen Mitteilung der Landesfl\u00fcchtlingsr\u00e4te aus Baden-W\u00fcrttemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen am Freitag.<\/p>\n<p>                +++ Die Bundesregierung hat sich gegen eine Teilnahme des iranischen Au\u00dfenministers\u200c an der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz (MSC) Mitte Februar ausgesprochen. <\/p>\n<p>&#8222;Die Haltung der Bundesregierung ist in dieser Frage eindeutig. Wir halten eine Teilnahme angesichts der blutigen Niederschlagung von Protesten in Iran f\u00fcr unangebracht&#8220;, sagte \u200bein \u200bSprecher des \u200bAusw\u00e4rtigen Amtes &#8222;Wir \u200chaben von dieser Einladung abgeraten und das \u200bauch nochmal unterstrichen.&#8220; Der Pr\u00e4sident des Stiftungsrates der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz, Ischinger, hatte in einem Reuters-TV-Interview vor der Eskalation der Proteste erkl\u00e4rt, dass er den Au\u00dfenminister eingeladen habe.<\/p>\n<p>                +++ Russlands Staatschef Putin und Israels Premierminister Netanjahu haben zum Thema Iran telefoniert.<\/p>\n<p>Der Kreml teilte mit, die beiden Regierungschefs h\u00e4tten die Situation im Nahen Osten und im Iran diskutiert. Putin hat Netanjahu demnach Russlands Hilfe bei der Vermittlung angeboten und mitgeteilt, er bef\u00fcrworte politische und diplomatische Bem\u00fchungen, um Stabilit\u00e4t und Sicherheit in der Region zu gew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Russland ist ein enger Verb\u00fcndeter des Irans, von dort bezieht Moskau auch Waffen f\u00fcr seinen Krieg gegen die Ukraine.<\/p>\n<p>                +++ Neuseeland hat seine Botschaft in Teheran vor\u00fcbergehend geschlossen.<\/p>\n<p>Wie ein Sprecher des neuseel\u00e4ndischen Au\u00dfenministeriums mitteilte, verlie\u00dfen die Botschaftsmitarbeiter aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitslage den Iran mit kommerziellen Fl\u00fcgen. Der Botschaftsbetrieb sei ins t\u00fcrkische Ankara verlegt worden. Das Ministerium riet weiterhin von Reisen in den Iran ab. Alle Neuseel\u00e4nder, die sich dort aufhielten, sollten die Islamische Republik &#8222;unverz\u00fcglich verlassen&#8220;.<\/p>\n<p>                +++ Der deutsche Schriftsteller Navid Kermani bef\u00fcrchtet mit Blick auf den Iran einen B\u00fcrgerkrieg und nennt die europ\u00e4ische Iranpolitik katastrophal.<br \/>\n                Er habe keinen Zweifel, dass die Revolutionsw\u00e4chter dazu bereit seien, sagte Kermani im Deutschlandfunk. Diese Gefahr sei real. Es geben viele bewaffnete ethnische Minderheiten, es herrsche Aggression und Hass. &#8222;Die Lage ist explosiv&#8220;, <a title=\"Link auf: sagte Kermani, der iranische Wurzeln hat, im Deutschlandfu\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/interview-100.html\" class=\"click-tracking-paragraph\" data-tracking=\"{&quot;name&quot;:&quot;Link in Beitrag&quot;,&quot;chapter1&quot;:&quot;https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/interview-100.html&quot;,&quot;chapter2&quot;:&quot;sagte Kermani, der iranische Wurzeln hat, im Deutschlandfu&quot;,&quot;chapter3&quot;:&quot;Newsblog zur Lage im Iran - Deutschland und andere Staaten fordern Dringlichkeitssitzung&quot;,&quot;level2&quot;:2}\" rel=\"noopener\">sagte Kermani, der iranische Wurzeln hat, im Deutschlandfu<\/a>nk. &#8222;Das Regime ist eigentlich schon tot, aber dieser Sterbeprozess kann sich noch eine Weile hinziehen und sehr, sehr grausam werden.&#8220;<\/p>\n<p>Die deutsche und die europ\u00e4ische Iranpolitik nannte er &#8222;eine Katastrophe&#8220;. Kermani forderte mehr Beistand f\u00fcr die protestierenden Menschen im Iran. Der Westen habe zu lange auf eine vermeintliche Stabilit\u00e4t durch das Regime gesetzt, die die Machthaber jedoch gar nicht gew\u00e4hrten.<\/p>\n<p>Der Tr\u00e4ger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels sagte, er sei angesichts der vielen Toten im Iran fassungslos. 1988 habe es Massenhinrichtungen gegeben, was aber im Verborgenen geschah. Diesmal seien die leblosen K\u00f6rper sogar im iranischen Fernsehen gezeigt worden. &#8222;Das war offenbar ein richtiges Massaker&#8220;, sagte Kermani. Es gebe kaum die M\u00f6glichkeit mit Menschen im Iran zu telefonieren oder Nachrichten auszutauschen. Es sei schwer einzusch\u00e4tzen, was im Iran passiere.<\/p>\n<p>                +++ Nach den Drohungen gegen den Iran verst\u00e4rken die USA Medienberichten zufolge ihr Milit\u00e4r in Nahost.<\/p>\n<p>Die &#8222;New York Times&#8220; berichtet unter Berufung auf US-Beamte, der Flugzeugtr\u00e4ger &#8222;USS Abraham Lincoln&#8220; und einige Begleitschiffe seien auf dem Weg aus dem S\u00fcdchinesischen Meer in die Region. Bis zur Ankunft dauere es etwa eine Woche. Zudem w\u00fcrden zus\u00e4tzliche Waffen und Verteidigungsausr\u00fcstung dorthin gebracht. Es k\u00f6nnten Kampfflugzeuge folgen. Auch das US-Medium &#8222;Axios&#8220; berichtete, der Flugzeugtr\u00e4ger habe sich auf den Weg in die Region gemacht. Eine Best\u00e4tigung des Pentagons gab es bislang nicht.<\/p>\n<p>                +++ Zahlreiche Prominente, Politiker und Organisationen rufen die Bundesregierung zu einer politischen, wirtschaftlichen und diplomatischen Isolation des Iran auf.<\/p>\n<p>In einer Petition fordern die Unterzeichner die unverz\u00fcgliche Ausweisung des iranischen Botschafters aus Deutschland und den R\u00fcckruf des deutschen Botschafters aus Teheran, ein sofortiges nationales Bet\u00e4tigungsverbot der Revolutionsgarden in Deutschland und die Aufnahme politischer Gespr\u00e4che mit demokratischen, s\u00e4kularen iranischen Menschenrechtsorganisationen und Oppositionellen. Mitgetragen wird der Aufruf unter anderem von den Schauspielern Benno F\u00fchrmann und Andrea Sawatzki, dem CDU-Au\u00dfenpolitiker Kiesewetter sowie den SPD-Abgeordneten Jakob Blankenburg und Helge Lindh, von der Stiftung Denkmal f\u00fcr die ermordeten Juden Europas und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.<\/p>\n<p>                +++ Der stellvertretende iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Darzi, hat die USA bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats scharf kritisiert.<\/p>\n<p>Er warf der US-Regierung vor, sich &#8222;direkt an der Lenkung der Unruhen im Iran hin zu Gewalt&#8220; zu beteiligen. Unter dem &#8222;hohlen Vorwand der Sorge um das iranische Volk und angeblicher Unterst\u00fctzung der Menschenrechte&#8220; versuchten die Vereinigten Staaten, sich als Freund des iranischen Volkes darzustellen &#8211; w\u00e4hrend sie gleichzeitig &#8222;den Boden f\u00fcr politische Destabilisierung und milit\u00e4rische Intervention&#8220; bereiteten, erkl\u00e4rte Darzi.<\/p>\n<p>                Donnerstag, 15. Januar 2026<br \/>\n                +++ Die US-Regierung geht davon aus, dass der Iran wegen des Drucks aus Washington zahlreiche Hinrichtungen von Demonstranten gestoppt hat. <\/p>\n<p>Die Sprecherin von Pr\u00e4sident Trump sagte, es seien 800 Hinrichtungen verhindert worden, die gestern h\u00e4tten stattfinden sollen. Zugleich betonte sie, das ein milit\u00e4risches Vorgehen gegen den Iran weiterhin nicht ausgeschlossen sei. Alle Optionen blieben f\u00fcr den Pr\u00e4sidenten auf dem Tisch. Trump habe Teheran vor ernsthaften Konsequenzen gewarnt, wenn weiterhin Demonstranten get\u00f6tet w\u00fcrden.<\/p>\n<p>                +++ Die US-Regierung hat wegen des gewaltsamen Vorgehens gegen Demonstrierende neue Sanktionen gegen Politiker und Unternehmen im Iran verh\u00e4ngt. <\/p>\n<p>Betroffen ist unter anderem der Generalsekret\u00e4r des Nationalen Sicherheitsrates, Laridschani. Er sei einer der ersten ranghohen Politiker gewesen, die zu einer gewaltsamen Niederschlagung der Demonstrationen aufgerufen habe, hie\u00df es aus dem Finanzministerium. Die Sanktionen richten sich demnach auch gegen Milit\u00e4rkommandeure in den Provinzen Fars und Lorestan.<\/p>\n<p>                +++ Der UNO-Sicherheitsrat will sich noch am Abend mit der Situation im Iran befassen. <\/p>\n<p>Auf Bitten der USA setzte die derzeitige somalische Ratspr\u00e4sidentschaft f\u00fcr 21.00 Uhr MEZ eine Sitzung des Gremiums in New York an.\u00a0Seit Beginn der Massenproteste gegen das Regime in Teheran vor gut zwei Wochen hatte US-Pr\u00e4sident Trump dem Iran mehrfach mit einem Eingreifen der USA gedroht.\u00a0<\/p>\n<p>                +++ Schleswig-Holstein setzt Abschiebungen in den Iran aus. <\/p>\n<p>Das teilte das Sozialministerium in Kiel mit. Die Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rden seien entsprechend informiert worden. Hintergrund seien die aktuellen Entwicklungen im Iran und das staatliche Vorgehen gegen die Bev\u00f6lkerung.\u00a0Die schleswig-holsteinische Sozialministerin Tour\u00e9 bezeichnete die Menschenrechtslage in dem Land als katastrophal. T\u00e4glich gingen Sicherheitskr\u00e4fte mit gr\u00f6\u00dfter H\u00e4rte gegen Demonstrantinnen und Demonstranten vor. Daher seien R\u00fcckf\u00fchrungen dorthin unverantwortlich. Der Abschiebungsstopp gilt laut dem Ministerium zun\u00e4chst f\u00fcr drei Monate.\u00a0Gestern hatte Rheinland-Pfalz einen Abschiebestopp angeordnet.<\/p>\n<p>                +++ Die T\u00fcrkei hat angesichts der Drohungen der USA mit einem Milit\u00e4reinsatz im Iran zum Dialog aufgerufen.<\/p>\n<p>Der t\u00fcrkische Au\u00dfenminister Fidan erkl\u00e4rte, die Probleme m\u00fcssten durch Dialog gel\u00f6st werden, sei es durch Vermittler oder direkte Gespr\u00e4che. Fidan betonte, dass sein Land einen Milit\u00e4reinsatz gegen Teheran ablehne. Die Probleme im Iran sollten von dem Land selbst gel\u00f6st werden. Angesichts der Massendemonstrationen und der Niederschlagung der Protestbewegung durch das Regime in Teheran hatten die Vereinigten Staaten in den vergangenen Tagen mehrfach mit einem milit\u00e4rischen Eingreifen gedroht.\u00a0<\/p>\n<p>                +++ Amnesty International: Ermittlungen durch den Internationalen Strafgerichtshof notwendig<\/p>\n<p>In einer Mitteilung der Menschenrechtsorganisation hie\u00df es, die Repressionen gegen die landesweiten Proteste im Ran h\u00e4tten zu massenhaften T\u00f6tungen in einem beispiellosen Ausma\u00df gef\u00fchrt. Das zeigten verifizierte Videos und Informationen von Augenzeugen, die von Amnesty ausgewertet worden seien. Die Menschenrechtsorganisation fordert die UNO-Mitgliedsstaaten auf, unverz\u00fcglich Ermittlungen und Strafverfolgungen gegen die Verantwortlichen einzuleiten, um weiteres Blutvergie\u00dfen zu verhindern.<\/p>\n<p>                +++ G7 und EU warnen Iran vor weiterer Gewalt gegen Demonstranten<\/p>\n<p>In einer von den G7-Au\u00dfenministerin sowie der EU-Au\u00dfenbeauftragten Kallas gemeinsam ver\u00f6ffentlichten Erkl\u00e4rung hie\u00df es, man lehne die Versch\u00e4rfung der brutalen Unterdr\u00fcckung der iranischen Bev\u00f6lkerung durch die Beh\u00f6rden entschieden ab. Die iranischen Beh\u00f6rden wurden aufgefordert, Zur\u00fcckhaltung zu \u00fcben. Die sieben Staaten sowie die EU seien vorbereitet, zus\u00e4tzliche restriktive Ma\u00dfnahmen zu verh\u00e4ngen, wenn der Iran weiterhin gegen die Proteste vorgehe. Zu den G7-Staaten z\u00e4hlen die USA, Gro\u00dfbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada und Japan.<\/p>\n<p>                +++ Experten: Viele Fluggesellschaften meiden den iranischen Luftraum<\/p>\n<p>Zu diesem Ergebnis kommt das Portal SafeAirspace, die Informationen \u00fcber Konfliktgebiete und den Luftverkehr bereitstellt. Die Situation k\u00f6nne auf milit\u00e4rische Aktivit\u00e4ten hindeuten, einschlie\u00dflich des Risikos von Raketenstarts oder einer verst\u00e4rkten Luftverteidigung. Auf dem Portal FlightRadar24 waren kaum internationale Fl\u00fcge verzeichnet, die noch eine Route \u00fcber iranischem Gebiet w\u00e4hlten. Die Lufthansa teilte bereits mit, Strecken ge\u00e4ndert und den Flugbetrieb in der gesamten Region eingeschr\u00e4nkt zu haben.<\/p>\n<p>                +++ Heusgen: Uneinigkeit der EU ist &#8222;Schw\u00e4che&#8220;<br \/>\n                Der fr\u00fchere Chef der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz, Heusgen, hat die Rolle der EU angesichts der gewaltsam unterdr\u00fcckten Protestwelle im Iran kritisiert. <a title=\"Link auf: Heusgen sagte im Deutschlandfunk\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/interview-christoph-heusgen-sicherheitsberater-zu-deutschlands-iran-politik-100.html\" class=\"click-tracking-paragraph\" data-tracking=\"{&quot;name&quot;:&quot;Link in Beitrag&quot;,&quot;chapter1&quot;:&quot;https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/interview-christoph-heusgen-sicherheitsberater-zu-deutschlands-iran-politik-100.html&quot;,&quot;chapter2&quot;:&quot;Heusgen sagte im Deutschlandfunk&quot;,&quot;chapter3&quot;:&quot;Newsblog zur Lage im Iran - Deutschland und andere Staaten fordern Dringlichkeitssitzung&quot;,&quot;level2&quot;:2}\" rel=\"noopener\">Heusgen sagte im Deutschlandfunk<\/a>, die bislang verfolgte differenzierte Linie der Europ\u00e4er gegen\u00fcber dem Iran, auch im Hinblick auf die Verhandlungen um das Atomprogramm, sei hinf\u00e4llig. Notwendig sei eine Haltung, die sich eindeutig gegen das Mullah-Regime wende. Dass die EU uneinig sei, weil etwa Spanien, Frankreich und Italien bei der Listung der Revolutionsgarden als Terrorgruppe bremsten, sehe er als Schw\u00e4che der EU. Alle Au\u00dfenminister sollten sich hinter den Forderungen der EU-Au\u00dfenbeauftragten Kallas versammeln.<br \/>\n                +++ ZDF-Korrespondentin: Keine Proteste mehr in Teheran, Verhaftungen laufen weiter<\/p>\n<p>Die ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa berichtete f\u00fcr den Deutschlandfunk aus der iranischen Hauptstadt, dass eine gro\u00dfe Angst innerhalb der Bev\u00f6lkerung gebe. Die Journalistin beobachtete in Teheran lange Schlangen vor den Tankstellen. Es sehe so aus, als w\u00fcrden sich die Menschen auf eine milit\u00e4rische Reaktion aus dem Ausland vorbereiten. Ob in anderen Landesteilen die Menschen weiter auf die Stra\u00dfen gehen, k\u00f6nne sie nicht sagen. Gaa habe zwar telefonisch Kontakt in andere Regionen. Die Menschen k\u00f6nnten aber am Telefon nicht frei reden.<\/p>\n<p>                +++ Der Iran hat heute fr\u00fch seinen Luftraum f\u00fcr mehrere Stunden geschlossen.<\/p>\n<p>Das iranische Regime gab zun\u00e4chst keine n\u00e4here Begr\u00fcndung f\u00fcr die Entscheidung ab, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Die Anordnung erfolgte vor dem Hintergrund erh\u00f6hter Spannungen wegen der landesweiten Proteste sowie der M\u00f6glichkeit eines US-Milit\u00e4rangriffs als Reaktion darauf. Die Sperrung dauerte Hinweisen f\u00fcr Piloten zufolge mehr als vier Stunden.<\/p>\n<p>                +++ Im Iran soll es nach Angaben der Regierung keine Exekutionen von Demonstranten geben.<\/p>\n<p>Der iranische Au\u00dfenminister Araghtschi sagte dem US-Sender &#8222;Fox News&#8220;, es gebe keinerlei Pl\u00e4ne f\u00fcr Hinrichtungen mit dem Strang. Angeh\u00f6rige des festgenommenen Demonstranten Erfan Soltani teilten nach Angaben der in Norwegen ans\u00e4ssigen Menschenrechtsgruppe &#8222;Hengaw&#8220; mit, dass die angek\u00fcndigte Exekution des 26-J\u00e4hrigen ausgesetzt worden sei.<\/p>\n<p>Zuvor hatte US-Pr\u00e4sident Trump bereits erkl\u00e4rt, er habe aus zuverl\u00e4ssiger Quelle erfahren, dass die T\u00f6tungen im Iran aufh\u00f6rten und es auch keine Pl\u00e4ne f\u00fcr Hinrichtungen gebe. N\u00e4her \u00e4u\u00dferte er sich nicht. Trump hatte zuvor erneut mit einer scharfen Reaktion gedroht, sollte das Regime in Teheran Exekutionen durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>                +++ \u00c4rzte berichten aus Teheran von schweren Verletzungen von Demonstrierenden, vor allem am Kopf.<\/p>\n<p>Der britische &#8222;Guardian&#8220; hatte nach eigenen Angaben Kontakt zu drei \u00c4rzten, die von \u00fcberlasteten Krankenh\u00e4usern und \u00fcberf\u00fcllten Notaufnahmen sprechen. Demnach zielen die Einsatzkr\u00e4fte des Regimes offenbar gezielt auf den Kopf und insbesondere die Augen von Demonstrierenden. Ein Augenarzt habe inzwischen 400 Augenverletzungen durch Sch\u00fcsse dokumentiert. Der Guardian weist darauf hin, dass die Einsatzkr\u00e4fte schon bei den &#8222;Frau &#8211; Leben &#8211; Freiheit&#8220;-Protesten im Jahr 2022 immer wieder gezielt ins Gesicht von Protestierenden geschossen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>                +++ Die Zahl der Toten steigt weiter.<br \/>\n                Die Organisation &#8222;Iran Human Rights&#8220; mit Sitz in Oslo gibt sie inzwischen mit mehr als 3.400 an und <a title=\"Link auf: betont\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/iranhr.net\/en\/articles\/8529\/\" class=\"click-tracking-paragraph\" data-tracking=\"{&quot;name&quot;:&quot;Link in Beitrag&quot;,&quot;chapter1&quot;:&quot;https:\/\/iranhr.net\/en\/articles\/8529\/&quot;,&quot;chapter2&quot;:&quot;betont&quot;,&quot;chapter3&quot;:&quot;Newsblog zur Lage im Iran - Deutschland und andere Staaten fordern Dringlichkeitssitzung&quot;,&quot;level2&quot;:2}\" rel=\"noopener\">betont<\/a>, dabei d\u00fcrfte es sich um das &#8222;absolute Minimum&#8220; an Opfern handeln. Die NGO dokumentiert die Zahl der Toten seit Beginn der Proteste und versucht, die Angaben so weit es geht zu verifizieren. Als Quelle gibt die Organisation unter anderem Informanten aus dem Gesundheitsministerium an. Die Zahl der Festgenommenen wird mit mehr als 10.000 angegeben. In den vergangenen Tagen gab es wiederholt Sch\u00e4tzungen, nach denen bis zu 12.000 Menschen im Zuge der Proteste get\u00f6tet worden sein k\u00f6nnten. Eine unabh\u00e4ngige \u00dcberpr\u00fcfung ist wegen der Internet-Blockade und der Einschr\u00e4nkung der Pressefreiheit nicht m\u00f6glich.<br \/>\n                +++ Demonstrantinnen und Demonstranten im Iran k\u00f6nnten nach Ansicht von EVP-Chef Weber in Botschaften von EU-L\u00e4ndern Schutz suchen.<\/p>\n<p>Weber sagte der &#8222;Bild&#8220;-Zeitung, die noch verbliebenen diplomatischen Vertretungen sollten als Schutzr\u00e4ume ge\u00f6ffnet werden. Zitat: &#8222;Die t\u00f6dliche Gewalt des Mullah-Regimes gegen friedliche Demonstranten ist durch nichts zu rechtfertigen. Die mutige Opposition im Iran hat unsere volle Unterst\u00fctzung verdient.&#8220;<\/p>\n<p>                +++ Im Iran hat das Regime seine Anh\u00e4nger in der Hauptstadt Teheran mobilisiert. <\/p>\n<p>Aufnahmen des staatlichen Rundfunks zeigten Menschenmengen auf den Stra\u00dfen, die an Trauerz\u00fcgen f\u00fcr Sicherheitskr\u00e4fte teilnahmen, die bei den Protesten get\u00f6tet worden waren. Offizielle Opferzahlen hat der Staat bislang nicht ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>                +++ Die USA ziehen einen Teil ihres Personals vom Luftwaffenst\u00fctzpunkt Al-Udeid im Emirat Katar ab.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber berichten mehrere Nachrichtenagenturen. So meldet etwa AFP unter Berufung auf Diplomatenkreise, einige Mitarbeiter seien angewiesen worden, die Milit\u00e4rbasis zu verlassen. Demnach werden f\u00fcr den Fall eines m\u00f6glichen Eingreifens der USA im Iran Vergeltungsangriffe des iranischen Regimes bef\u00fcrchtet. Katar best\u00e4tigte inzwischen, dass ein Teil des Personals wegen &#8222;regionaler Spannungen&#8220; den St\u00fctzpunkt verlasse. In Al-Udeid sind tausende US-Soldaten stationiert. Der Iran hatte die Basis bereits im Juni angegriffen, damals als Vergeltung f\u00fcr US-Luftangriffe auf seine Atomanlagen.<\/p>\n<p>                Mehr zum Thema<br \/>\n                <a title=\"Link auf: Newsblog zur Lage im Iran - Deutschland und andere Staaten fordern Dringlichkeitssitzung\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/newsblog-zur-lage-im-iran-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alle Beitr\u00e4ge unseres Newsblogs lesen Sie hier<\/a>.<br \/>\n                <a title=\"Link auf: Proteste im Iran - Der unerwartete Ruf nach dem Sohn des Schahs\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/iran-proteste-schah-reza-pahlavi-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Proteste im Iran &#8211; Der unerwartete Ruf nach dem Sohn des Schahs<\/a><\/p>\n<p>Diese Nachricht wurde am 16.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Deutschland besteht auf eine Dringlichkeitssitzung der Vereinten Nationen. (IMAGO \/ Pacific Press Agency \/ Lev Radin) +++ Die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":418734,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,30,13,14,3923,15,3921,12],"class_list":{"0":"post-723636","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-nachrichten-aus-deutschland","18":"tag-news","19":"tag-news-aus-deutschland","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115906621310732260","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/723636","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=723636"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/723636\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/418734"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=723636"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=723636"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=723636"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}