{"id":723955,"date":"2026-01-16T23:12:10","date_gmt":"2026-01-16T23:12:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/723955\/"},"modified":"2026-01-16T23:12:10","modified_gmt":"2026-01-16T23:12:10","slug":"in-china-essen-sie-hunde-oder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/723955\/","title":{"rendered":"In China essen sie Hunde \u2013 oder?!"},"content":{"rendered":"<p>        &#8222;Nord bei Nordwest \u2013 Fette Ente mit Pilzen&#8220;<br \/>\n      In China essen sie Hunde \u2013 oder?!<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Im nun wiederholten Krimi von 2025 f\u00fchrt der Unfalltod einer Frau Hauke, Hannah und Jule zum neuen Chinarestaurant in Schwanitz, in dem sich alle Mitarbeiter verd\u00e4chtig verhalten. Trotz der f\u00fcr die Reihe typischen Situationskomik geht es diesmal um ein ungewohnt ernstes Thema: das Schicksal der Uiguren.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md is-initial\">Kurz vor Weihnachten verk\u00fcndeten Hinnerk Sch\u00f6nemann, Marleen Lohse und Jana Klinge, die Stars der ARD-Krimireihe &#8222;Nord bei Nordwest&#8220;, in den sozialen Medien eine frohe Botschaft f\u00fcr ihre Fans: Statt bisher drei Filmen werde es ab sofort ganze vier im Jahr geben! Kein Wunder: Die Ende 2014 gestartete ARD\/NDR-Koproduktion hat an Beliebtheit bis heute nichts eingeb\u00fc\u00dft. Im Schnitt erreichen die Filme Quoten von 7,26 Millionen Zuschauern, die Folge &#8222;Im Namen des Vaters&#8220; knackte 2021 sogar die Zehn-Millionen-Marke.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Los geht es 2026 allerdings nicht mit einer neuen &#8222;Nord bei Nordwest&#8220;-Folge, sondern mit der Wiederholung eines Falls aus dem vergangenen Jahr: &#8222;Fette Ente mit Pilzen&#8220; (Regie: Steffi Doehlemann), zu sehen am Donnerstagabend, erreichte bei der Erstausstrahlung 7,68 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Der 25. Film der Reihe ist einmal mehr ein sehr spezieller. Diesmal versuchte sich Drehbuchautor Holger Karsten Schmidt (&#8222;Lost in Fuseta&#8220;) an einem &#8222;Agenten-Krimi mit Thriller-Momenten&#8220;, wie die Redakteure Donald Kraemer (NDR) und Katja Kirchen (ARD Degeto Film) zum Jubil\u00e4umsfall schrieben.<\/p>\n<p>  Hauke und die Frauen<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Klingt ernst, ist es auch. Was nicht bedeutet, dass der f\u00fcr die Reihe typische Humor, der einen gro\u00dfen Teil ihres Charmes ausmacht, zu kurz kommt. Besonders in der &#8222;Dreiecksbeziehung&#8220; zwischen dem auf zwischenmenschlicher Eben stets \u00fcberforderten Hauke (Sch\u00f6nemann) und seiner Kollegin Hannah Wagner (Klinge) und Tier\u00e4rztin Jule Christiansen (Lohse). Auch diesmal knistert es wieder zwischen dem Ermittler und den Frauen. &#8222;Der Kuss, zu dem es nicht kommt, ist in Schwanitz mehr als nur ein verhinderter Kuss. Er ist ein Versprechen&#8220;, sagen Kraemer und Kirchen. Und das wird auch diesmal gehalten.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Wie wichtig Hannah f\u00fcr Hauke ist, kann er in diesem Fall wahrlich nicht verheimlichen, so unbeholfen und teenagerhaft eifers\u00fcchtig reagiert er auf ihre Offenbarung, dass sie im Urlaub einen gewissen Kevin kennengelernt und sich mit ihm verlobt habe. Mehr noch: Sie k\u00fcndigt und wird in wenigen Tagen Schwanitz verlassen. Uff. &#8222;Das klingt ja &#8230; wirklich gut &#8230;&#8220;, m\u00fcht sich Hauke sichtlich ab. &#8222;Das sind ganz tolle Neuigkeiten &#8230; da kann ich Sie nur zu begl\u00fcckw\u00fcnschen &#8230; da freu ich mich ganz sehr f\u00fcr Sie, ganz doll.&#8220; Am Abend sollen er und Jule besagten Kevin kennenlernen, und zwar im gerade neu er\u00f6ffneten Chinarestaurant &#8222;Mandarin&#8220; \u2013 dem Dreh- und Angelpunkt des Films.<\/p>\n<p>  Ein dubioses China-Restaurant und jede Menge augenzwinkernde Klischees<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Offensichtlicher kann es nicht sein, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Zu jeder Tageszeit ist das Etablissement in zwielichtig-spelunkiges, d\u00fcster-r\u00f6tliches Licht getaucht. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benehmen sich \u00e4u\u00dferst verd\u00e4chtig und distanziert. Jule ist \u00fcberzeugt, dass die beiden Hunde, die ihr kurz zuvor gestohlen wurden, hier gelandet sind \u2013 und zwar auf der Speisekarte. Ihr Gericht &#8222;Die S\u00e4nfte des Himmels&#8220; sei jedenfalls nie und nimmer aus Schweinefleisch gewesen. Hauke dagegen ist sicher: Sein &#8222;Der L\u00f6we von D\u00f6delhausen&#8220; war definitiv aus Schwein.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Nicht die einzigen China-Klischees im Film, dazu kommen noch Scherze \u00fcber Gl\u00fcckskekse oder auch die Vermutung, dass die beiden L\u00f6wen vor dem &#8222;Mandarin&#8220; ein Kennzeichen f\u00fcr die Triaden seien, also das organisierte Verbrechen. Aber bevor es nun Beschwerden hagelt \u2013 das Ganze ist so \u00fcberzogen, dass die satirische Absicht klar ist: &#8222;Nicht nur unsere Charaktere, auch die Zuschauer werden sich in diesem Film selbst bei Vorurteilen ertappen&#8220;, verspricht Regisseurin Steffie Doehlemann.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Wenig sp\u00e4ter ist es allerdings nicht ein gestohlener Hund, sondern eine bei einem Unfall zu Tode gekommene Chinesin, die Hauke und Hannah erneut ins &#8222;Mandarin&#8220; f\u00fchrt. Sie finden heraus, dass die Frau vor jemandem floh, ehe sie \u00fcberfahren wurde. Der Verfolger, so Zeugen, sei ebenfalls ein Asiate gewesen. Es dauert nicht lange, und es kristallisiert sich ein Verdacht heraus: Ist das Restaurant wom\u00f6glich nur Tarnung f\u00fcr Geldw\u00e4sche-Gesch\u00e4fte?<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Nun: Nicht alles ist, wie es zun\u00e4chst scheint in &#8222;Fette Ente mit Pilzen&#8220; \u2013 der Titel ist \u00fcbrigens eine Hommage an den verstorbenen Cartoonisten Martin Perscheid, der den Begriff in einem seiner Werke verwendete. Die Hintergr\u00fcnde des Falls sind am Ende ganz andere und haben, ohne zuviel zu verraten, mit der Situation der uigurischen Minderheit in China zu tun.<\/p>\n<p>  Ungew\u00f6hnlich ernstes Thema<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Von ihrer &#8222;Unterbringung in Lagern, Zwangsarbeit, Umerziehung bis hin zu Geburtenreduzierungen durch Sterilisierungen usw.&#8220; habe er bereits vor dem Film gewusst, erkl\u00e4rt Autor Holger Karsten Schmidt. &#8222;Als sich dann in den Medien auch noch Berichte dar\u00fcber mehrten, dass China nicht nur in Deutschland inoffizielle &#8218;Polizeistationen&#8216; unterh\u00e4lt, die unter anderem dazu dienen, regimekritische hier lebende Chinesen pers\u00f6nlich unter Druck zu setzen, zu bedrohen und zu erpressen, habe ich mich dazu entschlossen, genau das zum Hintergrund der n\u00e4chsten &#8218;Nord bei Nordwest&#8216;-Folge zu machen.&#8220; Zu seiner \u00dcberraschung und Freude waren Produktion und Redaktion sofort einverstanden.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Es ist ungew\u00f6hnlich und l\u00f6blich, dass sich die eher dem Genre Schmunzelkrimi zuzuordnende Reihe eines so ernsten politischen Themas annimmt. &#8222;Ich finde das sehr mutig und gut&#8220;, stimmt Hauptdarsteller Sch\u00f6nemann zu. &#8222;Mit einem Krimiformat erreicht man ja auch noch eine andere und vielleicht gr\u00f6\u00dfere Zielgruppe als mit einer Dokumentation.&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">In den kommenden beiden Wochen geht es dann los mit den ersten der geplanten vier neuen Filme von &#8222;Nord bei Nordwest&#8220;. Den Anfang macht Film Nummer 28 mit dem Titel &#8222;Pechmarie&#8220;, gefolgt von &#8222;Blindg\u00e4nger&#8220; Anfang Februar. Beide Krimis sind bereits seit Silvester in der Mediathek abrufbar.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\"><strong>Nord bei Nordwest \u2013 Fette Ente mit Pilzen \u2013 Do. 22.01. \u2013 ARD: 20.15 Uhr<\/strong><\/p>\n<p>\n    TELESCHAU\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Nord bei Nordwest \u2013 Fette Ente mit Pilzen&#8220; In China essen sie Hunde \u2013 oder?! 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