{"id":723979,"date":"2026-01-16T23:25:11","date_gmt":"2026-01-16T23:25:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/723979\/"},"modified":"2026-01-16T23:25:11","modified_gmt":"2026-01-16T23:25:11","slug":"nur-halb-so-viel-miete-wie-in-muenchen-was-laeuft-in-dieser-stadt-im-nachbarland-anders-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/723979\/","title":{"rendered":"Nur halb so viel Miete wie in M\u00fcnchen \u2013 was l\u00e4uft in dieser Stadt im Nachbarland anders?"},"content":{"rendered":"<p>Da k\u00f6nnen die M\u00fcnchner neidisch werden: Rund zehn Euro pro Quadratmeter zahlt man in Wien Miete \u2013 inklusive Betriebskosten. In M\u00fcnchen sind es laut Mietspiegel 15,38 Euro, Kosten f\u00fcr Strom und Heizung kommen da noch dazu. Bei vielen Neubau-Wohnungen gehen die Preise inzwischen eher Richtung 30 Euro f\u00fcr den Quadratmeter. Was macht Wien anders?<\/p>\n<p>Die SPD-Stadtr\u00e4te Christian K\u00f6ning und Simone Burger haben Elke Hanel-Torsch per Video-Call ins Rathaus zugeschaltet, um das zu erkl\u00e4ren. Sie ist Wiener Abgeordnete f\u00fcr die SP\u00d6 und f\u00fcr &#8222;Wohnen und Bauen&#8220; zust\u00e4ndig. &#8222;Auch in \u00d6sterreich werden die Mieten teurer. Trotzdem sind sie bei uns noch vergleichsweise billig&#8220;, sagt sie.<\/p>\n<p>Ein Grund: \u00dcber 220.000 Wohnungen geh\u00f6ren der Stadt Wien selbst \u2013 ein Rekord in Europa. Das ist jede vierte Wohnung. Und mehr als dreimal so viele wie der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft &#8222;M\u00fcnchner Wohnen&#8220; geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Mieten f\u00fcr teils drei bis vier Euro pro Quadratmeter<\/p>\n<p>Daneben gibt es in Wien Genossenschaften und gef\u00f6rderten Wohnungsbau \u2013 so wie in M\u00fcnchen. Nur l\u00e4uft in \u00d6sterreich die Finanzierung anders. Und zwar gibt es da f\u00fcr den gef\u00f6rderten Wohnungsbau eine eigene Steuer, den Wohnbauf\u00f6rderbeitrag, der direkt vom Lohn abgezogen wird.<\/p>\n<p>In Wien liegt diese Steuer bei 1,5 Prozent, Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich den Betrag. In gef\u00f6rderten Wohnungen darf laut Hanel-Torsch die Miete grunds\u00e4tzlich nur so hoch sein, wie es zur Deckung der Kosten n\u00f6tig ist. Das habe die Folge, dass die Mieten auch sinken \u2013 wenn n\u00e4mlich die Kredite, die zum Bau des Hauses aufgenommen wurden, abbezahlt sind. Bei drei bis vier Euro pro Quadratmeter liege die Miete dann noch \u2013 auch in Wien.<\/p>\n<p>Nicht nur f\u00fcr die &#8222;\u00c4rmsten der Armen&#8220;<\/p>\n<p>Einziehen sollen in die gef\u00f6rderten Wohnungen &#8222;nicht nur die \u00c4rmsten der Armen&#8220;, sagt die SP\u00d6lerin. Ziel sei, dass sich die Stadtviertel durchmischen. Es gelte eine Einkommensgrenze von rund 61.000 Euro netto j\u00e4hrlich, wenn eine Person alleine in einer Wohnung lebt. F\u00fcr M\u00fcnchen w\u00e4ren das \u00fcber 100.000 Euro brutto.<\/p>\n<p>Und noch etwas ist anders: Gef\u00f6rderte Wohnungen verlieren in Wien ihre Bindung in der Regel nicht, erkl\u00e4rt Hanel-Torsch (au\u00dfer die Bewohner kaufen sie selbst). Auch das ist in M\u00fcnchen anders. Seit 2010 wurden in M\u00fcnchen laut SPD-Chef K\u00f6ning zwar 14.000 Sozialwohnungen gebaut. Der Bestand sei aber trotzdem nicht gestiegen \u2013 weil ebenso viele wieder aus der Bindung gefallen sind.<\/p>\n<p>&#8222;Jemanden aus Wien einzuladen, ist immer toll. Aber es gibt auch die Gefahr, dass man ziemlich frustriert zur\u00fcckbleibt&#8220;, meint SPD-Stadtr\u00e4tin Burger nach all diesen Erkl\u00e4rungen. Aber blo\u00df jammern, bringt freilich nichts.<\/p>\n<p>Einen Hebel, den die <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/spd\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SPD<\/a> sieht, ist die &#8222;Neue Wohngemeinn\u00fctzigkeit&#8220;, die noch die Ampel-Regierung beschlossen hat. Vereinfacht gesagt sollen soziale Vermieter bevorzugt behandelt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>So will die SPD sozialen Wohnungsbau-Unternehmen helfen<\/p>\n<p>Die M\u00fcnchner SPD will sozialen Wohnungsbau-Unternehmen nun konkrete Vorteile verschaffen. Dazu stellt sie drei Antr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Wenn die Stadt Fl\u00e4chen an Baugenossen in Erbpacht vergibt, sollen sie in den ersten Jahren keinen oder einen deutlich geringen Erbpachtzins zahlen, fordert die SPD. Au\u00dferdem soll die Stadt pr\u00fcfen, ob sie f\u00fcr Genossenschaften B\u00fcrgschaften \u00fcbernehmen kann, um so ihre Konditionen bei den Banken zu verbessern. Auch bei der Baustellen-Einrichtung und bei den Kosten f\u00fcr den Baustellen-Strom sollen soziale Unternehmen Erleichterungen kriegen.<\/p>\n<p>Sibylle St\u00f6hr von den Gr\u00fcnen begr\u00fc\u00dft die Vorschl\u00e4ge der SPD: &#8222;Wir m\u00fcssen alle M\u00f6glichkeiten aussch\u00f6pfen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Da k\u00f6nnen die M\u00fcnchner neidisch werden: Rund zehn Euro pro Quadratmeter zahlt man in Wien Miete \u2013 inklusive&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":677384,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,30,3317,166163,1268,6296,1463],"class_list":{"0":"post-723979","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-miete","12":"tag-mietpreisspiegel","13":"tag-muenchen","14":"tag-wien","15":"tag-wohnen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115907364552101937","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/723979","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=723979"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/723979\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/677384"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=723979"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=723979"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=723979"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}