{"id":724667,"date":"2026-01-17T06:01:11","date_gmt":"2026-01-17T06:01:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/724667\/"},"modified":"2026-01-17T06:01:11","modified_gmt":"2026-01-17T06:01:11","slug":"wie-wollen-sie-bremen-sicher-machen-frau-hoegl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/724667\/","title":{"rendered":"Wie wollen Sie Bremen sicher machen, Frau H\u00f6gl?"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\n<p>Standdatum: 17. Januar 2026.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nFelix Kr\u00f6mer und<br \/>\nVerena Patel<\/p>\n<p class=\"article-intro\">Die neue Innensenatorin war bei buten-un-binnen-Moderator Felix Kr\u00f6mer zu Gast. Von Investitionen \u00fcber Drohnenabwehr bis zum Verfassungsschutz gab es einiges zu besprechen.<\/p>\n<p>Fast 19 Jahre lang hatte Ulrich M\u00e4urer das Amt des Bremer Innensenators inne, er machte sich als &#8222;Roter Sheriff&#8220; einen Namen. Dennoch sind viele innenpolitische Probleme noch nicht gel\u00f6st \u2013 und so kommt auf die neue Innensenatorin Eva H\u00f6gl einiges zu. <\/p>\n<p>Bremen gilt nach einer Studie als die kriminellste Gro\u00dfstadt Deutschlands. Der Hauptbahnhof ist f\u00fcr viele Menschen ein Angstort, die Polizei ist personell unterbesetzt und materiell schlecht ausgestattet. Eva H\u00f6gl, die neue Innensenatorin, hat einen Haufen Arbeit abzuarbeiten, aber nur wenig Zeit. Denn schon im Jahr 2027 sind B\u00fcrgerschaftswahlen in Bremen.<\/p>\n<p>1 Landesprogramm &#8222;Bremen resilient&#8220;<\/p>\n<p>Was muss Bremen tun, um mit Bedrohungslagen umzugehen? Und wie kann jeder einzelne sich auf den Katastrophenfall vorbereiten? Warum Eva H\u00f6gl das Programm &#8222;Bremen resilient&#8220; f\u00fcr &#8222;vorbildlich&#8220; h\u00e4lt und wo sie Bedrohungen auch f\u00fcr Bremen sieht, erkl\u00e4rt sie ab Minute 3:15. <\/p>\n<p>Das Programm soll drei Jahre lang laufen (bis Ende 2028). Es sei wichtig, dass man sich f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle wappne. Sie gibt aber auch Entwarnung: &#8222;Ich rechne nicht mit russischen Kampfjets \u00fcber Bremen und Bremerhaven.&#8220; Gerade in den Bereichen der hybriden Bedrohung und bei Cyberangriffen m\u00fcsse man aufpassen, dass man die Bedrohung ernst genug nehmen und auch abwehren k\u00f6nne. <\/p>\n<p>Das Programm sieht 60 Ma\u00dfnahmen vor: neben verschiedenen Punkten zum Schutz der kritischen Infrastruktur auch die Einrichtung eines B\u00fcros, das Zust\u00e4ndigkeiten kl\u00e4rt und die Ma\u00dfnahmen koordiniert \u2013 angesiedelt im Innenressort.<\/p>\n<p>2 Sicherheit des Bremer Stromnetzes<\/p>\n<p>Ab Minute 12:50 argumentiert die Innensenatorin, dass es in Bremen ein viel dezentraleres Netz gebe und die Hansestadt deutlich besser aufgestellt sei als Berlin, wo vor wenigen Tagen Teile der Stadt von der Stromversorgung abgeschnitten waren. Seit 2022 habe man viel investiert, um die Versorgung der Bev\u00f6lkerung sicherzustellen. H\u00f6gl f\u00fchrt gleichwohl aus, warum sie eine zu gro\u00dfe Transparenz im Zusammenhang mit m\u00f6glichen Angriffen aufs Stromnetz kritisch sieht.<\/p>\n<p>3 Wie man selbst vorsorgen kann<\/p>\n<p>&#8222;Auch die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sind aufgefordert, Vorsorge zu treffen, und das darf man auch nicht ins L\u00e4cherliche ziehen&#8220;, sagt H\u00f6gl. Welche Punkte sie dabei f\u00fcr am wichtigsten h\u00e4lt, erkl\u00e4rt die Innensenatorin ab Minute 16:50. Ansonsten setzt sie auf Freiwilligkeit. Erste-Hilfe-Kurse in der Schule h\u00e4lt sie f\u00fcr sinnvoll, ebenso wie eine Plakatkampagne \u2013 aber ohne Alarmismus, sagt sie ab Minute 30:01. <\/p>\n<p>4 Cyberangriffe<\/p>\n<p>Laut H\u00f6gl ist man in Deutschland deutlich besser vor Cyberangriffen gesch\u00fctzt als noch vor einigen Jahren. Das Thema werde nicht mehr bel\u00e4chelt, sondern ernst genommen. Gesetze seien ver\u00e4ndert, Ressourcen umgelenkt worden. Warum sie schon fr\u00fch vor bestimmten Anbietern und Techniken gewarnt hat, sagt sie ab Minute 22:04.<\/p>\n<p>5 Gemeinsames Drohnenabwehrzentrum von Bund und L\u00e4ndern<\/p>\n<p>In Bremen waren Ende 2025 Drohnen gesichtet worden, deswegen musste unter anderem der Flughafen zwischenzeitlich lahmgelegt werden. Ab 25:52 macht H\u00f6gl deutlich, was dabei am wichtigsten ist und wie eine Zusammenarbeit in Norddeutschland mit Hamburg und Niedersachsen laufen sollte. <\/p>\n<p>6 Mehr Personal f\u00fcr den Verfassungsschutz<\/p>\n<p>&#8222;Der Verfassungsschutz muss aufgestockt werden&#8220;, stellt H\u00f6gl im Gespr\u00e4ch mit Felix Kr\u00f6mer klar. Unter Ulrich M\u00e4urer waren zuletzt Stellen abgebaut worden. Es gebe nun ein kleines, aber feines Team, lobt die neue Innensenatorin.<\/p>\n<p>7 Bremerhaven als Marine-St\u00fctzpunkt<\/p>\n<p>Wenn die Pl\u00e4ne zu einem Marinehafen realisiert w\u00fcrden, w\u00fcrde die Bundeswehr massiv in Bremerhaven stationiert sein, sagt H\u00f6gl. Hier verwende sie aber bewusst viel den Konjunktiv, um zu unterstreichen, dass noch nichts sicher ist. Wie sich das auf eine Bedrohungslage auswirken k\u00f6nnte und welche Relevanz dem Hafen zukommt, sagt sie ab Minute 33:40.<\/p>\n<p>8 Pl\u00e4ne bis zur B\u00fcrgerschaftswahl<\/p>\n<p>Ab Minute 38:29 f\u00fchrt H\u00f6gl aus, inwiefern sie an die Politik ihres Vorg\u00e4ngers ankn\u00fcpfen will. Auf dem Plan steht: das Polizeigesetz erneuern, das Verfassungsschutzgesetz erneuern, ein neues Versammlungsfreiheitsgesetz auf den Weg bringen und beschlie\u00dfen. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem will sie sich um die Gelder aus dem Investitionspaket des Bundes k\u00fcmmern: 27 Millionen Euro sollen der Polizei zugutekommen, sieben Millionen der Bremer Feuerwehr. Welche Bereiche besonders davon profitieren sollen und warum sie einen der Schwerpunkte in der Digitalisierung sieht, f\u00fchrt H\u00f6gl ab Minute 56:44 aus. Sie hofft zudem auf eine Mehrheit in der B\u00fcrgerschaft f\u00fcr die Ausstattung der Bremer Polizei mit sogenannten Tasern.<\/p>\n<p>9 Kriminalit\u00e4t in Bremen<\/p>\n<p>Beim Hauptbahnhof habe sich schon vieles gebessert, meint H\u00f6gl. Was schon erreicht ist, listet sie ab Minute 42:42 auf und erkl\u00e4rt ihre Haltung zur Video\u00fcberwachung, insbesondere am Ziegenmarkt. Zu den Themen Waffenverbotszonen und Drogenszenen in den Stadtteilen sei sie noch in Gespr\u00e4chen. Auch die mobile Wache am Hillmannplatz soll bleiben. H\u00f6gl spricht sich gleich f\u00fcr mobile Wachen im Allgemeinen aus: &#8222;Ich bin ein totaler Fan von mobilen Wachen. [&#8230;] Je mobiler, je pr\u00e4senter, je flexibler, umso besser.&#8220; <\/p>\n<p>Ab Minute 47:40 erkl\u00e4rt H\u00f6gl, welche Linie sie beim Thema Abschiebungen halten will und warum es aus ihrer Sicht unseri\u00f6s w\u00e4re, ein konsequentes Abschieben zu versprechen. <\/p>\n<p>Angesprochen auf den Umgang mit der wachsenden Migration seit 2015 gesteht die Bremer Innensenatorin ein, die SPD habe das Thema untersch\u00e4tzt. &#8222;Wir sind jetzt auch ein St\u00fcck weit selber schuld, dass wir AfD-Hochburgen haben in sozial benachteiligten Stadtteilen.&#8220; Ab Minute 53:16 legt sie aber auch dar, warum sie findet, dass Bremen stolz sein k\u00f6nne, so viele unbegleitete minderj\u00e4hrige Fl\u00fcchtlinge aufgenommen zu haben.<\/p>\n<p class=\"article-legal-agencies\"><strong>Quelle<\/strong>:<br \/>\nbuten un binnen.\n<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nbutenunbinnen.de, &#8222;Wie wollen Sie Bremen sicher machen, Frau H\u00f6gl?&#8220;, 17. Januar 2026, XX Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Standdatum: 17. Januar 2026. 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