{"id":724714,"date":"2026-01-17T06:25:12","date_gmt":"2026-01-17T06:25:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/724714\/"},"modified":"2026-01-17T06:25:12","modified_gmt":"2026-01-17T06:25:12","slug":"hertha-bsc-20-000-schalker-in-berlin-weit-mehr-als-ein-zweitligaspiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/724714\/","title":{"rendered":"Hertha BSC: 20.000 Schalker in Berlin \u2013 weit mehr als ein Zweitligaspiel"},"content":{"rendered":"<p>Herbstmeister FC Schalke 04 gastiert zum Auftakt der Zweitliga-R\u00fcckrunde bei Hertha BSC. Die Tradition der Klubs fasziniert die Fans. Der Glaube, es k\u00f6nnte wieder nach oben gehen, treibt beide Vereine an.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Es ist weit mehr als nur ein Zweitligaspiel. \u00dcber 70.000 Karten sind bereits verkauft worden. Und die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass das Berliner Olympiastadion, das nach den Modernisierungsarbeiten vor der Fu\u00dfball-EM 2024 \u00fcber 74.475 Pl\u00e4tze verf\u00fcgt, am Samstag ausverkauft sein wird. <\/p>\n<p>Dann treffen <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/sportdaten.welt.de\/fussball\/2bundesliga\/ma11201399\/hertha-bsc_fc-schalke-04\/liveticker\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/sportdaten.welt.de\/fussball\/2bundesliga\/ma11201399\/hertha-bsc_fc-schalke-04\/liveticker\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Hertha BSC und der FC Schalke 04<\/a> um 20.30 Uhr (live RTL und Sky) beim R\u00fcckrundenauftakt im sogenannten Unterhaus des deutschen Vereinsfu\u00dfballs aufeinander. Wobei diese Bezeichnung in Bezug auf dieses Spiel wie ein Etikettenschwindel wirkt: Es ist emotional das Highlight des Wochenendes.<\/p>\n<p>Besonders euphorisiert starten die Schalker in die R\u00fcckrunde. Die K\u00f6nigsblauen werden von bis zu 20.000 Fans nach Berlin begleitet. Die Zahl beeindruckt. \u201eDarauf sind wir sehr, sehr stolz\u201c, sagte Miron Muslic, der Trainer des Tabellenf\u00fchrers. Diese Unterst\u00fctzung sei ein \u201eunglaubliches Privileg\u201c, aber auch eine Verpflichtung, in der zweiten Saisonh\u00e4lfte den Weg weiter so entschlossen fortzusetzen. \u201eWir freuen uns auf diese Herausforderung. Und wir haben immer noch diesen Hunger, weiter an uns arbeiten\u201c, betonte er.<\/p>\n<p>Die Tr\u00e4ume von der R\u00fcckkehr in die erste Liga befl\u00fcgeln. Nach 37 Punkten aus den ersten 17 Spielen scheint es tats\u00e4chlich m\u00f6glich, das gro\u00dfe Ziel zu erreichen. Davon h\u00e4tte im vergangenen Sommer niemand zu tr\u00e4umen gewagt. Doch aus dem Abstiegskandidaten ist tats\u00e4chlich ein Aufstiegsaspirant geworden. Was vielen Fans immer noch unwirklich vorkommt, ist real \u2013 und verdient. \u201eKein einziger Punkt wurde uns geschenkt. Das ist das Mindset, das wir in den ersten sechs Monaten dieser Saison hatten. Und das gleiche Mindset brauchen wir auch f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf Monate\u201c, so Muslic.<\/p>\n<p>Es werden vor allem die Qualit\u00e4ten aus der Hinrunde sein, die dar\u00fcber entscheiden werden, ob es gelingen wird. Der Erfolg beruht auf einer beeindruckenden Qualit\u00e4t in der Defensive. Nur zehn Gegentore haben die Schalker zugelassen, neunmal gelang es, zu null zu spielen. <\/p>\n<p>Die Schwachstelle ist dagegen die Offensive. Das Muslic-Team hat lediglich 22 Tore erzielt \u2013 noch nie hat ein \u201eHerbstmeister\u201c eine schlechtere Ausbeute gehabt. \u201eWir wissen, dass wir vorn mehr Durchschlagskraft brauchen\u201c, sagte der Trainer. Doch wenn auf Schalke in fr\u00fcheren Jahren deshalb die Qualit\u00e4t der St\u00fcrmer in Zweifel gezogen worden w\u00e4re, propagiert Muslic eine andere Sichtweise auf das Problem.<\/p>\n<p>Viele Gegner stellen sich gegen Schalke hinten rein<\/p>\n<p>\u201eWir verf\u00fcgen auch offensiv \u00fcber Qualit\u00e4t\u201c, sagte er und verwies auf Kenan Karaman und Moussa Sylla \u2013 die beiden besten Scorer. Entscheidend sei vielmehr, dass sich das Team als ganzes entwickelt. Zumal sich bereits in den letzten Spielen vor der Winterpause ein Trend abzeichnete, der sich <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">in der R\u00fcckrunde <\/a>verst\u00e4rken k\u00f6nnte: Viele Gegner stellen sich gegen Schalke hinten rein. Es gelte, mehr und bessere L\u00f6sungen im eigenen Ballbesitz zu finden. Die ganze Mannschaft sei dabei gefordert.<\/p>\n<p>Am Samstag k\u00f6nnte es aber so sein, dass Schalke das spielen kann, was es am besten beherrscht: Konterfu\u00dfball. Denn <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">die Berliner<\/a> m\u00fcssen agieren, wenn sie tats\u00e4chlich ihre Aufholjagd in Richtung Aufstiegspl\u00e4tze starten wollen. \u201eGrunds\u00e4tzlich sind wir sehr positiv und \u00fcberzeugt, dass wir die M\u00f6glichkeit haben, um den Aufstieg mitzuspielen\u201c, sagte Stefan Leitl. Die Liga sei extrem ausgeglichen, deshalb sei es schwer, zu prognostizieren, \u201ewer im Mai auf Platz eins, zwei oder drei stehen wird\u201c, so der Hertha-Trainer.<\/p>\n<p>Aktuell hat seine Mannschaft f\u00fcnf Punkte R\u00fcckstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz. \u201eIn diese Situation haben wir uns selbst gebracht und das gibt uns noch mal mehr Motivation\u201c, erkl\u00e4rt Leitl. Die Berliner haben immer noch die Hypothek des katastrophalen Fehlstarts zu tragen. Nach sechs Spielen rangierte der eigentliche Topfavorit auf dem 15. Platz.<\/p>\n<p>Seitdem hat sich einiges getan. Leitl, der stark in die Kritik geraten war, gelang es, die Leistungen zu stabilisieren. Es folgten sieben Siege bei nur zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Die Krise konnte gemeistert werden, Hertha \u00fcberwinterte auf Tabellenplatz sechs. Um aber das Aufstiegsziel noch realisieren zu k\u00f6nnen, m\u00fcsste es eine herausragende R\u00fcckrunde werden.<\/p>\n<p>Leitl denkt deshalb weit \u00fcber das Schalke-Spiel hinaus. Das habe er der Mannschaft w\u00e4hrend der Vorbereitung auf die zweite Saisonh\u00e4lfte auch empfohlen. \u201eSich speziell nur f\u00fcr ein Spiel vorzubereiten, w\u00e4re der falsche Ansatz. Wir haben alles, was wir uns vorgenommen haben, umgesetzt und sind vorbereitet, dass wir 17 gute <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/sportdaten.welt.de\/fussball\/1bundesliga\/spiele-und-ergebnisse\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/sportdaten.welt.de\/fussball\/1bundesliga\/spiele-und-ergebnisse\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Spiele zeigen<\/a> k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Dem Kr\u00e4ftemessen mit dem Tabellenf\u00fchrer kommt bei diesem Anspruch jedoch eine psychologisch wichtige Bedeutung zu: Ein Erfolgserlebnis w\u00e4re ein nicht unerheblicher positiver Verst\u00e4rker. \u201eEs geht gegen eine Mannschaft, die in der Hinrunde fast das Maximale herausgeholt hat\u201c, sagte Leitl. <\/p>\n<p>Warum soll seiner Hertha dies in der R\u00fcckrunde also nicht auch gelingen? Der Anfang dazu vor einer imposanten, inspirierenden Kulisse gemacht werden: in einem vollen Olympiastadion. \u201eBesser geht es dann auch nicht\u201c, so Leitl.<\/p>\n<p><b>Oliver M\u00fcller ist Fu\u00dfball-Reporter <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/oliver-mueller\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/oliver-mueller\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"><b>f\u00fcr WELT<\/b><\/a><b>. Er berichtet vor allem \u00fcber die Klubs aus dem Westen Deutschlands und ist zudem Podcaster.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Herbstmeister FC Schalke 04 gastiert zum Auftakt der Zweitliga-R\u00fcckrunde bei Hertha BSC. 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