{"id":725148,"date":"2026-01-17T10:29:12","date_gmt":"2026-01-17T10:29:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/725148\/"},"modified":"2026-01-17T10:29:12","modified_gmt":"2026-01-17T10:29:12","slug":"dialog-notwendig-laschet-verteidigt-berlin-besuch-von-syriens-uebergangspraesident","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/725148\/","title":{"rendered":"\u201eDialog notwendig\u201c: Laschet verteidigt Berlin-Besuch von Syriens \u00dcbergangspr\u00e4sident"},"content":{"rendered":"<p>Trotz scharfer Kritik aus Minderheitenverb\u00e4nden h\u00e4lt CDU-Au\u00dfenpolitiker Armin Laschet den Dialog mit Syriens \u00dcbergangspr\u00e4sident Ahmed al-Scharaa f\u00fcr notwendig. Nur ein kontrollierter \u00dcbergang k\u00f6nne einen R\u00fcckfall des Landes in den B\u00fcrgerkrieg verhindern, sagt er.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der CDU-Au\u00dfenpolitiker Armin Laschet hat den Berlin-Besuch des syrischen \u00dcbergangspr\u00e4sidenten Ahmed al-Scharaa gegen Kritik verteidigt. Gerade vor dem Hintergrund der j\u00fcngsten K\u00e4mpfe in Syrien sei der Dialog mit al-Scharaa notwendig, sagte Laschet der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. \u201eAl-Scharaa steht vor einer au\u00dferordentlich anspruchsvollen Aufgabe. Er muss die revolution\u00e4ren K\u00e4mpfer unter staatliche Kontrolle bringen und politische Ordnung herstellen\u201c, sagte der Vorsitzende des Ausw\u00e4rtigen Ausschusses im Bundestag.<\/p>\n<p>Sein Eindruck sei, dass der \u00dcbergangspr\u00e4sident \u201egrunds\u00e4tzlich gewillt ist,<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/syrien-konflikt\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/syrien-konflikt\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Syrien<\/a> in eine neue Phase zu f\u00fchren\u201c. Die Lage in Syrien bleibe \u201ehochgradig fragil\u201c. \u201eDie Vielzahl ungel\u00f6ster Konflikte und die erneute Gewalt, auch zuletzt in Aleppo, zeigen, wie gro\u00df die Herausforderungen sind\u201c, sagte Laschet mit Blick auf die Gefechte zwischen Regierungstruppen und kurdischen K\u00e4mpfern in der Gro\u00dfstadt im Norden Syriens. Zuvor war eine geplante Integration kurdischer Strukturen in die neuen Institutionen der islamistischen Regierung in Damaskus gescheitert.<\/p>\n<p>Die Alternative zu einem kontrollierten \u00dcbergang in Syrien w\u00e4re \u201eein R\u00fcckfall in B\u00fcrgerkrieg und v\u00f6llige Destabilisierung\u201c, warnte Laschet in dem AFP-Interview. Deshalb halte er es f\u00fcr richtig, dass al-Scharaa \u201ein Europa klar die Erwartungen h\u00f6rt \u2013 den Schutz von Minderheiten, der Christen, der Alawiten und der Drusen, die Wahrung von Frauenrechten und ein Ende der Gewalt \u2013 zugleich aber auch Unterst\u00fctzung erh\u00e4lt, um diesen schwierigen Weg gehen zu k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n<p>Minderheitsvertreter: Besuch ist \u201einakzeptabel\u201c<\/p>\n<p>Der Empfang al-Scharaas durch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Kanzleramt ist angesichts der andauernden Gewalt und der Menschenrechtslage in Syrien umstritten. Der fr\u00fchere Dschihadist al-Scharaa, der nach dem Sturz des syrischen Langzeit-Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 zum \u00dcbergangspr\u00e4sidenten Syriens ernannt worden war, gibt sich gem\u00e4\u00dfigt und versicherte, die Rechte der Minderheiten in dem Land zu achten. Seiner Regierung wird allerdings vorgeworfen, Minderheiten wie Alawiten, Drusen und Kurden nicht ausreichend zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Vertreter mehrerer Minderheiten in Deutschland forderten in einem Schreiben an die Bundesregierung eine Absage des Besuchs al-Scharaas. Der Besuch sei \u201einakzeptabel\u201c, in Syrien w\u00fcrden Zivilisten \u201eallein aufgrund ihrer ethnischen oder religi\u00f6sen Zugeh\u00f6rigkeit verfolgt\u201c. Statt eines Empfangs im Kanzleramt m\u00fcsse es seinen Haftbefehl geben, hie\u00df es in dem gemeinsamen Appell der Kurdischen Gemeinde, der Alevitischen Gemeinde, der Gesellschaft f\u00fcr bedrohte V\u00f6lker, der Menschenrechtsorganisation Hawar Help e.V. und der Union der syrischen Alawiten in Europa. <\/p>\n<p>Am Montag soll es deshalb eine Gro\u00dfkundgebung in Berlin geben. Die Verb\u00e4nde verwiesen auch darauf, dass al-Scharaa als fr\u00fcherer Anf\u00fchrer der al-Nusra-Front und der islamistischen HTS-Miliz die Verantwortung f\u00fcr Massaker und Vertreibung trage.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Debatte um Abschiebungen aus Deutschland nach Syrien sagte Laschet, es gebe \u201eheute Regionen, in die eine R\u00fcckkehr m\u00f6glich ist\u201c. So gebe es zwar \u201evollst\u00e4ndig zerst\u00f6rte Stadtviertel\u201c, aber in Damaskus auch Teile mit einem \u201elebendigen Alltagsleben\u201c. Dort habe kein fl\u00e4chendeckender Krieg stattgefunden. \u201eAuch in anderen Regionen des Landes bestehen heute Lebensm\u00f6glichkeiten.\u201c<\/p>\n<p>Entscheidend sei die Reihenfolge, sagte Laschet mit Blick auf m\u00f6gliche Abschiebungen weiter. \u201eZun\u00e4chst geht es um Straft\u00e4ter. Damit beginnt jede Abschiebepolitik. Wer schwere Straftaten begeht, sich nicht integriert und Gemeintaten aus\u00fcbt, hat keinen Anspruch auf dauerhaften Aufenthalt in Deutschland\u201c, betonte Laschet. <\/p>\n<p>AFP\/cvb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Trotz scharfer Kritik aus Minderheitenverb\u00e4nden h\u00e4lt CDU-Au\u00dfenpolitiker Armin Laschet den Dialog mit Syriens \u00dcbergangspr\u00e4sident Ahmed al-Scharaa f\u00fcr notwendig.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":725149,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[84604,84603,23136,296,29,30,103009,110,58,47400],"class_list":{"0":"post-725148","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-ahmed","9":"tag-al-scharaa","10":"tag-armin","11":"tag-berlin","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-laschet","15":"tag-newsteam","16":"tag-syrien","17":"tag-syrien-konflikt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115909975313826527","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/725148","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=725148"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/725148\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/725149"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=725148"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=725148"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=725148"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}