{"id":727545,"date":"2026-01-18T10:07:13","date_gmt":"2026-01-18T10:07:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/727545\/"},"modified":"2026-01-18T10:07:13","modified_gmt":"2026-01-18T10:07:13","slug":"unter-der-uni-liegt-ein-bergwerk-der-vergessene-barbarastollen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/727545\/","title":{"rendered":"Unter der Uni liegt ein Bergwerk \u2013 der vergessene Barbarastollen"},"content":{"rendered":"<p>Vergessener Stollen <\/p>\n<p>Unter Tage: Warum K\u00f6ln ein eigenes Bergwerk hat<\/p>\n<p>Aktualisiert am 18.01.2026 &#8211; 11:46 UhrLesedauer: 3 Min.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-0\" class=\"transition-colors duration-200 block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img fetchpriority=\"high\" data-testid=\"Opener.Image\" style=\"--lqipURL:url('https:\/\/images.t-online.de\/2026\/01\/fEZpTSSTnDli\/0x0:871x490\/fit-in\/150x0\/filters:blur(25)\/der-barbarastollen-in-koeln-er-wurde-1932-angelegt.jpg')\"   loading=\"eager\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/der-barbarastollen-in-koeln-er-wurde-1932-angelegt.jpg\" alt=\"Der Barbarastollen in K\u00f6ln: Er wurde 1932 angelegt.\" title=\"Der Barbarastollen in K\u00f6ln: Er wurde 1932 angelegt.\" width=\"871\" height=\"490\" class=\"bg-[url:var(--lqipURL)] bg-cover bg-center flex h-full w-full max-w-full\" decoding=\"async\"\/><img style=\"--width:32;--height:32\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/koeln.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/zoom-in.f7dae02f.svg\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none absolute bottom-8 right-8 rounded-4 bg-snow p-8\" decoding=\"async\"\/><\/a><\/p>\n<p>Der Barbarastollen in K\u00f6ln: Er wurde 1932 angelegt. (Quelle: Michael Kramer\/Wikimedia Commons)<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Mit dem Bergbau verbindet man in Nordrhein-Westfalen eher das Ruhrgebiet als K\u00f6ln. Doch auch hier gibt es ein Bergwerk \u2013 und dessen Funktion ist deutschlandweit einzigartig.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Dieser Tag im Jahr 1984 muss ihnen wie die Szene eines Abenteuerfilms vorgekommen sein: Eigentlich wollten Mitarbeiter der Uni K\u00f6ln nur die Kellerr\u00e4ume des Hauptgeb\u00e4udes aufr\u00e4umen. Doch als sie einen Schrank zur Seite schoben, entdeckten sie eine geheimnisvolle Eisent\u00fcr. Nachfrage im gesamten Geb\u00e4ude: niemand hatte einen Schl\u00fcssel oder wusste, was sich dahinter verbirgt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Also brachen die Mitarbeiter die T\u00fcr auf. Was sie entdeckten, erregte Aufsehen: ein Mini- Bergwerk, nur 40 Meter lang, aber fachgerecht gebaut. Vollkommen vergessen und direkt unter der Aula.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Ob sich diese Zufallsentdeckung damals wirklich so zutrug? Dr. Andreas Freit\u00e4ger ist Archivar an der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln und Autor des Buches &#8222;Der Barbarastollen unter der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln&#8220;. Er sagt:&#8220;Es wird so kolportiert, l\u00e4sst sich aktenm\u00e4\u00dfig aber nicht belegen&#8220;. Ob wahr oder nicht \u2013 die kuriose Anekdote tr\u00e4gt ihren Teil zur Geschichte des Barbarastollens bei, dem wohl ungew\u00f6hnlichsten Bergwerk Deutschlands.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">\u00d6ffnet man die schwere Eisent\u00fcr und geht die Treppen nach unten, dann werden schnell die Decken niedrig, das Licht wird schummrig und die Luft leicht muffig. An den W\u00e4nden des Stollens sieht man die verschiedenen Abbaustufen des Gesteins. Kohlenst\u00fccke schimmern auf Sch\u00fcttelrutschen. Auf dem Boden sind Schienen verlegt, ein Transportwagen f\u00fcr Sch\u00fcttgut steht darauf. \u00dcberall findet sich altes, funktionsf\u00e4higes Werkzeug: Pressluftbohrer, H\u00e4mmer, Mei\u00dfel und Schaufeln.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Dass der Stollen lediglich 40 Meter lang ist und nur zehn Meter unter der Erde liegt \u2013 andere Exemplare in Deutschland befinden sich in bis zu 2.000 Metern Tiefe \u2013 ist kein Zufall: Denn es handelt sich um ein Schaubergwerk, beauftragt vom Geologischen Institut der Uni K\u00f6ln. &#8222;Der Barbarastollen wurde 1932 gebaut, als der Bau des heutigen Hauptgeb\u00e4udes noch im Gange war&#8220;, erkl\u00e4rt Freit\u00e4ger. Benannt wurde er nach der Schutzheiligen der Bergleute.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Ziel war es, Geologie-Studierenden den harten Arbeitsalltag der Kumpel so authentisch wie m\u00f6glich zu vermitteln. &#8222;Der Querschlag zeigt einen realistischen Verkehrsweg in einem Steinkohlenbergwerk um 1930&#8220;, sagt Freit\u00e4ger. &#8222;Hier werden die Bereiche manueller und maschinengest\u00fctzter Abbau, Transport und F\u00f6rderung anhand echter Werkzeuge dargestellt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Aber nicht nur die Werkzeuge, Transport- und Hilfsmittel des Bergbaus in den 1930er Jahren sind vorhanden. Es gibt auch einen Maschinenraum f\u00fcr die Steuerung der F\u00f6rdermaschine und ein Telefon, mit dem die Kumpel im Stollen den Maschinisten anrufen konnten. An den W\u00e4nden des Schaubergwerks kleben sogar ein paar Zentimeter echte Steinkohle.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vergessener Stollen Unter Tage: Warum K\u00f6ln ein eigenes Bergwerk hat Aktualisiert am 18.01.2026 &#8211; 11:46 UhrLesedauer: 3 Min.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":727546,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1828],"tags":[2201,167171,122241,52769,29,30,64509,2766,1420,1209,3856,2332,5162,2657],"class_list":["post-727545","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-koeln","tag-2201","tag-andreas-freitaeger","tag-barbarastollen","tag-bergwerk","tag-deutschland","tag-germany","tag-hauptgebaeude","tag-hochschule","tag-koeln","tag-nordrhein-westfalen","tag-ruhrgebiet","tag-transport","tag-universitaet","tag-zweiter-weltkrieg"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115915551593163756","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/727545","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=727545"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/727545\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/727546"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=727545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=727545"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=727545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}