{"id":727730,"date":"2026-01-18T11:52:11","date_gmt":"2026-01-18T11:52:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/727730\/"},"modified":"2026-01-18T11:52:11","modified_gmt":"2026-01-18T11:52:11","slug":"geliebt-verboten-beschmiert-schluesselboxen-polarisieren-europas-touristenstaedte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/727730\/","title":{"rendered":"Geliebt, verboten, beschmiert: Schl\u00fcsselboxen polarisieren Europas Touristenst\u00e4dte"},"content":{"rendered":"<p>Geliebt, verboten, beschmiertSchl\u00fcsselboxen polarisieren Europas Touristenst\u00e4dte<\/p>\n<p>18.01.2026, 11:36 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(07:10 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/523048595.webp.webp\" alt=\"523048595\"\/>In vielen europ\u00e4ischen St\u00e4dten sind Schl\u00fcsselboxen ein ganz normaler, aber oft verhasster Anblick geworden. (Foto: picture alliance \/ imageBROKER)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">In Skandinavien gelten sie als komfortabel, Italien will sie weg haben, in Spanien werden sie mit Kot beschmiert: Schl\u00fcsselk\u00e4sten sorgen in vielen europ\u00e4ischen St\u00e4dten f\u00fcr Konflikte. Doch nicht alle gehen damit gleich um.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mancherorts gelten sie als praktischer Helfer, in anderen Gegenden sind sie Einheimischen ein Dorn im Auge &#8211; und manchmal sind sogar Sozial- und Hilfsdienste auf sie angewiesen: Schl\u00fcsselk\u00e4sten, oft im \u00f6ffentlichen Raum oder direkt vor der Ferienwohnung angebracht, haben sich gerade im Tourismus in den vergangenen Jahren stark verbreitet.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Von Vermietern werden die kleinen Boxen oft zur einfachen Schl\u00fcssel\u00fcbergabe genutzt, etwa bei Plattformen wie Airbnb oder Booking. Sie erm\u00f6glichen G\u00e4sten einen kontaktlosen Check-in und sparen den Anbietern zus\u00e4tzlichen Aufwand. Der Besucher kann den Kasten ganz einfach mit einem Zahlencode \u00f6ffnen und den Schl\u00fcssel entnehmen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">So einfach, so gut. Doch in manchen Teilen Europas regt sich seit Monaten Unmut \u00fcber die K\u00e4stchen. Das Stadtbild sollen sie beeintr\u00e4chtigen und schlichtweg ein Symbol f\u00fcr Massentourismus sein. Selbst Verbote gibt es schon. Doch nicht alle Touristen-Hotspots gehen mit dem Ph\u00e4nomen gleich um. Ein Blick in europ\u00e4ische St\u00e4dte.<\/p>\n<p>Spanien: Keyboxes teils mit F\u00e4kalien beschmiert<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im Zuge der wachsenden Kontroverse \u00fcber Massentourismus geraten die K\u00e4stchen in Spanien zunehmend ins Visier. Als erste &#8211; und bislang einzige &#8211; Region hat die sogenannte Autonome Gemeinschaft Valencia im Sommer 2024 Keyboxes f\u00fcr Ferienwohnungen im \u00f6ffentlichen Raum ausdr\u00fccklich verboten. Vermieter d\u00fcrfen ihre G\u00e4ste dort seither nur noch pers\u00f6nlich empfangen oder einen beauftragten Empfangsdienst einsetzen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In anderen Teilen des beliebten Urlaubslandes, wo es bislang kein vergleichbares Verbot gibt, entl\u00e4dt sich der Unmut zunehmend auf der Stra\u00dfe. In Sevilla wurden Schl\u00fcsselk\u00e4sten gezielt beschmiert, teils mit F\u00e4kalien. In Madrid werden sie h\u00e4ufig mit Klebstoff unbrauchbar gemacht.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auf Mallorca zerst\u00f6rten Aktivisten im Juni, kurz nach einer neuen Gro\u00dfdemo gegen Massentourismus, Schl\u00fcsselboxen und elektronische Codeschl\u00f6sser mit H\u00e4mmern &#8211; und posteten Videos der Aktion in den sozialen Medien. Zu solchen Protesten kommt es mit Blick auf die angespannte Wohnraumsituation immer wieder. &#8222;W\u00e4hrend wir jungen Menschen uns kein eigenst\u00e4ndiges Leben leisten k\u00f6nnen, gibt es andere, die sich an unserer Misere bereichern&#8220;, schrieb etwa die Protestbewegung Arran auf Instagram.<\/p>\n<p>Skandinavien: Gern gesehener Helfer<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In Kopenhagen und vielen anderen skandinavischen St\u00e4dten sind Schl\u00fcsselboxen l\u00e4ngst der Regelfall statt eine Ausnahme. Gerade im Winter im k\u00fchlen Norden Europas kann es allerdings vorkommen, dass es dennoch zu einem ersten Kontakt mit den Vermietern kommt &#8211; etwa dann, wenn sich der Zahlencode in der K\u00e4lte nicht einstellen oder sich der Kasten anderweitig nicht aufbekommen l\u00e4sst.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Generell werden die Boxen in Nordeuropa aber sehr positiv gesehen, auch wenn es kein sch\u00f6ner Anblick ist, wenn an manchen Wohnblocks Dutzende K\u00e4stchen nebeneinander h\u00e4ngen. Aber: F\u00fcr die komfortbewussten Skandinavier ist diese Art des Check-ins in die Unterkunft die entspannteste Methode &#8211; wenn denn der Zahlencode nicht hakt.<\/p>\n<p>Irland und Gro\u00dfbritannien: Kurzzeitvermietungen im Visier<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In Dublin ist die Anbringung der K\u00e4stchen etwa an Fahrradst\u00e4ndern oder Laternenpf\u00e4hlen verboten, wie die Dubliner Stadtverwaltung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. &#8222;Alle Schl\u00fcsselk\u00e4sten, die uns gemeldet oder bei regelm\u00e4\u00dfigen Wartungsarbeiten auf der Stra\u00dfe gefunden werden, werden entfernt und vernichtet.&#8220; Auf privaten Grundst\u00fccken sei die Verwendung der K\u00e4stchen selbstverst\u00e4ndlich weiter zul\u00e4ssig.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Anders als in Dublin gibt es in London kein solches Verbot. Kurzzeitvermietungen werden dennoch ins Visier genommen: Gem\u00e4\u00df den Vorschriften der Stadt d\u00fcrfen Vermieter ihre Ferienwohnungen nicht f\u00fcr mehr als 90 N\u00e4chte pro Jahr vermieten.<\/p>\n<p>Italien: Keyboxes im Grunde nutzlos<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auch in Italien sind die Schl\u00fcsselboxen zum Symbol des Booms von Kurzzeitvermietungen in bei Touristen beliebten St\u00e4dten geworden. Vielen Einheimischen sind sie ein Dorn im Auge: Immer wieder wird kritisiert, dass die K\u00e4sten in der N\u00e4he von Wohnungst\u00fcren oder an Hausfassaden das Bild von St\u00e4dten wie Florenz, Venedig, Rom und Neapel beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Land geht unter anderem deshalb gegen die Keyboxes vor. Florenz in der Toskana hatte Anfang vergangenen Jahres als erste gro\u00dfe italienische Stadt die Boxen verboten. Mailand zog nach und k\u00fcndigte das Verbot f\u00fcr diesen Januar an. Danach werden bis zu 400 Euro f\u00e4llig, wenn weiter Keyboxes herumh\u00e4ngen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ein formelles Verbot der K\u00e4sten in ganz Italien gibt es bislang nicht. Es ist jedoch landesweit vorgeschrieben, dass es bei Kurzzeitvermietungen aus Sicherheitsgr\u00fcnden zu einem pers\u00f6nlichen Treffen von Wohnungsbesitzer und Urlauber kommen muss. Diese Verordnung des Innenministeriums in Rom verbietet die Schl\u00fcsselboxen zwar nicht, macht sie jedoch im Grunde nutzlos.<\/p>\n<p>\u00d6sterreich: Wichtig f\u00fcr Sozialdienste<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In \u00d6sterreich zeigt sich wiederum ein anderes Bild: In Wien hat die Stadtregierung derzeit nicht vor, Schl\u00fcsselboxen zu verbieten. Denn die Safes werden nicht nur von Touristen genutzt. Sie sind f\u00fcr Hilfs- und Sozialdienste wichtig, die so in die Wohnungen ihrer alten und kranken Klienten gelangen k\u00f6nnen, wie es von der zust\u00e4ndigen Stadtbeh\u00f6rde hei\u00dft. Auch in Notf\u00e4llen erleichtern die K\u00e4stchen den Zutritt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dennoch geht Wien gegen die Kurzzeitvermietung von Wohnungen vor. Seit Sommer 2024 sind deutlich strengere Regelungen in Kraft. Mitarbeiter der Stadt versuchen, illegalen Vermietern auf die Spur zu kommen &#8211; haupts\u00e4chlich im Internet. Doch auch H\u00e4user mit auff\u00e4llig vielen Schl\u00fcsselboxen w\u00fcrden unter die Lupe genommen, erz\u00e4hlt eine Sprecherin.<\/p>\n<p>Frankreich: Warnaufkleber und Geldstrafe<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">\u00c4hnlich wie Dublin verh\u00e4ngte auch Paris Anfang 2025 ein Verbot von Schl\u00fcsselk\u00e4sten, sofern sie im \u00f6ffentlichen Raum angebracht sind und etwa an einen \u00f6ffentlichen Fahrradst\u00e4nder geh\u00e4ngt werden. Zun\u00e4chst wird die Box mit einem Warnaufkleber versehen &#8211; wenn der Vermieter sie nicht entfernt, tut dies die Stadtverwaltung. Das Bu\u00dfgeld bel\u00e4uft sich auf bis zu 1500 Euro.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Um den Massentourismus einzuschr\u00e4nken und mit Blick auf den angespannten Wohnungsmarkt in der franz\u00f6sischen Hauptstadt verk\u00fcrzte Paris zu Jahresbeginn auch die Dauer, w\u00e4hrend der eine Privatwohnung touristisch vermietet werden darf. Statt bislang 120 Tagen j\u00e4hrlich sind dies, \u00e4hnlich wie in London, nun nur noch 90 Tage pro Jahr.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, kse\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Geliebt, verboten, beschmiertSchl\u00fcsselboxen polarisieren Europas Touristenst\u00e4dte 18.01.2026, 11:36 Uhr Artikel anh\u00f6ren(07:10 min) In vielen europ\u00e4ischen St\u00e4dten sind Schl\u00fcsselboxen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":727731,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[1160,156,551,13,984,5300,355,14,15,1433,12,1319,4026,10,8,9,11,21879,21710,103,104],"class_list":{"0":"post-727730","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-daenemark","9":"tag-frankreich","10":"tag-grossbritannien","11":"tag-headlines","12":"tag-international","13":"tag-irland","14":"tag-italien","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-oesterreich","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-schweden","20":"tag-spanien","21":"tag-top-news","22":"tag-top-meldungen","23":"tag-topmeldungen","24":"tag-topnews","25":"tag-tourismusbranche","26":"tag-touristen","27":"tag-welt","28":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115915964220103171","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/727730","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=727730"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/727730\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/727731"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=727730"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=727730"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=727730"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}